Lifeline Logo

Arteriosclerosis

Roche Lexikon Logo
  • Arterio|sclerosis

  • Synonyme: -sklerose; Arterienverkalkung

  • Englischer Begriff: arteriosclerosis

häufigste Systemerkrankung der Arterien (s.a. Arteriolosklerose), u. zwar als chronisch fortschreitende Degeneration (Atheromatose) mit produktiven Veränderungen der Gefäßwand (Atherosklerose). Führt zu Wandverhärtungen u. -deformierungen mit Elastizitätsverlust u. Verengung der Gefäßlichtung (durch arteriosklerotische Plaques, sekundäre Thrombosen). Ätiol. u. Pathogen.: Als bedeutsam gelten neben konstitutionellen u. Alternsfaktoren (Physiosklerose) u.a. die Lebensweise (z.B. lipidreiche Ernährung), toxische Einflüsse (Nicotin), Hypertonie, Stoffwechselleiden (z.B. Diabetes mellitus) u. chronische, z.B. rheumatische Entzündungen. Untersuchungen deuten auf einen Zusammenhang zwischen einer Infektion durch Chlamydia pneumoniae u. der Entstehung einer A. hin. Der Verdacht stützt sich auf den hohen Antikörpertiter gegen diesen Erreger bei der Mehrzahl der Herzinfarktpatienten u. auf den direkten Nachweis von Chlamydien in atheromatösen Plaques. Nach der Response-to-Injury-Theorie steht am Beginn einer A. ein Endotheldefekt, der normalerweise abheilt, bei besonderer Stärke der verursachenden Noxen jedoch zu einem Entgleisen des Stoffwechsels der Intima u. damit zum dauerhaften Durchbruch der Endothelbarriere führt. Die Theorie wurde neuerdings modifiziert in dem Sinn, dass ein Defekt nicht zwingend vorhanden sein muss u. schon eine „Aktivierung“ des Endothels ausreicht, um den nachfolgenden Sklerosierungsprozess in Gang zu setzen. Formen: Als besondere Formen gelten die zentrale A. mit typischer (u. oft alleiniger) Lokalisation in der Aorta (Aortensklerose) u. deren großen Ästen (evtl. thorakal oder abdominal betont) sowie Verläufe, bei denen einzelne Organe oder Organsysteme im Vordergrund stehen (z.B. als Koronar-, Zerebralarterien-, Nephrosklerose) oder aber v.a. die Extremitäten betroffen sind („Gänsegurgelarterien“ bei der Mönckeberg-Sklerose). Klinik: Die Gefäßeinengungen bis -verschlüsse (A. obliterans) der Arterien führen zu vielfältiger allgemeiner u. organspezifischer Symptomatik wie Abmagerung, geistige u. körperliche Leistungsschwäche bzw. Infarkte u. Malazien (v.a. an Gehirn u. Herzmuskel), Gangrän der Gliedmaßen, atrophische Schrumpfung (z.B. Schrumpfniere), Diapedeseblutung u./oder Gefäßeinrisse (Apoplexia cerebri), Aneurysmen, Embolien.

Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Roche Lexikon – ein Service von Urban & Fischer/Reed Elsevier

Das Roche Lexikon Medizin gibt es auch als Buch, CD-Rom, Kombiausgabe und mit Rechtschreibprüfung.