Atmung, äußere 1)

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Atmung
  • 1) A., äußere

  • Synonyme: Lungenatmung

  • Englischer Begriff: external respiration

Abbildung

die vom Atemzentrum gesteuerte Belüftung der Lungenalveolen (Ventilation) u. der in den Alveolen erfolgende Gasaustausch durch Diffusion durch die alveolokapillare Membran mit anschließender Bindung (geringgradig auch physikalischer Lösung) von Sauerstoff an Hämoglobin im Blut der Lungenkapillaren bzw. mit Abgabe von Kohlendioxid (CO2) in die Alveolarluft. Die Einatmung (Inspiration) erfolgt durch Erweiterung des Brustkorb-Lungen-Raumes durch die Atemmuskeln u. durch die resultierende Entwicklung eines relativen alveolären Unterdrucks in der sich ausdehnenden Lunge, wodurch es zu einem bis zum Druckausgleich erfolgenden Lufteinstrom kommt (s.a. Atmen, vesikuläres). Die Ausatmung (Exspiration) erfolgt vorwiegend durch passive Verkleinerung des Thoraxraumes, u. zwar durch Brustkorbsenkung, u. durch elastizitätsbedingte Volumenabnahme (Retraktion) der Lunge, die aufgrund relativen alveolären Überdrucks zum Ausströmen der Luft führt; s.a. Druck-Volumen-Diagramm. Störungen ergeben sich durch Elastizitätsabnahme der Lunge bzw. durch Einengung der Bronchiallichtungen (restriktive bzw. obstruktive Ventilationsstörung) sowie durch Störung des Atemzentrums, der Diffusion, der Blutzirkulation in der Lunge (Atmung, pathologische).

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