Blasenatonie

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  • Blasen|atonie

  • Englischer Begriff: bladder atony

Minderung bis Aufhebung des Spannungszustandes der Harnblasenmuskulatur; als angeborene B. (bei Megaureter-Megazystis-Syndrom) oder als erworbene B., u. zwar als neurogene B. (bei motorischer Lähmung, z.B. bei spinalem Schock, Poliomyelitis, nach Schädigung der Hinterstrangbahn bzw. der hinteren Spinalwurzeln wie z.B. bei Tabes dorsalis, Syringomyelie; der funktionelle Endzustand ist eine „neurogene Überlaufblase“), als myogene B. (infolge Überdehnung, u.U. als „Papierblase“, durch mechanische Abflussbehinderung, z.B. bei benigner Prostatahyperplasie; mit Überdehnungsschmerz u. Harndrang verbunden) oder als neuromyogene B. (nach Degeneration der Ganglienzellen der Blasenwand; z.B. bei Tabes; Symptome: spärliche Miktion u. Restharnzunahme; patholog. Endzustand ist eine wanddegenerierte „Beutelblase“).

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