Blasentumor 1)

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Blasentumor
  • 1)

  • Englischer Begriff: vesical tumor

Geschwulst der Harnblasenwand. Einteilung: histopathologische Klassifik. der epithelialen Harnblasengeschwülste: Blasenpapillom, Urothelkarzinom (überwiegend; mit unterschiedlichem Differenzierungsgrad; Blasenkarzinom), Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome, undifferenzierte Karzinome (die drei Letzten sehr selten). Klinik: Erstes u. häufigstes Symptom ist das Harnbluten (intermittierend, makroskopisch u. mikroskopisch), meistens schmerzlos, ohne andere Beschwerden; bei massiver Blutung infolge Koagelbildung Harnabflussbehinderung, Folge Schmerzen, Harnsperre (Blasentamponade), Peritonealreiz, Schock. Bei Sekundärinfektion: Dysurie u. Pollakisurie. Bei infiltrierender, perivesikaler Ausbreitung suprapubische Schmerzen. Bei Harnleiterobstruktion Nierenschmerzen (Niereninsuffizienz); bei gleichzeitiger Infektion septische Niere (Urosepsis) möglich. Diagn.: Zysto-Urethroskopie; diagnostische Exzision, besonders aus der Tumorbasis; Urographie mit Aufnahme nach Miktion (Restharn), Zystographie (Tumorgröße, Reflux), Stufenzystogramm (Infiltrationstiefe), Sonographie, Lymphangiographie, evtl. Beckenangiographie; Zytodiagnostik des Urins (Screening) zur Überwachung gefährdeter Berufsgruppen. Ther.: je nach Art des Tumors: operativ (transurethrale Resektion oder Laserbehandl., Blasenresektion, totale Zystektomie mit Kombination einer supravesikalen Harnableitung); Chemotherapie (lokal oder systemisch); Bestrahlung.

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