Bronchiektasie

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  • Bronchi|ektas(i)e

  • Englischer Begriff: bronchiectasis

dauerhafte, spindel-, zylinder- oder sackförmige Erweiterung(en) von Bronchialästen. Ätiol.: angeboren infolge Entwicklungs-, Differenzierungsstörung, wobei groß- oder kleinzystische Fehlbildungen in Form der Zystenlunge bzw. Wabenlunge vorliegen; erworben, d.h. als Folge der Zerstörung elastischer u. muskulärer Wandelemente bei akuter oder chron., v.a. stenosierender Bronchitis (s.a. Bronchomalazie) oder durch Wirkung extrabronchialer Narbenzüge (Tuberkulose, Silikose), durch primäre Sekretstauung mit nachfolgender Infektion (bei Mukoviszidose) oder durch Wandatrophie (z.B. als neural bedingte Atrophie bei Chagas-Krankheit). Als bes. Formen die generalisierten Bronchiektasien (Williams-Campbell-Syndrom) u. das Bronchiolaremphysem (das bronchiolektatische Lungenemphysem, z.B. bei Keuchhusten). Klinik: Husten, reichlicher, jauchig-eitriger, geschichteter Auswurf („maulvolle Expektoration“), Bluthusten (Hämoptysen; durch Sickerblutung aus Granulationsgewebe sowie aus reichlich vorhandenen bronchopulmonalen Gefäßanastomosen), Fieberschübe, Neigung zu wiederkehrender Bronchitis, Bronchopneumonie u. zu Lungenabszessbildung, Mittellappensyndrom, fortschreitende Lungen- u. Herzinsuffizienz (Cor pulmonale). Ther.: chirurgisch bei einseitiger Lokalisation; physiotherapeutisch (Atemtherapie); ggf. medikamentös (Broncholyse, gezielte Antibiotikather.).

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