Darmdrehung

Roche Lexikon Logo
  • Darm|drehung

  • Englischer Begriff: embryonal rotation of intestinal tube

  • Fach: Embryologie

die Drehung des fetalen Darmrohrs (6.–12. Wo.) in Verbindung mit dem ungleichmäßigen Längenwachstum der Darmabschnitte. Die anfangs in der Mittellinie gelegene röhrenförm. Darmanlage bildet zunächst in ihrem Mittelteil eine nabelwärts gerichtete, sagittal stehende Schleife, an deren mundfernem (aboralem) unterem Teil die Zäkumanlage entsteht. Die Schleife dreht sich um 90° (gegen Uhrzeigersinn) u. liegt dann quer. Aus ihrem vor der Zäkumanlage gelegenen Teil entstehen durch schnelles Längenwachstum die zunächst rechts im Bauch gelegenen Dünndarmschlingen; der restliche Schleifenteil u. der nachfolgende Darmrohrabschnitt, der sich langsamer u. zunächst links streckt, drehen sich mit zunehmender Länge derart, dass die Zäkumanlage u. das Querkolon über das aus dem oberen Darmrohrteil entstandene Duodenum hinweg an die Leber bzw. quer in den Oberbauchbereich gelangen; unter Entwicklung des Colon ascendens verlagert sich das jetzt entwickelte Zäkum in den re. Unterbauch unter Verdrängung der Dünndarmschlingen nach links. Der unterste Darmrohrteil (Rektumanlage bzw. Rektum) beteiligt sich nicht an den Drehungen u. verbleibt stets in der median-sagittalen Ebene. – s.a. Malrotation.

Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Roche Lexikon – ein Service von Urban & Fischer/Reed Elsevier

Das Roche Lexikon Medizin gibt es auch als Buch, CD-Rom, Kombiausgabe und mit Rechtschreibprüfung.