Fazialislähmung

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  • Fazialis|lähmung

  • Synonyme: Prosopoplegie; Fazioplegie

  • Englischer Begriff: paralysis of the facial nerve

  • Fach: Neurologie

Lähmung der Muskeln, die durch den Nervus facialis innerviert werden. Ätiol.: ischämische oder – seltener – traumatische (nach Schädelbruch, -Op.), otitis- oder vergiftungsbedingte oder aber idiopathische Lähmung (Parese oder Paralyse) des Nervus facialis bzw. der von ihm versorgten Gesichtsmuskulatur, u. zwar ein- oder beidseitig (Mono- bzw. Diplegia facialis), isoliert oder mit anderen Störungen kombiniert. Klassifik.: nach dem Ort der Schädigung unterschieden als zentrale oder als supranukleäre F. (bei Schädigung im unteren Teil der vorderen Zentralwindung der Gegenseite bzw. des Tractus corticonuclearis, d.h. im durch die innere Kapsel zum Kern des N. facialis ziehenden Fazialissystem, aber oberhalb des Nervenkerns; Lähmungen v.a. im Mundbereich, da die Stirn aus dem beidseitigen Rindengebiet versorgt wird) u. als periphere F., die wiederum als nukleäre u. als infranukleäre F. unterschieden wird (Schädigung im Nervenkern bzw. im Nerv selbst; beide Formen meist einseitig, mit verstrichener Stirn- u. Nasolabialfalte, Unmöglichkeit des Stirnrunzelns u. aktiver Mundbewegungen, Lagophthalmus; bei letzterer Form evtl. auch Gehörstörung als Hyperakusis u. Geschmacksstörung in den vorderen zwei Dritteln der Zunge). Ther. u. Progn.: Behandlung der Grunderkrankung; unterstützend Muskeltraining. Meist vollständige oder teilweise Rückbildung der Parese.

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