Gentechnologie

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  • Gen|techno|logie

  • Englischer Begriff: gene technology; genetic engineering

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Wissenschaft, die sich i.e.S. mit der Übertragung von Genen (Gentransfer) auf fremde Organismen befasst, um diese zur Genexpression des Spendergens zu veranlassen. So gelingt es u.a., die genetische Information für menschliche Hormone (z.B. Insulin, Wachstumshormon), Interferon, Faktor VIII usw. durch entsprechend zerschnittene (Restriktionsenzyme; dort ausführl. Erläuterung) Stücke menschlicher Desoxyribonucleinsäure auf geeignete Wirtszellen, z.B. auf Escherichia coli, zu übertragen (Transformation), um diese zur Produktion therapeutisch nutzbarer Präparate anzuregen (s.a. Hybridom). – Zur (pränatalen) Diagnostik von Molekularkrankheiten können die krankhaft veränderten Gene mit den entsprechenden – gentechnologisch hergestellten u. radioaktiv markierten – DNS-Stücken (sog. Sonden bzw. probes) durch Hybridisierungstechniken verglichen werden. – Ein weiteres Feld der G. ist die Synthese von Oberflächenstrukturen infektiöser Partikel, die für diagnostische Zwecke (z.B. AIDS) oder zur Herstellung von Impfstoffen (z.B. gegen Virushepatitis B) verwendet werden. I.w.S. gehören zur G. alle Methoden, die im Gentechnikgesetz abgedeckt sind.

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