Hirnatrophie

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  • Hirn|atrophie

  • Englischer Begriff: cerebral atrophy

erworbener Schwund des Nervengewebes des Gehirns, der das ganze Organ (diffuse H.) oder einzelne Neuronensysteme (= Systematrophie) betrifft, u. zwar als primäre, idiopathische Degeneration (genetisch, enzymopathisch, durch Slow-Viren bedingt?) oder als sekundäres Geschehen (verletzungs-, vergiftungsbedingt, entzündlich, bei Gefäßerkrankungen; als stationäre H. nach frühkindlicher Hirnschädigung). Führt zu Durchgangssyndrom, neurologischen Ausfallserscheinungen, organischer Wesensänderung, Verlust der geistigen Leistungen (Demenz), evtl. zu epileptischen Anfällen; im EEG treten Allgemeinveränderungen, im Pneumenzephalogramm Hydrocephalus (internus u./oder externus) auf. Präsenile (fortschreitend degenerative) Formen betreffen v.a. die Hirnrinde u. subkortikale Bereiche des Marklagers des Gehirns (Alzheimer-, Pick-Krankheit), altersbedingte (= senile) Formen, so die senile Demenz vom Alzheimer-Typ, führen zu Ventrikelerweiterung, Liquorvermehrung, Fibrose der Leptomeninx.

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