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  • Abduktorlähmung
    • Abduktor|lähmung

    • Englischer Begriff: abductor paralysis; a. palsy

    Lähmung abduzierender Muskeln (M. abductor), i.e.S. laryng die des M. cricoarytenoideus posterior (Postikuslähmung).

  • Abduzenslähmung
    • Abduzens|lähmung

    • Synonyme: -parese

    • Englischer Begriff: abducens paralysis; a. paresis

    totaler bzw. teilweiser Ausfall des Nervus abducens mit Ausfall des äußeren geraden Augenmuskels (M. rectus lateralis). Führt zu Ausfall/Störung der Abduktion des Augapfels u. damit zu Doppelbildern (verstärkt bei Versuch des Seitwärtsblickens) u. zu Strabismus convergens bzw. Esophorie. Bei Ausfall des Nervenkernes meist beidseitiger Muskelausfall, d.h. assoziierte Blicklähmung nach der geschädigten Seite bzw. assozierte Augenabweichung (Déviation conjuguée) nach der gesunden Seite hin.

  • Abendländischer Lebensbaum
    • Synonyme: Thuja occidentalis

    Baum, der ätherische Öle enthält, deren Hauptbestandteil das giftige Thujon ist. Anw.: Thuja-haltige Fertigarzneimittel wie Lösungen, Tabletten oder Zäpfchen werden gegen Atemwegsinfekte und als Begleittherapie einer Antibiotikabehandlung eingesetzt. NW: Wegen der Toxizität des Thujons kann das gelegentlich empfohlene Trinken von Teezubereitungen zu schweren Vergiftungen führen. Beim bestimmungsgemäßen Gebrauch von Fertigarzneien ist nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen.

  • aberrans
    • ab|errans

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: aberrant

    mit ungewöhnlichem Verlauf vom Hauptstamm eines Gefäßes abgehend, „aberrierend“ (Vas aberrans), an eine atypische Stelle verlagert, atypisch gebildet (Aberration).

  • Aberratio
    • Ab|erratio

    • Synonyme: Ab|erration

    Abirrung, Abweichung (zeitlich als Heterochronie).

    • 1)
      Chromosomenaberration... (mehr)
    • 2)
      fetale Verlagerung von Keimgewebe (= A... (mehr)
    • A. mammae
      überzählige (= akzessorische) Mamma an atypischer Stelle... (mehr)
    • A. menstruorum
      Menstruationsblutung nicht oder nicht nur aus dem Zervikalkanal, z.B... (mehr)
    • 3)   Abbildung
      optischer Abbildungsfehler... (mehr)
  • Aberratio mammae
    Aberratio  >  Aberratio, Aberration 2)
    • A. mammae

    überzählige (= akzessorische) Mamma an atypischer Stelle.

  • Aberratio menstruorum
    Aberratio  >  Aberratio, Aberration 2)
    • A. menstruorum

    • Synonyme: retrograde Menstruation

    • Englischer Begriff: menstrual a.

    Menstruationsblutung nicht oder nicht nur aus dem Zervikalkanal, z.B. aus der Eileiteröffnung in die Bauchhöhle. Vork.: bei Zervix- oder Scheidenatresie, bei körperl. Anstrengungen während der Menses. Klinik: Schmerzen, Peritonismus.

  • Aberratio, Aberration 1)
  • Aberratio, Aberration 2)
    Aberratio
    • 2)

    • Englischer Begriff: aberration

    • Fach: Pathologie

    fetale Verlagerung von Keimgewebe (= A. loci) als Entwicklungsstörung. S.a. Dystopie, Ektopie (z.B. Hodenektopie).

    • A. mammae
      überzählige (= akzessorische) Mamma an atypischer Stelle... (mehr)
    • A. menstruorum
      Menstruationsblutung nicht oder nicht nur aus dem Zervikalkanal, z.B... (mehr)
  • Aberratio, Aberration 3)
    Aberratio
    • 3)

    • Englischer Begriff: spherical a.; chromatic a.

    • Fach: Physik

    Abbildung

    optischer Abbildungsfehler. – Als sphärische A. der Öffnungsfehler infolge rel. stärkerer Brechung in den Randpartien eines optischen Systems (Abb.). Als chromatische A. oder Newton-A. die Farbabweichung infolge unterschiedlicher Brechung der Lichtanteile (mit resultierender Myopie von 0,5 dpt im Blaulicht bzw. Hyperopie im Rotlicht).

  • aberrierend
    • ab|errierend

    mit ungewöhnlichem Verlauf (aberrans); kard Bez. für intermittierend abnorme intraventrikuläre Erregungsleitungsstörung mit Verbreiterung u. – häufig – Schenkelblock-ähnlicher Deformierung der Kammerkomplexe; Resultat des Auftreffens v.a. vorzeitiger supraventrikulärer Erregungen auf nur teilweise repolarisierte Erregungsleitungsbahnen.

  • aberrierende Pulmonalvene
    aberrierend
    • a. Pulmonalvene

    • Synonyme: abPV (Abk.)

    Lungenvenentransposition.

  • Abetaglobulinämie
    • Abeta|globulin|ämie

    • Englischer Begriff: abetaglobulinemia

    Defektproteinämie mit (fast) völligem Fehlen der Betaglobulin-Fraktion im Serum.

  • Abetalipoproteinämie
    • Abeta|lipoprotein|ämie

    • Synonyme: Bassen-Kornzweig-Syndrom

    • Englischer Begriff: abetalipoproteinemia

    sehr seltene Erkrankung durch Mangel an Apolipoprotein B 48 und B 100 mit Unvermögen, Fette zur resorbieren u. VLDL zu synthetisieren. Folgen sind Malabsorptionssyndrom (einschl. fettlöslicher Vitamine), neurolog. Symptome u. Retinopathia pigmentosa.

  • Abflussindex
    • Abfluss|index

    (Morton 1967) Kenngröße zur Beurteilung der Unterschenkelarterien bei arterieller Verschlusskrankheit, die auf der Eineingung des Gefäßlumens begründet ist und drei verschiedene Schweregrade ausdrückt.

  • Abführmittel
    • Abführmittel

    • Synonyme: Laxanzien; Laxativa

    • Englischer Begriff: laxatives; purgatives; cathartics

    Mittel zur Beseitigung einer Stuhlverstopfung (Obstipation) durch Auslösung des Defäkationsreflexes u. durch verminderte Eindickung des Stuhles (Fäzes). Unterschieden werden Quellmittel, Gleitmittel (z.B. Docusat oder Paraffin; NW: Hypovitaminose, Fremdkörperreaktion), rektale A., osmotisch sowie antiabsorptiv wirkende A. Außerdem werden Prokinetika wie Metoclopramid eingesetzt, welche die Peristaltik im Magen-Darm-Trakt fördern, sowie Mittel zur Behandlung der Darmatonie: a) Ausgleich von Elektrolytstörungen. b) Parasympathomimetika (Carbachol) u. Acetylcholinesterase-Hemmer (Neostigmin, Pyridostigmin, Rivastigmin, Donepezil) mit entsprechenden NW.

  • Abführmittel, antiabsorptiv u. sekretagog wirkende
    Abführmittel
    • A., antiabsorptiv u. sekretagog wirkende

    A., die die Resorption von Flüssigkeit u. Na+ (antiresorptiv = antiabsorptiv) hemmen u. den Einstrom von Flüssigkeit u. Elektrolyten (Na+, K+, Ca++, Cl) in das Darmlumen (sekretagog = hydragog) fördern. Vermehrte Sekretion, Erweichung des Kotes u. verstärkte Peristaltik sind die Folge. Wirkst.: a) Anthrachinonpräparate mit Anthrachinonglykosiden (z.B. Aloe, Sennesblätter, Faulbaumrinde; s.u. Anthrachinone), aus denen im Darm die wirksamen Emodine entstehen. NW: Reizung der Dickdarmschleimhaut, daher zur Dauerbehandlung ungeeignet. Bei langfristigem Gebrauch ist mit Elektrolytverlusten (v.a. Kalium) zu rechnen (Hypokaliämie verstärkt die Obstipation!); eine mögliche kanzerogene Wirkung wird diskutiert. b) andere diphenolische Verbindungen wie z.B. Bisacodyl u. Natriumpicosulfat (Strukturverwandtschaft mit Phenolphthalein). c) Ricinusöl (zuverlässig, aber wenig beliebt).

  • Abführmittel, osmotisch wirksame
    Abführmittel
    • A., osmotisch wirksame

    A., die osmotisch Wasser im Darm halten u. durch das damit erhöhte Füllungsvolumen die Peristaltik anregen. Wirkst.: a) Zucker u. Zuckeralkohole, z.B. Lactulose. b) salinische Abführmittel = Salze schwer resorbierbarer Ionen, z.B. Natriumsulfat (Glaubersalz), Magnesiumsulfat (Bittersalz; NW: Magnesiumintoxikation bei Niereninsuffizienz möglich!).

  • Abführmittel, rektale
    Abführmittel
    • A., rektale (lokale)

    • Synonyme: lokale A.

    A., die angewendet werden, wenn der lokale Defäkationsreiz im Mastdarm fehlt (Rektum mit Kot angefüllt). Wirkst.: z.B. Bisacodyl oder Glycerin (Suppositorien) sowie Sorbit oder Phosphatlösungen (Klysma).

  • ABH-Substanzen
    • Englischer Begriff: ABH-substances

    die Blutgruppensubstanzen des AB0-Blutgruppensystems.

  • Abhängigkeit
    • Abhängigkeit

    • Englischer Begriff: addiction; dependence

    unwiderstehlicher Drang, ein Suchtmittel einzunehmen bzw. bestimmte Handlungen auszuführen, um entweder ein Gefühl des Wohlbefindens zu erzielen oder um Missempfindungen auszuschalten. Die Bez. A. sollte nach Empfehlung der WHO den Begriff „Sucht“ ersetzen. Außer Drogen, Alkohol oder Nikotin umfasst der Begriff z.B. auch Spiel-, Ess- u. sexuelle Abhängigkeit. – Folgende Stoffgruppen können zu einer Suchtstoff-A. führen: Morphine, Barbiturate u. Alkohol, Kokain, Cannabis, Amphetamine, Kat (Khat), Halluzinogene, Schnüffelstoffe. Es wird zwischen körperlicher (Symptome variieren je nach Droge) u. seelischer A. unterschieden. Zur A. gehören Toleranzsteigerung, verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung u. der Menge des Konsums, körperliche Entzugssymptome beim Absetzen sowie ein gesteigertes Verlangen mit zentriertem Denken, das vorwiegend um die Droge kreist. Der Konsum wird fortgesetzt trotz Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen. Die Übergänge zwischen Missbrauch u. A. sind fließend.

  • Abhängigkeitspotential

      die je nach Art des Suchtstoffes unterschiedlich ausgeprägte Eigenschaft zur Suchterzeigung; für verschiedene Substanzgruppen unterschiedlich (z.B. hoch bei Morphinen, niedriger bei Antidepressiva, s.a. Abhängigkeit).

    • Abhärtung

        durch klima- u. hydrotherapeutische Kaltreize ausgelöste funktionelle Adaptation, die über eine verbesserte Thermoregulation u. unspezifische Abwehr die Empfindlichkeit gegenüber Erkältungskrankheiten vermindert und die physische Leistungsfähigkeit des menschl. Organismus steigert. Ziele sind neben einer Verbesserung der Widerstandsfähigkeit die damit verbundene Vorbeugung gegen Erkältungen, Vermeidung oder Besserung von Zivilisationskrankheiten und der Ausgleich konstitutioneller Schwächen. Zu den Maßnahmen der Abhärtung gehören z.B. Sauna, wechselwarme Bäder, Trockenbürsten, körperliches Training, Kneipp-Kur.

      • ABI
        • Synonyme: Abk. für ankle brachial index

        • Etymol.: engl.

        Druckgradient zwischen Knöchelarteriendruck u. systol. Blutdruck, gemessen über Ultraschall-Doppler-Technik. Indices unter 0,5 deuten auf eine kritische Ischämie hin.

      • Abiosis
        • Abio|sis

        • Englischer Begriff: abiosis

        das Aufhören bzw. Fehlen der Lebensfunktionen (= Tod); Abiotrophie.

      • Abiotrophie
        • Abio|trophie

        • Englischer Begriff: abiotrophy

        Vitalitätsverlust, Wachstumshemmung u. Degeneration von Geweben infolge mangelhafter oder fehlender Gewebsernährung (Trophik; s.a. Hypotrophie).

      • Abiotrophie, retinale
        Abiotrophie
        • A., retinale

        • Fach: Ophthalmologie

        Degeneration in allen Netzhautschichten; v.a. bei Retinitis pigmentosa.

      • Abkapselung
          • 1)
            Ausbildung einer abgrenzenden Bindegewebsschicht um einen Fremdkörper... (mehr)
          • 2)
            Autismus... (mehr)
        • Abkapselung 1)
          Abkapselung
          • 1)

          • Englischer Begriff: encapsulation

          • Fach: Pathologie

          Ausbildung einer abgrenzenden Bindegewebsschicht um einen Fremdkörper, Abszess etc.

        • Abkapselung 2)
          Abkapselung
          • 2)

          • Fach: Psychologie

          Autismus.

        • Abklatschgeschwür
          • Abklatsch|geschwür

          • Synonyme: Kontaktgeschwür

          • Englischer Begriff: kissing ulcer

          • Fach: Pathologie

          Geschwür, das bei innigem Kontakt zwischen zwei gegenüberliegenden Organwänden von einer auf die andere Wand übergreift; z.B. bei Ulcus pepticum des Magens, syphilitischem Primäraffekt (als Abklatschschanker).

        • Abklatschkarzinom
          • Abklatsch|karzinom

          • Synonyme: -meta|stase

          • Englischer Begriff: contact cancer; contact metastasis

          Tumormetastase auf der einem Primärtumor gegenüberliegenden Organwand, u. zwar als Folge unmittelbarer Absiedlung (Inokulationskarzinom); z.B. beim Vulvakarzinom der Labieninnenseite.

        • Abklatschung
          • Abklatschung

          • Englischer Begriff: slapping

          • Fach: Hydrotherapie

          Abklatschen des Rückens, des Gesäßes u./oder der Beine (auch als Selbstbehandlung) mit dosierten Schlägen (schnell kreisende Bewegungen) mit einem ausgewrungenen oder triefend nassen, zu einem Streifen zusammengelegten Handtuch. Eine Kneipp-Anwendung.

        • Abklatschverfahren
          • Abklatsch|verfahren

          • Fach: Hygiene

          Gewinnung u. Nachweis von Erregern durch Abklatschen der vermutlich keimbesetzten Oberflächen von Apparaten, Wänden etc. im Rahmen der Bekämpfung des Hospitalismus.

        • Abklatschzytologie
          • Abklatsch|zytologie

          diagnostisches Verfahren, bei dem während der Operation von einem tumorverdächtigen Gewebestück durch Abklatsch Zellmaterial auf einen Objektträger übertragen, fixiert u. gefärbt wird. Kann den Schnellschnittbefund ergänzen, kontrollieren oder ersetzen.

        • Abklinganlage
          • Abkling|anlage

          Einrichtung zur Zwischenlagerung radioaktiv (durch Radiopharmaka) verunreinigter Krankenhausabwässer, die erst nach ausreichendem radioaktivem Zerfall in das öffentliche Abwassersystem eingeleitet werden.

        • Abklingquote
          • Abkling|quote

          • Englischer Begriff: decay rate

          • Fach: Pharmazie

          Wirkungsverlust (in %) eines verabfolgten Heilmittels, i.e.S. eines Herzglykosids, während 24 Std. durch Ausscheidung u. Verstoffwechslung (z.B. bei Digitoxin 7%, Strophanthin 40%!).

        • Abklopfen

            Beklopfen des Brustkorbs mit der Hand. Zum Lösen fest sitzenden Sekrets in den Atemwegen, Stimulation des Flimmerepithels und damit Anregen des Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege. Kann mit der Faust, hohlen Hand, Kleinfingerkante oder mit beiden Händen vorgenommen werden. Bei Erkrankungen mit vermehrter Sekretansammlung in den Atemwegen (z.B. Mukoviszidose) und zur Pneumonieprophylaxe, z.B. bei länger bestehender Bettlägerigkeit.

          • Abkochung
            • Ab|kochung

            • Englischer Begriff: decoction

            • Fach: Pharmazie

            Decoctum.

          • Abkühlungsreaktion
            • Abkühlungs|reaktion

            Veränderung (im Allg. Verlangsamung) eines physiologischen Erregungs- oder Stoffwechselablaufes durch Abkühlung; praktisch genutzt durch Einsatz der Hypothermie. S.a. Unterkühlung, Kälteschaden, Kältesyndrom.

          • Abl-Gen
          • Ablaktation
            • Ab|laktation

            • Synonyme: Ablactatio; Abstillen

            • Englischer Begriff: ablactation; weaning

            das meist um den 6. Monat oder später erfolgende Entwöhnen des Säuglings von der Ernährung an der Mutterbrust durch allmähliche Gewöhnung an sog. Beikost (Brei, Obst, Gemüse-, Fleischmahlzeiten), zunächst nur in kleinen Portionen, schrittweise bis zum Ende des 1. Lebensjahres Einführung der normalen Erwachsenenkost. Das Stillen kann bei Wunsch der Mutter noch über das 1. Lebensjahr hinaus beibehalten werden. – Bei gegebener Notwendigkeit ferner Unterdrückung der Milchbildung (Laktation) durch Prolactinantagonisten (Bromocriptin).

          • Ablatio
            • Ab|latio

            • Etymol.: latein.

          • Ablatio 1)
            Ablatio
            • 1)

            • Englischer Begriff: ablation

            operative Abtragung, Entfernung, z.B. mit Laser oder anderen physikalischen oder chemischen Methoden, z.B. als Katheterablation, als transkoronare Ablation der Septumhypertrophie (TASH), bzw. als PTSMA, chir Amputation.

          • Ablatio 2)
            Ablatio
            • 2)

            • Englischer Begriff: detachment; separation

            • Fach: Pathologie

            Abhebung.

          • Ablatio chorioideae
            Ablatio  >  Ablatio 2)
            • A. chor(i)o|ideae

            • Synonyme: Amotio choroideae

            • Englischer Begriff: choroidal detachment

            das Sichabheben der Aderhaut von der Lederhaut (Sklera); z.B. nach Augenverletzung, -operation; führt zu Vorderkammerabflachung, Bulbushypotonie, Bildung eines peripheren Netzhautbuckels; Prognose günstig.

          • Ablatio falciformis
            Ablatio  >  Ablatio 2)
            • A. falciformis

            • Englischer Begriff: falciform d.

            s.u. Ablatio retinae.

          • Ablatio mammae
            Ablatio  >  Ablatio 2)
            • A. mammae

            • Englischer Begriff: mastectomy

            Mammaamputation.

          • Ablatio placentae
            Ablatio  >  Ablatio 2)
            • A. placentae

            • Synonyme: Abruptio placentae

            • Englischer Begriff: abruptio placentae

            totale oder teilweise vorzeitige Plazentalösung bei normalem Plazentasitz; z.B. bei Schwangerschaftstoxikose, nach Unfall, bei Hydramnion. Klinik: Blutung, Schock, Krampfwehen oder Wehenstille. Kompl.: Atonie, Afibrinogenämie, Nierenschädigung (totale oder subtotale Nierenrindennekrose), Verbrauchskoagulopathie (infolge Einschwemmung gerinnungsaktiver Substanzen aus dem Fruchtwasser in den mütterl. Kreislauf); hohe Sterblichkeit.

          • Ablatio retinae
            Ablatio  >  Ablatio 2)
            • A. retinae

            • Synonyme: Amotio retinae

            • Englischer Begriff: retinal detachment

            Abbildung

            Netzhautablösung. Teilweise oder totale Abhebung der geschädigten Netzhaut (Abb.), z.B. durch Netzhautriss bei degenerativen Veränderungen der Retina (sog. rhegmatogene A.) oder durch subretinale Flüssigkeitsansammlung, Tumor, Verletzung, bei Retinopathie u. idiopathisch (primär). Beginnt mit Photopsie u. Kamptopsie als „warnenden“ Prodromalsymptomen, gefolgt von Skotom. Sonderform: A. falciformis congenita als angeborene sichelförmige Netzhautfalten bei unreifen Kindern, evtl. als Abortivform der retrolentalen Fibroplasie.

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