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  • Akrozyanose
    • Akrozyanose

    • Englischer Begriff: acrocyanosis

    Akrocyanosis.

  • Akryl...
    • Fach: Chemie

    Acryl...

  • AKT
    • AKT

    • Fach: Serologie

    Abk. für Antikörpersuchtest.

  • Aktin
    • Aktin

    • Englischer Begriff: actin

    • Fach: Biochemie

    Actin.

  • aktinisch
    • aktinisch

    • Englischer Begriff: actinic

    Strahlung, d.h. Licht (insbes. UV), i.w.S. auch ionisierende Strahlung betreffend.

  • aktinische Elastose
    aktinisch
    • a. Elastose

    Elastosis (3), Dermatitis actinica.

  • Aktinium
    • Aktinium

    • Englischer Begriff: actinium

    Actinium.

  • Aktino...
  • Aktinomykom
    • Aktino|mykom

    • Englischer Begriff: actinomycoma

    s.u. Aktinomykose.

  • Aktinomykose
    • Aktino|mykose

    • Synonyme: Actinomycosis

    • Englischer Begriff: actinomycosis

    die sog. Strahlenpilzkrankheit; eine meist chronische Infektionskrankheit durch Actinomyces israelii u. verwandte Arten, jedoch stets als Mischinfekt mit anderen aeroben u. anaeroben Krankheitskeimen. Der Actinomyces, ein normalerweise harmloser Saprophyt des Verdauungstraktes, dringt vermutlich aus endogener (unklarer) Ursache in das Gewebe ein. Bei der Krankheit handelt es sich um eine sog. Pseudomykose mit ca. 4-wöchiger Inkubationszeit. Diagn.: erfolgt durch Erregernachweis (kulturell; mikroskopisch, u.a. anhand des Nachweises von Drusen), durch Intrakutanprobe. Einteilung: als klinische Formen werden unterschieden: a) zervikofaziale A.: mit bretthartem schmerzlosem Infiltrat („Aktinomykom“) im Kopf-Hals-Bereich, meist am Unterkiefer, u. mit Primärsitz in den Speicheldrüsen oder der Mundschleimhaut; meist ohne Knochenbefall u. ohne Fieber; b) thorakale A.: als uncharakteristische Bronchitis, aber mit Übergang in Pneumonie (Pneumonitis actinomycotica), d.h. mit bronchopulmonalem Stadium; ebenfalls meist afebril u. mit hoher BSG; bei einem evtl. Übergreifen auf das Lungenfell (pleurothorakales Stadium) jedoch mit vereiternder Ergussbildung (Pleuraempyem), starkem Hustenreiz u. Auswurf u. evtl. mit Durchbruch nach außen (fistuläres Stadium); c) abdominale = intestinale A.: meist mit Sitz im Bereich des Dünn-Dickdarm-Übergangs (ileozäkal) u. mit uncharakteristischen Bauchbeschwerden, aber auch mit Bildung von Adhäsionstumoren u. mit Peritonealbeteiligung (mit Abszessen, die evtl. nach außen durchbrechen). Andere seltene Lokalisationen kommen nach hämatogener Aussaat vor.

  • Aktinomyosin
    • Aktino|myosin

    • Englischer Begriff: actomyosin

    Actomyosin.

  • Aktinomyzeten
    • Aktino|myzeten

    • Englischer Begriff: actinomycetes

    • Fach: Bakteriologie

    Actinomycetes; i.e.S. die Actinomycetales.

  • Aktinon
    • Aktinon

    • Englischer Begriff: actinon

    Actinium-Emanation.

  • Aktionsforschung

      methodisches Vorgehen, das Forschung als einen Veränderungs- u. Interaktionsprozess innerhalb einer Gruppe (z.B. eines Pflegeteams) begreift; die Gruppe – selbst Gegenstand der Forschung – ist an der Analyse aktiv beteiligt.

    • Aktionspotential
      • Aktions|potential

      • Synonyme: AP (Abk.)

      • Englischer Begriff: action potential

      • Fach: Physiologie

      die der Signalfortleitung dienende kurzzeitige Änderung des Membranpotentials; nach der Ionentheorie der Erregung (dort Abb.) erfolgt durch einen depolarisierenden Reiz zunächst Zunahme der Na+-Leitfähigkeit, d.h. Na+-Einstrom in die Zelle durch Öffnung der Natriumionen-Kanäle, wodurch das Membranpotential in der Phase der Depolarisation („Aufstrich“) vom negativen Ruhemembranpotential ausgehend rasch positive Werte (ca. + 30 mV; „overshoot“) erreicht; die Na+-Kanäle schließen sich, K+-Kanäle werden geöffnet, und es erfolgt Repolarisation, der sich in der Regel eine Nachhyperpolarisation anschließt, bevor das Ruhemembranpotential wieder erreicht wird. Im EMG auch (unscharfes) Synonym für Muskelaktionspotential, S.a. Aktionsstrom.

    • Aktionsstrom
      • Aktions|strom

      • Englischer Begriff: action current

      • Fach: Physiologie

      der bei Erregung von Muskel- oder Nervenfasern auftretende bioelektrische Strom. S.a. Erregungsleitung; Alles-oder-Nichts-Gesetz.

    • aktiv
      • Englischer Begriff: active

      tätig (z.B. a. Bewegung), wirksam; patho mit noch nachweisbarem Krankheitsgeschehen bzw. mit fortbestehender Reaktion auf die Krankheitsursache; z.B. als a. Tuberkulose, a. Herd; (Ggs. inaktiv); physiol eigentätig (Gegenteil: passiv; z.B. der a. Transport); chem in eine wirksame Form versetzt (= aktiviert), z.B. a. Acetaldehyd, a. Essigsäure (= Acetyl-Coenzym A), a. Glucose, a. Nucleotid (UDPG), aktivierter Faktor der Blutgerinnung oder des Komplementsystems. – s.a. Aktivität.

    • Aktivationsmethode
      • Aktivations|methode

      • Englischer Begriff: activation method

      Maßnahme, die normale oder abnorme EEG-Aktivität auslöst oder verstärkt (uneinheitlich wird z.T. der Begriff Aktivierung i.S. einer Verstärkung vorhandener, der Begriff Provokation als Hervorrufen vorher nicht vorhandener EEG-Wellen durch die jeweilige Methode definiert). Standard-Aktivationsmethoden sind Hyperventilation, Photostimulation u. Schlafentzug bzw. Schlaf. Daneben kommen auf die Fragestellung zugeschnittene Methoden wie spezifische psychosensorielle u. taktile Reize, in Ausnahmefällen Medikamente, Kipptisch u.a.m. in Betracht.

    • Aktivator
      • Aktivator

      • 1)
        Stoff, der die Katalysatorwirksamkeit steigert, ohne eigene Katalysatorwirkung... (mehr)
      • 2)
        Stoff, der einen enzymatischen Umsatz beschleunigt oder erst auslöst (Aktivierung)... (mehr)
      • 3)
        kieferorthopädisches Behandlungsgerät, das – lose den Zähnen anliegend... (mehr)
    • Aktivator 1)
      Aktivator
      • 1)

      • Synonyme: Promotor

      • Fach: Biochemie

      Stoff, der die Katalysatorwirksamkeit steigert, ohne eigene Katalysatorwirkung zu entfalten.

    • Aktivator 2)
      Aktivator
      • 2)

      • Synonyme: Protektor

      • Fach: Enzymologie

      Stoff, der einen enzymatischen Umsatz beschleunigt oder erst auslöst (Aktivierung), z.B. verschiedene Ionen (Ca2+, Mg2+, PO3–4), verschiedene organische Verbindungen; s.a. Coenzym, Induktor.

    • Aktivator 3)
      Aktivator
      • 3)

      • Synonyme: Andresen-Häupl-Gerät

      • Englischer Begriff: activator

      kieferorthopädisches Behandlungsgerät, das – lose den Zähnen anliegend – passiv durch Übertragung der Muskeltätigkeit Gewebsumbau auslöst.

    • aktives Bindegewebe
      aktiv
      • a. Bindegewebe

      s.u. Bindegewebe, zelliges.

    • aktiviert
      • aktiviert

      • Englischer Begriff: activated

      • Fach: Biochemie

      in wirksame Form versetzt (s.a. aktiv).

    • Aktivierung
        • 1)
          die Förderung bzw... (mehr)
        • 2)
          Anregung einer allgemeinen Leistungssteigerung; durch Energiebereitstellung... (mehr)
        • 3)
          Reaktivierung... (mehr)
      • Aktivierung 1)
        Aktivierung
        • 1)

        • Fach: Biochemie

        die Förderung bzw. Beschleunigung eines Stoffwechselvorganges durch einen Aktivator; auch das Überführen eines Stoffes in eine wirksame = aktivierte Form (aktiv); Symbol: z.B. ā.

      • Aktivierung 2)
        Aktivierung
        • 2)

        • Fach: Medizin

        Anregung einer allgemeinen Leistungssteigerung; durch Energiebereitstellung erfolgende Vorbereitung auf Aktivität; auslösbar z.B. von der Formatio reticularis aus durch Emotionen (im EEG: Desynchronisation mit Schwund des Alpharhythmus u. Auftreten von Betarhythmus).

      • Aktivierung 3)
        Aktivierung
        • 3)

        • Englischer Begriff: activation

        • Fach: Pathologie

        Reaktivierung.

      • Aktivierungsanalyse
        • Aktivierungs|analyse

        • Englischer Begriff: activation analysis

        s.u. Neutronenaktivierungsanalyse.

      • Aktivierungssystem, aszendierendes, retikuläres
        • Aktivierungs|system, aszendierendes, retikuläres

        • Englischer Begriff: ascending reticular activating system; ARAS

        die Vigilanz steuerndes Kontrollsystem der Formatio reticularis des Rauten-, Mittel- u. Zwischenhirns. Reguliert die Vermittlung von Nervenimpulsen vom Thalamus zur gesamten Rindenregion, wobei diesem System Impulse sowohl von den Sinnesorganen als auch von der Großhirnrinde her zugeleitet werden. Eine Schädigung des A. führt zu Bewusstseinsstörungen.

      • Aktivität
        • Englischer Begriff: activity

        Tätigkeit, Wirksamkeit (aktiv); s.a. Arbeits...

      • Aktivität, bioelektrische
        Aktivität
        • A., bioelektrische

        Vorhandensein von elektrischen Potentialschwankungen in Geweben.

      • Aktivität, enzymatische
        Aktivität
        • A., enzymatische

        • Englischer Begriff: enzymatic a.

        biokatalytisches Wirkungsvermögen eines Enzyms; definierbar durch die Enzymeinheit.

      • Aktivität, evozierte
        Aktivität
        • A., evozierte

        ereignisbezogene bioelektr. Aktivität; s.a. evozierte Potentiale.

      • Aktivität, insulinaehnliche
        Aktivität
        • A., insulin|ähnliche

        • Englischer Begriff: insulin-like activity; ILA

        Stoffwechselwirkungen, z.B. bestimmter Peptide, die die Glucoseaufnahme der Muskulatur u. des Fettgewebes steigern u. Insulin-Wirkungen simulieren; ferner die NSILA.

      • Aktivität, intrinsische-sympathomimetische
        Aktivität
        • A., in|trinsische β-sympathomimetische

        • Synonyme: ISA (Abk.)

        • Englischer Begriff: intrinsic β-sympathomimetic a.; ISA

        • Fach: Pharmazie

        die partielle agonistische Aktivität (PAA = sympathomimetische Wirkung) eines Betarezeptorenblockers neben seiner eigentl. sympatholytischen Wirkung.

      • Aktivität, katalytische
        Aktivität
        • A., katalytische

        • Englischer Begriff: catalytic a.

        s.u. Enzymeinheit.

      • Aktivität, optische
        Aktivität
        • A., optische

        • Englischer Begriff: optical a.

        • Fach: Physik

        die Fähigkeit bestimmter Kristalle u. Flüssigkeiten zu spezifischer Drehung der Polarisationsebene polarisierten Lichtes, i.w.S. auch die lichtbrechende Eigenschaft einer Linse.

      • Aktivität, partielle agonistische
        Aktivität
        • A., partielle agonistische

        • Synonyme: PAA (Abk.)

        A., intrinsische β-sympathomimetische.

      • Aktivität, radioaktive
        Aktivität
        • A., radioaktive

        • Englischer Begriff: radioactive a.

        physikalische Größe, proportional der Zahl der pro Zeiteinheit zerfallenden Atomkerne eines radioaktiven Stoffes. SI-Einheit ist das Becquerel (früher: Curie).

      • Aktivitätsindex
      • Aktivitätsrhythmik
        • Aktivitäts|rhythmik

        die Rhythmik biolog. Aktivitäten; zirkadianer Rhythmus.

      • Aktographie
        • Akto|graphie

        • Englischer Begriff: actography

        die Registrierung der Bewegungsaktivität (z.B. im Schlaf).

      • Aktomyosin
        • Akto|myosin

        • Englischer Begriff: actomyosin

        Actomyosin.

      • Akupressur
        • Aku|pressur

        • Englischer Begriff: acupressure; shiatsu

        die Fingerdruckmassage als Variante der Akupunktur, d.h. als Punktmassage unter Berücksichtigung der entspr. Meridiane; Variante der traditionellen chines. Massagetechnik Tuina.

      • Akupunktur
        • Aku|punktur

        • Etymol.: latein. acus = Nadel; pungere = stechen

        • Englischer Begriff: acupuncture

        Abbildung   Tabelle

        bekannteste Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei der mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche eingestochen wird; die genaue chines. Bez. der Methode lautet „zhenjiu“ („Stechen u. Brennen“), da man die A.-Punkte sowohl mit Nadeln (zhen) als auch mit der Erwärmung durch abbrennende Beifußkegel (jiu [s.a. Moxibustion]) behandeln kann. Variationen der A. werden als Mikrosystemakupunktur bezeichnet. Das System der A. besteht aus den A.-Punkten, den Meridianen (Leitbahnen), sog. Zang-Fu-Organen (Funktionsskreisen) u. Lebenssubstanzen. In der Vorstellung der TCM zirkuliert in den Meridianen u. Gefäßen die funktionelle Kraft Qi (DeQi), die Körperfunktionen aufrechterhält und Leben ermöglicht. Störungen des Qi u. anderer Lebenssubstanzen äußern sich in den Krankheitssyndromen. Die Syndrommuster bilden die Grundlage des Therapieplanes mit Auswahl der A.-Punkte, Reizart u. Behandlungsfrequenz. Ziele der Therapie sind die Normalisierung gestörter Funktionen, Ausleitung pathogener Faktoren u. Regulierung der Substanzen. Um anhaltende Effekte zu erzielen, wird in Behandlungsserien behandelt. Auch in der modernen A. bilden die traditionellen, empirisch bewährten Konzepte die Grundlage zur chinesischen Differentialdiagnostik u. Therapie. Klinische Studien belegen die Wirkung bei verschiedenen Krankheitsbildern wie Migräne, Asthma bronchiale, Suchterkrankungen oder postapoplektischen Paresen. Die WHO hat einen Indikationskatalog für A. erstellt (s. Tab.). Der Wirkmechanismus ist nicht vollständig erforscht, bekannt sind Wirkungen im neuronalen System auf Rückenmarksebene, im Mittelhirn, in der Hypothalamus-Hypophysen-Achse und im Cortex, die reizabhängige Ausschüttung von Neurotransmittern (Endorphin, Enkephalin, Dynorphin, Serotonin, Noradrenalin), Anstieg des Serum-Cortisols und möglicher Einfluss auf den Stoffwechsel (Cholesterin). An einigen Ärztekammern ist Akupunktur als eine zertifizierte Weiterbildung des Arztes anerkannt; das Diplom A umfasst derzeit 140 Unterrrichtsstunden, das Diplom B (Vollausbildung) 350 Unterrichtsstunden mit Abschlussprüfung.

      • Akupunkturnadeln

          meist sterile Einmalnadeln aus Stahl für die Stimulation eines Akupunkturpunktes; Nadeldicke: 0,2–0,35 mm, Nadellänge: 15–60 mm und länger; Stichtiefe: intrakutan bis intramuskulär, gelegentlich bis an Nervenwurzeln, Peritoneum oder Periost.

        • Akureyri-Krankheit
          • Akureyri-Krankheit

          • Englischer Begriff: Akureyri disease

          • Fach: Neurologie

          „epidemische Neuromyasthenie“, v.a. bei weibl. Jugendlichen (1948/49 Erstbeobachtung in Island). Heftige – nach 7- bis 9-tägiger Inkubation auftretende – Muskelschmerzen.

        • Akustikus
          • Akus|tikus

          • Englischer Begriff: acoustic (= vestibulocochlear) nerve

          Nervus vestibulocochlearis.

        • Akustikusneurinom
          • Akustikus|neurinom

          • Englischer Begriff: acoustic neurinoma

          Abbildung

          ein vom Nervus vestibulocochlearis ausgehendes Neurinom als häufigster Kleinhirnbrückenwinkeltumor, bei Neurofibromatose auch beidseitig auftretend. Klinik: Hör- u. Gleichgewichtsstörungen sowie (als „Nachbarschaftssymptome“) Störungen des Trigeminus u. Fazialis. Diagn.: Felsenbeinusuren; Eiweißvermehrung im Liquor, später Hirndruck. Nachweis mit Computer- oder Kernspinresonanztomographie.

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