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  • ALK

      Abk. für Melphalan.

    • Alkaleszens-Dispar-Gruppe
      • Alkaleszens-Dispar-Gruppe

      • Englischer Begriff: alkalescence dispar group

      • Fach: Bakteriologie

      als sog. gaslose Coli-Stämme gramnegative, aerobe, sporenlose, unbewegliche, kein Gas bildende Bakterienstäbchen, die sich biochemisch wie Escherichia coli verhalten. Vorkommend im Stuhl.

    • Alkali
      • Alkali

      • Etymol.: arab. al-qali = sich basisch lösende Asche

      • Englischer Begriff: alkali

      • Fach: Chemie

      jedes Oxid (Hydroxid) eines Alkali- u. Erdalkalimetalls (sowie das in wässriger Lsg. stark alkalisch [= basisch] reagierende Ammoniak).

    • Alkali-Milch-Syndrom
      • Alkali-Milch-Syndrom

      • Englischer Begriff: alkali-milk syndrome

      Burnett-Syndrom.

    • Alkaliämie
      • Alkal(i)|ämie

      • Englischer Begriff: alkalemia

      Alkalivermehrung im Blut über die Norm (arterielles pH > 7,41; ist gleichbedeutend mit Erhöhung der Alkalireserve = Säuredefizit). Sie ist atmungs- oder stoffwechselbedingt (bei respiratorischer bzw. metabolischer Alkalose).

    • Alkaligenes
      • Alkali|genes

      • Englischer Begriff: Alcaligenes

      Alcaligenes.

    • Alkalimetrie
      • Alkali|metrie

      • Englischer Begriff: alkalimetry

      • Fach: Chemie

      maßanalytische Bestimmung von Säuren mit eingestellten Laugen, meist durch Neutralisation in Gegenwart eines Indikators (auch – umgekehrt – Bestimmung von Laugen durch Säuren [Benennung offenbar nicht einheitlich]).

    • Alkalireserve
      • Alkali|reserve

      • Synonyme: Standard-Bicarbonat

      • Englischer Begriff: alkali reserve

      • Fach: Physiologie

      die basische Bindungskapazität des arteriellen Blutes, die dem ionisch (überwiegend als Bicarbonat) gebundenen CO2 entspricht (i.e.S. dem CO2-Gehalt abzüglich des freien CO2; meist gemeinsam bestimmt nach Äquilibrieren des Vollblutes an einen pCO2 von 40 mm Quecksilbersäule bei 37 °C u. voller Sättigung des Hb mit Sauerstoff). Ist ein Teil des den Blut-pH-Wert konstant (arteriell ca. 7,41) haltenden Puffersystems. Die Bestimmung erfolgt a) volumetrisch-manometrisch nach van Slyke durch Errechnung aus dem nach van Slyke ermittelten Gesamt-CO2 unter Berücksichtigung des pH oder aber – ohne Rechenarbeit – mit Hilfe der van Slyke-Sendroy-Tabellen, b) aus dem Blut-pH durch Berechnung aus der Hasselbalch-Henderson-Gleichung, c) photoelektrisch (mineralische A.). Die Angabe erfolgt in Volumprozent (Norm: 55–65) oder mval (22–30/l).

    • Alkaliresistenztest
      • Alkali|resistenz|test

      Test zur Prüfung des Puffervermögens der Hautoberfläche; dabei wird eine alkalische Substanz auf die Hautoberfläche aufgebracht u. die Hautreaktion geprüft; der A. besitzt nur wenig differentialdiagnostische Aussagekraft.

    • alkalisch
      • alkalisch

      • Englischer Begriff: alkaline

      • Fach: Chemie

      mit laugenhafter („basischer“), Lackmus bläuender aktueller Reaktion (pH 7–14). – Auch Alkali enthaltend, z.B. alk. Wässer (Natriumhydrogencarbonatwässer), alk. Eisenwässer (Mineralquellen mit 10 mg Fe/kg; als alk. Eisensäuerlinge mit freier CO2 > 1 g/kg), alk.-erdige Wässer (s.u. erdig), alk.-muriatische Wässer (mit Natriumhydrogencarbonatsulfat).

    • alkalisierende Kost
      • Englischer Begriff: alkalizing diet

      Diät mit basenüberschüssigen Lebensmitteln (v.a. Gemüse mit reichlichem Gehalt an Natrium- u. Kaliumionen u./oder metabolisch rasch oxidierbaren organischen Säuren).

    • Alkaliurie
      • Alkali|urie

      • Englischer Begriff: alkalinuria

      Ausscheidung alkalischen Harns; bei ammoniakalischer Harngärung, bei Zystitis, alkalisierender Diät.

    • Alkaloide
      • Alkaloide

      • Englischer Begriff: alkaloids

      • Fach: Pharmazie

      (Meissner 1818) basische („alkaliähnliche“) Pflanzenstoffe, die Stickstoff enthalten (1 oder mehrere Atome; meist als Heterozyklen) u. die allgemein salzartig an pflanzl. Säuren gebunden sind. Allgemein mit starker, meist sehr spezifischer Wirkung auf den Organismus. Einteilung: Chemisch unterschieden als a) Proto-A. (biogene Amine als A.-Vorstufen); b) Pseudo-A. (strukturell anderen als den nachfolgend angeführten Naturstoffklassen nahe stehend, z.B. als Terpen-A.; biogenetischer Präkursor: Mevalonsäure) u. c) A. i.e.S., die Abkömmlinge bestimmter Säuren-Familien sind (Präkursoren sind z.B. Ornithin, Acetat, Lysin, Phenylalanin, Tryptophan, Anthranilsäuren). Bezeichnet z.B. als Tropan-A. (als Belladonna- oder Datura-A. u. als Coca-A.), Pyrrolizidin-A. (Senecio-A.), Piperidin-A. (alkylsubstituierte Piperidine sowie Conium-, Punica-, Sedum-, Lobelia-A. [Lobelin]), Piper-A. (z.B. Piperin; v.a. in schwarzem Pfeffer [Piper nigrum]), Chinolizidin-A. (in Lupinen), Isochinolin-A. (z.B. Anhalonium-A. in Kakteen; Phenylisochinolin-A. als Amaryllidazeen-A.; Benzylisochinolin-A. als Mohn- oder Papaver-A. u. einige Curare-A., Bis-Benzylisochinolin-A. als best. Curare-A.; Phenylethylisochinolin-A. als Colchicum-A.), Indol-A. (z.B. Physostigmin, Secale-A., Rauwolfia-A., Vinca-A., Strychnos-A., China-A. [Chinin, Chinidin], Calebassen-Curare-A.), Rutazeen-A. (z.B. Chinolin-A.); ferner als Terpen-A. (z.B. Gentiana-, Valeriana-, Aconitum-, Steroid-Alkaloide [Solanazeen-, Liliazeen-A.]). Nachweis: u.a. durch Farbreaktionen, Ausfällung mit Phosphorwolfram- oder Phosphormolybdänsäure.

    • Alkalose
      • Alka|lose

      • Englischer Begriff: alkalosis

      Zustand krankhafter Alkalivermehrung in Blut (= Alkaliämie) u. Geweben; als Störung des Säure-Basen-Haushaltes.

    • Alkalose, fixe
      Alkalose
      • A., fixe

      durch vermehrten endogenen Anfall an Basen oder durch Verlust an H+-Ionen aus dem EZR (= Additions- bzw. Subtraktions-A.) bzw. durch vermehrte CO2-Abatmung (bei Hyperventilation [als respirat. A.]).

    • Alkalose, hypochlorämische
      Alkalose
      • A., hypochlor|ämische

      extrarenale metabolische A. infolge starker H+-Ionenverluste, z.B. bei anhaltendem Erbrechen oder Diarrhö (Chlorid-Diarrhö-Syndrom).

    • Alkalose, metabolische
      Alkalose
      • A., metabolische

      • Englischer Begriff: metabolic a.

      A. im Zusammenhang mit Stoffwechselstörungen, d.h. als Folge starker Ionenausscheidung u. dadurch erhöhter Bicarbonatresorption in der Niere (renale A., z.B. bei Conn-, Bartter-, Cushing-Syndrom; ferner als Diuretika-Effekt), bei extrarenalen Säureverlusten (hypochlorämische A. durch Erbrechen); ferner bei Einnahme von Alkalisalzen (z.B. Natriumcarbonat); Merkmale: Anstieg der HCO3-Konzentration, des pH (bei dekompensierter A. > 7,44) u. – reaktiv – der H2CO3-Konzentration u. des pCO2.

    • Alkalose, respiratorische
      Alkalose
      • A., respiratorische

      • Englischer Begriff: respiratory a.

      A. als Folge einer Hyperventilation, d.h. infolge Hypokapnie durch verstärktes Abatmen von CO2.

    • Alkalosetherapeutica
      • Alkalosetherapeu|tica

      • Synonyme: -tika

      Mittel zur Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes bei metabolischer Alkalose; Wirkst.: Salzsäure; NW: bei Paravasaten Gefahr von Nekrosen.

    • Alkapton
      • Alk|ap|ton

      • Englischer Begriff: alkapton

      • Fach: Biochemie

      schwarzbraunes Oxidationsprodukt der Homogentisinsäure, gebildet intermediär bei Abbaustörung des Phenylalanins sowie – im Harn – nach Kontakt des Metaboliten mit Luft.

    • Alkaptonurie
      • Alkapton|urie

      • Englischer Begriff: alkaptonuria

      Abbildung

      a) Ausscheidung von Alkapton im Harn, z.B. bei chronischer Phenolzufuhr; b) die A. als definierte Krankheit: eine angeborene erbliche Enzymopathie mit Störung des Phenylalanin-Tyrosin-Stoffwechsels (Schema) infolge Fehlens der (Vitamin-C-abhängigen) Homogentisin(säure)oxigenase u. der resultierenden Blockade des Homogentisinsäureabbaues zu Maleylacetoacetat. Klinik: Alkaptonurie, Arthritis mit gichtartigen Schmerzanfällen, degenerative Veränderung an peripheren Gelenken u. an der Wirbelsäule („Osteoarthrosis/Osteochondrosis alcaptonurica“), Ochronose (Alkaptonablagerungen in bradytrophen Geweben wie Ohr-Nasen-Knorpel, Sklera, Bandscheiben), Neigung zu Nierensteinbildung u. Kalkablagerungen in Sehnen u. Bändern, Herzfunktionsstörungen („Cardiopathia ochronotica“), Arteriosklerose. Ein gutartiges, auf Substitutionstherapie ansprechendes klinisches Bild ferner bei Skorbut.

    • Alkohol
      • Al|ko|hol

      • Synonyme: Alcohol

      • Englischer Begriff: alcohol

      Bezeichnung für Kohlenwasserstoffe (aliphatisch, aromatisch usw.), deren H-Atome durch Hydroxylgruppe(n) = „-OH“ ersetzt sind. Nach der Anzahl der OH-Gruppen unterschieden als 1-, 2-, 3-wertig etc., nach dem Bindungstyp der „C-OH“-Gruppe als primärer (-CH2·OH), sekundärer (=CH·OH) u. tertiärer A. (≡C·OH). – I.e.S. Bez. für den genießbaren Äthylalkohol (Äthanol; s.a. Alkohol...).

    • Alkoholabhängigkeit
      • Alkohol|abhängigkeit

      Krankheit mit dem unwiderstehlichen Drang, Alkohol zu konsumieren. Nach WHO wird von einer A. gesprochen, wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien im Laufe eines Jahres nachweisbar waren: 1) starker Wunsch oder Zwang, Alkohol zu konsumieren; 2) Minderung der Kontrolle über Beginn, Umfang u. Beendigung des Alkoholkonsums; 3) Toleranzentwicklung; 4) Auftreten von Entzugserscheinungen; 5) Vernachlässigung anderer Neigungen u. Interessen zugunsten des Alkoholkonsums; 6) Fortführung des Alkoholkonsums trotz körperlicher, psychischer oder sozialer Folgeschäden. Abzugrenzen ist der schädliche Gebrauch von Alkohol, der durch Überschreiten einer bestimmten Schwelle einer durchschnittl. tgl. Trinkmenge („riskanter Konsum“) zu physischen u./oder psychischen Gesundheitsschädigungen führt (z.B. Pankreatitis, kognitive Störungen), ohne die obigen Kriterien für eine Abhängigkeit zu erfüllen. Ther.: Ziele sind Sicherung des Überlebens, Behandl. von Folge- u. Begleiterkrankungen, Förderung von Krankheitseinsicht u. Motivation, Aufbau alkoholfreier Phasen, Verbesserung der psychosozialen Situation, dauerhafte Abstinenz und angemessene Lebensqualität. Die Behandlung umfasst körperliche, seelische u. soziale Aspekte. Unterschiedliche Maßnahmen zur Akutbehandlung u. Rehabilitation wie ambulante, teilstationäre u. stationäre Behandlung, Betreuung durch Suchtberatungsstellen u. Psychotherapeuten werden kombiniert.

    • Alkoholabusus
      • Alkohol|abusus

      • Englischer Begriff: alcohol abuse

      missbräuchliches Trinken, das zu Gesundheitsschäden führt (körperlich u./oder psychisch). Erfüllt nicht die Kriterien für Alkoholabhängigkeit, kann aber deren Vorläufer sein. S.a. Alkoholismus.

    • Alkoholbestimmung
      • Alkohol|bestimmung

      • Englischer Begriff: alcohol determination

      Bestimmung des Blutalkohols; ADH-Methode.

    • Alkoholblockade
      • Alkohol|blockade

      • Englischer Begriff: alcohol nerve block

      • Fach: Anästhesiologie

      Injektion hochprozentigen Alkohols an/in Nervenwurzeln (peridural, intrathekal) oder Ganglien zu deren selektiver Dauerausschaltung (z.B. bei Tumorschmerzen).

    • Alkoholdehydrogenase
      • Alkohol|dehydrogenase

      • Synonyme: Alkoholase; ADH (Abk.)

      • Englischer Begriff: alcohol dehydrogenase

      • Fach: Enzymologie

      Oxidoreductase, die primäre u. sekundäre Alkohole NAD-spezifisch reversibel zu Aldehyden oder Ketonen umsetzt (dehydriert); ist u.a. wirksam in der Netzhaut als Katalysator folgender Reaktionen: all-trans-Retinol ↔ all-trans-Retinal bzw. 11-cis-Retinol ↔ 11-cis-Retinal. – Die l-ADH ist am Alkoholabbau beteiligt, die ADH der Hefe an der alkoholischen Gärung. – s.a. ADH-Methode.

    • Alkoholdelir
      • Alkohol|delir

      • Synonyme: Alkoholentzugssyndrom; Alkoholentzugsdelir; Delirium tremens

      • Englischer Begriff: delirium tremens; alcohol withdrawal syndrome

      organische Psychose als mögliches Entzugssyndrom nach chronischem Alkoholmissbrauch. Klinik: örtliche u. zeitliche Desorientiertheit, psychomotorische Unruhe (Bewegungsdrang), Halluzinose, Zittern (Alkoholtremor), Ataxie, vegetative Störungen (Schwitzen, Tachykardie, Temperaturerhöhung). A. ist ein lebensbedrohlicher Zustand mit Gefahr des Herz-Kreislauf-Versagens. Kompl. u. Progn.: Verlauf bei Nichtbehandlung in 15–20% letal. Möglich ist ein Übergang in ein Korsakow-Syndrom oder in eine alkoholbedingte Demenz.

    • Alkoholdepravation
      • Alkohol|depravation

      • Englischer Begriff: alcoholic depravity

      Wesensänderung bei chronischem Alkoholismus (s.a. Depravation); Absinken des geistigen u. ethischen Niveaus, Affektlabilität, Enthemmung. Der Spätzustand als organisches Psychosyndrom.

    • Alkoholembryopathie
      • Alkohol|embryo|pathie

      • Englischer Begriff: alcohol embryopathy

      Entwicklungsstörung der Leibesfrucht bei Alkoholismus der Schwangeren (betroffen ca. 1:200 Neugeborene). Klinische Zeichen sind intrauteriner Minderwuchs, Mikrozephalus, statomotorische u. geistige Retardierung, Muskelhypotonie, Epikanthus, Ptosis, Blepharophimose, antimongoloide Lidachsen, verkürzter Nasenrücken, fehlendes Philtrum u. schmales Lippenrot, Mandibulahypoplasie, hoher Gaumen, anomale Handfurchen, Herzfehler, häufig auch eine Leberfibrose. Einteilung in Schweregrade AE I–III.

    • Alkoholentzugsdelirium
      • Alkohol|entzugs|delirium

      • Englischer Begriff: alcohol withdrawal delirium

      Alkoholdelir.

    • Alkoholepilepsie
      • Alkohol|epilepsie

      • Englischer Begriff: alcoholic epilepsy

      heute nicht mehr gebräuchlicher Begriff für epileptische, meist große generalisierte (Grand-Mal-)Anfälle (auch Absencen u. Temporalanfälle) bei Alkoholismus im Sinne eines Entzugsanfalls. Auch als Initialsymptom eines Alkoholdelirs.

    • Alkoholhalluzinose
      • Alkohol|halluzinose

      • Englischer Begriff: alcoholic hallucinosis

      eine mögl. Folge von langjährigem Alkoholabusus. Die Sinneswahrnehmungen sind zumeist akustisch, v.a. als Hören dialogisierender oder kommentierender Stimmen; evtl. auch als optische Halluzination. Die A. beinhaltet keine Bewusstseinstörung. Sie besteht häufig über Monate bis Jahre mit vorwiegend bedrohlichen, oft biographisch ableitbaren Inhalten.

    • Alkoholiker
      • Alkoholiker

      • Synonyme: alcoholic

      alkoholkranke Person (Alkoholkrankheit). Typ-Einteilung nach Jellinek: α-Typ: Konfliktbetäubungstrinker mit zeitweiser psychischer Abhängigkeit u. Fähigkeit zu Abstinenz; β-Typ: Gelegenheitstrinker (Trinken aus Gewohnheit sowie Anpassungstrinken in Gesellschaft), unregelmäßiger, übermäßiger Alkoholkonsum, körperliche Komplikationen sowie Gefahr, sich zum γ-Typ zu entwickeln; γ-Typ: mit psychischer, später auch körperl. Abhängigkeit, Toleranz erhöht, Entzugssymptome, soziale Schäden, Wesensänderung; so auch der δ-Typ, zusätzlich Unfähigkeit zu Abstinenz (Spiegeltrinker); ε-Typ: episodisch zu Alkoholexzess neigend (Dipsomanie), dazwischen abstinent.

    • Alkoholintoxikation
      • Alkohol|intoxikation

      • Englischer Begriff: alcohol intoxication

      pathologischer Alkoholrausch; s.a. Alkoholismus.

    • alkoholische Gärung
      • alkoholische Gärung

      • Englischer Begriff: alcoholic fermentation

      der durch Hefe bewirkte enzymatisch-anoxidative Abbau von Kohlenhydraten (Hexosen) zu Äthylalkohol u. Kohlendioxid.

    • Alkoholismus
      • Alkoholismus

      Alkoholmissbrauch u. dessen Symptome.

    • Alkoholismus, akuter
      Alkoholismus
      • A., akuter

      • Englischer Begriff: acute alcoholism

      Alkoholrausch.

    • Alkoholismus, chronischer
      Alkoholismus
      • A., chronischer

      • Englischer Begriff: chronic alcoholism

      Alkoholabhängigkeit.

    • Alkoholkrankheit

        Oberbegriff für Alkoholabhängigkeit u. -missbrauch (Alkoholabusus).

      • Alkoholleber
        • Alkohol|leber

        Sammelbegriff für verschiedene, durch Alkoholmissbrauch verursachte Erkrankungen der Leber.

        • 1)
          Leberzellverfettung (< 50% aller Hepatozyten, > 5% des Lebergesamtgewichts)... (mehr)
        • 2)
          s.u... (mehr)
        • 3)
          chronisch verlaufende Erkrankung mit Leberzellnekrosen, Zunahme des intrahepatischen... (mehr)
      • Alkoholleber 1): alkoholische Fettleber
        Alkoholleber
        • 1)

        • Synonyme: alkoholische Fettleber

        Leberzellverfettung (< 50% aller Hepatozyten, > 5% des Lebergesamtgewichts) oder Fettleber (> 50% aller Hepatozyten), charakterisiert durch eine Erhöhung der Serumlipoproteinkonzentration mit vermehrter Ablagerung von überwiegend Neutralfetten in den Hepatozyten.

      • Alkoholleber 2): alkoholische Hepatitis
        Alkoholleber
        • 2)

        • Synonyme: alkoholische Hepatitis

        s.u. Hepatitis.

      • Alkoholleber 3): alkoholische Leberzirrhose
        Alkoholleber
        • 3)

        • Synonyme: alkoholische Leberzirrhose

        chronisch verlaufende Erkrankung mit Leberzellnekrosen, Zunahme des intrahepatischen Bindegewebes u. Zerstörung der normalen Leberläppchenarchitektur. Klinische Einteilung in latente (20–30%) u. manifeste Zirrhosen. Die Übergänge von der Fettleber über die floride Hepatitis bis zur Leberzirrhose sind sowohl klinisch als auch histologisch fließend.

      • Alkoholpolyneuropathie
        • Alkohol|polyneuropathie

        • Englischer Begriff: alcoholic polyneuropathy

        Nervenschäden bei chronischem Alkoholismus: Überempfindlichkeit oberflächlich gelegener Nerven auf Druck u. Dehnung, motorische u. sensible Lähmungen (Letztere evtl. als handschuh- oder strumpfförm. Störungen der Oberflächensensibilität), Ataxie (alkoholische Pseudotabes peripherica als symmetrische, distale, beinbetonte Tiefensensibilitätsstörung), Wadenkrämpfe (v.a. nächtlich).

      • Alkoholpsychose
        • Alkohol|psychose

        • Englischer Begriff: alcohol psychosis

        veralteter Begriff aus der Psychiatrie. Umfasst die heutigen Bezeichnungen Alkohol(entzugs)delir und Alkoholhalluzinose.

      • Alkoholrausch
        • Alkohol|rausch

        das 2. Stadium der akuten Alkoholvergiftung (zuvor Fröhlichkeit [Euphorie], Rededrang, Selbstgefühlsteigerung. Der einfache Rausch als kurz dauernde symptomatische Psychose mit verminderter Schmerzempfindlichkeit, Bewegungsdrang mit Bewegungsstörungen (zerebellare Ataxie), Spracherschwernis, psychischer Enthemmung, Denkstörung, Amnesie, evtl. auch mit Hypothermie. – Das 3. Stadium des einfachen Rausches (Vollrausch) mit Störung der Ziel- u. Haltemotorik; das 4. Stadium als Koma.

      • Alkoholrausch, pathologischer
        Alkoholrausch
        • A., pathologischer

        • Synonyme: komplizierter oder epileptoider A.

        • Englischer Begriff: alcohol poisoning

        A. der Alkoholempfindlichen; mit Dämmerzustand, Enthemmung u. Sinnestäuschungen (mit persönlichkeitsfremden Handlungen, evtl. mit aus dem Erregungszustand resultierenden Gewalttaten [„agitierter A.“]).

      • Alkoholschäden
        • Alkohol|schäden

        durch chron. Alkoholismus bedingte Dauerschäden.

        • 1)
          als ZNS-Schäden Alkoholdelir, Alkoholpsychose, Wernicke-Enzephalopathie... (mehr)
        • 2)
          als periphere Schäden Alkoholpolyneuropathie, Myopathien (Muskelschwellungen... (mehr)
        • 3)
          Schäden bei Kindern von Eltern mit chronischem Alkoholismus: Alkoholembryopathie... (mehr)
      • Alkoholschäden 1)
        Alkoholschäden
        • 1)

        als ZNS-Schäden Alkoholdelir, Alkoholpsychose, Wernicke-Enzephalopathie (evtl. mit Alkoholpolyneuropathie oder alkohol. Korsakow-Syndrom kombiniert), Kleinhirnrinden-Atrophie (zerebellare Koordinationsstörungen, v.a. als Gang- u. Stand-Ataxie; meist auch Alkoholpolyneuropathie; die kortikale [reversible] Atrophie v.a. im Kleinhirnwurmbereich [u. durch Computertomographie nachweisbar]; Hypoxien u. Vitamin-B1-Mangel als Begleitursachen), Balkendegeneration (v.a. bei Rotweintrinkern; neuropsychologisch Zeichen des Balkenmangels; Verlauf akut [mit Alkoholepilepsie; auch Koma] oder chronisch [mit progressiver Demenz]), zentrale Brücken-Myelinose (symmetrische Pons-Entmarkung; diskrete neurolog. Herdsymptome, Hirnstammzeichen; organisches Psychosyndrom, Hypotonie des Kreislaufs u. Paraparesen der Beine oft als auffallende Symptome).

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