Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Analsyndrom
    • Anal|syndrom

    schmerzhafte Krämpfe des Afterschließmuskels (Sphinktertenesmen) mit Angst vor Stuhlentleerung (= Defäkationsangst; evtl. mit sekundärer Obstipation) u. mit Stuhlanomalien wie z.B. seröse Sekretion, tropfenweiser Blutabgang als Frühsymptome einer Aftererkrankung; allgemein mit Schmerzsteigerung u. -ausstrahlung bei der Stuhlpassage. – s.a. anorektales Syndrom.

  • Analyse
    • Ana|ly|se

    • Englischer Begriff: analysis

    Zerlegung, Untersuchung eines Ganzen auf seine Bestandteile (Gegensatz: Synthese); z.B. chem als Analyse von Substanzen auf deren qualitative u. quantitative Zusammensetzung. – psych Psychoanalyse.

  • Anämie, achylische
    Anaemia
    • A., achylische

    • Englischer Begriff: achylic a.

    A. infolge gestörter oder nach totaler oder teilweiser Magenentfernung nicht stattfindender (agastrische A.) Magensekretion, u. zwar als achlorhydrische bzw.– durch Intrinsic-Factor-Mangel – megaloblastische Anämie.

  • Anämie, akute
    Anaemia
    • A., akute

    • Englischer Begriff: acute a.

    A. als Folge akuten Blutverlustes durch Blutung (Blutungsanämie), hämolytische Krise (bei chronischer hämolytischer Anämie; bei Infektionskrankheiten, Leukämie) oder als Effekt hämolytischer Immunantikörper; ferner z.B. als akute febrile hämolytische A. (Lederer-Brill-A.).

  • Anämie, alimentäre
    Anaemia
    • A., alimentäre

    • Englischer Begriff: malnutrition a.

    Mangelanämie als Folge qualitativ oder quantitativ unzureichender Nahrungszusammensetzung (v.a. Eiweiß-, Vitaminmangel); i.e.S. ursprünglich als A. des Kleinkindes (Czerny).

  • Anämie, aplastische
    Anaemia
    • A., aplastische

    • Synonyme: aregeneratorische A.

    • Englischer Begriff: aplastic a.

    Tabelle

    Ausfall der gesamten Hämatopoese mit Ausnahme der Lymphozytopoese mit dadurch bedingter Panzytopenie u. ohne kompensatorische extramedulläre Blutbildung. In Europa relativ seltene Erkrankung, die bei Frauen u. Männern etwa gleich häufig u. in allen Lebensaltern vorkommt, wobei das 2. u. 3. Ljz. besonders betroffen ist. Etwa die Hälfte aller aplastischen Knochenmarksyndrome bleibt ätiologisch ungeklärt (idiopathisch), bei der anderen Hälfte kommen die verschiedensten Ursachen in Betracht (s. Tab.). Abgrenzung zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie wichtig. Überwiegend ungünstige Prognose. Kennzeichnend ist die Verminderung der morphologisch identifizierbaren Zellen der Hämopoese im Knochenmark, so dass eine Zellproduktionsstörung im vorgeschalteten Stammzellspeicher anzunehmen ist (am ehesten im Kompartiment der frühen undifferenzierten Stammzellen). Nicht für jeden Fall sind die drei Zellreihen in gleicher Weise geschädigt, es können zunächst nur ein oder zwei Zellreihen betroffen sein. Kann auch als angeborene Form (Fanconi-A.) oder beim Fetus als Folge einer Infektion mit Ringelröteln-Viren auftreten.

  • Anämie, autoimmunhaemolytische
    Anaemia
    • A., autoimmun|hämolytische

    • Englischer Begriff: autoimmune hemolytic a.

    durch das Auftreten von gegen eigene Erythrozyten gerichteten Antikörpern bedingte A. Unterschieden werden wärme- u. kälteautoimmunhämolytische Formen. Ther.: meist Glucocorticoide bzw. Zytostatika. Bei der wärmeautoimmunhämolytischen A. Splenektomie als Therapieoption bei Versagen der medik. Ther.

  • Anämie, erworbene aregeneratorische
    Anaemia
    • A., erworbene aregeneratorische

    erworbene Proliferations- oder Reifungshemmung der Erythrozytopoese. Betrifft diese isoliert, weist einen chronischen Verlauf auf. Geht bei 30–50% mit Thymustumoren einher oder ist Folge von Infektionen, Niereninsuffizienz, Intoxikationen oder Immunprozessen. Lässt sich klinisch kaum vom Diamond-Blackfan-Syndrom unterscheiden und zeigt nur in begrenztem Umfang eine Remission, wobei diese von der Wirksamkeit der Glucocorticoide bzw. der Immunsuppression abhängig ist.

  • Anämie, erythroklastische
    Anaemia
    • A., erythro|klastische

    • Englischer Begriff: erythroclastic a.

    hämolytische A. infolge mechanischer Erythrozytenschädigung (Erythroklasie).

  • Anämie, essentielle
    Anaemia
    • A., essentielle

    • Englischer Begriff: essential a.

    als e. hypochrome A. die Faber-A.; als e. hypochrome A. i.e.S. (Schulten) die idiopathischen Formen der Eisenmangelanämie.

  • Anämie, familiäre
    Anaemia
    • A., familiäre

    • Englischer Begriff: familial a.

    Oberbegriff für verschiedene erbliche Formen der A. Dazu gehören die fam. hämolytische A. (Kugelzellenanämie), fam. hämolytische mikrozytäre hypochrome A. (Thalassaemia minor), fam. hypoplastische A. (Diamond-Blackfan-Syndrom) , fam. konstitutionelle infantile Perniziosa-ähnliche A. (Fanconi-A.) und die A. familiaris splenica bei Gaucher-Krankheit und als Kugelzellenanämie.

  • Anämie, haemolytische
    Anaemia
    • A., hämolytische

    • Englischer Begriff: hemolytic a.

    durch verkürzte Lebensdauer der Erythrozyten infolge Hämolyse gekennzeichnete A. Die Mehrproduktion von Erythrozyten im Knochenmark vermag den aktuellen Erythrozytenuntergang nicht zu kompensieren. Der gesteigerte Erythrozytenabbau erfolgt überwiegend extravasal im Monozyten-Makrophagen-System. Es finden sich sowohl Hämolysezeichen (z.B. Erhöhung des Serumbilirubins, der Serumlaktatdehydrogenase, des Serumeisens, Verminderung des Haptoglobins) als auch Kompensationszeichen (z.B. gesteigerte Erythrozytenregeneration mit erhöhten Retikulozytenwerten, Ausschwemmung von Erythroblasten in das periphere Blut, Ausweitung der Blutbildung auf Kosten des Fettmarks). Einteilung: Die korpuskuläre h. A. bei innerstrukturellen Erythrozytendefekten ist vorwiegend hereditär bedingt (z.B. Kugelzellen-A., Elliptozyten-A., Marchiafava-A.). Die serogene h. A. (immunhämolytische A.) ist durch immunologische Prozesse mit Ausbildung spezifischer Antikörper verursacht. Die toxische h. A. wird durch Blutgifte verursacht und kommt z.B. nach schwerer ausgedehnter Verbrennung, bei Nierenerkrankungen u. infektiös-toxischen Krankheiten oder durch Zellzerfall-, Stoffwechselprodukte bzw. durch Einwirkung von Chemikalien, Arzneimitteln, Pflanzen-, Schlangengiften vor. Ferner die enzymopenische h. A. bei Enzymopathien (z.B. bei Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-, Pyruvatkinase-Mangel der Ery), die hereditäre makrozytäre h. A. als normochrome A. unbekannter Ätiol. mit normaler osmotischer u. mechanischer Ery-Resistenz, Porphobilinogenurie u. geringer Milzvergrößerung (Splenektomie ohne Besserungseffekt!) sowie die hereditäre h. A. ohne Sphärozyten, eine dominant erbliche A. mit Enzymdefekt der Ery u. mit Porphyrinstoffwechselstörung.

  • Anämie, hyperchrome
    Anaemia
    • A., hyper|chrome

    • Englischer Begriff: hyperchromic a.

    A. mit vermehrtem Hämoglobingehalt der Erythrozyten (auf den Einzel-Ery bezogen), d.h. mit Färbeindex > 1,0 u. HbE > 34 pg. Zellbildung stärker gestört als die Hämoglobinbildung; meist auch Bildung von Makro-, Megalozyten, Megaloblasten.

  • Anämie, hypochrome
    Anaemia
    • A., hypo|chrome

    • Englischer Begriff: hypochromic a.

    A. mit vermindertem Hämoglobingehalt der Erythrozyten (auf den einzelnen Ery bezogen), d.h. mit Färbeindex deutlich < 1,0 u. HbE < 30 pg. Störung im Hämoglobinaufbau. Meist als Eisenmangelanämie, selten als sideroachrestische A.

  • Anämie, immunhaemolytische
    Anaemia
    • A., immun|hämolytische

    • Synonyme: hämolytische serogene A.

    • Englischer Begriff: immunohemolytic a.

    hämolytische A. durch Antikörper- oder Autoantikörperwirkung gegen normale Erythrozyten. Als symptomatische A. z.B. bei Erkrankungen des lymphatischen u. des retikulohistiozytären Gewebes, bei Kollagenosen, Syphilis; als erworbene idiopathische A. (autoimmunhämolytische A.), z.B. durch inkomplette Wärme- u. Kälteagglutinine; ferner durch Isoantikörper bei Blutgruppenunverträglichkeit.

  • Anämie, leuko-erythroblastische
    Anaemia
    • A., leuko-erythro|blastische

    • Englischer Begriff: leukoerythroblastic a.

    A. bei Osteomyelofibrose/Osteomyelosklerose, Knochenmarkkarzinose. Im peripheren Blut treten Erythrozyten-Vorstufen auf (infolge extramedullärer Erythropoese); Leukozytose.

  • Anämie, makrozytäre
    Anaemia
    • A., ma|krozytäre

    • Englischer Begriff: macrocytic a.

    A. mit Megalo- bzw. Makrozyten im Blut, Rechtsverschiebung der Price-Jones-Kurve, aber ohne Megaloblasten im Knochenmark; z.B. bei Leberzirrhose, Alkoholabusus u. Hämochromatose. Makrozytär sind z.T. auch aplastische Anämien (z.B. nach Benzol-, Goldvergiftung; bei Strahlenschaden), z.T. die akuten serogenen hämolytischen Anämien.

  • Anämie, megaloblastische
    Anaemia
    • A., megalo|blastische

    • Synonyme: Megaloblastenanämie

    • Englischer Begriff: megaloblastic a.

    Blutbildungsstörungen, die durch das Auftreten von Megaloblasten im Knochenmark (u. evtl. auch im peripheren Blut) bzw. Megalozytose (megalozytäre A.) gekennzeichnet sind. Treten meist infolge Vitamin-B12- bzw. Folsäure-Mangels auf. Erstrangig als perniziöse Anämie; ferner symptomatisch (meist nur als perniziosiforme A.) z.B. nach Magenresektion, bei Magenkarzinom, nach ausgedehnter Dünndarmresektion, bei Sprue, Kwashiorkor, als Aufbrauchperniziosa. Vielfach mit weiteren Störungen, so im Bereich derThrombo- u. Leukozytopoese, des Nervensystems, des Gastrointestinaltrakts verbunden.

  • Anämie, mikrozytäre
    Anaemia
    • A., mi|kro|zytäre

    • Englischer Begriff: microcytic a.

    A. mit Bildung von Mikrozyten; v.a. die Kugelzellen-A., Thalassämie; evtl. als Eisenmangel-A.

  • Anämie, normochrome
    Anaemia
    • A., normochrome

    • Englischer Begriff: normochromic a.

    A. mit normalem Färbeindex (1,0) u. normalem HbE-Wert (ca. 32 pg); v.a. die akute Blutungsanämie u. die aplastischen u. die meisten hämolytischen Anämien.

  • Anämie, perniziöse
    Anaemia
    • A., per|ni|ziö|se

    • Synonyme: Perniziosa; Biermer-A.

    • Englischer Begriff: pernicious a.

    Abbildung

    megaloblastische A. (s. Abb.) mit umstrittener Ätiopathogenese (kryptogenetische Form). Diagn.: hyperchrome A. evtl. mit Leuko- u. Thrombopenie, Aniso- u. Poikilozytose, Megalozytose (evtl. auch Megaloblastose), Rechtsverschiebung der Price-Jones-Kurve, gesteigerter Erythropoese, Megaloblasten sowie Riesenstabkernigen u. Metamyelozyten im Knochenmark, erhöhtem Eisenspiegel im Blut (als Zeichen der ineffektiven Erythropoese). Ferner Hyperbilirubinämie, Zunahme der Lactat-Dehydrogenase im Serum u. der Glucose-6-phosphat-dehydrogenase in den Ery, niedrige Vitamin-B12-Blutwerte (< 100 pg/ml), histaminrefraktäre Anazidität u. pathologischer Schilling-Test. Klinik: Hunter-Glossitis, häufig funikuläre Spinalerkrankung, gelegentlich psychische Symptome.

  • Anämie, perniziosiforme
    Anaemia
    • A., perniziosi|forme

    die pseudoperniziösen Formen der megaloblastischen A. (mit nur angedeuteten Veränderungen der Ery bzw. der Ery-Vorstufen im Knochenmark); s.a. Gerbasi-Anämie.

  • Anämie, postinfektiöse
    Anaemia
    • A., post|infektiöse

    Eisenmangel-A. nach Infektionskrankheiten; s.a. Infektanämie.

  • Anämie, sideroachrestische
    Anaemia
    • A., sidero|achrestische

    • Englischer Begriff: sideroachrestic a.

    Abbildung

    A. infolge Verwertungsstörung resorbierten Eisens (u. Störung der Häm- bzw. Hämoglobinsynthese) mit Auftreten von Ring- Sideroblasten (sideroblastische A.). Meist als hypochrome A. mit vermehrtem Serumeisen. Das nicht verwertete Eisen wird in den Erythroblasten, dem Monozyten-Makrophagen-System u. in parenchymatösen Organen abgelagert. Teilweise mit Leuko- u. Thrombozytopenie. Hinsichtlich Ätiol. u. Pathogen. werden idiopathische u. symptomatische, kongenitale u. erworbene Formen unterschieden. Als symptomatische A. z.B. bei Hämoglobinopathien u. bei Pyridoxin-, Eiweißmangel; ferner essentielle Formen (s. Abb.).

  • Anämie, sideropenische
    Anaemia
    • A., sidero|penische

    Eisenmangelanämie.

  • anämisch
    • an|ämisch

    • Englischer Begriff: anemic

    auf Blutleere (Ischämie) oder Blutarmut (Anämie) bezüglich; blutleer bzw. blutarm.

  • Anamnese
    • Ana|mnese

    • Englischer Begriff: anamnesis

    die subjektiv erinnerlichen (oder von Angehörigen mitgeteilten) früheren Krankheiten als Vorgeschichte einer aktuellen Krankheit (= Eigenanamnese), ergänzt durch Krankheitsangaben aus dem Familienbereich (= Familien-A.). Als „biographische A.“ über die früheren Krankheiten hinaus auf die ganze Lebensgeschichte erweitert. S.a. Pflegeanamnese, Katamnese.

  • Anamnesephänomen
    • Anamnese|phänomen

    • Synonyme: ana|mnestische Reaktion

    • Englischer Begriff: anamnestic reaction

    das Wiederingangkommen der Bildung früher gebildeter, jedoch nicht mehr nachweisbarer Antikörper als Reaktion auf eine Injektion unspezifischer Reizkörper; s.a. Recall-Antigene; s.a. Booster-Effekt.

  • Anankasmus
    • Anan|kasmus

    • Englischer Begriff: anancasm

    • Fach: Psychiatrie

    innere, zwanghafte (= obsessiv-kompulsive) Nichtunterdrückbarkeit bestimmter Handlungen oder Vorstellungen (z.B. als Zählzwang, im Rahmen einer neurot. Störung). Die Handlungen oder Gedanken werden als unsinnig empfunden, sind jedoch willentlich nicht zu unterdrücken. In Kombination mit Symptomen der Phobie als „anankastisches Syndrom“ (u.a. bei Schizophrenie).

  • Anaphase
    • Ana|phase

    • Englischer Begriff: anaphase

    Abbildung

    Stadium der mitotischen u. (als A. I u. II) der meiotischen Kernteilung. Ist charakterisiert durch eine isolierte Bewegung der homologen Tochterchromosomen bzw. der durch die Chromosomenspaltung entstandenen Chromatiden zu den Zellpolen hin nach erfolgter Trennung (Disjunktion); s. Abb. Verläuft bei Verklebung an einem Chromosomenbruchende mit Bildung einer Anaphasebrücke. S.a. Meiose, Mitose.

  • anaphylaktisch
    • ana|phy|laktisch

    • Englischer Begriff: anaphylactic

    auf die Anaphylaxie bezüglich; z.B. an. Schock (Anaphylaxie).

  • anaphylaktoid
    • ana|phylakto|id

    • Englischer Begriff: anaphylactoid

    Anaphylaxie-ähnlich, jedoch ohne Beteiligung von Immunvorgängen.

  • Anaphylatoxine
    • Ana|phyla|toxine

    • Englischer Begriff: anaphylatoxin

    bei anaphylaktischen Reaktionen als Histamin-Liberatoren am Mastzellenzerfall beteiligte aktivierte Teilkomplexe des Komplementsystems (die Spaltprodukte C3 b u. C5 a). Bewirken Spasmen glatter Muskulatur (Bronchialspasmen) u. Steigerung der Permeabilität der Blutkapillaren sowie der Chemotaxis.

  • Anaphylaxie
    • Ana|phylaxie

    • Englischer Begriff: anaphylaxis

    (Portier u. Richet 1902) immunologisch bedingte, akute Maximalvariante einer allergischen Allgemeinreaktion, die den ganzen Organismus umfasst u. mit typischen Symptomen einhergeht. I.e.S. auf die IgE-vermittelte Soforttypreaktion beschränkt (Allergie); ähnliche klinische Symptome treten jedoch auch bei der Immunkomplex-A. oder bei nichtimmunologischen Reaktionen (anaphylaktoide Reaktion) auf. Klinik: Symptome der A. umfassen vornehmlich Haut (Flush, Urtikaria), Mundhöhle, Respirationstrakt (Rhinorrhö, Bronchospasmus, Atemstillstand), Gastrointestinaltrakt (Nausea, Krämpfe), Herz-Kreislauf-System (Tachykardie, Blutdruckschwankungen, Rhythmusstörungen, Schock, Herzstillstand). Todesfälle durch A. sind beschrieben worden. Die häufigsten Auslöser sind Arzneimittel, Insektengifte u. Nahrungsmittel.

  • Anaplasie
    • Ana|plasie

    • Englischer Begriff: anaplasia

    • Fach: Zytologie

    (Hansemann) rückläufige, zu Verlust der Differenziertheit führende Umwandlung von Zellen (retrograde Metaplasie); physiologisch bei Keimzellen, pathologisch bei Tumorzellen (charakterisiert u.a. durch Kerngröße, Zell- u. Kernpolymorphie, Kernpolychromasie, Kern-Plasma-Relation, Mitoserate, Nukleolenvergrößerung); ist ein Zeichen für den Grad der Malignität (s.a. Grading, Atypie).

  • Anaplastik
    • Ana|plastik

    • Englischer Begriff: anaplasty; plastic surgery

    reparative Plastik mit dem Ziel des Anheilens abgetrennter Körperteile.

  • anaplastisch
    • ana|plastisch

    • Englischer Begriff: anaplastic

    entdifferenziert (s.u. Grading).

  • Anarchie cardiaque
    • An|archie cardiaque

    • Etymol.: franz.

    • Englischer Begriff: cardiac anarchy; delirium cordis

    regellose Herzschlagfolge ohne vorherrschenden Grundrhythmus als Folge polytoper Reizbildung bei schwerem Myokardschaden.

  • Anarthrie
    • An|ar|thrie

    • Englischer Begriff: anarthria

    unartikuliertes Sprechen von Buchstaben (= literale A.), Silben (= syllabare A.) oder Wörtern (= verbale A.) bis zu unverständlichem Lallen. Tritt auf bei Innervationsstörung, v.a. bei der (Pseudo-)Bulbärparalyse, wobei aber die sprachlichen Hirnwerkzeuge (Sprachverständnis u. zentrale Wortbildungsfähigkeit [„innere Sprache“]) intakt sind. – Weniger korrekt auch Bez. für Dysarthrie, Stottern.

  • Anasarka
    • Ana|sarka

    • Synonyme: Hydrops ana sarca

    • Englischer Begriff: anasarca

    nichtentzündliches Ödem der Unterhaut („über der Muskulatur“), wobei die Haut glatt, dünn u. dystrophiegefährdet ist. Meist infolge Herz-Kreislauf-Dekompensation.

  • anaskosporogene Hefen
    • an|asko|sporogene Hefen

    imperfekte Hefen.

  • Anaspadie
    • Ana|spadie

    • Englischer Begriff: anaspadias; epispadias

    Mündung der (verkürzten) Harnröhre an der Ober- = Dorsalseite des Penis (penile Epispadie) Gleichzeitig dorsale Krümmung des Penis.

  • Anästhesie
    • An|äs|thesie

    • 1)   Abbildung
      Unempfindlichkeit gegenüber somato- u. viszerosensiblen Reizen... (mehr)
    • A. dolorosa
      Ausfall der Oberflächensensibilität, kombiniert mit quälenden örtlichen... (mehr)
    • 2)
      Jargon-Bez... (mehr)
  • Anästhesie 1)
    Anästhesie
    • 1)

    • Synonyme: Anaesthesia

    • Englischer Begriff: anesthesia

    Abbildung

    Unempfindlichkeit gegenüber somato- u. viszerosensiblen Reizen. Als Empfindungsstörung der Ausfall der Berührungsempfindung, u. zwar als Erkrankungsfolge oder infolge Schmerzausschaltung (Lokalanästhesie, Narkose). Im erweiterten Sinne auch Bezeichnung für die Allgemeinnarkose (Ausschaltung von Schmerz u. Bewusstsein). S.a. Abb.

    • A. dolorosa
      Ausfall der Oberflächensensibilität, kombiniert mit quälenden örtlichen... (mehr)
  • Anästhesie 2)
    Anästhesie
    • 2)

    • Englischer Begriff: anesthesiology

    Jargon-Bez. für das medizinische Fachgebiet Anästhesiologie, die Lehre von der Schmerzausschaltung.

  • Anästhesiologie
    • Anäs|thesio|logie

    • Englischer Begriff: anesthesiology

    medizinisches Fachgebiet, das sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen u. der praktischen Anwendung von Narkoseverfahren, Intensivmedizin, Notfallmedizin u. Schmerztherapie befasst. Zu den Aufgaben des Facharztes für A. (Anästhesist) gehören die allgemeine u. lokale Anästhesie einschließlich deren Vor- u. Nachbehandlung, die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen während operativer Eingriffe, die Wiederbelebung sowie die Intensivmedizin u. die Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit den für das Grundleiden zuständigen Ärzten. Die Weiterbildungszeit beträgt 5 Jahre.

  • Anästhesist
    • An|äs|the|sist

    • Englischer Begriff: anesthesiologist; anesthetist

    s.u. Anästhesiologie.

  • Anastomose
    • Ana|stomose

    • Englischer Begriff: anastomosis

    angeborene oder erworbene (v.a. operativ angelegte) Verbindung zweier Hohlorganlichtungen. S.a. Fistel, Shunt, Bypass. Auch die natürliche oder operative Verbindung zweier Nerven.

  • Anastomose, arteriovenöse
    Anastomose
    • A., arterio|venöse

    • Englischer Begriff: arteriovenous a.

    ein Nebenschluss zwischen Arterie u. Vene, u. zwar physiologisch – mit möglichem Schlusseffekt durch epitheloide Wandpolster – meist zwischen Arteriolen u. Venolen (Anastomosis arteriolovenularis) zur Umgehung, Entlastung oder Stilllegung von Kapillargebieten; oder aber operativ angelegt, z.B. zwischen Aorta u. Pulmonalis bei der Fallot-Tetralogie oder als Scribner-Shunt für die Dialyse.

  • Anastomose, biliodigestive
    Anastomose
    • A., bi|lio|digestive

    operative A. zwischen dem Gallengangsystem u. dem Darm, z.B. Choledochojejunostomie (eine operativ angelegte innere Gallenfistel).

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