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  • Anastomose, femoropopliteale
    Anastomose
    • A., femoro|popliteale

    femoropoplitealer Bypass.

  • Anastomose, gastrojejunale
    Anastomose
    • A., gast|ro|jeju|nale

    • Englischer Begriff: gastrojejunal a.

    • Fach: Chirurgie

    Gastroenterostomie.

  • Anastomose, hepatodigestive
    Anastomose
    • A., hepato|digestive

    A. zwischen einer Leberschnittfläche u. einem Nachbarorgan (Hepatogastrostomie, -jejunostomie).

  • Anastomose, homokladische
    Anastomose
    • A., homokladische

    angeborene oder erworbene Verbindung zwischen Ästen eines Arterienstammes.

  • Anastomose, koronarikokavale
    Anastomose
    • A., koronariko|kavale

    • Englischer Begriff: coronaricocaval a.

    Typus der indirekten portokavalen A.

  • Anastomose, lymphovenöse
    Anastomose
    • A., lympho|venöse

    • Englischer Begriff: lymphaticovenous a.

    die periphere (z.B. retroperitoneale) natürliche Verbindung zwischen Lymphbahnen u. Venen.

  • Anastomose, mesenterikokavale
    Anastomose
    • A., mesenteriko|kavale

    ein Typ der portokavalen Anastomose.

  • Anastomose, portokavale
    Anastomose
    • A., porto|kavale

    • Englischer Begriff: portocaval a.

    Abbildung

    der operative Shunt zwischen der Pfortader u. der unteren Hohlvene als Maßnahme bei Pfortaderhypertonie, u. zwar zwischen den Hauptstämmen der Hohlvene (direkt oder unter Prothesen-Interposition) oder aber unter Nutzung von Pfortaderästen, z.B. als meso- oder mesenterikokavale A. (zwischen Vena mesenterica superior u. der Hohlvene), splenorenale A. (V. lienalis an der Hohlvene), koronarikokavale A. (Vena coronarica [des Magens] an der Hohlvene). S.a. Abb.

  • Anastomose, spinofaziale
    Anastomose
    • A., spino|faziale

    • Englischer Begriff: faciohypoglossal a.

    operative Verbindung zwischen dem – gelähmten – Nervus facialis u. dem N. accessorius oder dem N. hypoglossus.

  • Anastomose, splenorenale
    Anastomose
    • A., spleno|renale

    ein Typ der portokavalen Anastomose.

  • Anastomosen-Aneurysma

      echtes oder falsches Aneurysma meist an der distalen Anastomose nach Bypassoperationen. Entsteht z.B. durch Nahtinsuffizienz (Nahtaneurysma), nicht korrekte End-zu-Seit-Anastomose, Wandermüdung, fortschreitende Gefäßdegeneration, lokale Infektion. Häufigste Lokalisation (60–70%) in der Leistenbeuge.

    • Anastomosengeschwür
      • Ana|stomosen|geschwür

      • Englischer Begriff: anastomotic ulcer

      Abbildung

      Geschwür (Ulcus) im Bereich einer gastroduodenalen oder gastrojejunalen Anastomose. Vork.: bei unzureichender Magenresektion mit inkompletter Vagotomie, Anastomosenstenose, Hyperparathyreoidismus oder Zollinger-Ellison-Syndrom.

    • Anastomosenspindel
      • Anastomosen|spindel

      kolbenförmige Aufweitung einer Arterie im Anfangsteil nach einem Verschluss, bedingt durch einmündende Kollateralarterien.

    • Anastomosenstenose
      • Anastomosen|stenose

      Gefäßstenose (Sonderform) in einer Anastomose.

    • Anastrophe

        beim Beginn der akuten Phase der Schizophrenie auftretende veränderte Erlebnisweise, bei der sich der Kranke im Mittelpunkt allen Weltgeschehens sieht; Ausdruck einer tief greifenden Störung des Bezugssystems zur Umwelt. Entspricht dem 3. Stadium in der tradit. Einteilung der Wahnentwicklung bei Schizophrenie.

      • Anastrozol
        • Englischer Begriff: anastrozole

        ein Aromatasehemmer; Antiöstrogen; Anw. bei fortgeschrittenem, Östrogenrezeptor-positivem Mammakarzinom postmenopausaler Pat.

      • Anatomie
        • Ana|tomie

        • Englischer Begriff: anatomy

        Lehre von der Form, Struktur u. Funktion des Körpers sowie seiner Bauteile. Unterschieden werden: funktionelle A. (Formfunktionslehre): Lehre von den Funktionen, zu deren Verständnis ein komplizierter morphologischer Apparat erläutert werden muss. Gegenstände sind funktionelle Gestalten u. Strukturen. Funktionen, die sich wenig formhaft äußern (z.B. Stoffwechselvorgänge), gehören z.B. zur Physiologie oder Biochemie; systematische A.: Darstellung von Bau u. Funktion der Organe in systematischer Gliederung (z.B. Atmungssystem, Harnsystem); topographische A.: Lehre von den Körpergegenden (Regionen) und den gegenseitigen Lagebeziehungen der darin befindlichen Organe; mikroskopische A.: Wissenschaft von der Struktur der Organe auf mikroskopischer Ebene (Histologia specialis; s.a. Histologie).

      • Anatoxin
        • Ana|to|xin

        • Englischer Begriff: anatoxin

        • Fach: Serologie

        durch Formolzusatz u. Wärmeeinwirkung entgiftetes Toxin; Formoltoxoid.

      • Anazidität
        • An|azidität

        • Englischer Begriff: anacidity

        das Fehlen freier Salzsäure im Magensaft, Achlorhydrie; Ursache meist chronisch-atrophische Gastritis (Typ A); s.a. Azidität.

      • Anazidogenese
        • An|azido|genese

        • Englischer Begriff: anacidogenesis

        Defekt der – in der Niere erfolgenden – Azidogenese.

      • ANCA
        • Synonyme: Abk. für anti-neutrophil cytoplasmic antibodies; Granulozyten-Zytoplasma-Antikörper

        • Etymol.: engl.

        (Auto-)Antikörper gegen charakteristische Strukturen neutrophiler Granulozyten (als p-ANCA gegen Myeloperoxidase, als c-ANCA gegen Proteinase 3); nachweisbar bei Wegener-Granulomatose, Glomerulonephritis u. Immunvaskulitis.

      • anceps
        • an|ceps

        • Etymol.: latein.

        doppelsinnig, zweifelhaft (z.B. Prognosis anceps).

      • anconeus
        • anco|ne|us

        • Etymol.: latein.

        zum Ellbogen gehörend, z.B. Musculus anconeus.

      • Ancrod
        • Ancrod

        • Englischer Begriff: ancrod

        Gift der malaiischen Grubenotter Agkistrodon. pharm A. senkt die Plasmaviskosität durch Defibrinierung u. erhöhte fibrinolytische Aktivität; Anw. zur i.v. Lyse bei akutem ischämischem Insult und bei peripheren Durchblutungsstörungen.

      • Ancy...

          s.a. Anky...

        • Ancylostoma
          • Ancylo|stoma

          eine Gattung der Ancylostomatidae. Blut saugende Dünndarmparasiten bei Säugetieren u. Menschen (z.B. die bei Bergleuten als sog. „Grubenwürmer“ vorkommenden Hakenwürmer A. duodenale u. Necator americanus [= „amerikan.“ A.]).

          • A. caninum
            ein Dünndarmparasit des Hundes; ruft beim Menschen Ancylostoma-Dermatitis... (mehr)
          • A. duodenale
            eine Ancylostomiasis hervorrufende Hakenwurmart der Alten Welt; außer... (mehr)
        • Ancylostoma caninum
          Ancylostoma
          • A. ca|ni|num

          ein Dünndarmparasit des Hundes; ruft beim Menschen Ancylostoma-Dermatitis hervor (wie auch das A. brasiliense der Hunde, Katzen, Bären).

        • Ancylostoma duodenale
          Ancylostoma
          • A. duo|denale

          • Synonyme: A. hominis; Dochmius oder Strongylus oder Uncinaria duodenalis

          eine Ancylostomiasis hervorrufende Hakenwurmart der Alten Welt; außer in Europa u. Asien gelegentlich aber auch in Südamerika. – s.a. Ancylostoma-Dermatitis.

        • Ancylostoma-Dermatitis
          • Ancylostoma-Dermatitis

          • Englischer Begriff: cutaneous ancylostomiasis; ground itch

          Dermatitis durch Ancylostoma duodenale u. Necator americanus; u. zwar als papul(ovesikul)öse Hautveränderungen durch in der Haut befindliche Larven (engl.: creeping ancylostomiasis) u. als urtikarielle Reaktionen bei Reinfektion. – Ferner verursachen beim Menschen Ancylostoma brasiliense u. caninum als Hakenwürmer der Hunde u. Katzen die klass. Larva migrans der Haut.

        • Ancylostomatidae
          • Ancylo|stoma|tidae

          • Synonyme: Hakenwürmer

          Nematodenarten, die die Ancylostomiasis des Menschen verursachen (wahrscheinlich die verbreitetste Wurmkrankheit der Erde). Erreger sind die bis 7–18 mm langen, am Kopfende gekrümmten, Blut saugenden Ancylostoma duodenale, Ancylostoma brasiliensis u. Necator americanus. Die mit den Fäzes abgegebenen Eier gelangen in das Wasser oder in feuchten Boden. Hier entwickeln sich Larven, die sich in die Haut des Menschen einbohren. Nach einer Blut-Lungen-Passage gelangen sie in den Darm, dringen in die Darmschleimhaut ein und saugen Blut. Dies führt zu schweren Anämien. Hakenwürmer sind v.a. tropisch-subtropisch verbreitet, kommen aber auch in Bergwerken (Grubenwurm) vor.

        • Ancylostomiasis
          • Ancylo|stomiasis

          • Synonyme: -stomatosis

          • Englischer Begriff: ancylostomiasis

          verbreitete Parasitose in feuchtwarmen Klimazonen und bei Gruben- u Ziegeleiarbeitern. Wurmkrankheit mit drei medizinisch wichtigen Arten: Ancylostoma duodenale, Ancylostoma brasiliense u. Necator americanus. Ätiol.: aktive perkutane Invasion der Larven an unbedeckter Haut; Larven wandern auf dem Blutweg in Lungengefäße (Herz-Lungen-Passage), nach Verlassen derselben über Alveolen, Bronchien, Trachea u. Rachenraum in den Dünndarm. Dort Entwicklung zur Geschlechtsreife. Hakenwürmer setzen sich an Schleimhaut fest u. saugen Blut. Klinik: Geringer Hakenwurmbefall bleibt symptomlos, massiver Parasitenbefall (5000–6000 Würmer) führt zu Anämie, Abdominalbeschwerden, Müdigkeit u. Abgeschlagenheit. Perkutane Larveninfektion verursacht juckende Dermatitis. Larvenwandern hat allerg. Lungenerscheinungen, Eosinophilie, Eisenmangelanämie, Aszites, Ödeme u. Kachexie zur Folge. Diagn.: Nachweis der Hakenwurmeier im frischen Stuhl. Ther.: medik. mit Mebendazol, Albendazolen, Pyrantelpamoat oder Levamisol.

        • Andamanen-Fieber
          • Andamanen-Fieber

          • Englischer Begriff: Andaman fever

          der Weil-Krankheit ähnliche Leptospirose, hervorgerufen durch den Serotyp „Andamana“ der Leptospira interrogans im Gebiet des Bengalischen Meerbusens. – Als ikterische Form das Wooley-Fieber.

        • Andersen-Operation
          • Andersen-Operation

          Tibia-Verlängerungsosteotomie durch Resektion eines Wadenbeinsegmentes u. lineäre Osteoklasie des Schienbeins im mittl. Drittel, gefolgt von allmählich gesteigerter Distraktion der Tibiafragmente mittels speziellen Schraubenzugs; später Defektfüllung mit Knochenspänen unter gleichzeitiger Osteosynthese; s.a. Verlängerungsosteotomie.

        • Andersen-Syndrom
          • Andersen-Syndrom

          • Englischer Begriff: Andersen's disease

          • Biogr.: Dorothy H. A., 1901–1963, Pathologin, New York

          Amylopektinose.

        • Anderson-Hynes-Operation
          • Anderson-Hynes-Operation

          operatives Verfahren der Nierenbeckenplastik, wobei das durch eine Stenose erweiterte Nierenbecken verkleinert u. der Ureterabgang an dessen tiefsten Punkt verlagert u. konisch erweitert wird; Anw. z.B. bei kongenitaler subpelviner Ureterstenose.

        • Anderson-Syndrom
          • Anderson-Syndrom

          • 1)
            (1930) paraneoplastische Hypoglykämie-Paroxysmen bei Nebennierentumoren... (mehr)
          • 2)
            Fabry-Syndrom (eine Phosphatid-Thesaurismose)... (mehr)
        • Anderson-Syndrom 1)
          Anderson-Syndrom
          • 1)

          • Biogr.: Horace B. A., Arzt, Johnstown/Penn.

          (1930) paraneoplastische Hypoglykämie-Paroxysmen bei Nebennierentumoren (v.a. Karzinom), wobei aber Normalität des Blut-Insulinspiegels besteht. Folge Insulin-artiger oder Insulin-stimulierender Substanzen?

        • Anderson-Syndrom 2)
          Anderson-Syndrom
          • 2)

          • Synonyme: A.-Fabry-Krankheit

          • Biogr.: W. A., brit. Arzt

          Fabry-Syndrom (eine Phosphatid-Thesaurismose).

        • ANDI
          • Synonyme: Abk. für aberration of normal development and involution

          • Etymol.: engl.

          Mastopathie.

        • Andornkraut
        • Andrade-Typ
        • Andrews-Syndrom
          • Andrews-Syndrom

          • Synonyme: pustulöses Bakterid

          • Biogr.: George Clinton A., geb. 1891, Hautarzt, New York

          palmoplantar, u. zwar in Handteller- u. Fußsohlenmitte, jahrelang schubweise auftretende (sterile) Pusteln u. lachsrote Erytheme, gefolgt von psoriasiformer Schuppung; häufig auch Hyperkeratose u. Hypohidrose. Folge kryptogenetischer Infektionen?

        • Androblastom
          • An|dro|blastom

          • Englischer Begriff: androblastoma

          Keimstrang- bzw. Keimdrüsenstromatumor mit männlicher Zelldifferenzierung (Leydig-, Sertoli-Zellen), jedoch unterschiedlichen Differenzierungsgrades. Vorwiegend in den Gonaden vorkommend (Sertoli-Leydig-Zell-Tumor), im Ovar früher als Arrhenoblastom oder Hiluszelltumor bezeichnet. Sehr selten auch extragonadale Lokalisation (retroperitoneal) möglich. Etwa in 30% hormonell aktiv (Androgenproduktion mit Androgenisierungs- bzw. Defeminisierungserscheinungen). Geringe maligne Potenz.

        • Androgamet
          • Andro|gamet

          • Englischer Begriff: male gamete

          männlich differenzierter Gamet.

        • Androgen-Blockade
          • Androgen-Blockade

          Blockade der Androgenrezeptoren durch synthet. Antiandrogene.

        • Androgen-Rezeptoren
          • Androgen-Rezeptoren

          • Synonyme: AR (Abk.)

          • Englischer Begriff: androgen receptors

          intrazelluläre Eiweißkörper, die nach Bindung des Liganden (Hormons) unter Konformationsänderung den Liganden-Rezeptor-Komplex bilden, dadurch die Transkriptionseffizienz nachgeschalteter Gene modulieren und somit die Wirkungen der Androgene an den Zielzellen der Erfolgsorgane vermitteln. Therapeutisch hemmbar durch A.-Blocker (Antiandrogene). Gehören wie die Rezeptoren für Glukokortikoide, Östrogene, Progesteron, Trijodthyronin, Calcitriol und Retinolsäure zu den nukleären Rezeptoren.

        • Androgene
          • Androgene

          • Synonyme: androgene Stoffe

          • Englischer Begriff: androgens

          Abbildung

          männliche Geschlechtshormone; meist C19-Steroide (Schema). Biosynthese u. Abbau: werden gebildet in den Leydig-Zwischenzellen des Hodens (Testosteron), der Nebennierenrinde (Androstendion u. dessen 11-Hydroxyform) u. im Eierstock. Im Blut werden sie an das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) gebunden (98%) transportiert u. wirken an den Zielorganen über Androgenrezeptoren. Sie werden v.a. in der Leber abgebaut u. im Harn (konjugiert) ausgeschieden. Funktion: fördern den Anabolismus u. wirken bei ♂ geschlechtsspezifisch (Geschlechtsentwicklung u. Sexualfunktion). Bei ♀ führen sie im Überangebot zur Virilisierung. Pathophysiol.: vermehrt z.B. bei NNR-Tumoren, vermindert bei HVL-Insuffizienz (s.a. testikuläre Feminisierung). pharm Anw. bei A.-Mangel u. zur gegengeschlechtl. Hormonbehandlung (z.B. beim Mammakarzinom), ferner spezielle A.-Derivate als Anabolika. S.a. Andro..., Antiandrogene.

        • Androgenresistenz
          • Androgen|resistenz

          • Englischer Begriff: androgen insensitivity

          testikuläre Feminisierung.

        • Androgynie
          • Andro|gynie

          • Englischer Begriff: androgyny

          Pseudohermaphroditismus masculinus.

        • Andrologie
          • Andro|logie

          • Englischer Begriff: andrology

          die „Männerheilkunde“; die Lehre vom Bau u. von der Funktion der männlichen Geschlechtsorgane (einschl. der Zeugungsfähigkeit u. ihrer Störungen) sowie von den einschlägigen Erkrankungen.

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