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  • Androspermium
    • Andro|spermium

    • Englischer Begriff: androsperm

    • Fach: Zytologie

    Spermium mit männlichem Geschlechtsrealisator, beim Menschen also mit Y-Chromosom; s.a. Geschlechtsentwicklung.

  • Androstan
    • Andro|stan

    • Englischer Begriff: androstane

    ein C19-Steroid als chemischer Grundkörper der Androgene, der nur geringe androgene Eigenwirkung besitzt. Zwei Isomere: 5α- u. 5β-A. (Ätiocholan). Das 5α-Androstan-17β-ol-3-on, die am Wirkort aus Testosteron durch Reduktion gebildete Verbindung, gilt als die an Prostata u. Samenblasen wirksame Form.

  • Androstendion
    • Andro|sten|di|on

    • Englischer Begriff: androstenedione

    ein von der Nebennierenrinde gebildetes Androgen mit schwächerer androgener Wirkung.

  • Androsteron
    • Andro|steron

    • Englischer Begriff: androsterone

    (Butenandt 1931) das erste kristallin aus männlichem Harn isolierte Androgen; ein C19-Steroid. Ist zusammen mit α-Ätianolon der Hauptmetabolit u. die Ausscheidungsform des Testosterons.

  • Androtermone
    • Andro|termone

    Termone, die in Gameten männlichen Charakter determinieren.

  • Androtropie
    • Andro|tropie

    • Synonyme: -tropismus

    • Englischer Begriff: androtropism

    „Knabenwendigkeit“; das bevorzugte Auftreten von Krankheiten oder Letalfaktoren beim männlichen Geschlecht.

  • ANE-Syndrom
    • Synonyme: Abk. für Anorexie-Nausea-Emesis-Syndrom

    Gewichtsabnahme, Übelkeit, Erbrechen, die nahezu unvermeidbaren Nebenwirkungen einer Zytostatikatherapie, die aber durch Kombination verschiedener Pharmaka (s.a. Antiemetika), Entspannungsverfahren, diätetische Maßnahmen usw. gelindert werden können.

  • Anelektrotonus
    • An|elektrotonus

    • Englischer Begriff: anelectrotonus

    • Fach: Physiologie

    die verminderte Erregbarkeit eines von konstantem Gleichstrom durchflossenen Nervs in der Nähe der Anode; beruht auf Verschiebung des Membranpotentials (Hyperpolarisation). S.a. Pflüger-Zuckungsgesetz.

  • Anenzephalie
    • An|en|ze|pha|lie

    • Englischer Begriff: anencephaly; anencephalia

    angeborenes vollständiges oder weitgehendes Fehlen der Großhirnhemisphären, der Neurohypophyse u. des Zwischenhirns sowie des Schädeldaches (infolge Aplasie der Hinterhauptschuppe), evtl. auch der Basis des Os occipitale (= Mero- bzw. Holoakranie). Der Kopf erscheint wie in Höhe der Schädelbasis abgeschnitten u. durch Exophthalmus u. Hyperlordose der Halswirbelsäule froschähnlich. Das Hirnrudiment (Substantia cerebrovascularis) ist kapuzen- oder turbanartig.

  • Anenzymie
    • An|enzymie

    • Englischer Begriff: anenzymia

    Enzymmangel, z.B. Akatalasämie. – s.a. Enzymopathie.

  • Anergie
    • An|er|gie

    • 1)
      Mangel an Aktivität... (mehr)
    • 2)
      das Nichtreagieren auf ein Antigen (Allergen) bei herabgesetzter Immunlage... (mehr)
  • Anergie 1)
    Anergie
    • 1)

    • Englischer Begriff: anergia

    • Fach: Psychologie

    Mangel an Aktivität.

  • Anergie 2)
    Anergie
    • 2)

    • Englischer Begriff: anergy

    • Fach: Immunologie

    das Nichtreagieren auf ein Antigen (Allergen) bei herabgesetzter Immunlage.

  • Anerythropsie
    • An|erythrop(s)ie

    Rotblindheit.

  • Anethi fructus
    • Synonyme: Dillfrüchte

    Abbildung

    Gewürzpflanzenbestandteil; als naturheilkundliches Mittel Anw. in verschiedenen Darreichungsformen bei dyspeptischen Beschwerden; wirkt spasmolytisch u. bakteriostatisch.

  • Anethol
    • Englischer Begriff: anethole

    ein Alkyl-Phenolether aus ätherischem Anis- u. Fenchelöl; Anw. als Expectorans u. Spasmolytikum.

  • Anetholtrithion
    • Englischer Begriff: anethole trithione

    ein Choleretikum.

  • Anethopathie
    • An|etho|pathie

    • Englischer Begriff: anethopathy

    mangelnde Fähigkeit zu gefühlsmäßiger Bindung an Mitmenschen; i.w.S. die Psychopathie.

  • Anetodermie
    • Ane|to|dermie

    • Englischer Begriff: anetoderma

    durch Schwund der „Elastika“ bedingte Hautatrophieherde in Form heller, bis münzgroßer Flecke; z.T. mit hernienartiger Vorwölbung des Unterhautfettgewebes. Ätiologie unbekannt.

  • Aneuploidie
    • An|eu|plo|idie

    • Englischer Begriff: aneuploidy

    Veränderung des vollständigen (euploiden) Chromosomensatzes durch numerische Chromosomenaberration bei Lebewesen mit diploidem Chromosomensatz; z.B. durch Non-Disjunction als Trisomie; s.a. Monosomie. Die Diagnostik erfolgt heute mit Screening-Tests, bei denen α-Fetoprotein, humanes Choriongonadotropin, freies β-Humanchoriongonadotropin sowie unkonjugiertes (freies) Östriol als biochemische Marker gebräuchlich sind (Triple-Test).

  • Aneurin
    • Aneu|rin

    • Englischer Begriff: aneurine; thiamin(e)

    Vitamin B1.

  • Aneurysma
    • An|eu|rys|ma

    • Englischer Begriff: aneurysm

    Abbildung

    umschriebene, meist asymmetrische, dauerhafte krankhafte Wandausbuchtung eines vorgeschädigten arteriellen Blutgefäßes oder der Herzwand. S.a. Aneurysma, echtes.

  • Aneurysma arteriovenosum
    Aneurysma
    • A. arterio|venosum

    • Synonyme: A. varicosum

    • Englischer Begriff: arteriovenous a.

    arteriovenöse Fistel mit aneurysmatischer Aufweitung des venösen Schenkels; meist als falsches A. nach gleichzeitiger Verletzung beider Gefäße, nach Einbruch eines echten arteriellen A. in die Vene oder aber Folge der Ausweitung einer arteriovenösen Anastomose; früher auch allg. für arteriovenöse Fistel.

  • Aneurysma cirsoideum
    Aneurysma
    • A. cir|so|ideum

    • Synonyme: A. serpentinum s. racemosum

    • Englischer Begriff: cirsoid a.

    das Ranken- oder Trauben-A.; Rankenangiom; älterer Begriff für Angioma arteriale racemosum.

  • Aneurysma cordis
    Aneurysma
    • A. cordis

    • Synonyme: cardiac a.

    Herzwandaneurysma

  • Aneurysma cylindricum
    Aneurysma
    • A. cylin|dricum

    A. fusiforme.

  • Aneurysma dissecans
    Aneurysma
    • A. dis|se|cans

    • Englischer Begriff: dissecting a.

    intramurale, meist in der Tunica media gelegene Spaltbildung der Arterienwand; ausgehend von einem Intimaeinriss (als Primärereignis oder sekundär nach intramuraler Hämatombildung durch primäre Zerreißung von Vasa vasorum) kommt es durch Wühlblutung zur Ausbildung eines mehr oder weniger langen Falschkanals. Dieser kann durch einen zweiten Intimaeinriss weiter peripher wieder Anschluss an das wahre Gefäßlumen finden, durch Ruptur der Arterienaußenschicht zur inneren Blutung führen oder durch Thrombose des Spaltraumes – mit oder ohne Einengung des Gefäßlumens – zur spontanen Obliteration des Spaltraumes führen. Gefürchtete Komplikationen sind die schwere Aortenklappeninsuffizienz bei Mitbeteiligung eines Sinus aortae Valsalvae sowie die Verlegung multipler Arterienabgänge durch raumfordernde Wirkung des Falschkanals. Weitaus häufigste Lokalisation ist die Aorta (Aortenaneurysma dissecans). Häufigste Ursache ist die Arteriosklerose bei Hypertonie, ferner die Medianekrose Gsell-Erdheim; seltene Ursachen sind Marfan-Syndrom, Dezelerationstrauma, vorangegangene Operationen im Bereich der Aortenwurzel (Herzklappenersatz, aortokoronare Bypassoperation).

  • Aneurysma fusiforme
    Aneurysma
    • A. fusiforme

    • Englischer Begriff: fusiform a.

    echtes A. mit gleichmäßig-spindelförmiger Ausbuchtung der Gefäßwand in ihrem gesamten Umfang.

  • Aneurysma orbitale
    Aneurysma
    • A. orbitale

    • Englischer Begriff: orbital a.

    im hinteren Teil der Augenhöhle gelegenes arteriovenöses A. zwischen der inneren Arteria carotis u. dem Sinus cavernosus (Karotis-Kavernosus-Fistel).

  • Aneurysma poststenoticum
    Aneurysma
    • A. post|stenoticum

    arterielle Erweiterung hinter einer Stenose durch erhöhten Wanddruck (Laplace-Gesetz). Am häufigsten betroffen sind Arteria subclavia, Aorta descendens (bei Isthmusstenose) u. stenosierte Arterien bei arterieller Verschlusskrankheit.

  • Aneurysma racemosum
    Aneurysma
    • A. racemosum

    • Englischer Begriff: racemose a.

    Angioma arteriale racemosum.

  • Aneurysma sacciforme
    Aneurysma
    • A. sacciforme

    • Englischer Begriff: saccular a.

    echtes, meist exzentrisches A. mit Sackform u. engem Hals.

  • Aneurysma sinus valsalvae congenitum
    Aneurysma
    • A. sinus Valsalvae (congenitum)

    • Englischer Begriff: aortic sinusal a.

    angeborene aneurysmatische Ausweitung einer der drei Aortenklappen, üblicherweise des posterioren (nichtkoronaren) oder rechts-koronaren Segels, evtl. mit resultierender Schlussunfähigkeit (Aorteninsuffizienz); Gefahr der Perforation in den rechten Vorhof bzw. die rechte Herzkammer.

  • Aneurysma spurium
  • Aneurysma varicosum
  • Aneurysma venosum
    Aneurysma
    • A. venosum

    seltene krankhafte Erweiterung von Venen, v.a. der Vena poplitea.

  • Aneurysma verum
    Aneurysma
    • A. verum

    • Englischer Begriff: true a.

    A., echtes.

  • Aneurysma, angeborenes
    Aneurysma
    • A., angeborenes

    • Englischer Begriff: congenital a.

    meist an den basalen Hirnarterien (Circulus arteriosus Willisii) gelegene Fehlbildung. Seltener auch an Aorta ascendens u. Sinus aortae Valsalvae, Arteria abdominalis, Beckenarterien u. Nierenarterien.

  • Aneurysma, arteriosklerotisches
    Aneurysma
    • A., arterio|sklerotisches

    • Englischer Begriff: atherosclerotic a.

    durch Atherosklerose hervorgerufenes A.; gewöhnlich an der Bauchaorta, meist infrarenal, sowie an Arteria femoralis u. poplitea, seltener an der Arteria lienalis.

  • Aneurysma, echtes
    Aneurysma
    • A., echtes

    • Synonyme: A. verum

    • Englischer Begriff: true a.

    A. durch örtliche Aufdehnung aller Wandschichten des Gefäßes; ist angeboren oder Folge einer Gefäßwandschädigung (z.B. nach Entzündung, Degeneration, Arteriosklerose, Embolie) oder eines Narbenzuges (Traktionsaneurysma); wird formal unterschieden z.B. als A. cirsoideum, fusiforme u. sacciforme. Folgen: örtliche Wirbelbildungen, Thrombosierung (evtl. zu Spontanheilung oder u.U. zu Embolie führend), Druckschädigung von Nachbarorganen; bei Einriss Gefahr einer rasant verlaufenden u. lebensbedrohlichen („foudroyanten“) Blutung.

  • Aneurysma, embolisches
    Aneurysma
    • A., em|bolisches

    • Englischer Begriff: embolic a.

    als mykotisches (infektiöses) oder blandes A. ein durch embolisch verschleppte Teilchen hervorgerufenes A.; Hauptursache der mykotischen Aneurysmen: Endocarditis lenta (s.u. Endokarditis) u. Lungenabszesse.

  • Aneurysma, falsches
    Aneurysma
    • A., falsches

    • Synonyme: A. spurium

    • Englischer Begriff: false a.

    ein gefäßwandnaher Bluterguss (= periarterielles Hämatom), der mit der Lichtung eines eingerissenen Gefäßes in offener Verbindung steht u. von einer „organisierten“ Fibrinmembran umgeben ist.

  • Aneurysma, mykotisches
    Aneurysma
    • A., mykotisches

    s.u. A., embolisches.

  • Aneurysmablase
    • Aneurysma|blase

    Harnblase mit Pseudodivertikeln als Endzustand der neurogenen Blasenatonie.

  • ANF
    • ANF 1)
      ANF
      • 1)

      • Synonyme: Abk. für atrialer natriuretischer Faktor

      s.u. atrial.

    • ANF 2)
    • Anfall
      • Englischer Begriff: attack; seizure

      plötzliche, reversible Änderung des Bewusstseinszustandes, des Vegetativums, des Herz-Kreislauf-Systems etc. einschließlich der klinischen Auswirkungen. Vorkommen z.B. als psychomotorischer A., Synkope, Affektkrampf, Narkolepsie, Tetanie, Adams-Stokes-Syndrom, als kurzzeitige psychische Ausnahmezustände z.B. bei dissoziativen Persönlichkeitsstörungen oder Schmerzattacken bei Trigeminusneuralgie. I.e.S. neurol der zerebrale ischämische A. (Apoplexia cerebri) bzw. der epileptische A. (Epilepsie).

    • Anfallnystagmus
      • Anfall|nystagmus

      s.u. Nystagmus, vestibulärer.

    • Anfallsserie
      • Anfalls|serie

      Serie zerebraler ischämischer Anfälle in schneller Folge, aber jeweils mit Wiedererlangen des Bewusstseins; s.a. Status epilepticus.

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