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  • Angiolith
    • Angio|lith

    • Englischer Begriff: angiolith

    „Gefäßstein“, Phlebolith.

  • Angiologie
    • Angio|logie

    • Englischer Begriff: angiology

    Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Ätiologie, Pathogenese, Pathophysiologie, Biochemie, Klinik, Diagnostik, Differentialdiagnostik, Prävention, Therapie u. Rehabilitation der Krankheiten von Blut- u. Lymphgefäßen befasst. Die Weiterbildungszeit beträgt 2 Jahre.

  • Angiolopathie
    • An|gio|lo|pathie

    • Englischer Begriff: angiolopathy

    (Ratschow) Erkrankungen der Blutgefäße der Endstrombahn; z.B. Akrocyanosis, Erythralgie, hämorrhagische Diathese, Kälteschäden.

  • Angiolosklerose
    • Angiolo|sklerose

    Arteriolosklerose.

  • Angiolupoid
    • Angio|lupo|id

    • Synonyme: Brocq-Pautrier-Syndrom

    • Englischer Begriff: angiolupoid

    gutartige Gesichtsdermatose mit rundlich-ovalen, flachen, blauroten, pigmentierten Knoten (mit Teleangiektasien) an der Nasenwurzel; evtl. chron. Form der Hautsarkoidose.

  • angiolymphoide Hyperplasie
    • angio|lymphoide Hyperplasie

    Kimura-Krankheit.

  • angiolytisch
    • angio|lytisch

    • Englischer Begriff: angiolytic

    Gefäßverkrampfungen (Angiospasmen) lösend.

  • Angiom
    • An|giom

    • Synonyme: An|gio|ma; Aneurysma spongiosum

    • Englischer Begriff: angioma

    tumorartige Gefäßneubildung (Hämangiom, Lymphangiom) bzw. Gefäßfehlbildung (Kavernom, Angiektasie). – s.a. Angiomatose, Hämangiom.

  • Angioma arteriale racemosum
    Angiom
    • A. arteriale racemosum

    • Synonyme: A. arteriale plexiforme

    Rankenangiom; Knäuel geschlängelter, erweiterter Arterien als wahrscheinlich echte Neubildung; v.a. im Kopfbereich; angeboren in der Netzhaut beim Bonnet-Dechaume-Blanc-Syndrom. – Angeboren auch das venöse Rankenangiom, u.a. im Rückenmark beim Foix-Alajouanine-Syndrom.

  • Angioma corporis diffusum
    Angiom
    • A. corporis diffusum

    • Synonyme: Angiokeratoma c. d.

    Fabry-Syndrom.

  • Angioma plexiforme
  • Angioma serpiginosum Crocker
    Angiom
    • A. serpiginosum Crocker

    • Synonyme: Naevus infectiosus

    papelförmige, mit Ausnahme der Handflächen u. Fußsohlen universelle Angiome als ringförmige purpurfarbene Herde mit atrophischem Zentrum; treten im Kindesalter auf u. bilden sich – oft unvollkommen – zurück; Ätiologie unbekannt.

  • Angioma stellatum
    Angiom
    • A. stellatum

    • Englischer Begriff: spider a.

    Naevus araneus.

  • Angioma teleangiectaticum
    Angiom
    • A. tele|angi|ectaticum

    • Englischer Begriff: telangiectatic a.

    Kapillarhämangiom.

  • Angiomatose, bazilläre
    Angiomatosis
    • A., bazilläre

    • Synonyme: BA (Abk.)

    pseudoneoplastische, bakteriell bedingte Gefäßerkrankung, v.a. bei HIV-Patienten. Erreger: Rochalimaea quintana u. R. henselae. Im Vordergrund stehen Hautsymptome, die Kaposi-Sarkom-Herden ähneln oder ein Granuloma pyogenicum imitieren können; eine Beteiligung innerer Organe (u.a. Leber, Milz, Lymphknoten, Skelettsystem) ist möglich. Diagn.: Erregernachweis u./oder Identifikation der Erreger-DNS mit Polymerasekettenreaktion. Ther.: Antibiotika.

  • Angiomatose, enzephaloretinale
    Angiomatosis
    • A. enzephalo|retinale

    Hippel-Lindau-Syndrom.

  • Angiomatosis
    • Angio|ma|to|sis

    • Synonyme: Angiomatose

    • Englischer Begriff: angiomatosis

    angeborene multiple Angiome.

  • Angiomatosis cerebelli et retinae
    Angiomatosis
    • A. cerebelli et retinae

    Hippel-Lindau-Syndrom.

  • Angiomatosis diffusa corticomeningealis
    Angiomatosis
    • A. diffusa cortico|meningealis

    Bogaert-Divry-Syndrom.

  • Angiomatosis encephalooculocutanea
    Angiomatosis
    • A. encephalo|oculo|cutanea

    Sturge-Weber-Syndrom.

  • Angiomatosis haemorrhagica familiaris
    Angiomatosis
    • A. haemor|rhagica familiaris

    Osler-Rendu-Weber-Syndrom.

  • Angiomatosis intramedullaris
  • Angiomatosis multiplex haemorrhagica
    Angiomatosis
    • A. multi|plex haemor|rhagica

    Kaposi-Syndrom.

  • Angiomatosis neurocutanea
    Angiomatosis
    • A. neuro|cutanea

    z.B. das Klippel-Trenaunay-Syndrom (als A. mit – nicht regelhafter – neurosegmentaler Ausbreitung).

  • Angiomyolipom
    • Angio|myo|lipom

    • Englischer Begriff: angiomyolipoma

    seltener, gutartiger, i.d.R. solitärer Tumor der Niere (Hamartom), der evtl. lokal invasiv wachsen kann; in 50–80% der Fälle assoziiert mit der tuberösen Hirnsklerose (Bourneville-Pringle-Syndrom), dann bilateral u. multizentrisch. Diagn.: Ultraschall, MRT, Angiographie; Ther.: abwartendes Verhalten (bei kleinen, solitären u. asymptomatischen A.); Enukleation; Nierenteilresektion; evtl. komplette Nephrektomie.

  • Angiomyoma
    • Angio|myom(a)

    • Englischer Begriff: angiomyoma

    blutgefäßreiches Myom.

    • A. cutis
      A. mit Ursprung in Hautanhangsgebilden oder embryonal versprengten Muskelfasern... (mehr)
  • Angiomyoma cutis
    Angiomyom(a)
    • A. cutis

    A. mit Ursprung in Hautanhangsgebilden oder embryonal versprengten Muskelfasern.

  • Angiomyoneurom
    • Angio|myo|neurom

    • Englischer Begriff: angiomyoneuroma; glomus tumor

    Glomustumor.

  • Angioneogenese
    • Angio|neo|genese

    Angiogenese.

  • Angioneurose
    • Angio|neurose

    • Synonyme: Angioneuropathie

    • Englischer Begriff: angioneurosis; vasoneurosis

    ältere Bez. für nervale funktionelle Störungen der Gefäßregulation.

  • angioneurotisches Ödem, hereditäres
    • angio|neurotisches Ödem, hereditäres

    • Englischer Begriff: hereditary angioneurotic edema

    s.u. Angioödem durch C1-Inhibitor-Mangel.

  • Angioödem
    • Angio|ödem

    • Englischer Begriff: angioneurotic edema

    Abbildung

    flüchtige, oft massive Schwellungen der Subkutis (meist Lippen u. Lidregion), seltener Zunge u. anderer Organe. Symptom, das bei zwei pathogenetisch verschiedenen Krankheitsentitäten auftritt: histaminvermitteltes A. und – sehr viel seltener – A. durch C1-Inhibitor-Mangel. Differenzierung wichtig, da unterschiedliche therap. Ansätze.

  • Angioödem durch C1-Inhibitor-Mangel
    Angioödem
    • A. durch C1-Inhibitor-Mangel

    Angioödem infolge ungenügenden Funktion des C1-Inhibitor-Moleküls (C1-INH). Pathogen.: Mangel, Funktionsstörung oder Erschöpfung von C1-INH führt zu verminderter oder fehlender Hemmung verschiedener Enzyme im Kinin- Fibrinolyse- u. Komplementsystem sowie in den Faktor-XII-abhängigen Stufen des Gerinnungssystems. Formen: Die mit Abstand häufigste Form ist das autosomal dominant vererbte hereditäre Angioödem (HAE). Beim Typ I (HAE 1) liegt eine verminderte Synthese des C1-INH, bei TYP II (HAE II) die Synthese eines funktionell inaktiven C1-INH vor. Erstmanifestation häufig im Kindesalter. Das erworbene Angioödem wird unterteilt in AAE I (z.B. bei lymphoproliferativen Erkrankungen, malignen Lymphomen) und AAE II durch Autoantikörperbildung. Klinik: Auslösung durch Trauma oder psych. Belastung mgl.; häufig Prodromi (Kältegefühl, Fieber, Gliederschmerzen, allg. Missempfinden). Nach etwa 1 Tag umschriebene Schwellung von Haut u. Schleimhäuten, spontane Rückbildung nach bis zu fünf Tagen. Weiss-teigige Ödeme nicht schmerzhaft, nicht juckend, ohne Urtikaria. Ödeme können am ganzen Körper auftreten, am häufigsten betroffen sind Extremitäten u. Gesicht. In über 70% Ödem der gastrointestinalen Schleimhäute mit Koliken, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe bis hin zum Ileus. Typisch auch Schleimhautödeme des Respirationstrakts (Kehlkopfödem), seltener Ödeme des Urogenitaltrakts u. Gehirnödem. Symptomatik rezidivierend; beschwerdefreie Intervalle Tage bis Jahre. Diagn.: Bestimmung der Aktivität u. Konzentration von C1-INH u. C4 (evtl. C1, C2, CH50); ggf. Auto-AK gegen C1-INH. Bei AAE ist die C1-Esterase-Konzentration im Serum stärker als bei HAE herabgesetzt; dann weitere Untersuch. zum Ausschluss eines Malignoms. Ther.: im Akutstadium C1-INH-Konzentrat, FFP, Volumensubst., Behandl. des Glottisödems; Langzeitprophylaxe mit Androgenderivaten (Danazol, Stanozolol), ε-Aminocapronsäure.

  • Angioödem, histaminvermitteltes
    Angioödem
    • A., histaminvermitteltes

    A. als Teilbild der anaphylaktischen oder anaphylaktoiden Reaktion. Eng verbunden mit dem Krankheitsbild der Urtikaria, mit wahrscheinlich gleichen Mediatoren, aber unterschiedl. Zielzellen. Formen: idiopathische A., Intoleranz-A. (Auslöser v.a. Acetylsalicylsäure), A. durch ACE-Hemmer, IgE-vermittelte A., physikal. A. (Druck, Kälte, Vibration, Licht), A. bei Anstrengungsanaphylaxie, A. mit Eosinophilie, A. bei Kontakt-Urtikaria. Klinik: meist keine auslösenden Faktoren bekannt. Lokalisation fast ausschließlich im Gesicht, v.a. an Augenlidern u. Lippen, sehr selten in Genital- u. Perianalregion. Zungen- u. Glottisödeme kommen vor. Dauer: 1–5 Tage, dann vollständige Rückbildung der Symptomatik. DD: v.a. hereditäres A. durch C1-Inhibitor-Mangel, seltener Schwellungen bei Erysipel, Kontaktekzem, Photodermatitis, Erkrankungen von Niere oder Schilddrüse, Eiweißmangel, Melkersson-Rosenthal-Syndrom. Ther.: Antihistaminika, Kortikosteroide systemisch; ggf. Behandl. des Glottisödems.

  • Angioorganopathie
    • Angio|organo|pathie

    • Englischer Begriff: angio-organopathy

    (Ratschow) Angiopathie aufgrund primärer organischer Gefäßwandveränderungen, z.B. die Arteriosklerose, Endangiitis obliterans, Arteriitis.

  • Angiopathia
    • Angio|pathia

    • Synonyme: Angio|pathie

    • Englischer Begriff: angiopathy

    Gefäßerkrankung, z.B. als Arterio-, Veno-, Lymphangio-, Makroangio-, Mikroangio-, Angioorganopathie.

  • Angiopathia diabetica
    Angiopathia
    • A. diabetica

    • Englischer Begriff: diabetic a.

    Abbildung   Abbildung

    häufigste Komplikation eines länger bestehenden Diabetes mellitus. Als Makroangiopathie eine generalisierte Arteriosklerose mit bevorzugter Beteiligung des Gehirns, des Herzens, der Nieren u. der peripheren Gefäße; als Mikroangiopathie eine A. im Kapillarenbereich mit Ablagerung von Mucopolysacchariden in der Basalmembran u. mit Manifestation als Retinopathia diabetica, Nephropathia diabetica (Kimmelstiel-Wilson-Syndrom), Hautgangrän, diabetische Polyneuropathie.

  • Angiopathia labyrinthica
    Angiopathia
    • A. labyrin|thica

    • Englischer Begriff: labyrinthine a.

    Menière-Krankheit.

  • Angiopathia retinae juvenilis
    Angiopathia
    • A. retinae juvenilis

    Eales-Krankheit.

  • Angiopathia retinae traumatica
    Angiopathia
    • A. retinae trau|matica

    • Englischer Begriff: traumatic retinal a.

    Purtscher-Syndrom.

  • Angioplastie
    • Angio|plas|tie

    • Englischer Begriff: angioplasty

    • Fach: Chirurgie

    geschlossene perkutane (= perkutane transluminale [= PTA]) oder offene intraoperative Aufdehnung von Gefäßen mit Hilfe koaxialer Katheter (ursprüngliche = Dotter-Technik) oder – heute meist – mittels Ballonkatheters (Grüntzig), evtl. als Zusatzmaßnahme bei einer Gefäßoperation. – Auch als perkutane transluminale koronare A. (PTCA) zur Dehnung von Stenosen der Herzkranzgefäße (= Koronarangioplastie). – Neuerdings auch mit Laser- u. diversen anderen Techniken möglich.

  • Angiopsathyrosis
    • Angio|psa|thy|rosis

    • Englischer Begriff: capillary fragility

    „Gefäßbrüchigkeit“, Kapillarfragilität.

  • Angiorezeptoren
    • Angio|rezeptoren

    • Englischer Begriff: angioreceptors

    • Fach: Anatomie

    Pressorezeptoren u. Chemorezeptoren in der Blutgefäßwand.

  • Angiorrhexis
    • Angio(r)|rhexis

    • Englischer Begriff: angiorrhexis

    • Fach: Pathologie

    Einriss bzw. Zerreißung von Blut-, Lymphgefäßen.

  • Angiosarkom
    • Angio|sarkom

    • Synonyme: Angioma sarcomatodes

    • Englischer Begriff: angiosarcoma

    von Blut- oder Lymphgefäßen ausgehendes Sarkom; Hämangio- u. Lymphangiosarkom, Peritheliom.

  • Angiose
    • Angi|ose

    • Englischer Begriff: angiosis; angiopathy

    degenerative, v.a. trophische u. bradytrophe Gefäßwanderkrankung, z.B. als Arteriosklerose, Varikose.

  • Angiosklerose
    • Angio|sklerose

    • Englischer Begriff: angiosclerosis

    Verdickung u. Verhärtung der Gefäßwand, meist als Arteriosklerose.

  • Angioskopie
    • Angio|skopie

    • Englischer Begriff: angioscopy

    endoskopische Untersuchung der Arterien u. Venen mit speziellen Endoskopen.

  • Angiospasmus
    • Angio|spasmus

    • Englischer Begriff: angiospasm

    reflektorisch oder durch örtlichen Reiz ausgelöster Gefäßkrampf; als Arterio-, Arteriolo-, Kapillaro-, Phlebospasmus; häufig nach Subarachnoidalblutung.

  • Angiostatin
    • Angio|statin

    ein Faktor, der die Angiogenese u. damit das Tumor- u. Metastasenwachstum hemmt.

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