Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Anoplura
    • Anoplura

    • Englischer Begriff: Anoplura

    die Ordnung „echte Läuse“; Blut saugende, permanente, streng wirtsspezifische Ektoparasiten an Mensch u. Säugern; Pediculus, Phthirus. Wichtig als Überträger (z.B. von Flecktyphus, Wolhynischem Fieber). – s.a. Läuse...

  • Anopsie
    • An|opsie

    • Englischer Begriff: anopsia

    Anopie.

  • Anorchidie
    • An|or|ch(id)ie

    • Englischer Begriff: anorchidism

    Abbildung

    das angeborene Fehlen der Hoden (Hodenagenesie); i.w.S. auch das Fehlen funktionstüchtigen Hodengewebes bei primär angelegtem Organ (z.B. bei Kryptorchismus, nach Orchitis).

  • Anorectica
    • An|orectica

    • Synonyme: -orektika

    • Englischer Begriff: anorectics

    Appetitzügler.

  • anorektal
    • ano|rektal

    • Englischer Begriff: anorectal

    den After u. den Mastdarm (Anus bzw. Rektum) betreffend.

    • a. Atresie
      Atresia ani et recti... (mehr)
    • a. Syndrom
      Vitaminmangel-Syndrom durch Störung der Darmflora (Dysbiose) nach Antibiotika-Verabfolgung... (mehr)
  • anorektale Atresie
    anorektal
    • a. Atresie

    Atresia ani et recti.

  • anorektales Syndrom
    anorektal
    • a. Syndrom

    Vitaminmangel-Syndrom durch Störung der Darmflora (Dysbiose) nach Antibiotika-Verabfolgung. Als Symptome v.a. brennender Schmerz im Mastdarm, Juckreiz am After, Mastdarmblutungen.

  • Anorektalfistel
    • Ano|rektal|fistel

    Fistula anorectalis.

  • Anorexia
    • An|ore|xia

    • Synonyme: An|orexie; Asitie

    Verlust des Nahrungstriebes; auch Appetitlosigkeit, Magersucht. Kann ein Symptom z.B. maligner Erkrankungen sein, wird evtl. durch therapeutische Maßnahmen (Zytostatika!) verstärkt; s.a. ANE-Syndrom.

    • A. nervosa
      zu den Essstörungen gehörende, durch einen selbst herbeigeführten Gewichtsverlust... (mehr)
  • Anorexia nervosa
    Anorexia
    • A. nervosa

    • Synonyme: (Pubertäts-)Magersucht

    • Englischer Begriff: anorexia

    zu den Essstörungen gehörende, durch einen selbst herbeigeführten Gewichtsverlust von mindestens 15% unterhalb des normalen Gewichts, Körperschemastörungen u. massive Furcht vor Gewichtszunahme geprägte A. Betroffen sind vorwiegend junge Frauen (12.–30. Lj.). Ätiol.: Als wesentliche psychische Ursache werden mit beginnender Geschlechtsreife schwere Störungen der Geschlechtsidentifikation u. der Autonomieentwicklung im Rahmen einer pathogenen Familiendynamik angenommen. Klinik: Leitsymptom ist die Störung des Essverhaltens (Nahrungsverweigerung, evtl. unterbrochen durch heimliche Essattacken mit anschließendem selbst induzierten Erbrechen [Bulimie]; Einnahme von Laxanzien), die rasch zu einer Gewichtsabnahme führt, die nicht selten vital bedrohlich ist. Weitere Symptome u.a. primäre bzw. sekundäre Amenorrhö u. weitere endokrinologische u. metabolische Störungen, Elektrolytverschiebungen, Bradykardie, Hypotonie, trophische Hautstörungen. Die Letalitätsrate (somatische Komplikationen der Kachexie, Suizid) wird mit ca. 15% angegeben. Ther.: interdisziplinär internistisch-psychosomatischer Behandlungsansatz (ggf. stationäre Aufnahme), regelmäßige Kalorienzufuhr, in Extremfällen mittels Magensonde; evtl. Psychopharmaka; psychoanalytisch bzw. verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie, ggf. heilpädagogische Maßnahmen, Familientherapie.

  • anorganisch
    • an|organisch

    • Englischer Begriff: inorganic

    unbelebt; path nicht durch eine Organerkrankung bedingt (z.B. anorg. = akzidentelles Herzgeräusch); chem „unorganisch“ (d.h. mineralisch).

    • a. Chemie
      die Chemie der Elemente u. der keinen Kohlenstoff (C) enthaltenden Verbindungen... (mehr)
  • anorganische Chemie
    anorganisch
    • a. Chemie

    • Englischer Begriff: i. chemistry

    die Chemie der Elemente u. der keinen Kohlenstoff (C) enthaltenden Verbindungen (Ausnahme z.B. Kohlendioxid = CO2 u. andere einfache C-Derivate).

  • Anorgasmie
    • An|or|gas|mie

    • Englischer Begriff: anorgasmy

    das Nichtauftreten/Nichterleben eines Orgasmus. Nach Masters u. Johnson als primäre A. (primäre Orgasmusstörung; das Ausbleiben des Orgasmus nach entsprechender physischer Stimulation) bzw. als situative A. (Orgasmusstörung nach bereits mindestens einmal aufgetretener orgastischer Reaktion); ferner unterschieden als masturbatorische A. (Orgasmus bei Koitus, jedoch nicht bei Masturbation), als ko|itale A. (Orgasmus bei Masturbation, jedoch nicht bei Koitus) u. sonstige A. (mangelnde sexuelle Appetenz, jedoch gelegentlich Orgasmus nach Stimulation).

  • Anoskop
    • Ano|skop

    • Englischer Begriff: anoscope

    After-, Mastdarmspekulum; Proktoskop.

  • Anosmie
    • An|osmie

    • Englischer Begriff: anosmia

    hochgradige Minderung bis Aufhebung der Geruchswahrnehmung, evtl. nur für bestimmte Riechstoffe (= elektive A. = Merosmie).

    • A., gustatorische
      A. bei fehlendem Luftstrom vom Mund (von den Geschmacksrezeptoren) her... (mehr)
    • A., periphere
      A. infolge Schädigung des Riechepithels oder nach Abriss bzw... (mehr)
    • A., zentrale
      A. bei Bildungsfehlern oder Schädigung des Bulbus olfactorius, der zentralen... (mehr)
  • Anosmie, gustatorische
    Anosmie
    • A., gustatorische

    • Englischer Begriff: gustatory a.

    A. bei fehlendem Luftstrom vom Mund (von den Geschmacksrezeptoren) her; bei Verlegung der Choanen.

  • Anosmie, periphere
    Anosmie
    • A., periphere

    • Englischer Begriff: peripheral a.

    A. infolge Schädigung des Riechepithels oder nach Abriss bzw. bei Aplasie der Riechnerven, evtl. aber nur als respiratorische A. (d.h. infolge Verlegung des oberen Nasenganges) oder als gustatorische A.

  • Anosmie, zentrale
    Anosmie
    • A., zentrale

    • Englischer Begriff: central a.

    A. bei Bildungsfehlern oder Schädigung des Bulbus olfactorius, der zentralen Bahnen oder der Zentren des Geruchssinnes.

  • Anosognosie
    • A|noso|gnosie

    • Etymol.: griech. nosos = Krankheit

    • Englischer Begriff: anosognosia

    • Fach: Neurologie

    Unfähigkeit zum Erkennen eigener, durch Krankheit bedingter Funktionsausfälle; Symptom einer Hirnschädigung (z.B. durch Apoplexie).

  • Anotie
    • An|otie

    • Englischer Begriff: anotia

    angeborenes Fehlen der Ohrmuschel (meist nur hochgradige Mikrotie).

  • anovulatorischer Zyklus
    • an|ovu|la|torischer Zyklus

    • Englischer Begriff: anovulatory cycle

    • Fach: Gynäkologie

    Genitalzyklus ohne Ovulation als Folge kurzfristiger Follikelpersistenz u. fehlender Gelbkörperbildung (s.a. Lutealphase), häufig bei gestörter hypothalamisch-hypophysärer Steuerung; manifestiert sich – periodisch wiederkehrend – mit menstruationsähnlicher Blutung aus oberflächlichen Schichten der nicht sekretorisch transformierten Gebärmutterschleimhaut (nur geringer Gewebsverlust); bezüglich der Basaltemperatur ist er monophasisch. Die Ätiologie ist ungeklärt; u.a. zwischen Menarche u. Geschlechtsreife vorkommend. Gilt als sehr wichtige Sterilitätsursache.

  • Anoxämie
    • An|ox|ämie

    • Englischer Begriff: anoxemia

    völlig unzureichende (unterhalb der physiologisch notwendigen Schwelle) Sauerstoffsättigung des Blutes, d.h. eine hochgradige Hypoxämie; s.a. Anoxie.

  • Anoxie
    • An|oxie

    • Englischer Begriff: anoxia

    Abbildung

    völlig unzureichende Sauerstoffkonzentration im Gewebe (oft aber nur Hypoxie). Als allgemeine oder örtlich begrenzte A. (durch unzureichendes O2-Angebot; s.a. Anoxämie) die sog. anoxämische bzw. anämische A. Auch infolge einer Kreislaufstörung (Stagnationsanoxie) oder einer Gewebeschädigung als histotoxische A. (z.B. durch Blausäure). Besonders empfindlich ist das Gehirn. Bereits nach wenigen Minuten sind bei Normaltemperatur irreversible Schäden zu erwarten.

  • Anoxiezeit
    • An|oxie|zeit

    Zeitdauer, während der ein Organ oder ein Körperteil nicht durchblutet war.

  • Anoxybiose
    • An|oxy|biose

    • Englischer Begriff: anoxybiosis

    • Fach: Biologie

    Anaerobiose.

  • ANP
    • Synonyme: Abk. für atriales natriuretisches Peptid

    s.u. atrial.

  • ANP-Mechanismus

      s.u. atrial.

    • Anpassung
      • Anpassung

      • Englischer Begriff: adaptation

      s.u. Adaptation, Akklimatisation, Selektion; psych Abstimmung des Verhaltens eines Menschen auf die kulturelle(n) u. soziale(n) Norm(en) seiner Umgebung.

    • Anpassungsstörung

        traurige Verstimmung als Antwort auf eine tiefe psych. Erschütterung; klingt in der Regel nach Fortfall der Ursache von selbst ab. Durch (stützende) Psychotherapie meist gut beeinflussbar.

      • Anpassungssyndrom
        • Anpassungs|syndrom

        Adaptationssyndrom.

      • Anregung
        • An|regung

        • Englischer Begriff: stimulation

        • Fach: Physik

        Übertragung kinetischer Energie durch geladene Masseteilchen (Elektron, Positron) auf ein Hüllenelektron. – s.a. Isomerie.

      • Anreichern von Erregern
        • Anreichern von Erregern

        s.u. Anreicherungsmedium.

      • Anreicherungsmedium
        • An|reicherungs|medium

        • Englischer Begriff: enrichment culture medium

        • Fach: Bakteriologie

        (Nähr-)Medium zur selektiven Vermehrung (Züchtung) bestimmter Bakterien durch Bereitstellung für sie optimaler, für Begleitkeime aber ungünstiger Bedingungen; z.B. Tetrathionat-Brillantgrün-Nährboden n. Kauffmann, Selenit-F-Brühe n. Leifson zur TPE-Diagnostik. – Anreichern von Keimen aus Untersuchungsmaterial erfolgt z.B. durch Zentrifugieren oder mittels Tierversuchs. – Protozoen-Wurmeier-Anreicherung erfolgt durch bes. Behandlung von Stuhlproben nach der MIFC-(Merthiolat-Jod-Formalin-Konzentrat-)Methode u. dem Flotationsverfahren.

      • Ansa
        • Ansa

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: ansa; loop

        Schlinge, Schleife.

      • Ansa cervicalis
        Ansa
        • A. cervicalis

        • Englischer Begriff: cervical l.

        Schlinge aus Nervenfasern aus C I–III. Ihre Fasern sind teils dem Nervus hypoglossus angelagert (Hypoglossusschlinge), trennen sich aber im Trigonum caroticum wieder von ihm u. gehen mit direkt aus den Spinalnerven kommenden Fasern ( Radix inferior) eine Verbindung ein.

      • Ansa lenticularis
        Ansa
        • A. lenticularis

        die „Linsenkernschlinge“; Fasern vom Nucleus lentiformis zum Thalamus u. umgekehrt.

      • Ansatz
        • Ansatz

        • 1)
          die physiologisch erfolgende Bestückung des heranwachsenden Kindes mit... (mehr)
        • 2)
          Insertion, meist von Muskeln, Sehnen... (mehr)
      • Ansatz 1)
        Ansatz
        • 1)

        • Fach: Pädiatrie

        die physiologisch erfolgende Bestückung des heranwachsenden Kindes mit Muskeln u. Fettgewebe.

      • Ansatz 2)
        Ansatz
        • 2)

        • Fach: Anatomie

        Insertion, meist von Muskeln, Sehnen.

      • Ansatztendopathie
        • Ansatz|tendo|pathie

        • Synonyme: Enthesopathie; Insertionstendopathie

        • Englischer Begriff: insertion tendopathy

        Tendoperiostose (s.u. Tendopathie).

      • Anschlussheilbehandlung
        • Synonyme: AHB (Abk.)

        stationäre medizinische Rehabilitationsmaßnahme, die sich unmittelbar oder im engen zeitlichen Zusammenhang an eine Krankenhausbehandlung anschließt. Mit der AHB wird die Forderung nach möglichst frühzeitigem Beginn der Rehabilitation u. damit besserer Verzahnung kurativer u. rehabilitativer Bemühungen verwirklicht. Eine AHB kann nur in hierfür zugelassenen Rehabilitationskliniken durchgeführt werden. Entsprechende Listen werden den Krankenhäusern von den Rentenversicherungsträgern zur Verfügung gestellt.

      • Anschoppung
        • Anschoppung

        • Englischer Begriff: congestion; engorgement

        • Fach: Pathologie

        das 1. Stadium (1.–2. Tag) der klassischen kruppösen Pneumonie; gekennzeichnet durch aktive, dann passive Hyperämie u. durch seröse Exsudation (mit vereinzelten Ery, Leuko, Alveolarepithelien) in die Lungenalveolen; klin Dämpfung, Crepitatio indux.

      • Anschütz-Zeichen
        • Anschütz-Zeichen

        • Biogr.: Alfred W. A., 1870–1954, Chirurg, Kiel

        Meteorismus im Zäkumbereich bei Stenose der Endabschnitte des Dickdarms.

      • Anspannungston
        • Anspannungs|ton

        • Englischer Begriff: tension sound

        der – dumpfe u. längere – 1. Herzton als Phänomen während der isometrischen Myokardanspannung (jedoch kein reiner Muskelton!).

      • Anspannungszeit
        • Anspannungs|zeit

        • Englischer Begriff: isometric interval; isovolumic period

        die Phase der isovolumetrischen Kontraktion des Herzmuskels als erster Teil der mechanischen Kammersystole (zu Beginn des Herzzyklus, bis zur Öffnung der Semilunarklappen), sog. Verschlusszeit. Das mit inkompressiblem Blut gefüllte Innenvolumen der Kammern ist hierbei konstant; normal 0,05–0,1 Sek.; ihr entsprichen im EKG die Q-Zacke u. der aufsteigende R-Schenkel.

      • Anstaltssyndrom
        • Anstalts|syndrom

        Hospitalismus.

      • ansteckende Krankheit
        • ansteckende Krankheit

        • Englischer Begriff: infectious disease

        Infektionskrankheit, bei der die mit Körperausscheidungen (Sekrete oder Exkrete) eines Individuums ausgeschiedenen Erreger ein anderes Individuum zu infizieren vermögen (durch Kontakt, Luft-, Nahrungsmittel- oder sonst. Vermittlung); s.a. übertragbare u. meldepflichtige Krankheiten.

      • Antabus#(r)
        • Antabus®

        Disulfiram.

      • Antacida
        • Ant|acida

        • Synonyme: -azida

        • Englischer Begriff: antacids

        Magensäure bindende oder neutralisierende Mittel, die möglichst weder das Säure-Basen-Gleichgewicht des Blutes stören noch selbst oder in Form ihrer Reaktionsprodukte als Säurelocker wirken. Wirkst.: z.B. Magnesium-, Aluminiumverbindungen. Anw. bei Hyperazidität, Gastritis, Reflux. NW: Aluminium wirkt obstipierend, Magnesium laxierend.

      • Antagonismus
        • Ant|agonismus

        • Englischer Begriff: antagonism

        die im Rahmen funktionell verknüpfter Struktur- oder Wirkstoffpaare (Agonist u. Antagonist) gegensinnige Wirkung bzw. Wirkungsweise; z.B. anat, physiol Muskeln (Extensoren/Flexoren), Nerven (Sympathikus/Parasympathikus), pharm physiol. Substanzen/Arzneimittel (Catecholamine/Alpha- u. Betablocker).

      15090