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  • Anthropogenetik
    • An|thro|po|genetik

    Humangenetik.

  • Anthropologie
    • Anthropo|logie

    • Englischer Begriff: anthropology

    die Wissenschaft vom Menschen. Ist befasst u.a. mit der Art-, Rassen- u. Konstitutionslehre, mit Humangenetik, mit der Abstammung des Menschen (als Paläoanthropologie; s.a. Homo...).

  • Anthroponose
    • Anthropo|nose

    Bez. für nur beim Menschen vorkommende Infektionskrankheit; s.a. Anthropozoonose, Zoonose.

  • anthropophil
    • anthropo|phil

    • Englischer Begriff: anthropophilic

    • Fach: Mikrobiologie

    bevorzugt den Menschen befallend.

  • Anthropophobie
    • Anthropo|phobie

    • Englischer Begriff: anthropophobia

    Menschenscheu; meist als neurotisches Symptom.

  • anthroposophische Medizin
    • anthropo|sophische Medizin

    • Englischer Begriff: anthroposophic medicine

    von dem Philosophen, Pädagogen u. Naturwissenschaftler Rudolf Steiner (1861–1925), dem Begründer der Anthroposophie, u. der Ärztin Ita Wegmann (1876–1943) entwickelte Richtung der Medizin, deren Grundlage die philosophisch-religiöse anthroposophische Menschen- u. Naturerkenntnis darstellt. Die a. M. sieht sich nicht im Gegensatz zur sog. Schulmedizin, sondern als eine Weiterentwicklung, da sie z.B. neben naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auch geisteswissenschaftliche Aspekte in ihre Theorie einbezieht. Neben objektivierbaren Krankheitsbefunden werden als wesentliche Punkte die Lebensgeschichte des Patienten, sein Charakter, seine soziale u. kulturelle Umwelt etc. sowie die Selbstheilungskräfte des Körpers einbezogen. Steiners Ausgangspunkt war u.a. die Frage des Zusammenwirkens von Geist, Seele u. Leib (Materie), seine Vorstellungen von Reinkarnation u. Karma, Gesundheit u. Krankheit u. von vier Wesensgliedern im Menschen: physischer Leib (sichtbarer Stoffleib), Ätherleib (Summe der Lebenskräfte), Astralleib (Seelenleib), Ich (Bewusstsein des Menschen von sich selbst). Eine wichtige Grundlage anthroposophischer Therapie sind, teilweise in speziellen Verfahren und Anbaumethoden gewonnene, Medikamente u.a. aus Pflanzen (am bekanntesten ist die Mistel, deren Anw. inzwischen auch außerhalb der a. M. weite Verbreitung gefunden hat; Viscum album), Tieren u. Tierprodukten, Metallen. Von Bedeutung sind weiter u.a. Ernährung, künstlerische Methoden (Malen, Modellieren, Musiktherapie etc.), Körper- u. Gesprächstherapien.

  • Anthropozoonose
    • Anthropo|zoo|nose

    • Englischer Begriff: anthropozoonosis

    Bez. für bei Mensch u. Tieren vorkommende Infektionskrankheit; s.a. Zooanthroponose; s.a. Anthroponose.

  • anti
    • anti

    • Etymol.: griech.

    gegen, entgegen, gegenüber.

  • Anti-
    • Anti-

    • Fach: Serologie

    Präfix „Antikörper“ (AK). Ist durch das Symbol des zugehörigen Antigens ergänzt (z.B. Anti-A u. Anti-B, Anti-D im AB0-Blutgruppensystem bzw. im Rhesussystem).

  • Anti-Antikörper
    • Anti-Anti|körper

    • Englischer Begriff: anti-antibodies

    Antikörper gegen einen anderen Antikörper, z.B. bei der Sandwich-Methode.

  • Anti-Atelektasefaktor
    • Anti-Atel|ek|tase|faktor

    Surfactant-Faktor.

  • Anti-Cardiolipin-Antikörper
    • Englischer Begriff: anti-cardiolipin antibodies

    gegen Cardiolipin gerichtete Antikörper; autoreaktive Immunglobuline, die zur Gruppe der Anti-Phospholipid-Antikörper gehören; Vorkommen bei Anti-Phospholipid-Syndrom.

  • Anti-D-Immunglobulin
    • Synonyme: Anti-Rh-Ig

    • Englischer Begriff: anti-D immunoglobulin

    gegen den Faktor „D“ = „Rh“ des Rhesussystems gerichtete Immunglobulinfraktion als Mittel zur Prophylaxe der Rhesus-Sensibilisierung bei rh-negativen Müttern, u. zwar nach der Geburt des ersten Rh-positiven Kindes, aber auch nach einem Spätabort, wenn der Rh-Faktor des Kindesvaters bzw. des Fetus positiv oder unbekannt ist. Es verhindert durch schnelle Zerstörung der evtl. in den Blutkreislauf der Mutter gelangten Rh-positiven Erythrozyten des Kindes eine Sensibilisierung.

  • Anti-D-Prophylaxe
  • Anti-DNS-Antikörper
    • Englischer Begriff: anti-DNA antibodies

    gegen DNS gerichtete antinukleäre Faktoren; treten bei Autoimmunkrankheiten (v.a. Lupus erythematodes) auf.

  • Anti-ENA-Antikörper
    • Englischer Begriff: anti-ENA antibodies

    zu den antinukleären Faktoren gehörende Antikörper gegen extrahierbare Kernantigene (ENA).

  • Anti-G-
    • Anti-G-

    • Englischer Begriff: antigravity...

    Wortteil „gegen Gravitationskräfte“ (G = gravity = Schwerkraft).

  • Anti-GBM-Nephritis
    • Anti-GBM-Nephritis

    • Englischer Begriff: anti-glomerular basement membrane antibody glomerulonephritis

    s.u. Glomerulonephritis.

  • Anti-H
    • Anti-H

    • Englischer Begriff: anti-H

    heterogenetischer Antikörper gegen einen dem menschlichen Null-Antigen verwandten Antigenkomplex der Shigella A1. Beim Menschen auch normale (nicht auf Provokation beruhende) Anti-H-Seren nachgewiesen; z.T. zum Nachweis der Blutgruppen 0 u. A2 geeignet.

  • Anti-HCV-Test

      Test zum Nachweis von Hepatitis-C-Virus-Antikörpern; s.a. Hepatitis-C-Virus.

    • Anti-HIV-ELISA

        Enzym-Immunoassay zum Nachweis von Antikörpern gegen HIV.

      • Anti-IgE-Antikörper

          gegen IgE-Antikörper (s.u. Immunglobuline) gerichtete Antikörper; Gegenmittel zur Behandlung IgE-Antikörper-vermittelter Allergien; Anw. zur Behandlung von Pollenallergien u. Asthma.

        • Anti-Kardiolipin...
        • Anti-Müller-Hormon
          • Anti-Müller-Hormon

          • Englischer Begriff: anti mullerian hormone

          s.u. Geschlechtsentwicklung; Mangel führt zu persistierendem Ovidukt (Pseudohermaphroditismus masculinus internus).

        • Anti-Phospholipid-Antikörper
          • Synonyme: APL-AK (Abk.)

          • Englischer Begriff: antiphospholipid antibodies

          prothrombotische Antikörper, die durch Interaktion mit Phospholipiden zu akut auftretenden arteriellen u. venösen Thrombosen führen können; unterschieden werden: Anti-Kardiolipin-Antikörper, Anti-Phosphatidylserin-Antikörper und Anti-β2-Glykoprotein-1-Antikörper; s.a. Anti-Phospolipid-Syndrom.

        • Anti-Phospholipid-Syndrom
          • Englischer Begriff: antiphospholipid syndrome

          auf dem Effekt der prothrombotisch wirkenden Anti-Phospholipid-Antikörper beruhender klinischer Symptomenkomplex. Typisch sind bereits im jugendlichen Alter auftretende Thrombosen an allen Gefäßen oder rezidivierende Aborte; unterschieden als primäres u. sekundäres A.; Letzteres tritt als Begleitsymptomatik beim systemischen Lupus erythematodes auf; das ausgeprägte A. ist ein durch zahlreiche gleichzeitig auftretende Thrombosen gekennzeichnetes lebensbedrohliches Krankheitsbild mit hoher Letalität.

        • Anti-Rh-Immunisierung
          • Anti-Rh-Immunisierung

          Rhesus-Sensibilisierung.

        • Anti-Scl

            Abk. für Anti-Sclerodermie-Antikörper.

          • Anti-Zentromer-Antikörper

              bei der limitierten (zirkumskripten) Form der Sklerodermie auftretende (antinukleäre) Autoantikörper.

            • Antiadiposita
              • Antiadiposita

              Abmagerungsmittel.

            • Antiadrenergica
              • Antiadren|ergica

              • Synonyme: -ergika

              • Englischer Begriff: antiadrenergics

              Adrenozeptorenblocker.

            • Antiallergica
              • Anti|allergica

              • Synonyme: -allergika

              • Englischer Begriff: antiallergics

              Arzneimittel gegen Allergie bzw. deren Symptome. Verwendete Wirkstoffgruppen: z.B. Antihistaminika, Mastzellen-Stabilisatoren (z.B. Cromoglicinsäure), Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten, Glucocorticoide sowie Präparate zur spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung).

            • Antianämica
              • Antian|ämica

              • Synonyme: -ämika

              • Englischer Begriff: antianemics

              Medikamente zur Behandlung einer Anämie. Wirkst.: z.B. Eisenpräparate (s.u. Eisentherapie) bei Eisenmangelanämie; Vitamin B12 u. Folsäure bei megaloblastärer Anämie; Epoetin (s.u. Erythropoietin) bei renaler Anämie.

            • antianämisch
              • anti|an|ämisch

              • Englischer Begriff: antianemic

              gegen Anämie gerichtet.

            • antianämisches Prinzip
              antianämisch
              • a. Prinzip

              • Englischer Begriff: a. principle

              Antiperniziosaprinzip.

            • antianämisches Vitamin
              antianämisch
              • a. Vitamin

              • Englischer Begriff: a. vitamin

              Vitamin B12, Folsäure.

            • Antiandrogene
              • Antiandrogene

              • Englischer Begriff: antiandrogens

              Substanzen, die die Wirkung natürlicher Androgene aufheben; v.a. synthetische Steroide, die i.S. des kompetitiven Antagonismus als Androgenrezeptor-Antagonisten wirken. Wirkst.: z.B. Cyproteronacetat, Chlormadinon(acetat), Flutamid sowie die ebenfalls antiandrogen wirksamen GnRH-Agonisten. Anw. u.a. in der Tumorther. (Prostatakarzinom), bei Akne, Alopezie, Hirsutismus, bei ♂ zur Triebdämpfung (Sexualdelikte).

            • Antiarrhythmica
              • Anti|arrhythmica

              • Synonyme: -arrhythmika

              Tabelle

              Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Nach ihren elektrophysiologischen Wirkungsmechanismen werden die A. in vier verschiedene Klassen (Klasse-I- bis Klasse-IV-A. nach Vaughan Williams) eingeteilt. Zusätzlich werden Herzglykoside manchmal als Klasse-V-A. bezeichnet u. finden Anw. bei supraventrikulären Tachykardien, Vorhofflimmern u. -flattern mit schneller AV-Überleitung.


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              • Chinidin-artig wirkenden Substanzen... (mehr)

              • Wirkst... (mehr)

              • Wirkst... (mehr)

              • Betarezeptorenblocker... (mehr)

              • Wirkst... (mehr)

              • Calciumantagonisten mit antiarrhythmischen Eigenschaften... (mehr)
            • Antiarrhythmika der Klasse I
              Antiarrhythmica
              • Synonyme: Klasse-I-A.

              sog. Natriumantagonisten oder Membranstabilisatoren mit den Untergruppen IA bis IC.


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              • Wirkst... (mehr)

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            • Antiarrhythmika der Klasse I A
              Antiarrhythmica  >  Antiarrhythmika der Klasse I
              • Synonyme: Klasse-IA-A.

              Chinidin-artig wirkenden Substanzen. Wirkst.: Chinidin, Procainamid, Disopyramid, Prajmalium u. Ajmalin. Eine Zwischenstellung nimmt das Propafenon ein. Es kann sowohl zur Klasse IA als auch zur Klasse IC gerechnet werden. Hauptwirkung: v.a. Verlängerung der Dauer des Aktionspotentials. Anw. bei Vorhofflimmern u. Vorhofflattern, supraventrikulären u. ventrikulären Tachykardien, Extrasystolien.

            • Antiarrhythmika der Klasse I B
              Antiarrhythmica  >  Antiarrhythmika der Klasse I
              • Synonyme: Klasse-IB-A.

              Wirkst.: Lidocain, Tocainid, Mexiletin u. Phenytoin (wird auch als Antiepileptikum eingesetzt). Wirkung: Verkürzung der Aktionspotentialdauer. Hauptangriffspunkt sind die Kammern, weniger die Vorhöfe. Anw. v.a. bei ventrikulären Arrhythmien.

            • Antiarrhythmika der Klasse II A
              Antiarrhythmica
              • Synonyme: Klasse-II-A.

              Betarezeptorenblocker. Wirkst.: z.B. Atenolol, Betaxolol, Metoprolol, Acebutolol, Carteolol, Mepindolol, Pindolol, Oxprenolol. Anw. bei Sinustachykardien, supraventrikulären paroxysmalen Tachykardien, ventrikulären (v.a. Catecholamin-bedingten) Extrasystolien.

            • Antiarrhythmika der Klasse III A
              Antiarrhythmica
              • Synonyme: Klasse-III-A.

              Wirkst.: Amiodaron u. Sotalol (Betablocker mit Klasse-III-Wirkung). Wirkung: selektive Verlängerung der Aktionspotentialdauer. Anw. bei supraventrikulären u. ventrikulären Rhythmusstörungen. Wegen erheblicher NW (u.a. Störungen der Schilddrüsenfunktion, Hornhautablagerungen, Leberfunktionsstörungen, Arrhythmien, Lungenfibrose) wird Amiodaron jedoch nur bei sonst therapieresistenten Arrhythmien gegeben.

            • Antiarrhythmika der Klasse IV A
              Antiarrhythmica
              • Synonyme: Klasse-IV-A.

              Calciumantagonisten mit antiarrhythmischen Eigenschaften. Wirkst.: Verapamil, Gallopamil u. Diltiazem. Anw. bei tachykarden Rhythmusstörungen.

            • Antiarrhythmika der Klasse-I C
              Antiarrhythmica  >  Antiarrhythmika der Klasse I
              • Synonyme: Klasse-IC-A.

              Wirkst.: Flecainid u. Propafenon. Wirkung: ohne Einfluss auf die Aktionspotentialdauer. Anw. bei supraventrikulären u. ventrikulären Arrhythmien.

            • Antiasthmatica
              • Antiasthma|tica

              • Synonyme: -tika

              • Englischer Begriff: ant(i)asthmatics

              Mittel zur Behandlung des Asthma bronchiale. Wirkst.: a) akut wirkende Bronchodilatatoren: β2-Sympathomimetika (s.u. Betasympathomimetica), Theophyllin-Präparate (s.u. Theophyllin), Parasympatholytika (Anticholinergika wie Ipratropiumbromid u. Oxitropiumbromid); b) Entzündungshemmer: Glucocorticoide, Mastzell-Stabilisatoren (Cromoglicinsäure, Nedocromil), Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (z.B. Montelukast) u. Ketotifen. Anw. z.T. als Dosier-Aerosole.

            • Antibabypille
              • Anti|baby|pille

              • Englischer Begriff: birth control pill

              die oral anwendbaren Ovulationshemmer als Kontrazeptiva.

            • Antibasalmembrannephritis
              • Anti|basal|membran|nephritis

              • Englischer Begriff: anti-basement membrane glomerulonephritis

              • Fach: Nephrologie

              Kurzbez. für die Antiglomerulusbasalmembran-Antikörper-Nephritis; ein immunolog. Typ der Glomerulonephritis.

            • Antibiogramm
              • Anti|bio|gramm

              • Englischer Begriff: antibiogram

              • Fach: Bakteriologie

              Befund der Empfindlichkeitsprüfung von Bakterien gegenüber Chemotherapeutika (s.a. Antibiotika) aufgrund der Resistenzbestimmung mittels Hemmhoftests (s.a. Blättchentest) oder (semi)quantitativer Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration (MHK) in Verdünnungsreihen.

            • Antibiose
              • Anti|biose

              • Englischer Begriff: antibiosis

              die gegenseitige Entwicklungsbehinderung von Organismen („Antibio[n]ten“) als Folgewirkung der von ihnen in geringer Konzentration ausgeschiedenen Stoffe, Antibiotika.

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