Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Antisense-Oligonucleotide
    • Anti|sense-Oligo|nucleotide

    kurze, aus 15–18 Nucleotiden bestehende Einzelstrang-Nucleinsäuren, die an komplementäre Strukturen der Messenger-Ribonucleinsäure oder einer viralen DNS binden, so die Biosynthese einer Nucleinsäure u. damit die Genexpression hemmen. Anw. zur Tumortherapie, als Virostatica u. zur Entzündungshemmung.

  • Antisepsis
    • Anti|sepsis

    • Englischer Begriff: antisepsis

    Maßnahmen zur Erzielung eines Zustandes bedingter Keimfreiheit („Keimarmut“) an Körperteilen, z.B. im Operationsgebiet, an Händen des Operationsteams („Händedesinfektion“). Ziel ist die Verhinderung des Eindringens bzw. Einschleppens schädigender Keime in Wunden. Anw. finden Desinfektionsmittel bzw. Antiseptika. – Die A. wurde methodisch eingeführt in die Wundversorgung 1847 durch Semmelweis (Chlorwasser); sie wurde fundiert durch Lister (1864–1871; Karbolsäure-Spray u. -Waschungen, Okklusivverband).

  • Antiseptica
    • Antisep|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: antiseptics

    Substanzen, die möglichst breit im Sinne der Antisepsis wirken u. auf Haut u. Schleimhäuten sowie auf Wunden angewandt werden können. Wirkst.: meist Derivate derselben chemischen Stoffklassen wie die Desinfektionsmittel (die außerhalb des Körpers angewandt werden); z.B. Phenole, Halogene, Alkohole sowie Detergenzien mit antiseptischen Eigenschaften.

  • Antiserum
    • Anti|serum

    • Englischer Begriff: antiserum

    Immunserum.

  • Antispasmodica
    • Antispasmo|dica

    • Synonyme: -dika

    • Englischer Begriff: antispasmodics

    Mittel gegen Krämpfe der glatten Muskulatur; Spasmo-, Parasympatholytika.

  • Antistaphylolysin
    • Anti|staphylo|lysin

    • Synonyme: AStL (Abk.)

    • Englischer Begriff: antistaphylolysin

    ein das Staphylolysin (der Staphylokokken) neutralisierender Antikörper. Der Titer ist nach Staphylokokkeninfekt (öfter auch bei rheumatoider Arthritis) erhöht.

  • Antistreptokinase
    • Anti|strepto|kinase

    • Synonyme: ASK (Abk.)

    • Englischer Begriff: antistreptokinase

    Antikörper, der die Streptokinase (der Streptokokken) unschädlich macht.

  • Antistreptolysin
    • Anti|strepto|lysin

    • Synonyme: ASL (Abk.)

    • Englischer Begriff: antistreptolysin

    Antikörper (γ-Globulin), der das Streptolysin O der β-hämolysierenden Streptokokken der Gruppen A, C u. G neutralisiert. A.-Einheit („ASE“) ist die ASL-Menge, die eine Standard-Streptolysin-O-Einheit neutralisiert. In Deutschland beträgt der ASL-Titer normal 200–250 E.; er ist erhöht bei/nach Streptokokkeninfekten, z.B. bei akutem rheumatischem Fieber (hier genutzt als diagnostischer u. als Verlaufsparameter); er wird bestimmt mittels A.-Reaktion (ASR) bzw. -Tests (AST).

  • Antisympathotonica
    • Antisympatho|tonica

    • Synonyme: -tonika

    Substanzen, die den „Sympathikustonus“ senken. Wirkung: Senkung der Konzentration von Noradrenalin durch hemmende Wirkung an peripheren u./oder zentralnervösen noradrenergen Neuronen. Wirkst.: z.B. Reserpin, Guanethidin, Clonidin, Methyldopa. Anw. v.a. als Antihypertensiva. NW: u.a. Mundtrockenheit, Müdigkeit, Schwindel, Depression, Schlafstörungen.

  • antitetanischer Faktor 10
    • antitetanischer Faktor 10

    • Synonyme: A.T. 10 (Abk.)

    • Englischer Begriff: antitetanic factor 10

    Dihydrotachysterin = Dihydrotachysterol.

  • Antithrombin
    • Anti|thrombin

    • Synonyme: AT (Abk.)

    • Englischer Begriff: antithrombin

    • Fach: Hämatologie

    gegen Thrombin gerichtete Aktivität des Blutplasmas.

    • AT I
      das Fibrinogen (wirksam zu Beginn der Umsetzung zu Fibrin, d.h... (mehr)
    • AT II
      das sofort wirksame AT aus Heparin-Cofaktor u. α-Heparin, das die... (mehr)
    • AT III
      Ein-Ketten-Protein (425 Aminosäuren; MG ca... (mehr)
    • AT IV
      ein aus Prothrombin entstehendes (?) AT... (mehr)
    • AT V
      ein „Sofort-AT“ in der γ-Fraktion der Globuline bei chronischer... (mehr)
    • AT VI
      ein „Sofort-AT“, das auch die Fibrin-Polymerisation stört u. das bei... (mehr)
  • Antithrombin I
    Antithrombin
    • AT I

    das Fibrinogen (wirksam zu Beginn der Umsetzung zu Fibrin, d.h. als „naszierendes“ Fibrin, durch starke Thrombinadsorption).

  • Antithrombin II
    Antithrombin
    • AT II

    das sofort wirksame AT aus Heparin-Cofaktor u. α-Heparin, das die Wirkung des AT I u. III steigert u. Thrombin hemmt.

  • Antithrombin III
    Antithrombin
    • AT III

    • Synonyme: „Progressiv-AT“

    Ein-Ketten-Protein (425 Aminosäuren; MG ca. 65 000) der α2-Fraktion der Globuline; enthält als Kohlenhydrate – glykosidisch über Asparaginsäure gebunden – Galaktose, Mannose, N-Acetylglucosamin u. Sialinsäure. Physiol.: ein Proteaseninhibitor, der in der Leber sowie in Gefäßendothelzellen gebildet wird; hemmt alle im Ablauf der Blutgerinnung beteiligten Proteasen (Plasmakallikrein, die Faktoren XII a, XI a, IX a u. X a sowie – zunehmend – Thrombin [Faktor II a]); seine HWZ beträgt 2–3 Tage; die Konzentration im Blut ist weitgehend konstant. Bindet Heparin (Grundlage für den Nachweis von AT III mittels Affinitätschromatographie); seine Wirksamkeit wird durch Heparin verstärkt (Heparin ist bei Fehlen von AT III unwirksam). Mangel kommt vor als erbliche AT-III-Dysproteinämie, ferner bei Leberzirrhose, u. hat vermehrte Gerinnungsneigung (thromboembolische Komplikation) zur Folge; völliger Mangel mit dem Leben unvereinbar.

  • Antithrombin IV
    Antithrombin
    • AT IV

    • Synonyme: „Sofort-AT“

    ein aus Prothrombin entstehendes (?) AT.

  • Antithrombin V
    Antithrombin
    • AT V

    ein „Sofort-AT“ in der γ-Fraktion der Globuline bei chronischer Entzündung (ist bis 56 °C wärmeresistent u. wird durch Protaminsulfat nicht neutralisiert).

  • Antithrombin VI
    Antithrombin
    • AT VI

    ein „Sofort-AT“, das auch die Fibrin-Polymerisation stört u. das bei Plasmineinwirkung auf Fibrinogen bzw. auf Fibrin entsteht u. im Plasma bei Hyperfibrino(geno)lyse u. bei Anw. von Streptokinase auftritt.

  • Antithrombokinase
    • Anti|thrombo|kinase

    • Englischer Begriff: antithrombokinase

    • Fach: Hämatologie

    Oberbegriff für verschiedene Hemmfaktoren (Inhibitoren) der Gewebs- bzw. Blutthrombokinase; z.B. als physiologische A. das α-Heparin, als synthetische A. die Heparinoide (bewirken Inaktivierung der Gewebsthromboplastine nur bei Calcium-Präsenz). Eine erworbene A. (ein z.B. bei Kollagenosen, arteriellem Verschluss vorkommendes γ-Globulin) verlangsamt die Thrombinbildung.

  • Antithrombotica
    • Antithrombo|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: antithrombotics

    • Fach: Pharmazie

    Mittel zur Thromboseprophylaxe, v.a. Antikoagulanzien u. Thrombozytenaggregationshemmer.

  • Antithymozytenglobulin
    • Anti|thymo|zyten|globulin

    • Synonyme: Anti-T-Zell-Globulin; ATG (Abk.); Antilymphozytenglobulin

    s.u. Antilymphozytenserum.

  • antithyreoidal
    • anti|thyr(e)o|idal

    • Englischer Begriff: antithyroid(al)

    gegen die Schilddrüsenfunktion gerichtet; z.B. Thyreostatika.

  • Antitoxin
    • Anti|toxin

    • Englischer Begriff: antitoxin

    • Fach: Immunologie

    als „Gegengift“ jeder neutralisierende Antikörper.

  • antitoxisches Serum
    • anti|toxisches Serum

    • Englischer Begriff: antitoxic serum

    Immunserum; v.a. als Serum gegen Tetanus-, Botulinustoxine.

  • Antitragus
    • Anti|tragus

    • Englischer Begriff: antitragus

    der Ohrmuschelhöcker an der Grenze zwischen Anthelix u. Ohrläppchen; ist durch die Incisura intertragica vom Tragus getrennt.

  • Antituberculotica
    • Antituberculo|tica

    • Synonyme: -tika; Tuberculostatica; Tuberkulostatika

    • Englischer Begriff: antituberculotics; tuberculostatics

    Tabelle

    Chemotherapeutika zur Behandlung der Tuberkulose (Tbk); wirken auf Tbk-Bakterien bakteriostatisch u./oder bakterizid. Wirkst.: Unterschieden werden A. für den Normalfall („A. der 1. Wahl“ = „Basisstoffe“): Isoniacid (INH), Pyrazinamid (PZA), Ethambutol (EMB), Rifampicin (RMP), Streptomycin (SM) u. „A. der 2. Wahl“ („Reservestoffe“ bei Unverträglichkeit oder Erregerresistenz): Terizidon (Cycloserinderivat), p-Aminosalicylsäure (PAS), Capreomycin, Amikacin, Gyrasehemmer, Makrolide. Anw.: Die Therapie mit A. wird gewöhnlich in 3 Phasen vorgenommen (erhöhte Wirksamkeit u. verminderte Resistenzentwicklung durch Kombinationstherapie mit drei bzw. zwei A. in den Phasen 1 u. 2), wobei sich der Initial- u. Stabilisierungsphase (Tab.) eine Sicherungsphase zur Rezidivprophyl. bis zu 2 Jahren anschließen kann.

  • Antitumorogramm
    • Anti|tumoro|gramm

    • Fach: Pathologie

    Onkobiogramm.

  • Antitussiva
    • Antitussiva

    • Englischer Begriff: antitussives

    • Fach: Pharmazie

    Mittel, die das Hustenzentrum dämpfen u. den Hustenreflex hemmen. Wirkst.: v.a. Codein u. dessen natürl. u. synthet. Derivate (insbes. die nichtnarkotischen, z.B. Noscapin). S.a. Expektorantia.

  • Antivertiginosa

      Arzneimittel zur Behandlung von Schwindelanfällen; Wirkst.: z.B. Betahistin, Calciumantagonisten wie Flunarizin, H1-Rezeptorenblocker wie Dimenhydrinat u.a. Antiemetika.

    • antiviral
      • anti|viral

      • Englischer Begriff: antiviral

      gegen Viren gerichtet (virustatisch, viruzid).

    • Antivitamine
      • Antivitamine

      • Englischer Begriff: antivitamins

      Vitamin-Antagonisten.

    • Antizipation
      • Anti|zipation

      • Englischer Begriff: anticipation

      Vorverlegung, Vorwegnahme; z.B. A. des Manifestationsalters (autosomal-dominant) erblicher Krankheitsbilder von Generation zu Generation.

    • Antley-Bixler-Syndrom
      • Antley-Bixler-Syndrom

      • Englischer Begriff: Antley-Bixler syndrome; multisynostotic osteodysgenesis

      autosomal-rezessiv erbliches (?) Krankheitsbild mit multiplen Knochenfusionen u. der charakterist. Symptomentrias: Kraniosynostose, Kamptomelie u. humeroradiale Synostose.

    • Anton
      • Anton

      • Biogr.: Gabriel A., 1858–1933, Neurologe, Graz, Halle

    • Anton-Babinski-Syndrom
      Anton
      • A.-Babinski-Syndrom

      • Englischer Begriff: A.-Babinski syndrome

      • Biogr.: Joseph F. F. B., 1857–1932, Neurologe, Paris

      Hemiasomatognosie, d.h. das halbseitige Nichtwahrnehmen des eigenen Körpers u. seiner Ausfälle bei Scheitel- u. Schläfenhirnläsion.

    • Anton-Operation
      Anton
      • Anton-Operation

      • Englischer Begriff: A. procedure

      Balkenstich.

    • Anton-Zeichen
      Anton
      • A.-Zeichen

      • Englischer Begriff: Anton's sign

      • Fach: Neurologie

      Anosognosie i.S. des Nichtwahrnehmens der eigenen Blindheit bei bestimmten bds. Prozessen des Hinterhauptlappens des Gehirns.

    • Antrektomie
      • An|trek|tomie

      • Englischer Begriff: antrectomy

      • Fach: Chirurgie

      Resektion des Antrum pyloricum (zur Ausschaltung der Gastrinproduktion) als wesentlicher Schritt der konventionellen Magenresektion des Typus Billroth I und Billroth II. – s.a. Pylorektomie, Mastoidektomie.

    • Antrieb
      • Englischer Begriff: impulsion

      ein vitaler Impuls, der sich in Trieb, Wollen u. Motorik auswirkt (meist in Richtung auf ein bestimmtes Ziel); Störungen manifestieren sich als Antriebsarmut (u. zwar als eine konstitutionelle Vitalitätsschwäche oder aber als Krankheitsfolge), als Antriebshemmung (z.B. bei Depression), als Antriebsverminderung (v.a. bei organischen Hirnschäden, Schizophrenie) oder als Antriebsvermehrung (v.a. bei affektiver Erregung, Schizophrenie, in der manischen Phase).

    • Antritis
      • An|tri|tis

      • Fach: Otologie

      • 1)
        Mastoiditis (des Säuglingsalters)... (mehr)
      • 2)
        Sinusitis... (mehr)
    • Antritis 1)
      Antritis
      • 1)

      Mastoiditis (des Säuglingsalters).

    • Antritis 2)
    • Antrotomie
      • Antro|tomie

      • Englischer Begriff: antrotomy

      • Fach: Chirurgie

      operative Eröffnung eines Antrums; i.e.S. otol die op. Eröffnung des Antrum mastoideum; s.a. Mastoidektomie.

    • Antrum
      • An|trum

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: antrum

      • Fach: Anatomie

      Höhle, Hohlraum. S.a. Cavitas.

      • A. cardiacum
        der kurze, ampullenförmige, unterhalb des Zwerchfells gelegene Abschnitt... (mehr)
      • A. Highmori
        Sinus maxillaris... (mehr)
      • A. mastoideum
        die größte Warzenfortsatzzelle: verbindet – über den Aditus ad antrum... (mehr)
      • A. pyloricum
        der an der Incisura angularis beginnende Anfangsteil des Pförtner- = pylorischen... (mehr)
    • Antrum cardiacum
      Antrum
      • A. cardiacum

      • Englischer Begriff: a. cardiacum; forestomach

      der kurze, ampullenförmige, unterhalb des Zwerchfells gelegene Abschnitt der Speiseröhre vor der Kardia.

    • Antrum Highmori
    • Antrum mastoideum
      Antrum
      • A. mastoideum

      die größte Warzenfortsatzzelle: verbindet – über den Aditus ad antrum – das pneumatische System des Warzenfortsatzes mit der Paukenhöhle.

    • Antrum pyloricum
      Antrum
      • A. pyloricum

      • Englischer Begriff: pyloric a.

      der an der Incisura angularis beginnende Anfangsteil des Pförtner- = pylorischen Teils des Magens.

    • anularis
      • anular(is)

      • Synonyme: an(n)ulär; a(n)nuliert

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: annular

      ringförmig, einen Anulus betreffend.

    • Anuli fibrosi cordis
      • Anuli fibrosi cordis

      • Englischer Begriff: Lower's rings

      kollagen-bindegewebige Ringe (s.a. Anulus) der Atrioventrikularostien zwischen der Vorhof- u. Kammermuskulatur des Herzens; Ansatz der Segelklappen.

    • Anuloplastik
      • Anulo|plastik

      • Englischer Begriff: annuloplasty

      die operative Einengung des erweiterten Anulus fibrosus cordis, v.a. des Trikuspidal- (DeVega-Plastik) und des Mitralrings, durch Raffung (Anulorrhaphie; Nichols) oder durch Aufsteppen eines Teflon-Rings.

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