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  • apoplektisch
    • apo|plektisch

    • Englischer Begriff: apoplectic

    in Form einer Apoplexie, durch eine (Hirn-)Apoplexie bedingt.

    • a. Aneurysma
      ein meist symptomloses basales Hirnaneurysma, bei dessen akuter Ruptur... (mehr)
  • apoplektisches Aneurysma
    apoplektisch
    • a. Aneurysma

    • Englischer Begriff: a. aneurysm

    ein meist symptomloses basales Hirnaneurysma, bei dessen akuter Ruptur es zu einer Subarachnoidalblutung (mit oder ohne Halbseitensymptome) kommt.

  • Apoplexia
    • Apople|xia

    • Synonyme: -xie

    • Englischer Begriff: apoplexy

    plötzliche Durchblutungsstörung (Blutung oder Ischämie) in einem Organ oder einer Körperhöhle; meist gleichgesetzt mit Schlaganfall (Apoplexia cerebri).

    • A. adrenalis
      Nebennierenapoplexie... (mehr)
    • A. bulbaris
      Hirnnervenausfälle wie bei Bulbärparalyse durch Zirkulationsstörungen... (mehr)
    • A. cerebelli
      Kleinhirnapoplexie als analoges Geschehen wie bei A. cerebri; meist infolge... (mehr)
    • A. cerebri   Abbildung 
      mit neurologischen Defiziten einhergehende zerebrovaskuläre Erkrankung... (mehr)
    • A. intestinalis neonatorum
      geburtstraumatischer Riss parenchymatöser Bauchorgane mit entspr... (mehr)
    • A. retinalis
      flächenhafte Netzhautblutung bei Thrombose der Zentralvene... (mehr)
    • A. spinalis
      Rückenmarksapoplexie als analoges Geschehen zur A. cerebri (s.a... (mehr)
    • A. uteri
      symptomarme Rissblutung in der Basal- oder der inneren Myometriumschicht... (mehr)
    • A. uteroplacentaris
      nach vorzeitiger Plazentalösung (Abruptio placentae) einsetzende endometrane... (mehr)
  • Apoplexia adrenalis
    Apoplexia
    • A. ad|renalis

    • Englischer Begriff: adrenal apoplexy

    Nebennierenapoplexie.

  • Apoplexia bulbaris
    Apoplexia
    • A. bulbaris

    • Englischer Begriff: bulbar apoplexy; pontile apoplexy

    Hirnnervenausfälle wie bei Bulbärparalyse durch Zirkulationsstörungen in der Medulla oblongata analog der A. cerebri. S.a. Oblongata-Syndrom.

  • Apoplexia cerebelli
    Apoplexia
    • A. cerebelli

    • Englischer Begriff: cerebellar stroke

    Kleinhirnapoplexie als analoges Geschehen wie bei A. cerebri; meist infolge Thrombose der hinteren oberen Kleinhirnarterie.

  • Apoplexia cerebri
    Apoplexia
    • A. ce|re|bri

    • Synonyme: zerebraler Insult; apoplektischer Insult; Schlaganfall; Gehirnschlag

    • Englischer Begriff: cerebrovascular accident; stroke; cerebral apoplexy

    Abbildung

    mit neurologischen Defiziten einhergehende zerebrovaskuläre Erkrankung, die perakut bis subakut als Folge einer Hirndurchblutungsstörung auftritt, meist sekundär bei Arteriosklerose u. arterieller Hypertonie. Pathogen. u. Ätiol.: Die Minderdurchblutung ist entweder Folge eines thrombotischen oder embolischen Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder einer spontanen Gefäßruptur mit nachfolgender intrazerebraler oder subarachnoidaler Blutung u. Gewebeuntergang (intrazerebrale Massenblutung). Ein ischämischer Hirninfarkt aufgrund der Minderdurchblutung eines Endarterienareals bei plötzlichem Gefäßverschluss einer intra- oder extrakranialen Arterie (Stadium IV der zerebralen Durchblutungsstörungen) ist mit 80–85% häufigste Ursache einer Apoplexia cerebri; vorwiegend durch atheromatöse Veränderungen bedingt, durch Embolie oder auch als intrazerebraler Steal-Effekt durch stenosierende Läsionen anderer Gefäße. Am häufigsten betroffen ist der Bereich der Arteria cerebri media. Ereignet sich gehäuft während des Blutdrucktiefs gegen 3 Uhr nachts (midnight stroke) oder während des zweiten Blutdrucktiefs am Nachmittag, was die Bedeutung des Systemdrucks u. dessen therapeutischer Stabilisierung unterstreicht. Das Geschehen nimmt seinen Ursprung in den Bereichen der verschiedenen Hirngefäße, wodurch sich eine vielfältige klin. Symptomatik mit z.T. sehr unterschiedlichem neurolog. Defizit ergibt. Das Ausmaß der Schädigung wird z.T. begrenzt durch einen bereits vorhandenen Kollateralkreislauf. Dessen Möglichkeiten werden allerdings eingeschränkt durch das aus der Hirnischämie resultierende Hirnödem, das zu Kompression u. Minderung des Perfusionsdrucks sowie zu Blutstase mit Veränderungen der Blutviskosität führt, was bei der Rückbildung der Ischämie den Blutfluss in die geschädigten Bereiche stört (No-Reflow-Phänomen). Die Heilung ischämischer Nekroseherde erfolgt über Narbenbildung, evtl. unter Ausbildung von Zysten, und es kommt im Bereich der Hirnrinde zu einer Granularatrophie bzw. – v.a. bei zahlreichen kleinen Infarkten – zur Entwicklung eines Status lacunaris. Als Residuen ergeben sich evtl. anhaltende neurologische Ausfälle, auch Zustände von Demenz. Eine intrazerebrale Massenblutung wird in 15% der Fälle durch Ruptur eines intrazerebralen, meist arteriosklerotischen Gefäßes verursacht; Prädilektionssitz ist im Bereich der Basalganglien. 60% der Massenblutungen treten in Kombination mit chronischer Hypertonie auf. Ursachen sind Aneurysma- oder Angiomrupturen (Subarachnoidalblutung), intrazerebrale Massenblutungen bei hypertonischen Krisen (evtl. mit Ausbreitung in die Capsula interna oder Bluteinbruch in das Ventrikelsystem), Hirntumoren, Störungen des Blutgerinnungsmechanismus oder spontane Änderungen der Gefäßwanddurchlässigkeit. Des Weiteren kann der Austritt von Blut aus dem intrakraniellen Gefäßsystem traumatisch bedingt sein (epidural, subdural, intrazerebral; s.a. Haematoma subdurale u. epidurale; zerebrale Durchblutungsstörungen, Basilarisinsuffizienz). Klinik: Dem Insult können Prodromalsymptome vorausgehen (Kopfschmerzen, passagere ischämische Attacken: TIA, PRIND). Symptome meist akut einsetzend und abhängig von der Lokalisation des Infarktes. Initialsymptome können heftige Kopfschmerzen, ausgeprägte Bewusstseinstrübung bis Bewusstlosigkeit sein. Es entwickelt sich eine – meist brachiofazial, d.h. im Arm- u. Gesichtsbereich betonte – sensomotorische Hemiparese bis Hemiplegie, oft begleitet von homonymer Hemianopsie zur gelähmten Seite. Die Lähmung ist zunächst schlaff (im Gesicht z.B. als hängender Mundwinkel u. Aufblähung der Wange der gelähmten Seite beim Ausatmen = „Tabakblasen“), später spastisch. Im Fall der Mitbeteiligung des Striatums treten ferner extrapyramidal-motorische Bewegungsstörungen auf. Die Reflexe sind primär abgeschwächt, bald treten Pyramidenzeichen auf. Ferner bestehen Harn- u. Stuhlinkontinenz, bisweilen Schluckstörungen, Aphasie (weitere Symptome s.u. Arteria-cerebri-media-Syndrom). Die neurolog. Symptomatik bildet sich nur inkomplett bzw. gar nicht zurück oder führt zum Tod (Letalität bei Hirnmassenblutung bis 50%). Diagn.: klinisches Bild, Anamnese u. neurologischer Status; kraniale Computertomographie bzw. Kernspinresonanztomographie (DD Ischämie – Massenblutung; s. Abb.), Doppler-Sonographie, EEG. Ther.: Sicherung der Vitalfunktionen mit Stabilisierung von Kreislauf u. Atmung, Gewährleistung von Flüssigkeits- u. Nahrungsaufnahme. Evtl. Fibrinolysetherapie mit rt-PA innerhalb der ersten 6 Std. nach dem Ereignis (wenn Blutung ausgeschlossen); die Wirksamkeit von Corticosteroiden, Hämodilution, Calciumantagonisten (z.B. Nimodipin) sowie Gangliosiden zur Verminderung der Ischämie u. Prävention des Hirnödems ist nicht gesichert. Sofortige operative Ausräumung bei raumfordernden, akuten traumatischen Blutungen. In der Folge Physiotherapie, Ergotherapie u. rehabilitative Maßnahmen.

  • Apoplexia intestinalis neonatorum
    Apoplexia
    • A. inte|sti|nalis neo|natorum

    geburtstraumatischer Riss parenchymatöser Bauchorgane mit entspr. Bauchsymptomatik; z.B. bei Frühgeburt, Syphilis.

  • Apoplexia retinalis
    Apoplexia
    • A. retinalis

    • Englischer Begriff: retinal vascular bleeding

    flächenhafte Netzhautblutung bei Thrombose der Zentralvene.

  • Apoplexia spinalis
    Apoplexia
    • A. spi|na|lis

    • Englischer Begriff: spinal apoplexy

    Rückenmarksapoplexie als analoges Geschehen zur A. cerebri (s.a. Arteria-spinalis-anterior-Syndrom). Ätiol.: nicht selten embolisch bedingt; intraspinale Blutungen meist traumatisch bedingt oder bei Gefäßfehlbildungen. Klinik: Folge kann eine Hämatomyelie mit Querschnittslähmung sein.

  • Apoplexia uteri
    Apoplexia
    • A. uteri

    symptomarme Rissblutung in der Basal- oder der inneren Myometriumschicht der Gebärmutter in der Menopause; evtl. Ausbreitung in das Beckenbindegewebe (A. uteroparametrica bzw. -pelvica).

  • Apoplexia uteroplacentaris
    Apoplexia
    • A. uteroplacentaris

    • Synonyme: Couvelaire-Syndrom

    • Englischer Begriff: uteroplacental apoplexy

    nach vorzeitiger Plazentalösung (Abruptio placentae) einsetzende endometrane bis subperitoneale Blutungen mit Übergreifen auf die Nachbarorgane (Adnexe). Der Uterus dadurch fleckenhaft rotviolett bis schwärzlich verfärbt (Couvelaire-Uterus). Klinik: sehr druckschmerzhaft; ferner Schocksymptome. Ther.: erfordert schnelle u. schonende Entbindung, evtl. Uterusexstirpation; Schockbekämpfung.

  • Apoptose
    • Apo|ptose

    • Englischer Begriff: apoptosis

    der sog. programmierte Zelltod; eine Zellnekrose, die aktiv durch die Zelle selbst ausgelöst wird (durch Bildung eines DNS-zerschneidenden Enzyms, das die DNS des eigenen Zellkerns fragmentiert u. zerstört); die A. spielt eine wichtige Rolle im Rahmen der Embryonalentwicklung u. bei der Regulation der physiologischen Regeneration (z.B. Entsorgung alter Zellen, Rückbildung einer krankhaften Gewebeatrophie oder eines Tumors; Lymphozytenneubildung in den Keimzentren der Lymphknoten u. anschließendes Absterben einer großen Zahl der neu gebildeten Lymphozyten); eine gestörte (aufgehobene) A. wird mit dem Malignomwachstum in Verbindung gebracht. Der Zelltod wird ausgelöst z.B. durch Killerzellen, Glucocorticoide, den Tumor-Nekrose-Faktor oder nach Entzug von Wachstumsfaktoren; in der Krebstherapie konnte experimentell mit einem monoklonalen Antikörper (Anti-APO-1) die A. bei Lymphom- u. Leukämiezellen induziert werden.

  • Aposkeparnismus
    • Apo|skeparnismus

    • Englischer Begriff: tangential skull fracture

    • Fach: Neurochirurgie

    Schädelverletzung mit Absplitterung von Schädelknochenanteilen durch schräge Gewalteinwirkung (z.B. Axthieb).

  • Apostema
    • Apo|stema

    Abszess.

  • apostematosus
    • apo|stema|tosus

    • Etymol.: latein.

    abszedierend.

  • APP
  • Apparat, orthopädischer
    • Apparat, orthopädischer

    • Englischer Begriff: orthopedic device

    aus starren oder funktionellen Teilen bzw. Einheiten zusammengesetztes Hilfsmittel für die mechanische Unterstützung der Beweglichkeit u./oder der Stabilität von Körper-, Gliedmaßenabschnitten („Stützapparat“); als medikomechanischer A. für die Bewegungstherapie; s.a. Schienenapparat, Korsett.

  • Apparatus
    • Apparatus

    • Englischer Begriff: apparatus

    • Fach: Anatomie

    ein Gesamt von Strukturen bzw. Organen mit gemeinsamer Funktion.

  • Apparatus acusticus
    Apparatus
    • A. acusticus

    • Englischer Begriff: acoustic a.

    das Gehörorgan als akustischer Teil des Hör- u. Gleichgewichtsorgans, des Organum vestibulocochleare.

  • Apparatus digestorius
    Apparatus
    • A. di|gesto|rius

    • Synonyme: Systema digestivum; Verdauungsapparat

    • Englischer Begriff: digestive system; alimentary system

    die Gesamtheit aller am Verdauungsakt beteiligten Organe: die Mundhöhle u. ihre Speicheldrüsen, Schlund, Speiseröhre, Magen u. Darm sowie sämtliche weiteren endokrinen u. exokrinen Drüsen, die der Verdauung dienen.

  • Apparatus lacrimalis
    Apparatus
    • A. la|crimalis

    • Englischer Begriff: lacrimal system

    • Fach: Ophthalmologie

    Tränendrüse, Bindehautsack, Tränenkanälchen, -sack u. -nasengang als Befeuchtungssystem für die Horn- u. Bindehaut.

  • Apparatus respiratorius
    Apparatus
    • A. re|spiratorius

    • Synonyme: Systema respiratorium

    • Englischer Begriff: respiratory system

    die Atmungsorgane, u. zwar Nase, Mundhöhle u. Schlund sowie Kehlkopf, Luftröhre u. Lungen.

  • Apparatus suspensorius lentis
    Apparatus
    • A. suspensorius lentis

    • Englischer Begriff: suspensory apparatus of the lens

    • Fach: Ophthalmologie

    der „Linsenaufhängeapparat“, die Zonula ciliaris.

  • Apparatus urogenitalis
    Apparatus
    • A. uro|genitalis

    • Synonyme: Harn- u. Geschlechtsapparat

    • Englischer Begriff: genitourinary system; urogenital tract

    die harnbildenden u. harnableitenden Organe (Organa uropoetica) u. die Fortpflanzungsorgane (innere u. äußere Geschlechtsorgane) als zwei getrennte, beim Mann jedoch gekoppelte Systeme. S.a. juxtaglomerulärer Apparat.

  • apparent
    • appa|rent

    • Englischer Begriff: apparent; evident

    sichtbar (werdend).

  • Appelt-Gerken-Lenz-Syndrom
    • Appelt-Gerken-Lenz-Syndrom

    s.u. Tetraphokomelie.

  • Appendektomie
    • Ap|pend|ek|tomie

    • Englischer Begriff: appendectomy

    Abbildung

    operative Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis), die sog. Blinddarm-Operation.

  • Appendektomie en passant
    Appendektomie
    • A. „en passant“

    • Englischer Begriff: incidental a.

    A. im Verlauf einer anderweitig indizierten Laparotomie; z.B. als herniale A. anlässlich einer Bruchoperation (Herniotomie). – Neuerdings gyn evtl. auch als laparaskopische A. Bei diesem Verfahren erfolgt die A. über das Endoskop (s. Abb.).

  • Appendices
    • Appendices

    • Englischer Begriff: appendages

    • Fach: Anatomie

    in der Mehrzahl vorhandene Anhangsgebilde (Appendix).

    • A. epiploicae
      mit Fettgewebe gefüllte Ausstülpungen der Dickdarmserosa... (mehr)
    • A. vesiculosae
      gestielte Bläschen an den Eileiterfransen u. am Epoophoron; Reste der... (mehr)
  • Appendices epiploicae
    Appendices
    • A. epiploicae

    • Englischer Begriff: epiploic a.

    mit Fettgewebe gefüllte Ausstülpungen der Dickdarmserosa.

  • Appendices vesiculosae
    Appendices
    • A. vesiculosae

    • Englischer Begriff: vesicular a.

    gestielte Bläschen an den Eileiterfransen u. am Epoophoron; Reste der Urnierenkanälchen.

  • Appendicite neurogène Masson
    • Appendicite neurogène (Masson)

    Appendizitissymptome infolge Wucherung der APUD-Zellen der Wurmfortsatzschleimhaut u. -submukosa; mit Wechsel von Durchfällen u. Obstipation, evtl. auch mit Karzinoid-, Neurombildung.

  • Appendicitis
    • Appen|dicitis

    • Synonyme: Appendizitis; Wurmfortsatzentzündung; „Blinddarmentzündung“

    • Englischer Begriff: appendicitis

    Abbildung

    Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis). Ätiol.: zumeist durch örtlich vorhandene Darmkeime ausgelöst (enterogen). S.a. Appendicite. Entsteht als akute A. (Abb.) obstruktiv, d.h. infolge Lichtungsverschlusses durch Kotsteine, Verwachsungen etc. oder seltener nichtobstruktiv-hämatogen (durch Keimabsiedlung auf dem Blutweg). Tritt v.a. im frühen Kindes- bis mittleren Lebensalter auf. Klinik: Beginn mit uncharakteristischen Beschwerden (Übelkeit, Appetitverlust, Erbrechen, diffuse Leibschmerzen). Meist nach kürzerem, symptomärmerem Intervall folgen die typischen, allgemein rechtsseitigen (s.a. Linksappendizitis) Symptome: Unterbauchschmerzen mit charakteristischen Appendizitisschmerzpunkten u. Appendizitiszeichen sowie Abwehrspannung der Bauchmuskeln, Temperaturanstieg (axillorektale Differenz!), Leukozytose, erhöhte BSG. Es entwickeln sich katarrhalische bis eitrige (A. purulenta) oder phlegmonöse Wandprozesse (Letztere mit Gefahr der Nekrose u. Perforation), begleitet von Exsudatbildung u. Infiltration der Nachbarschaft (u.a. als Perityphlitis, Peritonitis, Peritonealabszess); leicht fehldiagnostiziert bei Kindern nach Infektionskrankheiten, bei Erkrankung im hohen Alter („Greisen-A.“) u. in der Schwangerschaft. Ther.: Appendektomie, u. zwar als Früh-Operation innerhalb 48 Std. oder als Intervall-Op., d.h. nach Abklingen der Symptome, dann meist erst nach mehreren Wochen (z.B. bei subakuter bzw. chronischer A., v.a. aber bei verschleppten Fällen, z.B. bei periappendizitischem Abszess, Konglomerattumor, jedoch nach zuvor nötiger Abszessdrainage).

  • Appendicitis gangraenosa
    Appendicitis
    • A. gan|grae|nosa

    • Englischer Begriff: gangrenous a.

    gangränöse A. (s.a. Gangrän); mit akuter Perforationsgefahr.

  • Appendicitis helminthica
    Appendicitis
    • A. hel|min|thica

    • Synonyme: A. vermicularis

    • Englischer Begriff: helminthic a.; verminous a.

    A. bei Wurmbefall; als hochakute, zu Empyem, Perforation, Gangrän neigende Askariden-Appendizitis oder als Appendicopathia oxyurica.

  • Appendicitis perforata
    Appendicitis
    • A. perforata

    • Englischer Begriff: perforative a.; perforating a.

    A. mit Durchbruch in die Nachbarorgane oder in die freie Bauchhöhle; die Perforation ist „gedeckt“ oder bleibt frei u. ist von einer umschriebenen bzw. diffusen Peritonitis gefolgt; auch intraperitoneale Abszesse möglich.

  • Appendicitis purulenta
    Appendicitis
    • A. purulenta

    • Englischer Begriff: purulent a.

    eitrige akute A.

  • Appendicitis ulcerophlegmonosa
    Appendicitis
    • A. ulcero|phlegmonosa

    eitrige akute A. mit Geschwürbildung (Ulzerationen).

  • Appendicitis vermicularis
    Appendicitis
    • A. vermicularis

    • Englischer Begriff: verminous a.

    A. helminthica.

  • Appendicopathia
    • Appendico|pathia

    jede nichtentzündliche Erkrankung des Wurmfortsatzes.

    • A. oxyurica
      A. bei Madenwurmbefall, Oxyuriasis; meist mit klinischen Zeichen der chronischen... (mehr)
  • Appendicopathia oxyurica
    Appendicopathia
    • A. oxy|urica

    A. bei Madenwurmbefall, Oxyuriasis; meist mit klinischen Zeichen der chronischen Appendizitis.

  • Appendikostase
    • Appendiko|stase

    Schleim- u. Kotstauung in der Lichtung des Wurmfortsatzes bei Verschluss der Gerlach-Klappe. – s.a. Mukozele.

  • Appendikostomie
    • Appendiko|stomie

    • Englischer Begriff: appendicostomy

    • Fach: Chirurgie

    äußere operative Wurmfortsatzfistel; heute nicht mehr üblich.

  • Appendix
    • Ap|pen|dix

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: appendix; appendage

    Anhangsgebilde. Auch Kurzbez. der Appendix vermiformis. S.a. Appendices.

    • A. epididymidis
      bläschenförmiger Rest der Urnierenkanälchen am Nebenhodenkopf... (mehr)
    • A. testis
      plattes Gebilde aus Bindegewebe, glatter Muskulatur, Gefäßen u. epithelialen... (mehr)
    • A. vermiformis   Abbildung  interaktive Abbildung
      der bis 20 cm lange u. 0,5–2 cm dicke „Wurmfortsatz“ am unteren Zäkum-... (mehr)
  • Appendix epididymidis
    Appendix
    • A. epididymidis

    bläschenförmiger Rest der Urnierenkanälchen am Nebenhodenkopf.

  • Appendix testis
    Appendix
    • A. testis

    plattes Gebilde aus Bindegewebe, glatter Muskulatur, Gefäßen u. epithelialen Kanälchen am oberen Hodenpol als Rest des Müller-Ganges (Ductus paramesonephricus).

  • Appendix vermiformis
    Appendix
    • A. vermiformis

    • Synonyme: Processus vermiformis

    • Englischer Begriff: vermiform appendix

    Abbildung   interaktive Abbildung

    der bis 20 cm lange u. 0,5–2 cm dicke „Wurmfortsatz“ am unteren Zäkum- = Blinddarmpol; reich an lymphatischem Gewebe (= „Darmtonsille“); mit eigenem Mesenteriolum u. mit Gerlach-Klappe an der Mündung.

  • Appendixkarzinoid
    • Appendix|karzinoid

    s.u. Karzinoid.

  • Appendizismus
    • Appendizismus

    • Englischer Begriff: appendicism

    • Fach: Chirurgie

    Appendizitis-Symptomatik ohne ein pathologisches Substrat („Pseudo-Appendizitis“), z.B. bei Acetonämie, Magen-Darm-Tetanie, Pneumonie im Kindesalter.

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