Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Appendizitis mit Netzkappe
    Appendicitis
    • A. mit Netzkappe

    A. bei Bedeckung des Fortsatzes durch einen Bauchnetzzipfel als „Glückshaube“; oft biphasisch verlaufend, d.h. mit späterer Verschlimmerung durch einen sich entwickelnden abgekapselten Abszess.

  • Appendizitis, chronische
    Appendicitis
    • A., chronische

    • Englischer Begriff: chronic a.

    A. in Form einer meist rezidivierenden Entzündung als Folge eines mild verlaufenden (= subakuten), nicht operativ behandelten Krankheitsschubes; hierbei ist typisch das Fehlen der Füllung bei Röntgen-Kontrastdarstellung der Appendix. – s.a. Mukozele.

  • Appendizitis, neurogene
    Appendicitis
    • A., neuro|gene

    mit Symptomen einer akuten A. einhergehende Erkrankung bei (postappendizitisch) obliteriertem Wurmfortsatz mit starker Wucherung des Plexus submucosus (wie bei einem Amputationsneurom).

  • Appendizitis, retrokolische
    Appendicitis
    • A., retrokolische

    A. bei einem hinter dem Colon ascendens liegenden, mit der Spitze evtl. bis zur Leberpforte reichenden Wurmfortsatz.

  • Appendizitis, retrozaekale
    Appendicitis
    • A., retrozäkale

    • Englischer Begriff: retrocecal a.

    A. bei hinter dem Caecum gelegenem Wurmfortsatz; meist zunächst symptomarm; nachfolgend aber oft Abszessbildung, evtl. Zäkumphlegmone.

  • Appendizitisschmerzpunkte
    • Appendizitis|schmerzpunkte

    • Englischer Begriff: appendic(e)al pain points

    Abbildung

    typische Druckschmerzpunkte im rechten Unterbauch (Abb.) bei Appendicitis, u. zwar im Sherren-Dreieck (mit den Eckpunkten Nabel/Symphyse/rechte Flanke), auf der Monro-Linie (gedachte Linie vom Nabel zum re. oberen Darmbeinstachel) bzw. auf der Lenzmann-Punkt (Interspinallinie, Verbindung der beidseit. oberen vord. Darmbeinstachel); z.B. am McBurney-Punkt (Mittelpunkt zwischen Nabel u. Spina iliaca anterior superior), Lanz-Punkt (rechtsseitiger Drittelpunkt der Lenzmann-Linie), am Kümmell-Punkt (auf der Monro-Linie knapp unterhalb des Nabels).

  • Appendizitiszeichen
    • Appendizitis|zeichen

    • Englischer Begriff: appendicitis signs

    • Fach: Chirurgie

    als Rovsing-Zeichen ein „Appendixschmerz“ bei Ausstreichen des aufsteigenden Dickdarmes zum re. Unterbauch hin. – Als Blumberg-Zeichen ein „Loslassschmerz“, d.h. Zunahme des rechtsseitigen Unterbauchschmerzes bei plötzlichem Nachlassen des schmerzauslösenden Druckes auf die Bauchdecke im li. Unterbauch. – Als Sitkowski-Zeichen ein Entlastungs- bzw. Dehnungsschmerz im re. Unterbauch bei linker Seitenlage. – Als Douglas-Zeichen Schmerzen bei der rektalen Untersuchung rechts. Als „Psoas-Zeichen“ ein rechtsseitiger Unterbauchschmerz beim Heben des gestreckten re. Beines gegen Widerstand bzw. als Cope-Zeichen bei Überstreckung des re. Beines im Hüftgelenk in li. Seitenlage. – Als „Obturator-Zeichen“ (Cope) ein rechtsseitiger Unterbauchschmerz bei Einwärtsdrehen des im Hüftgelenk gebeugten re. Beines (Irritation des M. obturatorius internus). – Ferner als Cope-Zeichen ein rechtsseitiger Unterbauchschmerz bei Druck auf die Arteria femoralis oberhalb des Scarpa-Dreiecks. – Weitere Zeichen beschrieben z.B. von Aaron, Baldwin, Baron, Ben Asher, Brittain, Bassler, Bastedo, Ligat, Przewalski, Reder, Sattler, ten Horn. S.a. Appendizitisschmerzpunkte.

  • Apperzeption
    • Apper|zeption

    • Englischer Begriff: apperception

    das bewusste, willensgesteuerte Erfassen von Eindrücken u. deren Einordnen („Verarbeiten“) in bewusste Zusammenhänge.

  • Appetenz
    • Appetenz

    • Englischer Begriff: appetency

    Verlangen, Trieb (i.e.S. – als Libido sexualis – auf geschlechtliche Betätigung gerichtet).

  • Appetit
    • Appetit

    • Englischer Begriff: appetite

    das Verlangen nach Nahrungsaufnahme („Schwachform“ des Hungers). Unterliegt – ebenso wie die Nahrungsaufnahme – einem komplexen zentralnervösen Steuerungsmechanismus, in dem der ventromediale Hypothalamuskern als Sättigungszentrum u. laterale Kerngebietsanteile als Hungerzentrum wirksam sind; deren Funktion wird durch das limbische System u. die Hirnrinde (Neocortex, in Reaktion auf Substanzen wie Glucose, freie Fettsäuren, Cholezystokinin) beeinflusst, wie auch durch sensorische (optische, olfaktorische u. gustatorische) Reize. Das System ist eng verknüpft mit dem gesamten Motivations- u. Triebsystem des Organismus. Endogene oder medikamentös (z.B. durch Antidepressiva) bedingte Veränderungen sind vielfach auch mit Geschmacksveränderungen verbunden (Bevorzugung z.B. von „süß“, „sauer“). – gyn Als momentan lustvolles Verlangen in der Frühschwangerschaft der Pikazismus. – s.a. Bulimie.

  • appetitanregende Mittel
    • appetitanregende Mittel

    • Englischer Begriff: appetizers

    • Fach: Pharmazie

    v.a. aromatische, bittere Pflanzenauszüge (Amara wie Enzian, Chinarinde, Wermut) sowie die Serotonin-Antagonisten Cyproheptadin u. Pizotifen. Außerdem Würzsuppen u. Fleischbrühen als Anreger der Magensaftsekretion.

  • Appetitzentrum
    • Appetit|zentrum

    • Englischer Begriff: appetite center

    Steuerungszentrum für den Appetit (als Hungerzentrum bzw. Sättigungszentrum).

  • Appetitzügler
    • Appetitzügler

    • Synonyme: Anorectica

    • Englischer Begriff: appetite depressants

    • Fach: Pharmazie

    appetithemmende synthetische Substanzen, angewandt v.a. zur Gewichtsreduktion. Wirkst.: meist indirekt wirkende Sympathomimetica, deren chemische Struktur formal ableitbar ist von der Struktur des Amphetamins (= Benzedrin; BTM) bzw. des Ephedrins (z.B. das Norpseudoephedrin); wirksam durch zentrale Anregung des Stoffwechsels u. des Energieverbrauchs, z.T. auch durch Hemmung des Hunger- u. Sättigungszentrums. Anw. umstritten, bei längerer Einnahme nachlassende Wirksamkeit u. mgl. Abhängigkeit durch aufputschende Wirkung. NW: Blutdrucksteigerung, Nervosität, Erregungszustände, Schlafstörungen.

  • Applanatio
    • Ap|pla|na|tio

    Abflachung.

    • A. corneae
      die Abflachung der Hornhaut des Auges (angeboren oder erworben), z.B... (mehr)
    • A. lentis
      Abflachung der Augenlinse; z.B... (mehr)
  • Applanatio corneae
    Applanatio
    • A. cor|neae

    • Englischer Begriff: corneal applanation

    die Abflachung der Hornhaut des Auges (angeboren oder erworben), z.B. bei zu niedrigem intraokularem Druck.

  • Applanatio lentis
    Applanatio
    • A. len|tis

    • Englischer Begriff: flattening of lens

    Abflachung der Augenlinse; z.B. die physiologische Linsen-A. bei Ferneinstellung des Auges durch den Zug der Zonulafasern (s.a. Akkommodation).

  • Applanationstonometer
    • Applanations|tono|meter

    • Englischer Begriff: applanation tonometer

    • Fach: Ophthalmologie

    s.u. Tonometer.

  • applanatisches Linsensystem
    • applanatisches Linsensystem

    • Englischer Begriff: applanatic lens system

    • Fach: Optik

    ein korrigiertes abbildendes Linsensystem, das die Abbé-Sinusbildung erfüllt u. Öffnungsfehler vermeidet.

  • Applikation
    • Englischer Begriff: application

    Verabfolgung einer physikalischen Maßnahme bzw. eines Arzneimittels.

  • Applikator
    • Applikator

    • Englischer Begriff: applicator

    in der Nuklearmedizin eine Hilfsvorrichtung zum Einbringen radioaktiver Substanzen in offener oder umschlossener Form in den Körper. – In der Chirurgie ein röhrenförmiges Drahtgestell für das Anlegen von Schlauchmullverbänden.

  • Appositio
    • Ap|po|si|tio

    • Synonyme: Apposition

    • Englischer Begriff: apposition

    • Fach: Physiologie

    Anlagerung (auch Abscheidung) neuer Schichten.

  • Approbation
    • Ap|pro|ba|tion

    s.u. Arzt.

  • Approximalkaries
    • Approximal|karies

    kariöser Defekt im Kontaktbereich zum Nachbarzahn; s.a. Zahnkaries.

  • Apraclonidin
    • Englischer Begriff: apraclonidine

    α2-Rezeptoragonist (s.u. Sympathomimetica); Anw. lokal als Glaukommittel.

  • Apraxia
    • Apra|xia

    • Synonyme: -xie

    • Englischer Begriff: apraxia

    • Fach: Neurologie

    Unfähigkeit zur Ausführung erlernter zweckmäßiger Bewegungen oder Handlungen trotz erhaltener Wahrnehmungs- u. Bewegungsfähigkeit.

  • Apraxie, angeborene okulomotorische
    Apraxia
    • A., (angeborene) okulomotorische

    • Englischer Begriff: oculomotor a.

    Cogan-Syndrom (2).

  • Apraxie, gliedkinetische
    Apraxia
    • A., glied|kinetische

    • Englischer Begriff: limb-kinetic a.

    auf eine Extremität begrenzte ungestalte spastische Bewegungen bei Ausfall subkortikaler Verbindungsbahnen (Assoziations- u. Kommissurenbahnen) zur motorischen Hirnrinde (Area 4).

  • Apraxie, ideatorische
    Apraxia
    • A., ideatorische

    • Englischer Begriff: ideational a.

    A. infolge Störung des Bewegungsentwurfes für eine komplizierte mehrteilige Handlung; Resultat: unvollständige Handlungsabläufe trotz richtiger Einzelakte; bei Kombination mit der ideomotorischen A. kommt es zu Fehlhandlungen (= Fehlgebrauch von Dingen). Wird verursacht durch einen Scheitellappenherd (meist der dominanten Hemisphäre).

  • Apraxie, ideokinetische
    Apraxia
    • A., ideo|kinetische

    • Synonyme: A., ideo|motorische

    • Englischer Begriff: ideokinetic a.; ideomotor a.

    A. als Störung der Zielbewegungen u. der Gestik in Form von Parapraxien: An sich richtige Einzelbewegungen werden in falscher Reihenfolge ausgeführt u. erfolgen mit unnötigen zusätzlichen Bewegungen, auch mit falscher Zielsetzung (z.B. Reiben der Zigarette statt des Streichholzes an der Streichholzschachtel).

  • Apraxie, konstruktive
    Apraxia
    • A., konstruktive

    • Englischer Begriff: constructive a.

    auf gestaltende Handlungen (Zeichnen, Modellieren etc.) beschränkte A. als Folge von Ausfällen im Scheitellappen- u. Scheitel-Hinterhauptlappen-Bereich.

  • Aprosexia
    • Apros|exia

    • Synonyme: -exie

    • Englischer Begriff: attention deficit; aprosexia

    Aufmerksamkeitsschwäche; bei toxischem u. organischem Hirnschaden, bei Demenz, Psychose oder Erschöpfung. – Als A. nasalis Entwicklungsverzögerung bei Adenoiden.

  • Aprotinin
    • Englischer Begriff: aprotinin

    ein Proteasehemmer; Polypeptid aus 58 Aminosäuren. Wirkung: hemmt Gerinnungsfaktoren XII a, XI a u. VIII a sowie Plasmin u. Plasminaktivatoren, ferner Trypsin, Chymotrypsin u. Kallikrein. Anw. bei Schock, Pankreatitis, Hämorrhagien, Antidot bei Überdosierung von Fibrinolytika.

  • APSAC

      Abk. für Anisoyl-Plasminogen-Streptokinase-Activator-Complex (Anistreplase).

    • Apselhaphesie
      • Apsel|ha|phe|sie

      • Fach: Neurologie

      Fehlen des Tastsinnes.

    • Apsithyrie
      • Apsi|thy|rie

      • Englischer Begriff: apsithyria

      schwerster psychogener Stimmverlust mit Ausfall der Flüstersprache.

    • Aptyalismus
      • Aptya|lis|mus

      • Synonyme: Asialie; Xerostomie

      • Englischer Begriff: aptyalism; asialism

      das völlige Versiegen der Speichelsekretion; z.B. bei – v.a. septischen – Infektionskrankheiten, extremer Wasserverarmung (Dehydratation), Atropin-Überdosierung (Blockierung cholinerger Synapsen).

    • APUD-Zellen
      • APUD-Zellen

      • Englischer Begriff: APUD cells

      die der Neuralleiste entstammenden Zellen des APUD-Systems mit der gemeinsamen Fähigkeit, Amine bzw. deren Vorstufen aufzunehmen u. zu decarboxylieren („amine precursor uptake and decarboxylation“), d.h. Polypeptidhormone zu bilden. – s.a. Apudom.

    • APUD-Zellsystem
      • Synonyme: Helle-Zellen-System; diffuses neuroendokrines System; disseminierte endokrine Zellen

      • Englischer Begriff: clear-cell system

      Tabelle

      die Gesamtheit verstreut liegender Einzelzellen mit endokriner Funktion im Epithelverband verschiedener Organe; von Masson (1914) zunächst als funktionelle Einheit des Verdauungstraktes erfasstes System argentaffiner Zellen mit endokriner bzw. parakriner Aktivität, das von Feyrter (1934) als peripheres endokrines System bezeichnet wurde; besteht aus lichtoptisch fast leeren Zellen mit großem, rundem, basalständigem Kern, die z.T. von der voll entwickelten Neuralleiste abstammen, z.T. aber Abkömmlinge von deren Vorstufe sind, d.h. dem neuralen Ektoderm u. den Plakoden entstammen, bzw. sich direkt aus dem Ektoblasten entwickeln. Allen gemeinsam ist die APUD-Zellen-Charakteristik (Pearse 1966), mit der Fähigkeit, Amine bzw. deren Vorstufen aufzunehmen u. zu decarboxylieren (amine precursor uptake and decarboxylation), d.h. Polypeptidhormone zu bilden; s.a. Tab.

    • Apudom
      • Apudom

      • Englischer Begriff: apudoma

      von APUD-Zellen gebildete neuroendokrine Tumoren, die i.d.R. langsam wachsen, aber durch die Sekretion biologisch aktiver Hormone klinische Symptome verursachen. Formen: Gastrinom, Serotoninom, Vipom, Insulinom, Glucagonom, PP-om, Karzinoid; Gipom, Calcitoninom, Corticotrophinom, Somatostatinom, Sekretinom. S.a. Zollinger-Ellison-, Verner-Morrison-, Wermer-Syndrom.

    • apyretisch
      • apyretisch

      • Englischer Begriff: apyretic

      ohne Fieber (verlaufend).

    • Aqua
      • Aqua

      • Synonyme: Aq. (Abk.)

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: water

      Wasser, Flüssigkeit, wässrige Lösung.

    • Aqua amara
      Aqua
      • Aq. amara

      • Englischer Begriff: bitter w.

      Bitterwasser.

    • Aqua amygdalarum amararum
      Aqua
      • Aq. amygdalarum amararum

      • Synonyme: Bittermandelwasser

      • Englischer Begriff: bitter almond water

      wässrig-alkoholische Lsg. von Benzaldehydcyanhydrin mit Cyanwasserstoffzusatz. Anw. z.B. gegen Hustenreiz, zur Magen-, Darm-Beruhigung.

    • Aqua bidestillata
      Aqua
      • Aq. bi|destillata

      • Englischer Begriff: double distilled w.

      s.u. Aqua destillata.

    • Aqua cresolica
      Aqua
      • Aq. cresolica

      Kresolwasser; eine 1+9 verdünnte Kresolseifen-Lsg. als Antiseptikum, Desinfektionsmittel.

    • Aqua destillata
      Aqua
      • Aq. destillata

      • Synonyme: Aq. dest. (Abk.)

      • Englischer Begriff: distilled w.

      aus Trinkwasser einfach abdestilliertes Wasser; als zweimal destilliertes Wasser = Aq. bidestillata. – Als Aq. ad injectionem steril u. pyrogenfrei.

    • Aqua fontana
      Aqua
      • Aq. fontana

      • Synonyme: Aq. simplex

      • Englischer Begriff: tap w.

      Trinkwasser.

    • Aqua mineralis
      Aqua
      • Aq. mineralis

      • Englischer Begriff: mineral w.

      Mineralwasser, Heilquelle.

    • Aqua phenolata
      Aqua
      • Aq. phenolata

      Phenolwasser (mit 2% Phenol); Antiseptikum u. Antipruriginosum.

    • Aquäduktstenose
      • Aquä|dukt|stenose

      • Englischer Begriff: aqu(a)eductal stenosis

      • Fach: Pathologie

      angeborene (evtl. familiäre u. mit Dysrhaphien kombinierte) oder erworbene – entzündungs-, tumorbedingte – Enge (evtl. Verschluss) des Aquaeductus cerebri. Führt zu symmetrischem Hydrocephalus internus mit dessen einschlägiger Symptomatik (im Wachstumsalter auch zu Größenzunahme des Hirnschädels, Nahtdehiszenz), zu Gliose, evtl. auch – druckbedingt – zur Entwicklung eines Aquäduktsyndroms.

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