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  • Aquäduktsyndrom
    • Aquä|dukt|syndrom

    • Englischer Begriff: aqu(a)eductal syndrome

    Symptomatik bei Krankheitsprozessen in Nähe des Aquaeductus cerebri. Je nach Lokalisation des Geschehens z.B. Okulomotoriusstörungen (einschließlich Nystagmus), vertikale Blicklähmung oder -krämpfe (bei Erkrankung der Vierhügelgegend), Schlafstörung (bei Beteiligung des III. Ventrikels), zerebellare Ataxie (bei Miterkrankung des Kleinhirns).

  • Aquaeductus
    • Aquae|ductus

    • Etymol.: latein. = Wasserleitung

    • Englischer Begriff: aqu(a)educt(us)

    Verbindungskanal zwischen flüssigkeitsgefüllten Räumen. Auch Kurzbez. des A. cerebri.

    • A. cerebri
      die liquorhaltige Verbindung zwischen dem III... (mehr)
    • A. vestibuli
      ein Gang im Felsenbein für den Endolymphe enthaltenden, zur Felsenbeinrückseite... (mehr)
  • Aquaeductus cerebri
    Aquaeductus
    • A. cere|bri

    • Synonyme: A. mesencephali

    die liquorhaltige Verbindung zwischen dem III. u. IV. Hirnventrikel.

  • Aquaeductus vestibuli
    Aquaeductus
    • A. ve|stibuli

    ein Gang im Felsenbein für den Endolymphe enthaltenden, zur Felsenbeinrückseite ziehenden Ductus endolymphaticus.

  • Aquaretica
    • Aquare|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: aquaretics

    Stoffe, die die Ausscheidung von freiem Wasser begünstigen (z.B. osmotische Diuretika); in Erprobung sind Vasopressin-Antagonisten.

  • Äquatorialplatte
    • Äquato|ri|al|platte

    • Englischer Begriff: equatorial plate

    • Fach: Zytologie

    die Anordnung der Chromosomen in der Mitte der (Teilungs-)Spindel (s.a. Spindelapparat) in der Metaphase der Mitose u. Meiose.

  • äquilibrierte Lösung
    • äqui|librierte Lösung

    • Synonyme: isotonische Lösung

    • Englischer Begriff: equilibrated solution

    s.u. Isotonie.

  • äquimolekular
    • äqui|mol(ekul)ar

    • Englischer Begriff: equimolar

    • Fach: Chemie

    mit gleicher Molarität.

  • Äquivalent
    • Äquivalent

    • Englischer Begriff: equivalent

    das Gleichwertige, Ausreichende; s.a. Grammäquivalent, Äquivalent....

  • Äquivalent, epileptisches
    Äquivalent
    • Ä., epileptisches

    • Englischer Begriff: epileptic e.

    v.a. Kopfschmerzen, vegetative Erscheinungen, Episoden von Poriomanie anstelle des großen Epilepsie-Anfalls.

  • Äquivalent, isodynamisches
    Äquivalent
    • Ä., isodynamisches

    • Englischer Begriff: isodynamic e.

    (Rubner) die – nur bedingt gültige – gegenseitige energetische Vertretbarkeit der Nährstoffe: 1 g Fett entspricht energetisch 2,3 g Eiweiß bzw. Kohlenhydrat.

  • Äquivalentdosis
    • Äquivalent|dosis

    • Synonyme: Dq (Abk.)

    • Englischer Begriff: dose equivalent

    • Fach: Radiologie

    s.u. Dosisäquivalent, RBW.

  • Äquivalentgewicht
    • Äquivalent|gewicht

    • Englischer Begriff: equivalent weight

    Abbildung

    das dem einwertigen Wasserstoffatom (Atomgewicht 1,008) gleichwertige („äquivalente“) Reaktionsgewicht chemischer Elemente, Radikale u. Verbindungen. Ä. in g = Grammäquivalent oder val. Dieses gelöst in 1 Liter ergibt die „Normallösung“ (Symbol = 1 n = n); hiervon sind auch Teile oder Vielfache möglich (z.B. 0,1 n, 2 n). Als Milliäquivalentgewicht (mEq, mval) 10–3 val.

  • Äquivalenzzone
    • Äquivalenz|zone

    • Englischer Begriff: equivalence zone

    bei der Präzipitationsreaktion (2) im Bereich optimaler (äquivalenter) Konzentrationen von löslichem Antigen u. zugehörigen Antikörpern sichtbare schmale Fällungszone, in der durch die Antigen-Antikörper-Reaktion unlösliche Immunkomplexe ausfallen u. ein Immunpräzipitat bilden.

  • Aquocobalamin
    • Aquo|cobalamin

    • Synonyme: -cobamid

    Vitamin B12.

  • Aquokapsulitis
    • Aquo|kapsu|litis

    Entzündung der Augenvorderkammer-Wandung: Iritis u. Descemetitis.

  • Ar
    • Ar 1)
      Ar
      • 1)

      • Fach: Chemie

      Abk. für Argon.

    • Ar 2)
      Ar
      • 2)

      immun Abk. für Abstoßungsreaktion (Transplantatabstoßung).

    • ARA-C

        Abk. für Arabinosid-Cytosin (Cytarabin).

      • Arabinose
        • Ara|bi|no|se

        • Englischer Begriff: arabinose

        Abbildung

        ein als Aldopentose vorkommender natürlicher Zucker (Formel). Die l(+)-Form als Pektinose (Gummizucker in Pflanzen) u. als Araban (ein Polysaccharid, z.B. in Glykosiden, Saponinen, Kirschbaumharz); die d(–)-Form (Aloinzucker) z.B. in Tbk-Bakterien, Glykosiden u. in tierischen u. pflanzlichen Nucleosiden (Letztere z.T. als Hemmstoffe der Nucleinsäuresynthese); die dl-Form z.B. im Harn (bei Arabinosurie).

      • Arabinosid-Cytosin
      • Arachidonsäure
        • Ara|chi|don|säure

        • Englischer Begriff: arachidonic acid

        Abbildung

        eine essentielle Fettsäure (vierfach ungesättigte C20-Polyenfettsäure) in tierischen Fetten. Ausgangssubstanz für die A.-Derivate bzw. A.-Metaboliten (Leukotriene, Prostacyclin, Prostaglandine, Thromboxan), die v.a. als Entzündungsmediatoren wirksam sind. S.a. Schema.

      • Arachnidismus
        • Arach|nidismus

        • Englischer Begriff: arachnidism

        allgemeine Vergiftungserscheinungen nach Bissverletzung durch giftige Spinnen. Klinik: Schmerzen an der Bissstelle, gesteigerte Reflexerregbarkeit, krampfhafte Eingeweideschmerzen, Brechreiz, Muskelkrämpfe, Untertemperatur, Pulsirregularitäten, Schüttelfrost; evtl. Atemstillstand, Lähmungen. S.a. Aranin.

      • Arachnitis
        • Arach|ni|tis

        • Synonyme: Arachno|idi|tis

        • Englischer Begriff: arachnoiditis

        akute oder chronische (adhäsive, z.T. Zysten vortäuschende), bakterielle oder traumatische Entzündung der Arachnoidea des Gehirns oder Rückenmarks. Symptome: Reizzustände der Hirnnerven bzw. Spinalnervenwurzeln (Radikulitis), Querschnittslähmung, Liquorblockade. Als bes. Form die seröse optiko|chiasmatische A. mit Chiasma-Syndrom.

      • Arachnodaktylie
        • Arachno|daktylie

        • Synonyme: „Spinnenfingrigkeit“

        • Englischer Begriff: arachnodactyly

        s.u. Marfan-Syndrom.

      • Arachnoidalraum
        • Arachno|idal|raum

        • Englischer Begriff: (sub)arachnoidal space

        Cavitas subarachnoidea, s.u. Arachnoidea.

      • Arachnoidalzotten
        • Arachno|idal|zotten

        • Fach: Anatomie

        Granulationes arachnoidales (Pacchioni-Granulationen).

      • Arachnoidalzyste
        • Arachno|idal|zyste

        • Englischer Begriff: arachnoidal cyst

        s.u. Arachnitis.

      • Arachnoidea
        • Arachno|idea

        • Synonyme: Spinnengewebshaut

        • Englischer Begriff: arachnoid membrane; arachnoidea

        Kurzbez. für die zarte, gefäßarme, bindegewebige, beidseits endothelbedeckte mittlere Gehirn- u. Rückenmarkshaut (A. mater cra|nia|lis bzw. A. mater spi|nalis). Liegt der sie bedeckenden Dura mater eng an (jedoch kann der trennende kapilläre Spalt [Spatium subdurale = Subduralraum] bei Blutungen sehr erweitert sein) u. ist von der unter ihr gelegenen Pia mater getrennt durch den den Liquor cerebrospinalis enthaltenden, Trabekel-durchzogenen Subarachnoidalraum (Cavitas subarachnoidea; ist lichtungsweiter über den Hirnfurchen u. im Bereich seiner Zisternen [Cisterna]). – Bildet mit der Pia mater die Leptomeninx, dringt aber nicht wie jene in die Hirnfurchen ein.

      • Arachnopathia adhaesiva circumscripta
        • Arachnopathia adhaesiva (circumscripta)

        eine meist mit Verklebungen einhergehende „entzündliche“ Erkrankung der Pia arachnoidea, häufig aufgrund periradikulärer Verwachsungen oder nach Mikrotraumen bei Spondylosis deformans (mechanische Neuropathie der Rami dorsales), bei Spondylitiden, nach Operationstraumen oder blutungsbedingter zirkumskripter Adhäsion; Arachnopathien nach Subarachnoidalblutungen können zur Symptomatik einer Rückenmarkskompression führen. Auftreten auch nach entzündlichen Veränderungen (z.B. nach Meningitis).

      • Aran
        • Aran

        • Biogr.: François Amilcar A., 1817–1861, Arzt, Paris

      • Aran-Duchenne-Krankheit
        Aran
        • A.-Duchenne-Krankheit

        • Englischer Begriff: A.-Duchenne disease

        • Biogr.: Guillaume B. D.

        • Fach: Neurologie

        der „Hand-Arm-Typ“ der spinalen progressiven Muskelatrophie.

      • Aran-Gesetz
        Aran
        • A.-Gesetz

        • Englischer Begriff: Aran's law

        • Fach: Chirurgie

        Regel nach der sich ausstrahlende Schädelbrüche auf dem kürzesten Weg fortsetzen, z.B. vom Schädeldach zur -basis u. umgekehrt.

      • Araneae
        • Ara|neae

        • Fach: Zoologie

        die Ordnung „Webspinnen“ der Spinnentiere [Arachnida]. Der (in Abwehr) erfolgende Biss mancher Arten kann Arachnidismus hervorrufen.

      • araneus
        • ara|neus

        • Etymol.: latein.

        spinnengewebig, mit Spinnengewebsform, z.B. Naevus araneus.

      • Aranin
        • Ara|nin

        neurotoxisches Gift der Spinnen (Araneae).

      • Arantius-Kanal
        • Arantius-Kanal

        • Biogr.: Giulio Cesare Aranzio, 1530–1589, Anatom, Bologna

        Ductus venosus.

      • Aräometer
        • A|räo|meter

        • Englischer Begriff: areometer; hydrometer

        Gerät zur Dichtebestimmung (Densimetrie) von Flüssigkeiten nach dem Archimedischen Prinzip; z.B. als Senkwaage, Senkspindel (mit empirischer Skala) für die Bestg. des spezifischen Gewichts (z.B. als Urometer, Aräopyknometer) oder des Gehaltes an festen Stoffen (z.B. Saccharometer).

      • ARAS
        • ARAS

        • Synonyme: Abk. für aufsteigendes retikuläres aktivierendes System

        • Englischer Begriff: ARAS

        die aufsteigenden, aktivitätsregulierenden Strukturanteile der Formatio reticularis.

      • Arbeit
        • Englischer Begriff: work

        • Fach: Physik

        das Produkt aus Kraft mal Weg bzw. Druck mal Volumen (= Druckarbeit). SI-Einheit ist das Joule. – Als Quotient A./Zeit die Leistung.

      • Arbeitshyperämie
        • Arbeits|hyper|ämie

        • Fach: Physiologie

        tätigkeitsbedingt gesteigerte Durchblutung der Skelettmuskulatur, ausgelöst durch Metaboliten, Kinine u. nerval.

      • Arbeitsinsuffizienz
        • Arbeits|insuffizienz

        Belastungsinsuffizienz.

      • Arbeitsmedizin
        • Arbeits|medizin

        • Englischer Begriff: occupational medicine

        medizinisches Fachgebiet, das sich in Forschung, Lehre u. Praxis mit den Wechselbeziehungen zwischen Arbeit, Beruf u. Gesundheit befasst. Zu den Aufgaben des Facharztes für A. (Arbeitsmediziner) gehören die Verhütung von Erkrankungen u. Unfällen (Arbeitsschutz) sowie die Vorbeugung u. Erkennung von Erkrankungen, die durch das Arbeitsgeschehen bedingt sein können (Berufskrankheiten, Arbeitsunfälle), die Mitwirkung bei der Einleitung der sich aus solchen Unfällen oder Erkrankung ergebenden medizinischen bzw. berufsfördernden Rehabilitation sowie versicherungsmedizinische Begutachtung. Die Weiterbildungszeit beträgt 4 Jahre. Bereiche der A. sind die Arbeitsphysiologie u. -psychologie.

      • Arbeitsplatzkonzentration, maximale
        • Arbeits|platz|konzentration, maximale

        • Synonyme: MAK (Abk.)

        • Englischer Begriff: maximum allowable concentration; MAC (Abk.)

        die bei regelmäßiger tägl. Arbeit gewerbehygienisch höchstzulässige Konzentration (Schwellenwert) an schädlichen Gasen oder Stäuben am Arbeitsplatz. Für Gase u. Dämpfe angegeben in ppm („parts per million“) u. mg/m3, für Schwebstoffe in mg/m3 oder mg/kg. – Nicht erfasst sind „besondere Arbeitsstoffe“ wie organische Peroxide, Benzin (mit Zusätzen), Terpentinöl, Pyrolyseprodukte (aus organ. Material), Kühlschmierstoffe. – s.a. Arbeitsstofftoleranzwerte, TRK.

      • Arbeitsschutz
        • Arbeits|schutz

        alle Maßnahmen, die dazu dienen, Leben u. Gesundheit der berufstätigen Menschen zu schützen, die Arbeitskraft zu erhalten und die Arbeit menschengerecht zu gestalten; dazu zählen gesetzliche Vorschriften u. Verordnungen hinsichtlich der Beleuchtung, Lüftung, Geräteschutz, Unfallverhütung, Arbeitszeitschutz (Höchstarbeitszeiten), Ruhepausen, Frauenarbeitsschutz, Jugendarbeitsschutz u. Schutz für Schwerbehinderte.

      • Arbeitsstättenverordnung
        • Arbeits|stätten|verordnung

        gesetzliche Richtlinien zur Gestaltung von Arbeitsplätzen; die A. enthält eine Vielzahl von Vorschriften, die von der nutzergerechten Anordnung von Computerausrüstungen über Sicherheitseinrichtungen bis zur Luftqualität des Arbeitsplatzes reichen.

      • Arbeitsstofftoleranzwerte, biologische
        • Arbeits|stoff|toleranz|werte, biologische

        • Synonyme: BAT-Werte (Abk.)

        die beim Menschen höchstzulässige Quantität eines Arbeitsstoffes bzw. eines Arbeitsstoffmetaboliten oder die durch diese beiden Komponenten ausgelöste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm, welche – gemäß dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftl. Kenntnis – im Allg. keine Gesundheitsbeeinträchtigung der mit diesen Stoffen befassten Personen herbeiführt, wenn sie durch Arbeitsplatzeinflüsse regelhaft erzielt wird. Definition erfolgt als Konzentration bzw. Bildungs- oder Ausscheidungsrate (Menge pro Zeiteinheit). Die Parameter sind nicht ohne weiteres auf Stoffgemische anwendbar. Die Werte beziehen sich i.d.R. auf maximale Arbeitszeit von 8 Std. pro Tag u. 40 Std. pro Woche u. sind für gesunde Einzelpersonen gedacht; s.a. TRK. Es gelten z.B. folgende Werte: Aluminium: 170 μg/l im Harn; Anilin: 1 mg/l im Harn bzw. 100 μg/l im Vollblut; Blei: 70 μg/dl (bzw. bei ♀ < 45 J. 45 μg/dl) Pb im Vollblut; Cadmium: 1,5 μg/dl im Vollblut bzw. 15 μg/l im Harn; Hexachlorbenzol: 15 μg/dl im Plasma/Serum; Kohlenmonoxid: 5% CO-Hb im Vollblut; Methanol: 30 mg/l im Harn; Quecksilber: für a) metallisches Hg 5 μg/dl im Vollblut bzw. 200 μg/l im Harn; für b) organische Hg-Verbindungen 10 μg/dl im Vollblut; Xylol: 150 μg/dl im Vollblut.

      • Arbeitstherapie
        • Arbeits|therapie

        • Englischer Begriff: work therapy; ergotherapy

        Teilbereich der Ergotherapie; dosierte körperliche oder geistige Arbeit z.B. im Rahmen einer planmäßigen beruflichen Rehabilitation (evtl. kombiniert mit beruflicher Umschulung) oder in Suchtkliniken mit längerfristiger Behandlungsdauer.

      • Arbeitsunfähigkeit
        • Arbeits|un|fähigkeit

        • Synonyme: AU (Abk.)

        Zustand, bei dem ein Versicherter überhaupt nicht oder nur auf die Gefahr hin, seinen Zustand zu verschlimmern, fähig ist, seiner bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit nachzugehen.

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