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  • arteriosus
    • arteriosus

    • Etymol.: latein.

    eine Arterie oder das arterielle System betreffend; Ductus arteriosus. S.a. arteriell.

  • Arteriotomie
    • Arterio|tomie

    • Englischer Begriff: arteriotomy

    Schnitteröffnung einer Arterie, z.B. chir bei Embolektomie, Arterienplastik, forens als „Pulsaderschnitt“ (Lebensprobe zum Ausschluss des Scheintodes).

  • arteriovenös
    • arteriovenös

    • Synonyme: a.v. (Abk.)

    • Englischer Begriff: arteriovenous

    eine Arterie u. Vene oder einen entsprechenden gemeinsamen Kreislaufabschnitt betreffend.

  • arteriovenöse Anastomose
    arteriovenös
    • a.v. Anastomose

    • Englischer Begriff: a.-v. anastomosis

    s.u. Anastomose.

  • arteriovenöse Differenz
    arteriovenös
    • a.v. Differenz

    • Englischer Begriff: a.-v. difference

    Tabelle

    Unterschied der Substratkonzentration im arteriellen u. venösen Teil des Kreislaufs, z.B. als unterschiedliche Sauerstoff- bzw. Kohlendioxidkonzentration (Tab.) oder als a.v. Druckdifferenz.

  • arteriovenöse Fistel
    arteriovenös
    • a.v. Fistel

    • Englischer Begriff: a.-v. fistula

    angeborene oder erworbene (z.B. verletzungsbedingte) Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie u. der Begleitvene; häufig kompliziert durch ein a.v. Aneurysma. Klinik: kontinuierliches Gefäßgeräusch, Pulsation der Vene, Ischämie peripher der Fistel. – Führt bei großem Shuntvolumen zu Zunahme des Blut- u. Minutenvolumens sowie zu Tachykardie u. – später – zu Herzinsuffizienz. S.a. Nicoladoni-Israel-Branham-Phänomen; als seltene, aber bezüglich der Folgen schwerwiegende Fistel z.B. zwischen der Arteria hepatica communis (oder der A. lienalis) u. Pfortaderästen, d.h. als hepatoportale bzw. als splenoportale Fistel oder als a.v. Lungenfistel.

  • arteriovenöse Koppelung
    arteriovenös
    • a.v. Koppelung

    • Englischer Begriff: a.-v. coupling

    die durch eine gemeinsame bindegewebige Scheide gegebene enge räumliche Bindung der Begleitvenen der unteren Gliedmaße an die entsprechende Arterie; die Arterienpulsationen wirken sich – im Zusammenwirken mit Venenklappen – als Impuls für den venösen Rückstrom aus.

  • arteriovenöse Lungenfistel
    arteriovenös
    • a.v. Lungenfistel

    • Englischer Begriff: pulmonary a.-v. fistula

    meist angeborene Fistel zwischen Arteria u. Vena pulmonalis, evtl. mit a.v. Aneurysma; Folgen: Zyanose, Hypoxie, Polyglobulie, Trommelschlägelfinger, Hämoptoe, evtl. Herzvergrößerung; Röntgenbild: pulsierender Schatten mit gewundenem Strang zum Hilus.

  • Arthralgia
    • Arthral|gia

    • Synonyme: -gie

    • Englischer Begriff: arthralgia

    Gelenkschmerz.

  • Arthrectomia
    • Arthr|ectomia

    • Synonyme: -ektomie

    • Englischer Begriff: arthrectomy

    • Fach: Chirurgie

    operative Gelenkentfernung; evtl. nur als Teilresektion, z.B. der Synovialis (A. synovialis), der Gelenkflächen bestimmter Gelenkkapselteile; u.a. bei Gelenkplastik, Arthrodese.

  • Arthritis
    • Arthri|tis

    • Synonyme: -tiden

    • Englischer Begriff: arthritis

    Gelenkentzündung(en); Oberbegriff für primäre bzw. sekundäre entzündliche Gelenkerkrankungen (Einteilung s.u.); s.a. Arthropathia, Gelenkinfektionen.

    • A., juvenile chronische
      vor dem 16... (mehr)
    • A. mutilans
      verstümmelnde Arthritis bei Arthritis psoriatica u. chronischer Polyarthritis... (mehr)
    • A., paraneoplastische
      arthritisches (u.U... (mehr)
    • A. psoriatica
      chronisch verlaufende, destruierende Gelenkerkrankung mit gleichzeitigen... (mehr)
    • A., reaktive
      immunologisch bzw... (mehr)
    • 1)
      parainfektiöse reaktive Arthritiden: meist polyarthritische Begleitsymptome... (mehr)
    • 2)
      postinfektiöse Arthritiden (HLA-B-27-assoziierte Arthritiden/Spondarthritiden)... (mehr)
    • 3)
      die Borreliose (Lyme-Krankheit) ist eine postinfektiöse, nicht HLA-B-27-assoziierte... (mehr)
    • 4)
      nichtinfektiöse reaktive Arthritiden... (mehr)
    • A., rheumatoide   Abbildung  Tabelle
      chronische Systemerkrankung des Bindegewebes, die vorwiegend die Gelenke... (mehr)
  • Arthritis mutilans
    Arthritis
    • A. mutilans

    • Synonyme: Fernrohrfinger; Teleskopfinger

    verstümmelnde Arthritis bei Arthritis psoriatica u. chronischer Polyarthritis.

  • Arthritis psoriatica
    Arthritis
    • A. psoriatica

    • Synonyme: Osteoarthropathia psoriatica; Psoriasisarthritis; Psoriasis arthropathica

    chronisch verlaufende, destruierende Gelenkerkrankung mit gleichzeitigen proliferativen u. ossifizierenden Vorgängen im Gelenkbereich, ossifizierenden Periostitiden im Handwurzelbereich u. an den Phalangen auch außerhalb der Gelenke, Fibroostitiden (Entzündungen im Bereich der Sehnenansätze), mit besonderer Neigung zu Mutilationen im Gelenkbereich (dabei oft Ankylosen u. Mutilationen an benachbarten Gelenken der Hände u. Füße) u. mit der Tendenz zur Beteiligung der Iliosakralgelenke u. der Wirbelsäule bei Psoriasis der Haut u./oder der Nägel. Beginn sowohl bei bestehender Psoriasis als auch vor deren Auftreten, manchmal auch ohne nachweisbare Psoriasis. Häufigkeit: in etwa 10% der Fälle mit Hautpsoriasis, 0,1–0,2% in der Normalbevölkerung.

  • Arthritis, juvenile chronische
    Arthritis
    • A., juvenile chronische

    • Synonyme: JCA (Abk.)

    vor dem 16. Lj. auftretende, länger als 6 Wochen andauernde Sonderform der rheumatoiden Arthritis. Einteilung: Es werden verschiedene Subgruppen unterschieden. Systemische juvenile chronische Arthritis (Still-Syndrom): meist symmetrische, polyartikuläre, große u. kleine Gelenke betreffende Arthritis, evtl. mit Halswirbelsäulenbeteiligung, mit Fieber, Spleno-Hepatomegalie, Peri-Myokarditis, Polyserositis, Lymphknotenschwellungen, Exanthem. Erkrankungsgipfel 2.–4. Lj. Nichtsystemische polyartikuläre seronegative Verlaufsform (juvenile rheumatoide Arthritis): überwiegend symmetrischer Befall großer u. kleiner Gelenke der oberen u. unteren Extremitäten. Auch Halswirbelsäulenbeteiligung. Keine Beteiligung innerer Organe. Kein Nachweis des IgM-Rheumafaktors. Antinukleäre Faktoren in ca. 25% nachweisbar. Nichtsystemische polyartikuläre seropositive Verlaufsform (juvenile rheumatoide Arthritis, Erwachsenentyp): überwiegend symmetrischer Befall großer u. kleiner Gelenke der oberen u. unteren Extremitäten. Keine Beteiligung innerer Organe. IgM-Rheumafaktor schon zu Krankheitsbeginn nachweisbar. Antinukleäre Faktoren in etwa 60% der Fälle positiv. Mon-oligoartikuläre Verlaufsform, Typ I (Frühtyp): asymmetrischer Befall überwiegend großer Gelenke (Knie-, Sprung-, Handgelenke), meist Mädchen im 1.–6. Lj. Antinukleäre Faktoren in etwa 60–80% positiv. Chron. Iridozyklitis in der Hälfte der Fälle. Mon-oligoartikuläre Verlaufsform, Typ II (Spättyp): asymmetrischer Befall überwiegend großer Gelenke, mehr der unteren Extremität (Hüft-, Knie-, Sprung-, seltener der Handgelenke, auch MTP I u. HWS, häufig Sakroiliitis), Insertionstendopathien. Komplikation: akute Iridozyklitis (meist einseitig, in 10–20% der Fälle), meist Jungen ab 6. Lj. HLA-B-27-assoziiert.

  • Arthritis, paraneoplastische
    Arthritis
    • A., paraneoplastische

    arthritisches (u.U. nur arthralgisches) Bild als Symptom eines malignen Tumors, u.U. von einer Myopathie u./oder Neuropathie begleitet; paraneoplastisches Syndrom.

  • Arthritis, reaktive
    Arthritis
    • A., reaktive

    • Synonyme: symptomatische Arthritiden

    immunologisch bzw. allergisch bedingte fakultative Gelenkbeteiligungen bei Infektionskrankheiten, bei denen sich i.d.R. die Erreger nicht im Gelenk finden.

    • 1)
      parainfektiöse reaktive Arthritiden: meist polyarthritische Begleitsymptome... (mehr)
    • 2)
      postinfektiöse Arthritiden (HLA-B-27-assoziierte Arthritiden/Spondarthritiden)... (mehr)
    • 3)
      die Borreliose (Lyme-Krankheit) ist eine postinfektiöse, nicht HLA-B-27-assoziierte... (mehr)
    • 4)
      nichtinfektiöse reaktive Arthritiden... (mehr)
  • Arthritis, reaktive 1)
    Arthritis  >  Arthritis, reaktive
    • 1)

    parainfektiöse reaktive Arthritiden: meist polyarthritische Begleitsymptome während der Gesamterscheinungen der betreffenden Infektionskrankheit (meist infektiöse Hepatitis, Röteln, Masern, Mumps, Pocken, Windpocken, Coxsackie-Virus- u. Adenovirus-Infektionen, Epstein-Barr-Virus [infektiöse Mononukleose], Parvo-B19-Virus [Ringelröteln], Borrelien [Rückfallfieber], Brucellosen, Ross-River-Virus [Australien-Arthritis], Chicungunya-Virus, O'Nyong-Nyong-Virus, Sindbis-Virus, Mayoro-Virus, Zytomegalie-Virus, Parasiten [Würmer, spez. Bandwürmer, Echinokokken, Amöben]). Manchmal wird das rheumatische Fieber, das sonst als eigenständiges Krankheitsbild klassifiziert wird, zu dieser Gruppe gerechnet.

  • Arthritis, reaktive 2)
    Arthritis  >  Arthritis, reaktive
    • 2)

    postinfektiöse Arthritiden (HLA-B-27-assoziierte Arthritiden/Spondarthritiden): meist Oligoarthritis (oft mit Iliosakral- u. teils Wirbelsäulenbeteiligung) erst einige Zeit nach einer Infektion mit bestimmten Erregern (Darminfektionen: Salmonellen, Typhus, Paratyphus, Shigellen, Yersinien, Campylobacter; Harnwegs- u. Genitalinfektionen: Chlamydien, Mykoplasmen), bei 2–4% der meist HLA-B-27-positiven Personen mit der betreffenden Grundkrankheit. Verwandtschaft zu dem HLA-B-27-positiven Reiter-Syndrom u. zur Spondylitis ankylosans. Problematisch ist die Zuordnung der Arthritis psoriatica wegen der HLA-B-27-Positivität in nur relativ geringem Prozentsatz bei Wirbelsäulenbeteiligung.

  • Arthritis, reaktive 3)
    Arthritis  >  Arthritis, reaktive
    • 3)

    die Borreliose (Lyme-Krankheit) ist eine postinfektiöse, nicht HLA-B-27-assoziierte Erkrankung, die wegen ihrer besonderen Symptomatik eine Eigenständigkeit in der Klassifikation beansprucht.

  • Arthritis, reaktive 4)
    Arthritis  >  Arthritis, reaktive
    • 4)

    nichtinfektiöse reaktive Arthritiden. Ursache: Medikamente, Fremdseren (Serum-Arthritis) usw.

  • Arthritis, rheumatoide
    Arthritis
    • A., rheumatoide

    • Synonyme: (primär-)chronische Polyarthritis; (P)cP (Abk.)

    • Englischer Begriff: rheumatoid arthritis

    Abbildung   Tabelle

    chronische Systemerkrankung des Bindegewebes, die vorwiegend die Gelenke bei möglicher systemischer u. extraartikulärer Manifestation befällt und zu Deformierungen sowie Bewegungseinschränkungen führt. Häufiger bei Frauen (50% vor dem 45. Lj.) als bei Männern (3:1). Ätiol.: Ursache ungeklärt, diskutiert werden Immunpathogenese, infektiöse Ursachen, z.B. Bakterien, Mykoplasmen, genetische Faktoren. Klinik: meist schleichender Beginn an den kleinen Gelenken, symmetrisch nach proximal fortschreitend, manchmal auch akute Rheumatoidarthritis in großen Gelenken, z.B. Kniegelenk. Unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome der Arthritis: meist Schwellung, Schmerz, Bewegungseinschränkung. Beginn als Synovialitis, Ausprägung eines Pannus, dann Knorpel- u. Knochen-, damit auch Gelenkzerstörungen mit Fehlstellungen (Ulnardeviation, Knopfloch- u. Schwanenhalsdeformität), nicht selten Versteifung. Extraartikuläre Symptome: Atrophie der Mm. interossei, Tenosynovialitis, Tendinitis, Bursitis, rheumatoide Granulome. Viszerale Beteiligung: Herz (Myokardbeteiligung durch Rheumaknoten, nekrotisierende Arteriitis; Perikarditis), Gefäße (diffuse Arteriitis, vasomotorische Störungen, Raynaud-Krankheit); Lunge bzw. Pleura (Fibrose, Pleuritis sicca sive exsudativa), Nieren (meist in Form von Arzneimittelnebenwirkungen, Immunkomplexnephritis), Nerven (Kompressionssyndrome, insbesondere Karpaltunnelsyndrom, auch z.B. bei atlantoaxialer Dislokation), Blut (Anämie, Leuko- u. Thrombozytopenie, meist Therapiefolge), Augen (Uveitis). Diagn.: Laborbefunde: bei aktiver Entzündung Akute-Phase-Reaktionen positiv, Nachweis des Rheumafaktors in 60–90%, antinukleäre Faktoren in ca. 20%; pathologische Veränderungen in der Synovia. Röntgenbefunde: gelenknahe Osteopenie, Gelenkspaltverschmälerung, subchondrale Zysten, fibröse Usuren, dann ossäre Ankylosierung, Fehlstellungen, Subluxationen, Deviation. Hilfe bei diagnostischer Sicherung u. zur Klassifizierung der rheumatoiden Arthritis durch ACR-Kriterien (s. Tab.). Zur Beurteilung des Schweregrades Entwicklung röntgenmorphologischer Stadien S I–IV und Grade der funktionellen Insuffizienz (F0–III) sowie der Aktivität (A0–3). Ther.: s.u. Antirheumatica. Sonderformen: Felty-Syndrom, Silikoarthritis (Caplan-Colinet-Syndrom), Arthritis mutilans, Besonderheiten im Kindesalter: Still(-Chauffard)-Syndrom, juvenile Arthritis. Als eigene Entitäten abzugrenzen: Sjögren-Syndrom (1), Arthritis psoriatica.

  • Arthroderma
    • Ar|thro|derma

    • Fach: Mykologie

    die sexuelle Form von Trichophyton-Arten (z.B. A. uncinatum von Tr. ajelloi).

  • Arthrodese
    • Arthro|dese

    • Englischer Begriff: arthrodesis

    operative Gelenkversteifung, z.B. bei schwerer Arthrose, bei chronischer, lähmungsbedingter Gelenkinstabilität. Sie erfolgt als Eingriff mit Gelenkeröffnung (= intraartikuläre A.; als Anfrischungs-, Druck-, Verriegelungs- oder Überbrückungs-, Bolzungs-A. etc.) oder ohne Gelenkeröffnung (= extra- oder paraartikuläre A.; v.a. als Verriegelungs-A. durch Spananlagerung).

  • Arthrodynie
    • Arthr|ody|nie

    • Englischer Begriff: arthrodynia

    Gelenkschmerz.

  • arthrogen
    • ar|throgen

    • Englischer Begriff: arthrogenic; arthrogenous

    vom Gelenk ausgehend, gelenkbedingt.

  • Arthrographie
    • Arthro|graphie

    • Englischer Begriff: arthrography

    Abbildung

    Röntgenkontrastdarstellung eines Gelenks nach Einbringen eines positiven u./oder negativen Röntgenkontrastmittels bzw. Einleiten von Luft oder Gas (Arthropneumographie) in die Gelenkhöhle. Das Kontrastbild wird als Arthrogramm bezeichnet. Moderne bildgebende Verfahren (Sonographie, Kernspintomographie) u. Arthroskopie haben die A. weitgehend ersetzt. Eine Ausnahme bildet z.B. die Schulterarthrographie in Kombination mit der Computertomographie (Arthrographie-CT, s. Abb.).

  • Arthrogryposis multiplex congenita
    • Arthro|gry|po|sis multi|plex congenita

    • Synonyme: Arthromyodysplasia congenita; Guérin-Stern-Syndrom

    • Englischer Begriff: congenital arthrogryposis multiplex; arthromyodysplasia

    Abbildung

    Gruppe von seltenen, angeborenen Krankheitsbildern mit verschiedenen Erbgängen, gekennzeichnet durch einseitige oder symmetrisch-beidseitige systemische Versteifungen u. Luxationen der – v.a. großen – Gelenke durch Beuge-, aber auch Streckkontrakturen („hölzerne Puppe“) bei fehlender Entwicklung u. sklerosierender Atrophie von Muskeln (patho.-anat. evtl. mit Schwund der Vorderhornzellen des Rückenmarks). Ferner Osteoporose u. Vakatwucherung von Fettgewebe mit „fossettes cutanées“ über den großen Gelenken; evtl. weitere Fehlbildungen; meist ungestörte geistige Entwicklung.

  • Arthrokleisis
    • Arthro|kleisis

    Arthrodese.

  • Arthrolith
    • Arthro|lith

    • Englischer Begriff: arthrolith

    inkrustierter Gelenkkörper.

  • Arthrologia
    • Arthrolo|gia

    • Synonyme: -gie

    • Englischer Begriff: arthrology

    Lehre von den Gelenken (Articulatio) als Teilgebiet der Anatomie.

  • Arthrolues
    • Arthro|lu|es

    • Englischer Begriff: articular syphilis

    Arthritis infolge einer Syphilis.

  • Arthrolyse
    • Ar|thro|lyse

    • Englischer Begriff: arthrolysis

    operative Mobilisierung eines fibrös versteiften Gelenks durch Entfernung intra- oder extraartikulären Gewebes; evtl. kombiniert mit Gelenkkapsel-, Muskel-, Sehneneingriffen.

    • A., erweiterte
      durch Knochenglättung am Gelenk ergänzte A. (Übergang zur Gelenkplastik)... (mehr)
  • Arthrolyse, erweiterte
    Arthrolyse
    • A., erweiterte

    durch Knochenglättung am Gelenk ergänzte A. (Übergang zur Gelenkplastik).

  • Arthrom Baker
    • Ar|throm (Baker)

    aus Keimen der – bei der Gelenkentwicklung nicht verbrauchten – Synovialisanlage hervorgehendes „Ganglion“. – s.a. Baker-Zyste.

  • Arthromyodysplasie
    • Arthro|myo|dys|pla|sie

    Arthrogryposis multiplex congenita.

  • Arthroosteoonychodysplasie
    • Ar|thro|osteo|onycho|dysplasie

    • Englischer Begriff: arthro-osteo-onychodysplasia

    Osteoonychodysplasie.

  • Arthropathia
    • Arthropa|thia

    • Synonyme: -thie

    • Englischer Begriff: arthropathy

    Gelenkerkrankungen mit sekundär entzündlichen u. nichtentzündlichen Vorgängen als Folge metabolischer (Hyperurikämie, Chondrokalzinose, Ochronose, Xanthomatose, Hämochromatose), endokriner (Hypothyreose, Diabetes mellitus), koagulopathischer (Hämophilie, Blutergelenk), hämatologischer (Leukosen, Sichelzellanämie), neurologischer (Tabes dorsalis, Syringomyelie, Lepra, angeborene Analgesie) Störungen mit Beteiligung der Gelenkstrukturen (Synovialis, Knorpel).

  • Arthropathia psoriatica
  • Arthropathia urica
    Arthropathia
    • A. urica

    • Synonyme: Arthritis urica; Gicht; Gelenkgicht; Harnsäuregicht

    Gelenkmanifestation der primären u. (selten) sekundären Hyperurikämie. Klinik: akute Gicht-Anfälle (in der Reihenfolge der Häufigkeit: Großzehengrundgelenke, Mittelfuß, Sprunggelenke, Ferse, Knie-, Hand-, Finger-, Ellbogen- u. Zehengelenke) u. als chronische Arthropathie bei langjährigem Verlauf, selten von Anfang an chronisch. Weitere Manifestationen sind Tophi (in Unterhaut, Bursen, Sehnen, Sehnenscheiden, Knorpel, speziell Ohrknorpel), Gichtnephropathie, Urolithiasis.

  • Arthrophthalmie, progressive hereditäre
    • Arthr|oph|thalmie, progressive hereditäre

    • Englischer Begriff: hereditary arthro-ophthalmopathy

    Stickler-Syndrom.

  • Arthrophyt
    • Arthro|phyt

    • Englischer Begriff: arthrophyte

    Knochenauswuchs (Osteophyt) im Gelenkbereich.

  • Arthroplastik
    • Arthro|plastik

    • Englischer Begriff: arthroplasty

    Gelenkplastik (s.a. Plastik) zur Wiederherstellung der Beweglichkeit; z.B. als Arthrolyse, v.a. aber als Gelenkteilentfernung mit Interposition eines autoplastischen Transplantats, als Neuformung u. alloplastische Deckung der Gelenkflächen, Einpflanzen einer Gelenkprothese (z.B. als Hüftarthroplastik).

  • Arthropneumographie
    • Arthro|pneumo|graphie

    • Englischer Begriff: air contrast arthrography

    s.u. Arthrographie.

  • Arthropoda
    • Arthro|poda

    • Englischer Begriff: arthropods

    „Gliederfüßer“; formenreicher Tierstamm mit chitinösem Außenskelett (aber ohne Wirbelsäule) u. mit gegliederten Gliedmaßen als Charakteristikum; umfasst Krebs- [Diantennata; Crustaceae] u. Spinnentiere [Chelicerata], Insekten [Insecta] u. Tausendfüßer [Antennata]. – Vielfach als Krankheitsüberträger (z.B. durch ARBO-Viren) sowie Verursacher schwerer Vergiftungen durch Toxine.

  • Arthrorise
    • Arthro|ri|se

    • Englischer Begriff: arthrorisis

    operative Sperrung der Gelenkbeweglichkeit in einer Richtung durch extraartikuläre Einpflanzung eines Knochenspans („Anschlagsperre“), z.B. bei Schlottergelenk.

  • Arthrose
    • Arthro|se

    • Synonyme: -sis; Arthronosis

    • Englischer Begriff: arthrosis

    vorwiegend degenerative Gelenkerkrankung verschiedenster Ursache (s.a. Arthropathie); i.e.S. die A. deformans.

    • A. deformans
      überwiegend chronische, degenerative Erkrankung nur der Gelenke... (mehr)
  • Arthrosis deformans
    Arthrose
    • A. deformans

    • Synonyme: Arthritis deformans; Arthropathia def.; Osteoarthrosis def.

    • Englischer Begriff: degenerative arthritis

    überwiegend chronische, degenerative Erkrankung nur der Gelenke. Pathogen.: Synthesestörung der aus Proteoglykanen u. Kollagen zusammengesetzten organischen Matrix des Gelenkknorpels (geringere Permeabilität, Behinderung des Substratnachschubs, Verschlechterung der nutritiven Situation, Absterben von Knorpelzellen), Nachlassen der Elastizität und Demaskierung des kollagenen Fasergerüsts. Zugleich verstärkter Abbau durch Freisetzung u. Einwirkung lysosomaler Enzyme. Unter den degenerativen Knorpelveränderungen im gelenkbildenden Knochenabschnitt erfolgt subchondrale Sklerosierung als Kompensationsmaßnahme im belasteten Gelenkanteil, bei fortschreitendem Prozess Bildung von Geröllzysten oder anderen Formen der Knochenerosion sowie unterschiedlich starke Ausprägung von Osteophyten. Stadien: Aus pathophysiologischer bzw. genetischer Sicht sowie unter diagn. u. ther. Aspekten wird zwischen vier Stadien unterschieden. I: Präarthrose (Gelenkinkongruenz mit den Folgen einer unphysiologischen Belastung; keine Beschwerden); II: stumme oder latente A. (bei gezielter Exploration Nachweis klin. u. röntg. Zeichen); III: aktivierte A. (ausgeprägte Beschwerden im Wesentlichen durch Kapselentzündung, ausgelöst durch Überbeanspruchung des bereits arthrotisch veränderten Gelenks bzw. das Wirken sog. Irritationsfaktoren wie Übergewicht, persistierende statische Fehlhaltung, mechanische Überbelastung durch Beruf u. Sport, endogene Stoffwechselstörungen, traumatische Läsionen, psychischen Stress); IV: Schäden am Gelenk. Klinik: Start-, Ermüdungs-, Belastungs- u./oder Endphasenschmerz; Bewegungseinschränkung; kapsuläre Verhärtung u. Druckschmerz; fühlbares Reiben u./oder Knarren; Muskelverspannungen, später auch Muskelatrophie; projizierte Fernschmerzen; nicht selten Gelenkergüsse (Reizerguss); Fehlstellung in fortgeschrittenen Fällen: Achsenabweichungen, Kontrakturen, Subluxationen. Diagn.: im Röntgenbild Osteophyten, Gelenkspaltverschmälerung, subchondrale Spongiosaverdichtung u./oder Geröllzysten, Verplumpungen der gelenkbildenden Knochenteile; Laborbefunde: Akute-Phase-Reaktionen und Rheumafaktor negativ; Gelenkpunktat: klares Aussehen, bernsteingelb, Viskosität normal, Leukozyten 2000/μl, normale Verteilung der Zellarten in der Synovialanalyse. Lokalisationen: Betroffen sind meist Hüfte (Koxarthrose), Kniegelenk (Gonarthrose), Finger (Interphalangealarthrose), Schultergelenk (Omarthrose).

  • Arthroskopie
    • Arthro|skopie

    • Englischer Begriff: arthroscopy

    Abbildung

    Betrachtung einer Gelenkhöhle mittels Arthroskops (spezielles Endoskop). Zuvor erfolgen Punktion (mit Trokar) u. evtl. Flüssigkeitsinstillation in die Gelenkhöhle.

  • Arthrospore
    • Arthro|spore

    • Englischer Begriff: arthrospore

    • Fach: Mykologie

    asexuelle, durch Hyphenquerteilung entstandene Thallospore, die typisch zunächst noch „gelenkig“ mit der zerfallenden Hyphe verbunden ist. Abgerundet als Oidie.

  • Arthrotomie
    • Arthro|tomie

    • Englischer Begriff: arthrotomy

    die operative Eröffnung eines Gelenks für diagnostische oder therapeutische Zwecke; evtl. als breite Gelenkaufklappung mit anschließender Drainage.

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