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  • Aszendenz
    • Aszendenz

    • Englischer Begriff: ascendance

    Verwandtschaft in aufsteigender Linie (= Ahnenreihe).

  • aszendierend
    • Synonyme: ascendens

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: ascending

    aufsteigend; bedeutet im Harn-, Verdauungstrakt entgegen der physiologischen Inhaltsbewegung, d.h. retrograd.

  • Aszites
    • As|zi|tes

    • Synonyme: Hydraskos; Bauchwassersucht

    Abbildung

    Ansammlung klarer seröser Flüssigkeit (allgemein als Bauchfelltranssudat) im normalerweise kapillären Peritonealspalt. Ätiol.: infolge kardialer u./oder portaler Stauung (bei Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, Pfortaderthrombose, Leberkarzinom, -metastasen), bei Peritonealkarzinose (z.B. Ovarial-, Mammakarzinom) = maligner A. Bei Hypalbuminämie (Albuminmangel im Blut vermindert den onkotischen Druck) sowie infolge einer Natrium- u. nachfolgenden Wasserretention im Organismus; s.a. Schema. Führt bei entsprechendem Volumen zu Zwerchfellhochstand, Bauchdeckendehnung mit Verstreichen des Nabels u. Hautstreifung (Striae cutis). Diagn.: durch Perkussion u. Palpation (u.a. anhand der lageabhängigen Dämpfung; Undulation), am einfachsten durch Ultraschall(sonographie), Probepunktion; s.a. Aszites... – Die Flüssigkeit eignet sich zur Kultivierung von eiweißbedürftigen Erregern.

    • Ascites chylosus
      Chylusansammlung in der freien Bauchhöhle bei Verlegung des Ductus thoracicus... (mehr)
    • A. haemorrhagicus
      blutig tingierter Aszites bei entzündlichem oder tumorösem Bauchfellprozess... (mehr)
  • Aszitesdrainage
    • Aszites|drainage

    Le Veen-Shunt.

  • AT
    • Synonyme: A.T.

  • AT 1)
    AT
    • 1)

    • Synonyme: Abk. für Alttuberculin

    s.u. Tuberculin.

  • AT 2)
    AT
    • 2)

    Abk. für Aortenton.

  • AT 3)
    AT
    • 3)

    Abk. für Antithrombin.

  • AT 4)
    AT
    • 4)

    • Synonyme: Abk. für antitetanischer Faktor (10)

    Dihydrotachysterin.

  • AT 5)
  • AT-Winkel
    • AT-Winkel

    • Synonyme: Abk. für Antetorsionswinkel

    • Englischer Begriff: angle of hip anteversion; angle of femoral torsion

    Winkel zwischen Schenkelhalsachse u. Kondylenebene; beträgt im Erwachsenenalter ca. 12°, bei Neugeborenen ca. 30°; (bleibt) erhöht z.B. bei angeborener Hüftluxation.

  • AT1-Antagonisten
    • AT1-Antagonisten

    • Synonyme: Abk. für Angiotensin1-Rezeptor-Antagonisten

    Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten.

  • Ataktilie
    • Atak|ti|lie

    • Englischer Begriff: atactilia

    Fehlen der Tastempfindung.

  • ataktisch
    • ataktisch

    • Englischer Begriff: ataxic

    ungeordnet, unkoordiniert; Ataxie betreffend.

  • Ataractica
    • Ataractica

    • Synonyme: Ataraktika

    • Englischer Begriff: ataractics

    Beruhigungsmittel (meist Benzodiazepine); s.a. Psychopharmaka, Tranquilizer.

  • Ataraktanalgesie
    • Englischer Begriff: ataractic analgesia

    die gleichzeitige Applikation von Ataractika u. Analgetika; Anw. in der Anästhesiologie (z.B. bei kieferchirurgischen Eingriffen von kürzerer Dauer).

  • Atavismus
    • Atavismus

    • Englischer Begriff: atavism

    Auftreten von Ahnenmerkmalen, die ansonsten nur aus der stammesgeschichtlichen Entwicklung (Phylogenese) bekannt sind; z.B. als überzählige Brustwarzen.

  • Ataxia
    • Ata|xia

    • Synonyme: -xie

    • Etymol.: griech. ataxia = Unordnung

    • Englischer Begriff: ataxia

    • Fach: Neurologie

    Störung der Bewegungsabläufe u. der Haltungsinnervation mit Auftreten unzweckmäßiger Bewegungen infolge gestörter funktioneller Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen (Synergismus); kann als eigenständiges Krankheitsbild genetisch bedingt sein und ist als solches in mehreren Fällen auch lokalisierbar; z.B. als Rumpfataxie, d.h. mit Rumpfschwankungen im Sitzen infolge Abstimmungsstörung zwischen Rumpf- u. Gliedmaßenmuskulatur bei Kleinhirnwurmerkrankung; oder als Gliedmaßenataxie (= laterales Kleinhirnzeichen) bei Fehlkoordination der Gliedmaßenmuskeln; als Gangataxie bei Kombination von Rumpf- u. Gliedmaßen-A. Gelegentlich als akutes Geschehen, z.B. als Westphal-von-Leyden-Syndrom v.a. bei Kleinhirnerkrankung (hierbei mit Asynergie, Dysmetrie, skandierender Sprache), bei Säuglingen, Kleinkindern als Zappert-Syndrom.

  • Ataxia ocularis
    Ataxia
    • A. ocularis

    • Englischer Begriff: ocular a.

    Nystagmus.

  • Ataxia teleangiectatica
    Ataxia
    • A. tele|angiectatica

    • Synonyme: Ataxia-Teleangiectasia

    Louis-Bar-Syndrom.

  • Ataxie, dynamische
    Ataxia
    • A., dynamische

    • Englischer Begriff: dynamic a.

    Bewegungsataxie, d.h. ausfahrende Einzel- u. Komplexbewegungen, evtl. mit Abweichtendenzen.

  • Ataxie, labyrinthäre
    Ataxia
    • A., labyrinthäre

    • Englischer Begriff: labyrinthine a.

    A. bei Erkrankungen des Gleichgewichtssinnes.

  • Ataxie, lokomotorische
    Ataxia
    • A., lokomotorische

    • Englischer Begriff: locomotor a.

    Gangataxie, Ataxie (allgemein).

  • Ataxie, motorische
    Ataxia
    • A., motorische

    • Englischer Begriff: motor a.

    A. infolge Störung motorischer Bahnen, Zentren (im Gegensatz zur sensorischen A.); v.a. als zerebellare u. zerebrale A.

  • Ataxie, sensorische
    Ataxia
    • A., sensorische

    • Englischer Begriff: sensory a.

    A. bei Erkrankung sensibler Leitungsbahnen, v.a. bei Hinterstrangerkrankung (als spinale A.).

  • Ataxie, spinale
    Ataxia
    • A., spinale

    • Englischer Begriff: spinal a.

    A. infolge Erkrankung sensibler Rückenmarksbahnen (= Hinterstrangataxie), i.w.S. auch des peripheren sensiblen Neurons; z.B. bei funikulärer Spinalerkrankung, Tabes dorsalis, bzw. bei Polyneuritis (d.h. als „periphere A.“). – I.e.S. die erbliche Friedreich-Ataxie (spinozerebellare A.) u. die Gerstmann-A.

  • Ataxie, statische
    Ataxia
    • A., statische

    • Englischer Begriff: static a.

    A. bei Störung der Haltungsinnervation; z.B. als A. im Stehen u. mit positivem Romberg-Versuch.

  • Ataxie, zerebellare
    Ataxia
    • A., zerebellare

    • Englischer Begriff: cerebellar a.

    Kleinhirnataxie; bei einseitiger Kleinhirnerkrankung als Hemiataxie, bei Kleinhirnwurmerkrankung als symmetrische A. Äußert sich in Asthenie, Dysmetrie, Adiadochokinese, Tremor, v.a. als Rumpfataxie mit Abasie, Astasie. Als angeborene A. (Heredoataxie) bei Marie-Syndrom II oder als A. teleangiectatica; ferner bei Kleinhirnatrophien. S.a. Multisystematrophie.

  • Ataxie, zerebrale
    Ataxia
    • A., zerebrale

    • Englischer Begriff: cerebral a.

    A. bei Erkrankung des Stirn-, Scheitel-, Schläfenlappens des Gehirns bzw. Thalamus-, Vierhügelerkrankung (im Fall einseitiger Erkrankung als Hemiataxie).

  • Atelektase
    • Atel|ek|ta|se

    • Englischer Begriff: atelectasis

    • Fach: Pathologie

    Zustand verminderten bis fehlenden Luftgehaltes der Lungenalveolen (mit entsprechend mangelhafter bis fehlender Entfaltung des entsprechenden Lungenbereiches). Nach Form u. Ausdehnung werden unterschieden Totalatelektase, Teil-, Lappen-, Segment-, Flächen-, Flecken-, Platten- oder Streifen-, Schalen-, Mantel-, Rand-Atelektase. Klinik: Schallverkürzung, abgeschwächtes oder bronchiales Atemgeräusch, Atelektaseknistern (v.a. zu Beginn u. bei Lösung der A.); gelegentlich tritt eine atelektatische Pneumonie auf (als Pneumonitis).

    • A., fetale
      A. der Lunge als der physiologische Zustand vor dem 1... (mehr)
    • A., sekundäre
      A. als Folge der Resorption der Alveolarluft u. der später folgenden verminderten... (mehr)
  • Atelektase, fetale
    Atelektase
    • A., fetale

    • Englischer Begriff: fetal a.

    A. der Lunge als der physiologische Zustand vor dem 1. Atemzug (u.a. als typischer Befund bei Totgeburt). Dieser Zustand kann als angeborene primäre A. zumindest teilweise fortbestehen, z.B. als Folge einer Aspiration unter der Geburt sowie bei Nichtentfaltung der Lunge, z.B. infolge Schädigung des Atemzentrums oder bei Mangel an Surfactant-Faktor (Membransyndrom).

  • Atelektase, sekundäre
    Atelektase
    • A., sekundäre

    • Englischer Begriff: secondary a.

    A. als Folge der Resorption der Alveolarluft u. der später folgenden verminderten örtlichen Blutzirkulation; sie wird verursacht durch Bronchienverstopfung oder -kompression (= Resorptionsatelektase; s.a. Mittellappen-Syndrom), durch Lungenkollaps (Entspannungsatelektase) oder durch Bronchusspastik (z.B. als postoperative Kontraktionsatelektase).

  • Atelie
    • Ate|lie

    • Etymol.: griech. telos = Ende

    • Englischer Begriff: atelia

    das Fortbestehen infantiler Merkmale (Nichtbeendigung der Entwicklung).

  • Atem
    • Englischer Begriff: breath

    Atemluft, Atmen, Atmung.

  • Atemanhalte-EKG
    • Atem|anhalte-EKG

    • Englischer Begriff: apnea ECG; ECG during suspended respiration

    Belastungs-EKG bei willkürlichem Atemanhalten (Apnoe; meist von 30 Sek. Dauer). Es zeigt Veränderungen i.S. der Sympathikotonie, evtl. auch der Koronarinsuffizienz an.

  • Atemanhalteversuch
    • Atem|anhalte|versuch

    • Englischer Begriff: breath-holding test

    • Fach: Kardiologie

    Bestimmung der maximal möglichen willkürlichen Atemanhaltezeit als Herz-Kreislauf-Test. Die normale Atemanhaltezeit (AaZ) beträgt nach Einatmung > 30 Sek., nach Ausatmung > 20 Sek. (= in- bzw. exspiratorische Atemanhaltezeit). Der Quotient aus AaZ nach u. vor der Belastung wird als Hyperventilationsindex bezeichnet.

  • Atemanhaltezeit
    • Atem|anhalte|zeit

    • Synonyme: AaZ (Abk.)

    • Englischer Begriff: breath-holding time

    s.u. Atemanhalteversuch.

  • Atemapparat
    • Atem|apparat

    • 1)
      Apparatus respiratorius... (mehr)
    • 2)
      Beatmungsgerät... (mehr)
  • Atemapparat 1)
    Atemapparat
    • 1)

    • Englischer Begriff: respiratory system

    • Fach: Anatomie

    Apparatus respiratorius.

  • Atemapparat 2)
    Atemapparat
    • 2)

    • Englischer Begriff: respirator

    • Fach: Anästhesiologie

    Beatmungsgerät.

  • Atemäquivalent
    • Atem|äquivalent

    • Englischer Begriff: respiratory equivalent

    das auch als spezifische Ventilation bezeichnete Verhältnis des Atemminutenvolumens zur Sauerstoffaufnahme/Min. (= Vvent/VO2). Gibt die Luftmenge an, die für die Aufnahme einer gleichen Menge von O2 ventiliert werden muss. Normalwert beträgt ca. 28; ist erhöht z.B. bei körperlicher Arbeit.

  • Atemarbeit
    • Atem|arbeit

    • Englischer Begriff: respiration work

    die zur Überwachung der elastischen u. nichtelastischen Gewebswiderstände des Brustkorbs, der Atemwege u. Lunge sowie zur Überwindung der Strömungs-, Reibungswiderstände in den Luftwegen pro Atemzugvolumen geleistete Arbeit (= Produkt aus aufzubringendem Druck und dem Volumen; s.a. Druck-Volumen-Diagramm, Abb.). Die Widerstände nehmen – mit Ausnahme des elastischen – bei verstärkter Anforderung, z.B. bei Muskelarbeit, u. auch mit dem geförderten Volumen zu; s.a. Atemmechanik. – Die A. wird ermittelt durch synchrone Bestimmung des Ösophagusdruckes u. des Atemvolumens.

  • Atembeschwerden
    • Atem|beschwerden

    subjektive oder objektive Symptome, die die Inspiration u./oder Exspiration betreffen. Häufige Formen sind Veränderungen der Atemfrequenz bis hin zur Atemnot oder zum Atemstillstand, Beklemmungsgefühl oder Schmerzen. Husten ist ein häufiges Atemgeräusch bei zahlreichen Erkrankungen der Lunge u. des Herzens.

  • Atembeutel
    • Atem|beutel

    • Englischer Begriff: respiratory bag (e.g. Ambu bag)

    Silikonbeutel (z.B. Ambu-Beutel) zur Handbeatmung.

  • Atemdepression
    • Atem|depression

    • Englischer Begriff: respiratory depression

    die zentralnervös (evtl. reflektorisch) bedingte Abflachung der Atemzüge (bis hin zum Atemstillstand) als Ausdruck mangelnder Leistung des Atemzentrums, z.B. bei Barbiturat- u. Opioidvergiftung, bzw. Fentanylüberhang nach Neuroleptanalgesie.

  • Atemfrequenz
    • Atem|frequenz

    • Englischer Begriff: respiratory rate

    die Zahl der Atemzüge pro Minute; abhängig von Alter (ab 30 Lj. etwa gleich bleibend), Körpergröße, Geschlecht, Körperhaltung (im Stehen höher als im Sitzen u. Liegen), Arbeit, Bluttemperatur u. psychischen Faktoren. Wird ermittelt z.B. durch Spirographen, Atemgürtel oder durch Anw. von Temperaturfühlern (v.a. Thermistoren), wobei Messung der im Atemrhythmus erfolgenden Temperaturschwankungen erfolgt. – s.a. Atemminutenvolumen.

  • Atemgasanalyse
    • Atem|gas|analyse

    • Englischer Begriff: analysis of respiratory gases

    die quantitative Bestimmung des Sauerstoff- u. Kohlendioxidgehaltes in der Ausatmungs- oder der endexspiratorischen Alveolarluft, z.B. mittels Haldane-Apparates oder Scholander-Analyse.

  • Atemgeräusche
    • Atem|geräusche

    • Englischer Begriff: respiratory sounds; breath sounds

    die über der Lunge hörbaren (Auskultation), durch das Ein- u. Ausströmen der Atemluft ausgelösten Geräusche (s.u. Atmen [2]). S.a. Rasselgeräusche.

  • Atemgift
    • Atem|gift

    • Englischer Begriff: respiratory poison

    Substanz mit Hemmeffekt auf die Atmung (Atemlähmung); ferner jeder Stoff, der über die Atmung giftige Wirkungen im Organismus entfaltet (z.B. Kohlenmonoxid, Blausäure) oder aber ätzend auf die Lungenalveolen wirkt u. dadurch zu toxischem Lungenödem führt (z.B. Schwefeldioxid, Stickoxide, Phosgen).

  • Atemgrenzwert
    • Atem|grenz|wert

    • Synonyme: AGW (Abk.)

    • Englischer Begriff: maximum breathing capacity; maximum voluntary ventilation

    die maximale Luftmenge, die durch willkürliche Steigerung der Atmung (Hyperventilation) pro Minute ein- u. ausgeatmet (= ventiliert) werden kann (= maximales Atemminutenvolumen). Klinisch wird das Ventilationsvolumen von 6–8 Atemzügen/10 Sek. auf 1 Minute extrapoliert (entspricht einer Atemfrequenz von 40–50/Min.). Normalwert beim Erwachsenen ca. 80–150 l.

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