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  • Atmung, periodische
    Atmung  >  Atmung, äußere 1)
    • A., peri|odische

    • Synonyme: Cheyne-Stokes-Atmung

    • Englischer Begriff: periodic r.; Cheyne-Stokes r.

    pathol. Atmen mit abwechselnd an- u. absteigender Tiefe u. mit apnoischen Pausen. Natürlich im Schlaf u. beim Säugling, krankhaft bei Apoplexie, Kreislaufkollaps; evtl. als „wogende A.“, d.h. ohne apnoische Pausen.

  • Atmungsenzyme
    • Atmungs|enzyme

    • Synonyme: -fermente

    • Englischer Begriff: respiratory enzymes

    die vorwiegend an der Atmungskette beteiligten Enzyme (samt ihren Cofaktoren; Cytochrome). – I.w.S. auch die Wasserstoff übertragenden Enzyme bzw. Coenzyme (Nicotinamid-adenin-dinucleotid, Flavin-adenin-dinucleotid).

  • Atmungsferment, gelbes
  • Atmungsinsuffizienz
    • Atmungs|insuffizienz

    • Englischer Begriff: respiratory insufficiency

    respiratorische Insuffizienz; s.a. Atmung.

  • Atmungskette
    • Atmungs|kette

    • Englischer Begriff: respiratory chain

    Abbildung

    räumlich u. funktionell eng mit dem Citratzyklus verknüpftes „Multienzym-System“ der inneren Atmung. Mit seiner Hilfe wird aus der Vereinigung von Wasserstoff mit dem durch äußere Atmung herangeführten Sauerstoff („Verbrennung“ zu Wasser) Energie gewonnen. Der Wasserstoff wird in einer dreistufigen Gesamtreaktion mittels hintereinander geschalteter Redoxsysteme abfallenden Energieniveaus („Kaskaden“; s.a. Cytochrom) oxidiert, „verbrannt“. Die Energie wird als Wärme frei bzw. wird chemisch gespeichert durch Bildung des energiereichen Adenosintriphosphats (ATP) unter Nutzung anorganischen Phosphors („oxidative Phosphorylierung“). S.a. Schema.

  • Atmungsorgane
    • Atmungs|organe

    • Fach: Anatomie

    Apparatus respiratorius.

  • Atmungsquotient
    • Atmungs|quotient

    respiratorischer Quotient.

  • Atmungssyndrom, nervöses
    • Atmungs|syndrom, nervöses

    Hyperventilationssyndrom.

  • ATNR
    • Synonyme: Abk. für asymmetrischer tonischer Nackenreflex

    s.u. Hals(stell)reflex, tonischer.

  • Atom
    • Atom

    • Englischer Begriff: atom

    Abbildung   Abbildung

    das mit chemischen Mitteln nicht mehr teilbare kleinste Teilchen eines chemischen Elementes. Der kleinste, komplexe Baustein von Molekülen. A. ist ein elektrisch neutrales Gebilde, da der Atomkern sich v.a. aus Nucleonen (bestehend aus positiven Protonen u. ungeladenen Neutronen) zusammensetzt u. fast die gesamte Atommasse (99,97%) bildet. Der Kern ist mit der – aus negativ geladenen u. in Schalen angeordneten Elektronen bestehenden – Elektronenhülle im Gleichgewicht (die Zahl der Hüllenelektronen entspricht der Zahl der Protonen). Die Anzahl der Protonen (Ordnungszahl) bestimmt die chemischen Eigenschaften u. die Stellung im Periodensystem der Elemente. Die Zahl der Protonen u. Neutronen ergibt die Massenzahl, die bei den – neutronenreicheren – Isotopen von der des Normalelementes abweicht; s.a. Kernspin. – Das elektrisch neutrale Gebilde „Atomion“ wird durch Elektronenabgabe zu einem positiven, durch Elektronenaufnahme zu einem negativen Ion (Kat- bzw. Anion). Weitere Kernbestandteile sind u.a. Positronen, Mesonen, Neutrinos. Im stabilen oder aber instabilen (radioaktiven) Kern werden die Nucleonen durch Kräfte sehr kurzer Reichweite u. eine Bindungsenergie von ca. 8 MeV zusammengehalte (s.a. Nuclid, Kern...). Die Anordnung der Kennziffern am Elementsymbol erfolgt wie im Bsp. (Schwefel); s.a. Atomgewicht.

  • Atomabsorptions-Spektrometrie
    • Atom|absorptions-Spektro|metrie

    • Synonyme: AAS (Abk.)

    aus der Flammenspektrometrie entwickeltes Verfahren der Absorptionsmessung, bei dem das Phänomen der Resonanzabsorption genutzt wird (d.h. die Absorption eines durch ein angeregtes Atom emittierten Lichtquants durch ein nicht angeregtes Atom des gleichen Elements); hierzu wird durch den Dampf der Analyseprobe das Licht des in der Probe gesuchten Elements geschickt, wobei im positiven Fall die absorbierte Lichtmenge direkt proportional ist der in der Probe enthaltenen Substanzmenge. Die Bestimmung erfolgt mit Hilfe eines sog. Absorptionsflammenphotometers: eine Apparatur mit monochromatischer Lichtquelle, einem mit einem Zerstäuber versehenen, der Verdampfung der Probe dienenden Brenner, einem Monochromator (oder einem geeigneten Filter) u. mit entsprechenden Detektoren versehen, mit einer durch Verstärker ausgestatteten Anzeigevorrichtung. Eignet sich zur Bestimmung von Substanzmengen im Nanogrammbereich; Vorteile: kurze Messzeit, keine nennenswerte Beeinträchtigung oder Verfälschung der Messergebnisse.

  • Atomgewicht
    • Atom|gewicht

  • Atomgewicht, absolutes 1)
    Atomgewicht
    • 1) A., absolutes

    • Englischer Begriff: absolute atomic weight

    auf das Gramm bezogene „absolute Atommasse“, das Grammatom.

  • Atomgewicht, relatives 2)
    Atomgewicht
    • 2) A., relatives

    • Englischer Begriff: relative atomic weight

    dimensionsloser, seit 1961 auf das 12C-Atom als Standard-Atom bezogener Zahlenwert für die Atommasse (die Zahl gibt an, wievielmal größer die Masse des jeweil. Atoms ist als 1/12 der Masse des als Maßstab geltenden Kohlenstoff-Isotops).

  • Atomhülle
    • Atom|hülle

    im Atom die den Atomkern umgebenden, in Schalen angeordneten Elektronenwolken.

  • Atomkern
    • Atom|kern

    • Englischer Begriff: atomic nucleus

    s.u. Atom; s.a. Kernspin, Elementarteilchen.

  • Atommasse
    • Atom|masse

    • Englischer Begriff: atomic mass

    s.u. Atomgewicht.

  • Atonie
    • A|to|nie

    • Englischer Begriff: atonia; atony

    Schlaffheit, d.h. fehlender oder mangelhafter Spannungszustand (Tonus) eines Gewebes bzw. Organs; als A. der Skelettmuskulatur die Folge einer Motoneuronenschädigung des Vorderhorns des Rückenmarks oder einer peripheren Nervenlähmung bzw. einer örtlichen oder systemischen Muskelschädigung, u. als solche mit fließenden Übergängen zur Hypotonie. – s.a. Blasen-, Magen-, Darm-, Uterusatonie.

  • atonisch-astatisches Syndrom
    • atonisch-astatisches Syndrom

    • Englischer Begriff: atonic-astatic syndrome

    Foerster-Syndrom (1).

  • atonischer Anfall
    • atonischer Anfall

    • Englischer Begriff: atonic seizure

    Anfall als Bewusstlosigkeit mit Muskelspannungsverlust (Atonie); bei Narkolepsie, bei Epilepise mit myoklonisch-astatischen Anfällen, Pseudo-Lennox- u. Lennox-Syndrom.

  • Atopie
    • A|to|pie

    • Englischer Begriff: atopy

    Abbildung

    familiär auftretende Überempfindlichkeit von Haut u. Schleimhäuten gegen Umweltstoffe, assoziiert mit erhöhter IgE-Bildung u./oder veränderter pharmakologischer Reaktivität. Als klassische klinische Manifestationen der Atopie bzw. atopische Erkrankungen gelten das allergische Asthma bronchiale, die allergische Rhinokonjunktivitis u. das atopische Ekzem.

  • Atopie-Syndrom

      Bez. für klinische Manifestationen der Atopie.

    • Atorvastatin
      • Englischer Begriff: atorvastatin

      ein HMG-CoA-Reductase-Hemmer.

    • Atosiban
      • Englischer Begriff: atosiban

      ein synthetischer Oxytocin-Antagonist; Tokolytikum.

    • Atovaquon
      • Englischer Begriff: atovaquone

      ein Protozoenmittel.

    • ATP
      • Englischer Begriff: ATP

      Abk. für Adenosintriphosphat.

    • ATP-Creatin-Transphosphorylase
    • ATPase
      • ATPase

      • Englischer Begriff: ATPase

      Abk. für Adenosintriphosphatase.

    • ATRA
      • Synonyme: Abk. für all-trans retin(o)ic acid; all-trans-Retinsäure

      • Etymol.: engl.

      Tretinoin.

    • Atracuriumbesilat
      • Englischer Begriff: atracurium besilate

      ein nicht depolarisierendes Muskelrelaxans mit etwas länger anhaltender Wirkungsdauer als Vecuroniumbromid; Anw. auch bei Leber- bzw. Niereninsuffizienz möglich.

    • Atransferrinämie, kongenitale
      • A|trans|ferrin|ämie, kongenitale

      • Englischer Begriff: congenital atransferrinemia

      rezessiv erblicher Transferrin-Mangel im Blut; mit Eisenmangelanämie infolge Eisenverwertungsstörung u. mit Siderose der inneren Organe.

    • atraumatisch
      • Englischer Begriff: atraumatic

      ohne – oder mit nur sehr geringer – Verletzung von Körpergewebe einhergehend; v.a. zur Charakterisierung gewebeschonender Operationstechniken.

    • Atresia
      • Atre|sia

      • Synonyme: -sie

      • Englischer Begriff: atresia

      das Fehlen der natürlichen Mündung (Blindendatresie) oder Lichtung eines Hohlorgans. – Meist als angeborene Fehlentwicklung (s.a. Aplasie); z.B. Membranatresie, verwachsungsbedingte Strangatresie.

      • A. ani
        das angeborene Fehlen der Afteröffnung infolge Fortbestehens der embryonalen... (mehr)
      • A. auris
        angeborenes Fehlen der Gehörgangslichtung; evtl... (mehr)
      • A. cervicalis
        der angeborene oder erworbene (Asherman-Syndrom) Verschluss der Lichtung... (mehr)
      • A. hymenalis
        angeborener Verschluss des Scheideneingangs durch Fehlen der natürlichen... (mehr)
      • A. multiplex congenita
        Dysostosis acrofacialis (1)... (mehr)
      • A. nasalis
        angeborener oder erworbener, ein- oder doppelseit... (mehr)
      • A. pupillae
        der angeborene Pupillenverschluss infolge Fortbestehens der embryonalen... (mehr)
      • A. recti
        Mastdarmatresie; der Mastdarm ist ohne Verbindung zum After; das blind... (mehr)
      • A. urethrae
        membranöse oder strangförmige, evtl... (mehr)
      • A. uteri
        Minderentwicklung bis völliges Fehlen der Gebärmutterlichtung, v.a... (mehr)
      • A. vaginalis
        angeborene Unterentwicklung oder erworbene (entzündliche) Verödung der... (mehr)
    • Atresia ani
      Atresia
      • A. ani

      • Synonyme: Analatresie

      • Englischer Begriff: anal a.

      das angeborene Fehlen der Afteröffnung infolge Fortbestehens der embryonalen Kloakenmembran; oft kombiniert mit Fehlbildungen des Darms (z.B. mit Atresia recti), des Harn- u./oder Geschlechtstraktes, der unteren Wirbelsäule bzw. des Beckens; als A. a. simplex mit kleinem Grübchen; als A. a. analis mit kleiner Fistel anstelle der Afteröffnung.

    • Atresia auris
      Atresia
      • A. auris

      angeborenes Fehlen der Gehörgangslichtung; evtl. kombiniert mit Mikrotie.

    • Atresia cervicalis
      Atresia
      • A. cervicalis

      • Englischer Begriff: cervical a.

      der angeborene oder erworbene (Asherman-Syndrom) Verschluss der Lichtung des Gebärmutterhalses; Gynatresie.

    • Atresia hymenalis
      Atresia
      • A. hymenalis

      • Englischer Begriff: imperforate hymen

      angeborener Verschluss des Scheideneingangs durch Fehlen der natürlichen Öffnung im Hymen; Gynatresie.

    • Atresia multiplex congenita
      Atresia
      • A. multi|plex congenita

      Dysostosis acrofacialis (1).

    • Atresia nasalis
      Atresia
      • A. nasalis

      • Englischer Begriff: nasal a.

      angeborener oder erworbener, ein- oder doppelseit. Nasenhöhlenverschluss; s.a. Choanalatresie.

    • Atresia pupillae
      Atresia
      • A. pupillae

      • Synonyme: A. iridis; Atretopsie

      • Englischer Begriff: pupillary a.

      der angeborene Pupillenverschluss infolge Fortbestehens der embryonalen Pupillarmembran.

    • Atresia recti
      Atresia
      • A. recti

      • Englischer Begriff: rectal a.

      Mastdarmatresie; der Mastdarm ist ohne Verbindung zum After; das blind endende Mastdarmende ist durch eine Gewebsschicht vom kurzen Afterblindsack getrennt, der Sphincter ani aber normal angelegt; evtl. kombiniert mit einer Analatresie (= A. ani et recti) oder (infolge Fehltrennung im Sinus urogenitalis) mit einer inneren oder äußeren Fistel, z.B. einer Damm-, Scheidenfistel (A. r. cum fistula perineali, vaginali).

    • Atresia urethrae
      Atresia
      • A. urethrae

      • Englischer Begriff: urethral a.

      membranöse oder strangförmige, evtl. inkomplette A. der Harnröhre, meist in Nähe der äußeren Öffnung.

    • Atresia uteri
      Atresia
      • A. uteri

      • Synonyme: Atretometrie

      • Englischer Begriff: uterine a.

      Minderentwicklung bis völliges Fehlen der Gebärmutterlichtung, v.a. als Uterusfehlbildung (s.a. A. cervicalis); auch Verödungsfolge. – Gynatresie.

    • Atresia vaginalis
      Atresia
      • A. vaginalis

      • Englischer Begriff: vaginal a.

      angeborene Unterentwicklung oder erworbene (entzündliche) Verödung der weiblichen Scheide; Gynatresie; s.a. Mayer-Rokitansky-Küster-Syndrom.

    • Atret
      • Atret...

      • Synonyme: Atreto...

      Wortteil „Atresie“.

    • atretisch
      • atretisch

      • Englischer Begriff: atretic

      nicht durchgängig, durch Atresie bedingt.

    • atretische Follikel
      atretisch
      • a. Follikel

      • Englischer Begriff: a. follicle

      Follikelatresie.

    • atrial
      • atri|al

      • Englischer Begriff: atrial

      den Vorhof betreffend.

    • Atrial...

        Wortteil „Vorhof “(= Atrium), v.a. „Herzvorhof“; s.a. Atrio...

      • atriale Stimulation
        atrial
        • a. Stimulation, transvenöse temporäre

        transvenöse atriale Katheterstimulation.

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