Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Beckenringlockerung
    • Becken|ring|lockerung

    • Englischer Begriff: loosening of the pelvic ring

    • Fach: Gynäkologie

    die während der Schwangerschaft physiologische Lockerung der natürlichen Straffheit des Bandapparates der Iliosakralgelenke u./oder der Symphyse (Symphysendehnung); selten prämenstruell.

  • Beckenschaufelfraktur
    • Becken|schaufel|fraktur

    • Englischer Begriff: iliac wing fracture

    • Fach: Chirurgie

    isolierte Beckenfraktur im Bereich der Darmbeinschaufel, u. zwar als Beckenrandbruch Abrissfrakturen an den Spinae oder am Beckenkamm oder als Trümmerbruch der Darmbeinschaufel sowie als Duverney-Thieme-Querbruch.

  • Beckenschiefstand
    • Becken|schief|stand

    • Englischer Begriff: pelvic obliquity

    • Fach: Orthopädie

    die einseitige Tiefstellung des Beckens bei Skoliose der Wirbelsäule, Asymmetrie des knöchernen Beckens oder bei echter oder scheinbarer Beinlängendifferenz (z.B. bei angeborener Hüftluxation, bei Hüftgelenkerkrankungen mit Kontrakturen); führt zu Asymmetrie der Gesäßfalten u. Kreuzbeingrübchen, evtl. zu scheinbarer Beinverkürzung.

  • Beckenskoliose
    • Becken|sko|li|ose

    • Englischer Begriff: sacral scoliosis

    Skoliosebecken.

  • Beckenspreizgips
    • Becken|spreizgips

    • Englischer Begriff: spica cast

    • Fach: Orthopädie

    Beckengips in Spreizstellung der Oberschenkel; v.a. als Lange-Methode oder in Lorenz-Stellung bei der Behandlung der angeborenen Hüftluxation.

  • Beckentyp
    • Becken|typ

    • Fach: Angiologie

    aortoiliakaler Typ der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit; meist arteriosklerotisch bedingt. Charakterisiert durch Klaudikationsschmerz im Unter- u. Oberschenkel; bei Befall der intrarenalen Aorta, der A. iliaca communis u./oder A. i. interna auch im Bereich der Gesäßmuskulatur, beim Mann auch kombiniert mit Potenzstörungen (Aortenbifurkationssyndrom); Pulsabschwächung bzw. -losigkeit vom Leistenpuls abwärts sowie Gefäßgeräusche im Bauch- u. Beckenbereich.

  • Beckenvenenthrombose
    • Becken|(venen)thrombose

    • Englischer Begriff: pelvic vein thrombosis

    Thrombosierung tiefer Beckenvenen; führt zu gleichseitiger venöser Stauung; z.B. nach Bein- u. Becken-Op. u. Entbindung. – s.a. Venenthrombose, tiefe.

  • Beckenverengung
    • Becken|verengung

    • Englischer Begriff: pelvic constriction

    • Fach: Geburtshilfe

    Einengung der Beckenhöhle, insbes. aber des Beckeneingangs. Je nach Conjugata-vera-Länge 4 Grade; I°: unternormal bis 9 cm; II°: 9–7,5, n. Martius um 8 cm; III°: 7,5–5,5 bzw. 8–6 cm; IV°: < 5,5 bzw. 6 cm = absolute Beckenenge.

  • Beckenweite
    • Becken|weite

    • Synonyme: Beckenmitte; BM (Abk.)

    • Englischer Begriff: width of pelvis

    • Fach: Geburtshilfe

    die nahezu rund begrenzte Beckenebene (dort Abb.) mit der Interazetabularlinie als Querdurchmesser; entweder parallel zur Beckeneingangsebene (= parallele B. = untere Schoßfugenrand- oder „U-Ebene“) oder durch 3. Kreuzbeinwirbel. Hier dreht der kindl. Kopf in den Schrägdurchmesser (Beginn der inneren Drehung).

  • Becker-Höschen
    • Becker-Höschen

    • Englischer Begriff: pelvic harness (Becker)

    • Fach: Orthopädie

    Kunststoffspreizhöschen als Mittel für Spreizbehandlung der angeborenen Hüftgelenkdysplasie beim Säugling.

  • Becker-Kiener-Syndrom
    • Becker-Kiener-Syndrom

    • Englischer Begriff: Becker's muscular dystrophy

    • Biogr.: Peter E. B., geb. 1908, Humangenetiker, Göttingen; F. K., Arzt, Berlin

    (1955) eine rezessiv-geschlechtsgebundene, erbliche Muskeldystrophie mit Symptomen wie beim Duchenne-v.-Leyden-Syndrom.

  • Becker-Naevus
    • Becker-Nävus

    • Englischer Begriff: Becker's nevus

    Melanosis naeviformis Becker.

  • Beckmann-Instrumente
    • Beckmann-Instrumente

    • Biogr.: Hugo B., 1861–1907, Otologe, Berlin

    • 1)
      ungedecktes Ringmesser (u.a... (mehr)
    • 2)
      zangenart... (mehr)
  • Beckmann-Instrumente 1)
    Beckmann-Instrumente
    • 1)

    • Synonyme: Adenotom

    • Englischer Begriff: Beckmann's adenotome

    ungedecktes Ringmesser (u.a. für nachblutende adenoide Reste); als B.-Weil-Adenotom mit Fangkorb.

  • Beckmann-Instrumente 2)
    Beckmann-Instrumente
    • 2)

    zangenart. Nasenspekulum (in geschlossenem Zustand einen Trichter bildend) für die Rhinoscopia anterior.

  • Beckwith-Syndrom
    • Beckwith-Syndrom

    Thalidomid-Embryopathie.

  • Beckwith-Wiedemann-syndrom
    Beckwith-Syndrom
    • B.-Wiedemann-Syndrom

    • Englischer Begriff: Beckwith-Wiedemann syndrome

    • Fach: Pädiatrie

    Wiedemann-B.-Syndrom.

  • Béclard
    • Béclard

    • Biogr.: Pierre Augustin B., 1785–1825, Chirurg, Paris

    • B.-Hernie
      durch die Fossa ovalis hervortretende Schenkelhernie... (mehr)
    • B.-Kern
      der Knochenkern der rumpffernen Femurepiphyse... (mehr)
  • Béclard-Hernie
    Béclard
    • B.-Hernie

    • Englischer Begriff: Béclard's hernia

    • Fach: Chirurgie

    durch die Fossa ovalis hervortretende Schenkelhernie.

  • Beclard-Kern
    Béclard
    • B.-Kern

    • Englischer Begriff: B.'s nucleus

    • Fach: Röntgenologie

    der Knochenkern der rumpffernen Femurepiphyse. Gilt bei Mindestdurchmesser von 0,5 cm beim Neugeborenen als B.-Reifezeichen.

  • Beclometason
    • Englischer Begriff: beclometasone

    halogeniertes Glucocorticoide zur inhalativen Anw. bei allergischen u. entzündlichen Atemwegserkrankungen (v.a. Asthma bronchiale).

  • Becquerel
    • Becquerel

    • Englischer Begriff: becquerel

    • Fach: Radiologie

    nach dem franz. Physiker Antoine Henri B. (1852–1908) benannte Einheit (s. SI-Einheiten) der Radioaktivität. 1 Bq (= 1 s–1 = 1 „reziproke Sek.“) ist gleich der Aktivität einer Menge eines radioaktiven Nuclids, in welcher der Quotient aus dem statistischen Erwartungswert für die Anzahl der Umwandlungen (oder isomeren Übergänge) u. aus der Zeitspanne, in der diese stattfinden, dem Grenzwert 1/Sek. bei abnehmender Zeitspanne zustrebt.

  • Bedampfung
    • Englischer Begriff: vacuum coating; shadow casting

    • Fach: Histologie

    Aufbringen eines dünnen Metallüberzuges im Vakuum auf das Objekt zur Kontraststeigerung („Schattengebung“), v.a. bei Elektronenmikroskopie.

  • bedingter Reflex
    • Englischer Begriff: conditioned reflex

    (Pawlow) ein unter bestimmten Bedingungen anerzogener (gebahnter = konditionierter) Reflex, entwickelt durch gekoppelte Anw. eines zu einem unbedingten angeborenen Reflex führenden Reizes mit einem indifferenten Auslösungsreiz, der zunächst nur als Begleiter des adäquaten unbedingten Reizes eingesetzt wird, diesen dann aber im Laufe der Konditionierung als Auslöser ersetzt. Ohne gelegentliche Bekräftigung durch den unbedingten Reiz erlischt er oder wird sogar paradox (Hemmung der eingeübten Antwort). Durch Kombination mit weiteren „bedingten“ (= „bedingenden“) Reizen über das 1. oder das 2. Signalsystem (z.B. als optischer u. akustischer Reiz bzw. Wort, Sprache) entstehen bedingte Reflexe 2., 3. usw. Ordnung, wie sie u.a. für Lernvorgänge, Milieuanpassung etc. von Bedeutung sind.

  • Bednar
    • Bed|nar

    • Biogr.: Alois B., 1816–1888, Pädiater, Wien

  • Bednar-Aphthen
    Bednar
    • B.-Aphthen

    • Englischer Begriff: Bednar's aphthae

    mikrotraumatisch bedingte flache „Sauggeschwüre“ bds. an Gaumen- u. Wangenschleimhaut des Säuglings.

  • Bednar-Parrot-Epiphysenloesung
    Bednar
    • B.-Parrot-Epiphysen|lösung

    • Englischer Begriff: Parrot's paralysis

    Parrot-Lähmung.

  • Bedside-Methode
    • Bedside-Methode

    • Etymol.: engl.

    jede technisch einfache u. deswegen am Krankenbett durchführbare laborklinische Methode (Teststreifen-, Mikromethode).

  • Bedsonia
    • Bedsonia

    • Fach: Bakteriologie

    Chlamydia.

  • Beer-Zeichen
    • Beer-Zeichen

    • Englischer Begriff: Beer's sign

    • Fach: Radiologie

    bei paranephritischem Abszess herdseits konkave Skoliose der Lendenwirbelsäule u. homolaterale Psoasrand-Unschärfe.

  • Beerenaneurysma
    • Beeren|an|eu|rys|ma

    • Englischer Begriff: berry aneurysm

    Angioma arteriale racemosum.

  • Befehlsautomatie
    • Befehls|automatie

    • Englischer Begriff: command automatism

    • Fach: Psychologie

    automatenhaftes Ausführen von Befehlen ohne Gegentendenz, v.a. bei schizophrenen Erkrankungen (Hebephrenie); Echoerscheinungen.

  • Befeuchterfieber
    • Befeuchter|fieber

    • Fach: Pulmologie

    (Pestalozzi) der Farmerlunge ähnliche exogen allergische Alveolitis mit Fieber, Husten (evtl. auch hämorrhagischem Auswurf) u. Dyspnoe durch Inhalation der von Klima- bzw. Befeuchteranlagen versprühten Keime.

  • Befruchtung
    • Befruchtung

    • Synonyme: Fertilisatio(n)

    • Englischer Begriff: fertilization

    Vereinigung der Zellkerne (= Karyogamie) u. des Zytoplasmas zweier sexuell differenter Zellen mit Bildung einer Zygote mit diploidem Chromosomensatz; beim Menschen unter Vereinigung der Vorkerne als Oogamie (die als Form der Gametenvereinigung = Gametogamie im Eileiterlumen erfolgt). Ermöglicht Neukombination des Erbgutes. Es folgt die Furchung. – s.a. Befruchtungsmembran, Konzeption, Konjugation, Parasexualität, Kapazitation.

  • Befruchtung, extrakorporale
    Befruchtung
    • B., extra|korporale

    • Englischer Begriff: in vitro f.

    s.u. Retortenbaby; s.a. Embryotransfer.

  • Befruchtung, künstliche
    Befruchtung
    • B., künstliche

    • Englischer Begriff: artificial insemination

    s.u. Insemination.

  • Befruchtungsfähigkeit
    • Befruchtungs|fähigkeit

    Potentia generandi.

  • Befruchtungsmembran
    • Befruchtungs|membran

    • Englischer Begriff: fertilization membrane

    eine Verfestigung der Eizellenoberfläche durch kortikale Reaktion nach Spermienkontakt; sie verhindert das Eindringen weiterer Spermien in die Eizellen; s.a. Empfängnishügel.

  • Begattung
    • Begattung

    • Englischer Begriff: copulation; coitus

    • Fach: Biologie

    die der „inneren Besamung“ durch Begattungsorgane (äußeres Genitale) dienende Vereinigung („Kopulation“) zweier verschiedengeschlechtlicher Individuen; s.a. Beischlaf.

  • Begleitdepression
    • Begleit|depression

    depressives Syndrom im Rahmen einer organischen Erkrankung. Eine B. kann bei nahezu allen somatischen Erkrankungen auftreten, z.B. bei chronischen Durchblutungsstörungen des Gehirns, zerebralem Insult, Parkinson-Krankheit, Chorea Huntington, Epilepsie, Alzheimer-Demenz, multipler Sklerose, Infektionen, kardiovaskulären Erkrankungen, metabolischen u. endokrinen Störungen, Rheuma, Tumoren u.v.m. Im Unterschied zur endogenen Depression ist die B. leichter ausgeprägt u. spricht rascher auf Antidepressiva an, die Übergänge zwischen somatischer, psychoreaktiver u. endogener Depression sind jedoch immer fließend.

  • Begleitkrankheit
    • Begleit|krankheit

    • Englischer Begriff: concomitant disease

    jede vom – im Vordergrund stehenden – Grundleiden mehr oder weniger unabhängige u. gleichzeitig mit diesem auftretende („symptomatische“) Zweitkrankheit, z.B. Begleitanämie (symptomatische Anämie), Begleitbronchitis (bei Pneumokoniose, Lungen-Tbk), Begleitenzephalitis (z.B. bei Fleckfieber, Influenza, Scharlach), Begleitgastritis (bei peptischem Ulkus, Magenkarzinom, Urämie), Begleitmeningitis (para- oder metainfektiös bei verschiedenen Infektionskrankheiten; meist gutartig; evtl. mit Übergängen zu Enzephalitis, Myelitis; s.a. Meningismus).

  • Begleitperitonitis
    • Begleit|peritonitis

    s.u. Peritonitis.

  • Begleitschielen
    • Begleit|schielen

    • Englischer Begriff: concomitant strabismus; comitant s.

    Strabismus concomitans.

  • Begleitstaub
    • Begleit|staub

    • Fach: Pulmologie

    bei Pneumokoniosen der neben dem Hauptschadstoff (z.B. Quarz) vorkommende Staub (z.B. Kohlenstaub), der das klinische, röntgenolog. u. histolog. Bild evtl. charakteristisch verändert (Anthrasilikose, Mischstaubsilikose).

  • Begleitstreifen
    • Begleit|streifen

    • Englischer Begriff: venous sheathing

    • Fach: Ophthalmologie

    im Augenhintergrundbild sichtbare weiße Einscheidung der Netzhautvenen bei der Periphlebitis retinae.

  • Begleitvene
    • Begleit|vene

    • Englischer Begriff: concomitant vein

    • Fach: Anatomie

    die zur zugehörigen Arterie etwa parallel verlaufende – meist gleichnam. – Vene; bei kleineren Arterien paarig.

  • Béguez//César-Anomalie
    • Béguez-César-Anomalie

    • Englischer Begriff: Béguez-César disease

    • Fach: Hämatologie

    das Chediak-Steinbrinck-Higashi-Syndrom.

  • Behaarung
    • Behaarung

    • Englischer Begriff: pellage; hair coat

    das konstitutions- u. rassenabhängige, bei ♀ meist schwächer ausgebildete Haarkleid der Körperhaut als Lanugo bzw. Terminalhaar. – s.a. Hyper-, Hypotrichosis, Hirsutismus.

  • Behandlung
    • Behandlung

    • Englischer Begriff: medical treatment

    das auf Heilung oder Besserung (einschl. Rehabilitation), i.w.S. auch auf die Prophylaxe gerichtete Handeln des Arztes oder einer Heilhilfsperson am Kranken; s.a. Therapie.

  • Behandlungsfehler
    • Behandlungs|fehler

    Kunstfehler.

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