Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Bigeminus 2)
  • Biggs-Test
    • Biggs-Test

    • 1)
      Bestimmung der Thromboplastinaktivität anhand der Gerinnungszeit einer... (mehr)
    • 2)
      Bestg... (mehr)
  • Biggs-Test 1)
    Biggs-Test
    • 1)

    • Synonyme: B.(-Douglas-MacFarlane)-Thromboplastin(re)generationstest

    • Englischer Begriff: thromboplastin generation test

    Bestimmung der Thromboplastinaktivität anhand der Gerinnungszeit einer Aufbereitung aus „adsorbiertem“ Patientenplasma u. Normalserum bzw. aus Patientenserum u. adsorbiertem Normalplasma nach Zusatz von Thrombozytenextrakt; dient zur Differenzierung der Hämophilie A u. B u. – modifiziert – zur vergleichend-quantitativen Bestimmung des Faktors VIII. Die ermittelte Zeit wird mit Ansätzen aus Normalblut verglichen, wobei folgendes Prinzip gilt: (Aluminiumhydroxid-)adsorbiertes, der Faktoren IX u. X entblößtes Plasma wird mit – der Faktoren II, VII u. VIII ermangelndem – Serum vermengt, u. dem Ansatz werden Thrombozyten u. Calcium zugesetzt, so dass sich Thromboplastinaktivität entwickeln kann, die indirekt durch die Gerinnungszeit ermittelt wird.

  • Biggs-Test 2)
    Biggs-Test
    • 2)

    Bestg. der Rekalzifizierungszeit an Citratblut durch Calciumzusatz; Normwert 90–210 Sek.

  • Biglas
    • Bi|glas

    • Fach: Ophthalmologie

    Bikonkav- oder Bikonvexlinse mit gleicher Krümmung der Vorder- u. Hinterfläche als Probierglas.

  • Biglycan
    • Bigly|can

    • Synonyme: -kan

    • Englischer Begriff: biglycan

    ein Proteoglykan.

  • Bigonadismus
    • Bi|go|na|dis|mus

    Intersextyp mit männlichen u. weibl. Keimdrüsen (Testovar bzw. Ovotestis).

  • Biguanide
    • Biguanide

    • Englischer Begriff: biguanides

    von Guanylguanidin abgeleitete synthetische Verbindungen mit blutzuckersenkender Wirkung (orale Antidiabetica); einziger noch im Handel befindlicher Wirkst.: Metformin. NW: v.a. bei niereninsuffizienten Pat. lebensbedrohliche Lactatazidose, häufiger gastrointestinale Beschwerden, Metallgeschmack.

  • bikalorische Spülung
    • bi|kalorische Spülung

    • Englischer Begriff: bicaloric irrigation

    • Fach: Otologie

    die kalorische Prüfung (des Gleichgewichtsapparats) durch Kalt- u. Warmspülung; s.a. Nystagmus.

  • Bikarbonat...
    • Bi|kar|bo|nat...

    • Englischer Begriff: bicarbonate

    Bicarbonat...

  • bikondyläre Fraktur
    • bi|kon|dy|lä|re Fraktur

    • Englischer Begriff: bicondylar fracture

    • Fach: Chirurgie

    Humerus-, Femur- oder Tibiafraktur unter Einbeziehung beider Kondylen (u. meist auch des Gelenks); oft T- oder Y-förmig.

  • Bikonkavglas
    • Bi|konkav|glas

    • Englischer Begriff: biconcave lens

    • Fach: Optik

    Zerstreuungslinse mit konkaver Krümmung der Vorder- u. Hinterfläche. Analog das Bikonvexglas (als Sammellinse); s.a. Biglas.

  • Bikuspidalität
    • Bi|kus|pi|da|li|tät

    • Englischer Begriff: bicuspid malformation

    • Fach: Pathologie

    die – seltene – Fehlbildung der Aorten- oder Pulmonalklappe als nur aus 2 Semilunarklappen bestehende Gebilde.

  • Bilan
    • Bi|lan

    • Fach: Biochemie

    der 4-kernige Grundkörper der farblosen Bilirubinoide (z.B. des Uro-, Stercobilinogens); i.w.S. auch die davon abgeleiteten 4-kernigen Pyrrolfarbstoffe (Biliene, Bilidiene, -triene).

  • Bilanzierung

      Ausgleich des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes unter exakter Berechnung von Einfuhr/Ausfuhr aus dem Körper. Notwendig z.B. bei vermehrten Verlusten infolge von Erbrechen, Durchfällen, Sekretverlusten, z.B. nach Operationen oder Traumen (vermehrte Substitution); Ausscheidungsstörungen, z.B. bei Herzinsuffizienz, nephrotischem Syndrom u.a. dagegen erfordern eine Herabsetzung der Wasser- bzw. Elektrolytzufuhr.

    • bilateralis
      • bi|la|te|ral(is)

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: bilateral

      zwei-, doppelseitig, auf bd. Seiten, seitensymmetrisch.

    • Bilayer
      • Bi|layer

      • Etymol.: engl.

      • Fach: Biochemie

      Doppelschicht, -lage, z.B. polarer Lipide. Bildet als Phospholipid-B. in Liposomen eine sich spontan zu einem Ring (od. einer Kugel) schließende („self sealing“) Struktur.

    • Bild
      • Bild 1)
        Bild
        • 1)

        • Fach: Psychologie

        Imago.

      • Bild 2)
        Bild
        • 2)

        • Fach: Optik

        die Abbildung.

      • Bild 3)
        Bild
        • 3)

        • Englischer Begriff: image; picture

        • Fach: Ophthalmologie

        Netzhautbild. – Als nachlaufendes B. Abfolge mehrerer an- u. abklingender Nachbilder nach einer kurzzeitigen punktuellen Netzhautbelichtung durch einen bei konstanter Augenstellung schnell durch das Gesichtsfeld wandernden Lichtpunkt.

      • Bilderleben, katathymes
        • Bild|erleben, kata|thymes

        • Fach: Psychologie

        • 1)
          (Kretschmer) die mit zunehmender Einengung des Bewusstseins mit Vorherrschen... (mehr)
        • 2)
          (Leuner) psychotherapeutische Methode: katathymes B. (mehr)
      • Bilderleben, katathymes 1)
        Bilderleben, katathymes
        • 1)

        (Kretschmer) die mit zunehmender Einengung des Bewusstseins mit Vorherrschen affektiver Momente eintretende Formvereinfachung der Bildvorstellungen.

      • Bilderleben, katathymes 2)
        Bilderleben, katathymes
        • 2)

        • Englischer Begriff: catathymic image perception

        (Leuner) psychotherapeutische Methode: katathymes B.

      • bildgebende Verfahren
        • bild|gebende Verfahren

        • Englischer Begriff: imaging (diagnostics)

        Tabelle

        Oberbegriff für verschiedene Diagnostikmethoden, die Aufnahmen aus dem Körperinneren liefern; z.B. – als ältestes Verfahren – die „konventionelle“ Röntgendiagnostik (Nativaufnahmen; Kontrastmitteldarstellungen, konventionelle Tomographie). Als neuere b. V. z.B. die Ultraschalldiagnostik, Computertomographie, Kernspintomographie, Szintigraphie, Subtraktionsangiographie u. Endoskopie (mit Fernsehaufzeichnung); s.a. Tab.; ophth verschiedene Methoden für die Glaukomdiagnostik durch Bildanalyse, ferner – mittels Simulation nachts vorherrschender Lichtverhältnisse – zum Nachweis der Nachtblindheit.

      • Bildkontrast
        • Bild|kontrast

        • Englischer Begriff: image contrast

        • Fach: Optik

        das Gesamt der Helligkeits- (bzw. Schwärzungs-) oder Farbdifferenzen benachbarter Bildstellen, z.B. wird ein Röntgenbild mit zunehmender Strahlenhärte kontrastreicher, d.h. an Zwischenkontrasten ärmer; es wird „hart“.

      • Bildröhre
        • Bild|röhre

        • Fach: Physik

        eine Kathodenstrahlröhre, in der aus Spannungswerten ein Leuchtschirmbild aufgebaut wird; z.B. die Braun-Röhre (als Oszillograph, Bildverstärker-, Fernsehröhre).

      • Bildtest
        • Bild|test

        • Englischer Begriff: picture test

        • Fach: Psychologie

        projektiver Test, bei dem dargebotene Bildserien zu beschreiben, deuten, werten oder zu ergänzen sind; in der klin. Diagnostik z.B. der Rorschach-, Wartegg-Test.

      • Bildverschmelzung
        • Bild|verschmelzung

        • Englischer Begriff: fusion

        • Fach: Ophthalmologie

        binokuläre Fusion; s.a. Heterophorie.

      • Bildverstärker
        • Bild|verstärker

        • Synonyme: -wandler

        • Englischer Begriff: image intensifier; image converter

        • Fach: Physik

        eine Kathodenstrahlröhre, in der elektronenoptisch ein reelles, unsichtbares Bild (z.B. ein Infrarotbild) in ein sichtbares umgewandelt oder die Helligkeit eines sichtbaren Bildes um ein Vielfaches verstärkt wird (z.B. Röntgenbildverstärker).

      • Bildwinkel
        • Bild|winkel

        • Englischer Begriff: visual angle

        • Fach: Ophthalmologie

        der doppelte Wert des Winkels zwischen dem Bildfeldrand u. der optischen Achse als Maß für das bilaterale Gesichtsfeld.

      • Bilharzia
        • Bil|har|zia

        • Fach: Helminthologie

        Schistosoma.

      • Bilharziose
        • Bilhar|ziose

        • Synonyme: -ziase

        • Englischer Begriff: bilharziosis

        • Fach: Parasitologie

        die Schistosomiasis.

      • bili...
        • bi|li...

        Wortteil „Galle“.

      • biliär
        • bili|är

        • Synonyme: -aris

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: biliary

        gallig, Galle betreffend (auch i.S. von biliogen); z.B. biliäre Dyskinesie, b. Peritonitis (gallige Peritonitis; s.a. Cholaskos), b. Zirrhose, b. Rheumatismus.

      • Biliene
        • Bi|li|ene

        • Englischer Begriff: bilin(e)s

        • Fach: Biochemie

        Bilirubinoide mit einer, analog Bi|li|di|ene mit zwei, „=CH–“-Brückenbindungen (Methinbrücken); z.B. Bilirubin bzw. Uro- u. Stercobilin.

      • bilifer
        • bi|li|fer

        • Etymol.: latein.

        galletragend, galleführend.

      • Bilifuscin
        • Bili|fus|cin

        • Englischer Begriff: bilifuscin

        • Fach: Biochemie

        ein aus Bilileukan gebildetes Endprodukt des oxidoreduktiven Abbaues der Gallenfarbstoffe im Hämstoffwechsel; ist enthalten im Mekonium u. Stuhl (brauner Hauptfarbträger) sowie – bei Ikterus – im Harn.

      • Bilileukan
        • Bili|leu|kan

        • Fach: Biochemie

        ein farbloses Häm-Abbauprodukt; Vorstufe des Bilifuscins.

      • biliogen
        • bi|lio|gen

        • Englischer Begriff: biligenic

        der Galle bzw. den Gallenwegen entstammend, durch die Galle bzw. über die Gallenwege zustande kommend.

      • biliös
        • bili|ös

        • Synonyme: -osus

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: bilious

        gallig, mit Ikterus verbunden, z.B. die bi. Pneumonie, das bi. Typhoid (Griesinger; Leptospirosis icterohaemorrhagica). S.a. biliär.

      • Bilirhachie
        • Bili|r(h)a|chie

        • Englischer Begriff: bilirachia

        • Fach: Pathologie

        Bilirubin-Anwesenheit im Liquor.

      • Bilirubin
        • Bi|li|ru|bin

        • Englischer Begriff: bilirubin

        • Fach: Biochemie

        ein gelbbrauner Gallenfarbstoff, der als Bestandteil des Blutes dem Serum gelbe Farbe verleiht. Er wird zu etwa 90% als albumingebundenes primäres B. bei dem im retikulohistiozytären System (v.a. der Milz u. Leber) erfolgenden oxidativen Abbau des Hämoglobins über seine Vorstufe Biliverdin gebildet sowie – bei der Hämoglobin-Synthese – aus Protoporphyrin (= parahämatisches B.; es ist nierengängig, konjugiert u. wird als direktes B. erfasst) u. aus anderen Quellen (Shunt-Bilirubin). Das primäre B. wird in der Leberzelle zu wasserlöslichem sekundärem B. synthetisiert (Bilirubinkonjugation) u. in die Galle abgesondert. Nach der Ausscheidung ins Duodenum erfolgen die Rückbildung in unkonjugiertes B. u. der stufenweise Abbau (Dehydrierung) zu Urobilinogen/Urobilin, Stercobilinogen/Stercobilin u. zu Pyrrolderivaten. Ein Teil des in den Darm abgesonderten B. wird nicht im Stuhl ausgeschieden, sondern rückresorbiert, u. zwar z.T. bereits im Zwölffingerdarm, von wo es im Pfortaderblut zurück zur Leber gelangt u. erneut ausgeschieden wird („enterohepat. Kreislauf“), z.T. aber erst im Enddarm, wo es als bereits dekonjugiertes B. rückresorbierbar ist u. über den großen Kreislauf zur Niere gelangt, um mit dem Harn ausgeschieden zu werden. – Der Nachweis u. die quant. Bestg. erfolgen u.a. nach van den Bergh, Cleghorn-Jendrassik, Malloy-Evelyn, Gmelin, Ehrlich (Diazotierung; sog. Aldehydprobe), Schlesinger (Zinksalzreaktion mit Fluoreszenz). – Terminologie u. Normalwerte s. nachfolgend.

      • Bilirubin, direktes
        Bilirubin
        • B., direktes

        • Synonyme: konjugiertes B.; sekundäres B.

        • Englischer Begriff: direct b.; conjugated b.

        das in den Leberzellen aus dem indirekten = primären B. als Bilirubinglucuronid oder -sulfat gebildete wasserlösliche u. nierengängige B., das – wie auch das parahämatische B. – mittels der van-den-Bergh-Reaktion (mit Diazobenzolsulfonsäure) direkt (= ohne Alkoholzusatz) unverzögert nachweisbar ist; Normalgehalt, mittels Diazoreaktion ermittelt: 0–0,35 mg/dl (mg/dl × 17,1 = μmol/l); vermehrt bei angeborener Galaktosämie, Cholostase, Dubin-Johnson-Ikterus, Hepatitis epidemica, Hyperthyreose, Leberzirrhose, Parenchym- u. Verschlussikterus, Sepsis, tox. Leberschädigung, Infektions- u. Speicherkrankheiten. – Ferner als oxidierbares B. das mittels modifizierter Gmelin-Probe (Chabrol 1932) quantitativ bestimmbare direkte B.

      • Bilirubin, gesamtes
        Bilirubin
        • B., gesamtes

        • Synonyme: Gesamtbilirubin; Serumbilirubin

        • Englischer Begriff: total b.

        das gesamte direkte u. indirekte B. des Blutes. Normal (bei Diazoreaktion) 0,1–1,5 mg/dl.

      • Bilirubin, indire
        Bilirubin
        • B., indirektes

        • Synonyme: primäres B.; unkonjugiertes B.; freies B.; prähepatisches B.

        • Englischer Begriff: indirect b.

        das v.a. im RES gebildete wasserunlösliche, proteingebundene B., das erst bei Serumwerten > 2 mg/dl im Harn auftritt; es ist mit der van-den-Bergh-Probe erst nach Katalysatorzusatz nachweisbar; Normalwert: 0,2–1,1 mg/dl (= Differenz zwischen Gesamt-B. u. direktem B.); ist vermehrt bei Hämolyse, Shunt-Bilirubinämie, Hepatitis epidemica, Meulengracht-Syndrom, posthepatischer Hyperbilirubinämie, Verschlussikterus, Crigler-Najjar-Syndrom.

      • Bilirubinämie
        • Bilirubin|ämie

        • Englischer Begriff: bilirubinemia

        das Vorhandensein von – überwiegend unkonjugiertem – Bilirubin im Serum; i.e.S. die Hyperbilirubinämie. – Als physiologische B. (= Neugeborenen-B.) der Icterus neonatorum simplex.

      • Bilirubinenzephalopathie
        • Bilirubin|enzephalo|pathie

        • Englischer Begriff: bilirubin encephalopathy

        kindl. Hirnschaden nach Kernikterus. Klinik: 1) Uncharakterist. Frühzeichen sind Trinkschwäche, muskul. Hypotonie, Schläfrigkeit, häufiges Gähnen. 2) Charakterist. Symptome sind schrilles Schreien, Rigidität, Krampfneigung, anfallsweise Dyspnoe bzw. Apnoe. – Ferner werden beobachtet: Facies cerebralis, „Phänomen der untergehenden Sonne“, Opisthotonus, Hyperpyrexie. Progn.: Ausgang tödlich oder mit Dauerschaden (extrapyramidale Störungen: Choreoathetose, Zerebralparese, geist. Retardierung, Hörstörung). Prophyl.: Austauschtransfusion.

      • Bilirubinglucuronide
        • Bilirubin|glucuro|nide

        • Englischer Begriff: bilirubin glucuronides

        die bei der Bilirubinkonjugation entstehenden wasserlöslichen, nierengängigen Verbindungen aus Bilirubin u. UDP-Glucuronsäure (meist als Diglucuronid, d.h. mit 2 Glucuronsäuremolekülen). Sie sind zusammen mit Bilirubinsulfat als direktes Bilirubin nachweisbar. Ihre Bildung ist bei spezifischen Enzymdefekten gestört (begleitet von Vermehrung des indirekten Bilirubins), z.B. beim Crigler-Najjar-, Meulengracht-Gilbert-Syndrom.

      • Bilirubininfarkt
        • Bilirubin|infarkt

        körnige (hellgelbe) oder rhombisch-kristalline (rubinrote) Ausfällungen von Bilirubin in Harnkanälchen u. – weniger – in Nierenepithelien, -interstitium, -gefäßen beim Neugeborenenikterus.

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