Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Bindehaut
    • Binde|haut

    • Englischer Begriff: conjunctiva

    Tunica conjunctiva, s.a. Konjunktiv(al)...

  • Bindehautentzündung
    • Bindehaut|entzündung

    • Synonyme: -katarrh

    • Englischer Begriff: conjunctivitis

    Conjunctivitis, Keratoconjunctivitis.

  • Bindehautphlyktäne
    • Bindehaut|phlyktäne

    Conjunctivitis scrofulosa.

  • Bindehauttumoren
    • Bindehaut|tumoren

    Oberbegriff für von der Tunica conjunctiva des Augapfels ausgehende gut- oder bösartige Neubildungen.

  • Bindehauttumoren, bösartige
    Bindehauttumoren
    • B., bösartige

    1) epibulbäre Tumoren des lymphatischen Gewebes: im Kindesalter häufig epibulbärer Befall im Rahmen eines generalisierten Non-Hodgkin-Lymphoms unterschiedlichen Malignitätsgrades, bei afrikanischen Kindern epibulbäre Beteiligung beim endemischen Burkitt-Tumor. Subkonjunktival gelegener, flach erhabener oder bläulich-roter Tumor, bedeckt von glatter Konjunktiva. 2) Karzinom: epithelialer Tumor (meist verhornendes Plattenepithelkarzinom), entwickelt sich häufig aus einer Präkanzerose oder einem Papillom (s.u. B., gutartige). 3) Melanom: bräunliches Fleckchen, aus dem schnell ein erhabener Tumor werden kann; oft unweit vom Hornhautrand gelegen (malignes Melanom).

  • Bindehauttumoren, gutartige
    Bindehauttumoren
    • B., gutartige

    1) Dermoid: angeborene Fehlbildung. 2) epitheliale Einschlusszyste: bläschenartige, flüssigkeitsgefüllte Bindehautzyste. 3) Hämangiom: angeboren, oft erst bei späterem Wachstum erkennbar (Hamartom). 4) Lipodermoid: angeborener, versprengter Gewebskeim. 5) Lymphangiom: angeborene Fehlbildung (Hamartom). 6) Papillom: epitheliale Neubildung; meist gestielter, häufig blumenkohlartiger, leicht blutender Tumor mit zentralem Gefäßbäumchen; maligne Entartung möglich (Bindehautkarzinom; s. [b] bösartige Neubildungen). 7) Pigmentnävi: bevorzugt im temporalen Lidspaltenbereich gelegenes braunes Pünktchen oder Fleckchen, manchmal plötzliches Wachstum; s.a. Melanosis bulbi. 8) Pterygium conjunctivae.

  • Bindehautverhornung
    • Bindehaut|verhornung

    • Englischer Begriff: conjunctival keratinization

    Bitot-Flecke.

  • Bindenverband
    • Binden|verband

    • Englischer Begriff: bandage

    • Fach: Chirurgie

    mit Textilbinden gewickelter Verband (im Ggs. zum Heftpflaster- u. Tuchverband); mit zirkulären Touren (Kreis-, Achter-, Schraubengang); s.a. Dolabra, Spica, Testudo.

  • Bindung
    • Bindung

    • Englischer Begriff: bond

    • 1)
      der durch Haupt- oder Nebenvalenzen bewirkte Zusammenhalt zwischen 2 oder... (mehr)
    • 2)
      B. von Arzneistoffen im Organismus an Proteinmoleküle oder andere Makromoleküle... (mehr)
    • a) B., spezifische
      B. eines Arzneistoffes an einen pharmakologischen Rezeptor (hat im Falle... (mehr)
    • b) B., unspezifische
      reversible B. an Plasmaproteine (Albumin, Globuline, saures α1-Glykoprotein)... (mehr)
    • 3)
      die Stetigkeit der Zuwendung u. des emotionalen Kontaktes zu best... (mehr)
  • Bindung 1)
    Bindung
    • 1)

    • Fach: Chemie

    der durch Haupt- oder Nebenvalenzen bewirkte Zusammenhalt zwischen 2 oder mehr Atomen oder Atomgruppen. – Die Bildung hydrolysierbarer Bindungen erfordert einen Aufwand an Energie; umgekehrt wird bei der Hydrolyse der Verbindungen im intermediären Stoffwechsel Energie frei (Symbol: ~), so bei energiereichen Bindungen Beträge von > 6 Kal./Mol (wichtiges Prinzip der Biochemie zur Übertragung u. Speicherung im Stoffwechsel anfallender Energie, die an einen Akzeptor übertragen oder als Wärme freigesetzt wird).

  • Bindung 2)
    Bindung
    • 2)

    • Fach: Pharmazie

    B. von Arzneistoffen im Organismus an Proteinmoleküle oder andere Makromoleküle sowie an biolog. Strukturen.

  • Bindung, seelische 3)
    Bindung
    • 3)

    • Synonyme: seelische B.

    • Englischer Begriff: emotional bond

    • Fach: Psychologie

    die Stetigkeit der Zuwendung u. des emotionalen Kontaktes zu best. Menschen oder Gegenständen als gemütsprägender Faktor; Mangel (Bindungslosigkeit), z.B. bei Drogenabhängigkeit.

  • Bindung, spezifische a)
    Bindung  >  Bindung 2)
    • a) B., spezifische

    B. eines Arzneistoffes an einen pharmakologischen Rezeptor (hat im Falle eines Agonisten – z.B. durch eine Konformationsänderung am Rezeptormolekül – die pharmakologische Wirkung zur Folge, blockiert im Falle eines Antagonisten – durch Ausbleiben der Konformationsänderung – die pharmakol. Wirkung); ferner die B. eines Stoffes an ein Enzym (leitet eine chem. Veränderung des gebundenen Moleküls ein, das anschließend als Metabolit wieder abdissoziieren kann).

  • Bindung, unspezifische b)
    Bindung  >  Bindung 2)
    • b) B., unspezifische

    • Synonyme: Proteinbindung

    • Englischer Begriff: protein binding

    reversible B. an Plasmaproteine (Albumin, Globuline, saures α1-Glykoprotein) oder Gewebeproteine (z.B. Actin u. Myosin der Skelettmuskulatur, Nucleinsäuren, Hämoglobin). Freier u. gebundener Teil stehen in einem Gleichgewicht, bei dessen Veränderung der gebundene Teil in unveränderter Form wieder abdissoziieren kann (dadurch reversible Speicherung u. Inaktivierung, da im Allgemeinen der gebundene Anteil nicht pharmakol. wirksam ist). Freisetzung – u. damit Zunahme der pharmakol. Wirkung – durch Alkalose oder Azidose sowie Verdrängung aus der B. durch ein anderes Pharmakon. Vermehrte B. – u. damit Abnahme der pharmakol. W. – bei Krankheiten mit verstärkter Bildung von saurem α1-Glykoprotein. Verringerte B. bei stärkeren Plasmaeiweiß-Mangelzuständen. Durch die Proteinbindung kann die Elimination von Arzneistoffen durch Biotransformation oder glomeruläre Filtration verringert werden.

  • Binephrektomie

      op. Entfernung beider Nieren bei bilateralem Nierenkarzinom, wenn eine Organerhaltung nicht möglich ist.

    • Binet-Klassifikation
      • Binet-Klassifikation

      klinische Stadieneinteilung der chronischen lymphatischen Leukämie.

    • Binet-Simon-Test
      • Binet-Simon-Test

      • Englischer Begriff: Binet-Simon test

      • Biogr.: Alfred B. u. Théodore S., Psychologen, Paris

      Abbildung

      (1905 bzw. 1911) Intelligenztest für Kinder u. Jugendliche. Umfasst die Lösung von Aufgaben gemäß einer nach Altersstufen gestaffelten „Testskala“ (je 6 Aufgaben für jedes Lj.). Aus der Zahl der richtigen Antworten (eine jeweils 2 Lebensmonaten entsprechend) werden Intelligenzalter u. -quotient errechnet. S.a. Formel.

    • Bing
      • Bing

      • Biogr.: 1) Jens B., geb. 1906, Internist, Kopenhagen; 2) Richard J. B., geb. 1909, dtsch.-amerikan. Chirurg; 3) Robert B., 1878–1956, Neurologe, Basel

    • Bing-Reflex
      Bing
      • B.-Reflex

      • Englischer Begriff: Bing's reflex

      • Biogr.: Robert B.

      sohlenwärts gerichtete Beugung des passiv dorsalflektierten Fußes nach Beklopfen des Fußrückens in Höhe des Fußgelenkes; ein Pyramiden(bahn)zeichen.

    • Bing-Syndrom
      Bing
      • B.-Syndrom

      • Englischer Begriff: cluster headache

      • Biogr.: Robert B.

      Horton-Syndrom (1).

    • Bing-Taussig-Syndrom
      Bing
      • B.-Taussig-Syndrom

      • Biogr.: Richard J. B.

      Taussig-B.-Syndrom.

    • Bing-v.-Neel-Syndrom
      Bing
      • B.-v.-Neel-Syndrom

      • Englischer Begriff: Bing-Neel syndrome

      • Biogr.: Jens B.; Axel v. N., Psychiater, Kopenhagen

      (1936) Sonderform der Makroglobulinämie Waldenström, charakterisiert durch neurologische u. psychiatr. Symptome infolge einer diffusen Gliomatose der Mikroglia des gesamten Zentralnervensystems. Klinik: schleichender Beginn, subfebrile Temperaturen, Wahnvorstellungen, Persönlichkeitsveränderungen, Sehstörungen (evtl. Hornhauttrübungen), intermittierende Hämaturie, Hepatosplenomegalie; oft Polyradikulitis.

    • binge eating
      • Synonyme: sog. Heißhungeressen

      • Etymol.: engl.

      psychogene Essstörung, die durch die anfallsweise Aufnahme großer Nahrungsmengen gekennzeichnet ist, gefolgt von Ekel- und Schuldgefühlen. Im Ggs. zur Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) wird kein Erbrechen herbeigeführt, die Betroffenen – meist Frauen – sind oft übergewichtig.

    • Binnen...
      • Englischer Begriff: inner..., internal

      s.a. Innen...

    • Binoculus
      • Bin|ocu|lus

      • Englischer Begriff: binocular occlusion

      ein beide Augen bedeckender Verband.

    • binokular
      • bin|oku|lar

      • 1)
        mit 2 Okularen versehen, z.B... (mehr)
      • 2)
        beidäugig, beide Augen betreffend... (mehr)
      • b. Antagonismus
        das momentane oder dauernde Vorherrschen eines der beiden Netzhautbilder... (mehr)
      • b. Sehen
        das beidäugige Einfachsehen (Simultansehen) aller auf dem Horopterkreis... (mehr)
    • binokular 1)
      binokular
      • 1)

      mit 2 Okularen versehen, z.B. Binokularlupe für Mikrochirurgie.

    • binokular 2)
      binokular
      • 2)

      • Englischer Begriff: binocular

      beidäugig, beide Augen betreffend.

      • b. Antagonismus
        das momentane oder dauernde Vorherrschen eines der beiden Netzhautbilder... (mehr)
      • b. Sehen
        das beidäugige Einfachsehen (Simultansehen) aller auf dem Horopterkreis... (mehr)
    • binokularer Antagonismus
      binokular  >  binokular 2)
      • b. Ant|agonismus

      • Synonyme: b. Wettstreit

      das momentane oder dauernde Vorherrschen eines der beiden Netzhautbilder (sog. Netzhautrivalität) im Bereich der Sehrinde; s.a. Konfusion.

    • binokulares Sehen
      binokular  >  binokular 2)
      • b. Sehen

      • Englischer Begriff: b. vision

      das beidäugige Einfachsehen (Simultansehen) aller auf dem Horopterkreis gelegenen Objekte durch Afferenzen aus korrespondierenden Netzhautstellen (= „Deckstellen“) auf korrespondierende Areale der Area striata u. subkortikale Fusion der zentral entstehenden Netzhautbilder mit Plastizitätseindruck (= Stereoskopie, Panum-Sehen) infolge kleiner seitlicher Abweichungen bei den Retinabildern (= Horizontaldisparation); gestört beim Schielen. Objekte vor u. hinter dem Horopter werden doppelt gesehen (Diplopie).

    • binotisch
      • bin|otisch

      • Englischer Begriff: binotic

      binaural.

    • Binswanger-Enzephalopathie
      • Binswanger-Enzephalopathie

      • Synonyme: Encephalopathia chronica progressiva subcorticalis

      • Englischer Begriff: Binswanger's (subcortical vascular) encephalopathy

      • Biogr.: Otto B., 1852–1929, Neurologe, Jena

      Hirnschaden infolge arteriosklerotisch-ischämisch bedingter, zu Erweichungen führender Hirnernährungsstörungen mit Markdestruktion v.a. im Bereich des Temporal- u. Okzipitallappens; häufig lakunäres Syndrom. Klinik: fortschreitende präsenile Demenz, Antriebsstörungen, Herdsymptome i.S. von Hirnrindenausfällen, epilepsieart. Anfälle, Stimmungsschwankungen, Wahnvorstellungen, evtl. Sehstörungen infolge Augenmuskellähmungen. Nachweis durch CT oder Kernspinresonanztomographie.

    • Bioakkumulation
      • Etymol.: latein. accumulare = anhäufen

      • Englischer Begriff: bioaccumulation

      die Anreicherung bestimmter chemischer Stoffe im Körper bzw. Körperorganen, z.B. bei Vergiftungen (Schwermetalle, Kadmium etc.) oder nach Applikation radioaktiver Substanzen zur Diagnostik (z.B. Anreicherung von radioaktivem Jod in der Schilddrüse). S.a. Szintigraphie.

    • Biochemie
      • Bio|chemie

      • Englischer Begriff: biochemistry

      Chemie der Lebensvorgänge u. der lebenden Organismen; befasst sich mit den organischen u. anorgan. Bausteinen des Organismus sowie mit den entspr. Reaktionsabläufen („dynamische B.“; z.B. als „physiolog. Chemie“).

    • biochemischer Kurzzeit-Assay
      • biochemischer Kurzzeit-Assay

      s.u. Tumor-Resistenz-Tests.

    • Bioelektrizität
      • Bio|elektrizität

      • Englischer Begriff: bioelectricity

      • Fach: Physiologie

      die auf ungleicher Verteilung der Ionen auf das Innere der Zellen u. die Extrazellulärflüssigkeit beruhenden elektr. Phänomene im lebenden Gewebe; s.a. Potential, Membranpotential.

    • Biofeedback
      • Bio|feedback

      • Etymol.: engl.

      Rückmeldung biologischer Signale; psychotherap. Entspannungsverfahren, bei dem physiologische Parameter (z.B. Atmung, Blutdruck, Herzfrequenz, Muskelspannung, Körpertemperatur, Hirnpotentiale) mit elektronischen Sensoren gemessen u. die Daten in optische u./oder akustische Signale umgesetzt u. damit „sichtbar“ gemacht werden; Ziel ist eine willentliche Beeinflussung scheinbar autonomer Körpervorgänge (Veränderung der Herzfrequenz oder des Blutdrucks, Muskelentspannung usw.). Anw.: u.a. bei Schlafstörungen, Angstzuständen, als schmerztherapeutische Maßnahme (z.B. Spannungskopfschmerz).

    • Biofilm
      • Bio|film

      enges Kolonienwachstum von Bakterien oder Pilzen mit Ausbildung einer Schleimschicht.

    • Bioflavonoide
      • Bio|fla|vo|no|ide

      • Englischer Begriff: bioflavonoids

      die als Vitamin P bezeichneten pflanzlichen chemischen Verbindungen mit i.S. des Phenylchromans abgewandelter Struktur des – trizyklischen – Flavons, u. zwar als Glykoside u. Aglykone, z.B. Citrin, Rutin. Wirken synergistisch mit Vitamin C u. antihämorrhagisch, entzündungswidrig u. antiallergisch; besitzen auch östrogene Eigenschaften.

    • biogen
      • bio|gen

      • 1)
        von organischer Substanz bzw... (mehr)
      • 2)
        wichtige Lebensstoffe aufbauend... (mehr)
    • biogen 1)
      biogen
      • 1)

      • Englischer Begriff: biogenic

      von organischer Substanz bzw. von Organismen abstammend (z.B. bioge. Amine).

    • biogen 2)
      biogen
      • 2)

      wichtige Lebensstoffe aufbauend.

    • biogene Amine
      • Englischer Begriff: biogenic amines

      s.u. Amine.

    • biogenetisches Grundgesetz
      • biogenetisches Grundgesetz

      • Englischer Begriff: biogenetic law

      • Fach: Biologie

      (E. Haeckel 1866) Die Ontogenese ist eine vereinfachte Wiederholung der Phylogenese.

    • biographische Methode
      • bio|graphische Methode

      • Englischer Begriff: biographic method

      psychodiagnostisches Verfahren, das aus dem Lebenslauf u. dessen Beschreibung in einer dynam. Interpretation auf die Persönlichkeits- u. Milieustruktur zurückschließt.

    • Bioindikatoren
      • Bio|indikatoren

      lebende Organismen, auch bestimmte Zellstrukturen (z.B. Chromosomen), die auf Einflüsse von außen (Schadstoffe, Strahlung etc.) sehr empfindlich reagieren u. somit Hinweise geben können für die Qualität der Umwelt.

    • Biokatalysatoren
      • Bio|katalysatoren

      • Englischer Begriff: biocatalysts

      Enzyme, i.w.S. auch – unrichtig – Hormone, Vitamine, Spurenelemente u. ä. „Wirkfaktoren“ im Organismus. – s.a. Katalysator.

    • Bioklimatologie
      • Bio|klimatologie

      • Englischer Begriff: bioclimatology

      Wissenschaft von den physiologischen u. pathologischen Wirkungen der verschiedenen Klimate (einschl. der künstlichen) auf Lebewesen, als medizinische B. auf den Menschen (Letztere ist Grundlage der Klimaheilkunde). – Wegen Beteiligung meteorologischer Faktoren u. Wirkungskomplexe häufig gleichgesetzt mit Meteorobiologie.

    • biokompatibel
      • bio|kompatibel

      gewebsverträglich.

    • Biokybernetik
      • Bio|kybernetik

      • Englischer Begriff: biocybernetics

      biologische Kybernetik.

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