Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Blasenektopie
    • Blasen|ek|topie

    • Englischer Begriff: vesical ectopy

    angeborene Vorverlagerung der geschlossenen Harnblase durch klaffende Bauchdecken.

  • Blasenemphysem
    • Blasen|emphysem

    • Englischer Begriff: bladder emphysema

    Gasansammlung in der Harnblasenwand bei der emphysematösen Zystitis.

  • Blasenentleerung
    • Blasen|entleerung

    • Englischer Begriff: bladder emptying; urination

    Miktion; s.a. Blasenpunktion, Katheterismus.

  • Blasenentzündung
    • Blasen|entzündung

    • Englischer Begriff: cystitis

    Zystitis.

  • Blasenersatz

      verschiedene Varianten der operativen Rekonstruktion der Harnblase, z.B. Dickdarmblase, Dünndarmblase.

    • Blasenfehlbildung
      • Blasen|fehl|bildung

      Blasenekstrophie, -ektopie; ferner als Doppelblase, Urachusfistel (s.a. Vesica urinaria).

    • Blasenfistel
      • Blasen|fistel

      • Englischer Begriff: vesicular fistula

      Fistel zwischen der Harnblase u. Nachbarorganen (= innere B.) oder der Körperoberfläche (= äußere B.). Entweder als angeborene B. (bei Blasenexstrophie, persistierendem Urachus) oder als erworbene B. (infolge Verletzung, als Op.-Folge, infolge Tumor-, Abszessperforation).

    • Blasenfistel, künstliche
      Blasenfistel
      • B., künstliche

      • Englischer Begriff: artificial v. f.

      eine operative B. bei Harnentleerungsstörungen, allg. als Trokarfistel mit eingelegtem (Dauer-)Katheter; s.a. Blasenpunktion, Sectio alta.

    • Blasenfrühreaktion
      • Blasen|früh|reaktion

      • Englischer Begriff: early bladder reaction; acute radiation cystitis

      etwa in der 3. Behandlungswoche einer gynäkologischen Strahlentherapie (nach ca. 3000 R) auftretende schmerzhafte, meist rückbildungsfähige Zystitis („Strahlenzystitis“).

    • Blasengalle
      • Blasen|galle

      • Englischer Begriff: B-bile

      die in der Gallenblase angesammelte u. konzentrierte, dunkle Lebergalle als ständig bereite Reserve für die bedarfsgerechte reflektorische Ausschüttung in den Zwölffingerdarm; wird bei der Duodenalsondierung als „B-Galle“ gewonnen.

    • Blasengeschwür
      • Blasen|geschwür

      • Englischer Begriff: vesical ulcer

      • Fach: Urologie

      Schleimhautgeschwür bei Zystitis; meist Ulcus simplex (Hunner-Ulcus).

    • Blasenhals
      • Blasen|hals

      • Englischer Begriff: bladder neck

      der Übergang der Harnblase in die hintere Harnröhre; beim Mann die als „Blasenlänge“ messbare Pars prostatica urethrae, bei der Frau der Schließmuskelabschnitt.

    • Blasenhalssklerose
      • Blasen|hals|sklerose

      • Englischer Begriff: sclerosis of the bladder neck

      • Fach: Urologie

      Fibrose u. Starre des Blasenhalses, z.B. infolge chronischer Prostatitis. Führt zu Entleerungsstörung mit Harndrang; korrigierbar z.B. durch Elektroresektion mittels speziellen Urethrozystoskops (= „Blasenhalsgerät“). S.a. Marion-Syndrom.

    • Blasenhalsstarre
      • Blasenhals|starre

      • Englischer Begriff: bladder neck rigidity

      • Fach: Urologie

      abflussbehindernde Elastizitätsminderung des Blasenhalses, z.B. bei Blasenhalssklerose.

    • Blasenhalsstenose
      • Blasenhals|stenose

      • Englischer Begriff: stenosis of the bladder neck

      • Fach: Urologie

      abflussbehindernde Einengung des Blasenhalses, z.B. durch Urethralklappen, Blasenhalssklerose mit Bildung einer queren Barre, bei Frauen als Striktur, Tumorstenose.

    • Blasenhalssuspension
      • Blasenhals|suspension

      Operationsverfahren zur Verkleinerung des Zystourethralwinkels der Frau. Anw. zur Behebung der weiblichen Harninkontinenz; z.B. Marshall-Marchetti-Operation, Schlingenoperation.

    • Blasenhernie
      • Blasen|hernie

      • Synonyme: Hernia vesicalis

      • Englischer Begriff: bladder hernia; vesicular hernia

      der teilweise – extra-, para- oder intraperitoneale – Durchtritt (Herniation) eines Harnblasenwandteils durch eine Bruchpforte (z.B. Leisten-, Schenkelkanal, Damm); s.a. Zystozele.

    • Blaseninkontinenz
      • Blasen|in|kontinenz

      Harninkontinenz.

    • Blaseninstillation
      • Blasen|instillation

      • Englischer Begriff: bladder instillation

      das Einbringen flüssiger Heilmittel in die Harnblase mittels Einweg-Instillationsbehälter (notfalls auch mittels Katheter oder Harnröhrenspritze).

    • Blasenkapazität
      • Blasen|kapazität

      • Englischer Begriff: vesical capacity; bladder capacity

      das Fassungsvermögen der Harnblase (beim Erwachsenen 250–400[–800] ml); s.a. Schrumpfblase, Ischuria paradoxa, Zystometrie (dort Abb.).

    • Blasenkarzinom
      • Blasen|karzinom

      • Englischer Begriff: carcinoma of the bladder; bladder cancer

      Abbildung   Abbildung

      das primäre, v.a. bei Männern im höheren Lebensalter auftretende Karzinom der Harnblasenwand. Ätiol.: Risikofaktoren sind u.a. Industriekarzinogene (z.B. aromatische Amine: „Aminokrebs“); Analgetika-Nephropathie; chron. Zystitis (Bilharziose; mit Plattenepithelkarzinom assoziiert); Rauchen; Blasenpapillomatose (= obligate Präkanzerose). Histol.: in ca. 90% der Fälle als Urothelkarzinom unterschiedlicher histologischer Differenzierung (G I: gut differenziert; G II: mäßig differenziert; G III: schlecht differenziert; G IV: undifferenziert). Selten Vork. als Plattenepithel- oder Adenokarzinom. Stadien/Formen: Einteilung nach TNM (s. Abb.). Klinisch wichtig ist die Unterscheidung in das oberflächliche u. invasive B. Klinik: u.a Hämaturie (meist schmerzlos!), „Reizblase“, Zystitisbeschwerden, Pollakis- u. Dysurie. Diagn.: Labor (Blutbild, Nieren- u. Leberparameter, Urin), Röntgen (u.a. Ausscheidungsurographie), Sonographie (Abb.), Computertomographie, Kernspintomographie, Zystoskopie (mit Urinzytologie u. multiplen Blasenbiopsien = „bladder mapping“). Ther.: (richtet sich nach Tumorstadium u. histologischem Grading) u.a. Immuntherapie mit BCG, endovesikale Zytostatikatherapie, transurethrale Elektroresektion (TUR), Laserkoagulation als endourologisches Therapieverfahren, Teilresektion, Exstirpation (s.a. Zystektomie), Strahlentherapie, systemische Chemotherapie.

    • Blasenkatheter
      • Blasen|katheter

      • Englischer Begriff: bladder catheter

      starrer Metall-, Glas-, (elastischer) Seidengespinst-, Gummi- oder Kunststoffkatheter (auch als Einweg-K.) für Harnblasenkatheterismus. Modelle z.B. nach Nélaton, Mercier, Tiemann, Boeminghaus, Staehler, Malecot, Pezzer, Casper. S.a. Ballon-, Dauerkatheter.

    • Blasenkrebs
      • Blasen|krebs

      Blasenkarzinom.

    • Blasenkrise
      • Blasen|krise

      • Englischer Begriff: bladder spasms; pain crisis of bladder

      • Fach: Neurologie

      anfallsartige Harnblasenschmerzen mit Harndrang u. schmerzhaftem Harnabgang, evtl. auch mit Durchfällen (Blasen-Mastdarm-Krise); u.a. bei Tabes dorsalis u. best. Infektionskrankheiten.

    • Blasenlähmung
      • Blasen|lähmung

      • Englischer Begriff: vesical paralysis

      vollständige oder teilweise Lähmung der Harnblasenmuskulatur, meist als Folge einer Rückenmarkschädigung; Blasenatonie, -automatie, -autonomie.

    • Blasenmole
      • Blasen|mole

      • Synonyme: Mola hydatidosa

      • Englischer Begriff: hydatidiform mole

      Abbildung

      Fehlbildung der Chorionzotten der Plazenta. Fakultative Präkanzerose eines Chorionepithelioms. Ätiol.: Ursache ist eine defekte Keimanlage mit pathol. Proliferation des Trophoblasten. Es besteht Übergröße der Plazenta mit Zotten aus traubenförmig angeordneten wasserklaren Blasen. Histol.: hydropische Quellung des Zottenstromas, Epithelwucherung, Anaplasien.– Die Zotten dringen evtl. kontinuierlich bis in das Myometrium vor, bilden gelegentlich sogar Metastasen (destruierende B. = maligne B. = Mola hydatidosa). Klinik: blutig-wässriger Ausfluss mit Abgang von Blasen; Weichheit u. Übergröße des Uterus (bezogen auf die Schwangerschaftsdauer); hochpathologische, erhöhte HCG-Ausscheidung. Ther.: sowohl bei der destruierenden B. als auch beim Chorionkarzinom erfolgt zytostatische Behandlung. S.a. Trophoblasterkrankungen, gestationsbedingte (GTE).

    • Blasenpapillom
      • Blasen|papillom

      • Englischer Begriff: bladder papilloma

      zottig-papillärer Tumor der Harnblasenschleimhaut mit einem maximal sechs Zellreihen dicken Epithel (bei mehr als sieben Zellreihen = G1-Urothelkarzinom) mit Rezidivneigung; Klinik: Hämaturie, Dysurie, evtl. Harnstauung. – s.a. Blasenpapillomatose.

    • Blasenpapillomatose
      • Blasen|papillo|matose

      • Englischer Begriff: bladder papillomatosis

      Bildung zahlreicher breitbasiger, strauch- u. rasenartig wachsender Fibroepitheliome der Harnblase (s.a. Blasenpapillom); große Rezidivneigung; gilt als Übergangsform zum Blasenkarzinom (obligate Präkanzerose).

    • Blasenplastik
      • Blasen|plastik

      • Englischer Begriff: bladder reconstruction; cystoplasty

      • Fach: Urologie

      Dünndarm- u. Dickdarmblase; Conduit, Ureterozysto(neo)stomie, -ileozystoplastik.

    • Blasenpunktion
      • Blasen|punktion

      • Englischer Begriff: puncture of the bladder

      Punktion der Harnblase (mittels Kanüle oder Trokart) oberhalb der Symphyse als Palliativmaßnahme bei Harnverhaltungen; s.a. Blasenfistel.

    • Blasenreflex
      • Blasen|reflex

      • Englischer Begriff: bladder reflex; vesical reflex

      der vegetative, durch Hirnzentren kontrollierte Reflex, der zur Harnblasenentleerung führt; der Reflexbogen besteht aus afferenten Nervenfasern intramuraler Rezeptoren, dem zugehör. spinalen Blasenzentrum u. dessen efferenten parasympath. Neuronen.

    • Blasenruptur
      • Blasen|ruptur

      • Englischer Begriff: vesical rupture

      Einriss der Harnblasenwand, gefolgt von Harnaustritt in die freie Bauchhöhle bzw. ins Beckenbindegewebe; z.B. nach Bauchquetschung, bei Beckenfraktur, Blaseninfarkt, nekrotisierender Divertikulitis. Klinik: Schock, schmerzhafter Harndrang, Hämaturie, evtl. Urinphlegmone.

    • Blasenschließmuskel
      • Blasen|schließ|muskel

      • Englischer Begriff: bladder sphincter

      Musculus sphincter vesicae; s.u. M. sph. urethrae.

    • Blasenschließmuskelprothese
      • Blasen|schließ|muskel|prothese

      künstlicher Blasenschließmuskelersatz, welcher die fehlende Verschlussfunktion der Harnröhre ersetzt. Die hydraulische Sphinkterprothese verschließt die Harnröhre mit kontrolliertem Druck u. lässt willkürliche, widerstandsarme Blasenentleerungen durch Öffnen des Sphinkters zu. Einsatz bei Belastungsinkontinenz (Männer u. Frauen), die Anw. ist nur sinnvoll, wenn der Patient geistig u. körperlich in der Lage ist, das Pumpsystem zu bedienen.

    • Blasenschnitt
      • Blasen|schnitt

      • Synonyme: Zystotomie

      • Englischer Begriff: cystotomy

      • Fach: Urologie

      operative Eröffnung der Harnblase, z.B. durch einen suprapub., oberhalb der Symphyse gelegten Längs- (Sectio alta) oder Querschnitt; s.a. Blasensteinschnitt.

    • Blasenspalte
      • Blasen|spalte

      • Englischer Begriff: schistocystis

      • Fach: Urologie

      die Blasenekstrophie einschl. verschiedenartiger Fissuren als deren Minusvarianten.

    • Blasenspätreaktion
      • Blasen|spätreaktion

      • Englischer Begriff: late bladder reaction

      • Fach: Radiologie

      bullöses Ödem u. Geschwürsbildungen der Harnblase nach 1–2 Jahren als zweite (= Spät-)Reaktion auf eine – meist gynäkolog. – hoch dosierte Strahlentherapie im Beckenbereich. S. a. Blasenfrühreaktion.

    • Blasenspiegelung
      • Blasen|spiegelung

      • Englischer Begriff: cystoscopy

      Zystoskopie.

    • Blasensprengung
      • Blasen|sprengung

      • Englischer Begriff: amniotomy

      • Fach: Geburtshilfe

      die Eröffnung der Fruchtblase während der Wehe (möglichst unter gleichzeitigem Fixieren des vorangehenden Teiles) als Maßnahme zur Geburtseinleitung, -beschleunigung u. vor einem erforderlichen intrauterinen Eingriff; erfolgt von der Scheide aus (mittels kornzangenartigen Blasenöffners als tiefe B. am unteren Eipol, als hohe B. oberhalb des Isthmus uteri mittels Drew-Smythe-Katheter).

    • Blasensprung
      • Blasen|sprung

      • Englischer Begriff: rupture of fetal membranes

      • Fach: Geburtshilfe

      der spontane, zu Abgang von Fruchtwasser führende Einriss der Fruchtblase; normal als rechtzeitiger B.

    • Blasensprung, doppelter
      Blasensprung
      • B., doppelter

      • Englischer Begriff: double r.

      s.u. tiefer B.

    • Blasensprung, falscher
      Blasensprung
      • B., falscher

      der vorübergehende, wieder verklebende Einriss nur des Chorions, verbunden mit Abgang geringer Fruchtwassermengen trotz erhaltener Fruchtblase.

    • Blasensprung, frühzeitiger
      Blasensprung
      • B., frühzeitiger

      • Englischer Begriff: premature r.

      B. zwischen Wehenbeginn u. der vollständigen Muttermunderöffnung (mindestens 20 Min. vor Beginn der Presswehen).

    • Blasensprung, hoher
      Blasensprung
      • B., hoher

      • Englischer Begriff: high r.

      B. oberhalb des Berührungsgürtels des vorangehenden Teiles (meist bei Fehlen einer Vorblase), u. zwar mit nur geringem, aber stetigem Fruchtwasserabgang (kaum Gefahr der Keimaszension).

    • Blasensprung, rechtzeitiger
      Blasensprung
      • B., rechtzeitiger

      • Englischer Begriff: r. at time

      B. zwischen Ende der Eröffnungs- u. Anfang der Austreibungsperiode (Minuten vor bis nach Beginn der Presswehen).

    • Blasensprung, tiefer
      Blasensprung
      • B., tiefer

      • Englischer Begriff: low r.

      B. am unteren Eipol (u. evtl. dem hohen folgend = doppelter B.).

    • Blasensprung, unzeitiger
      Blasensprung
      • B., unzeitiger

      • Englischer Begriff: prelabor r.

      B. vor Wehenbeginn (v.a. bei „pathologischen“ Geburtsverläufen); ist – v.a. bei spät nachfolgendem Wehenbeginn – mit erhöhter Infektionsgefahr verbunden.

    • Blasensprung, verzogerter
      Blasensprung
      • B., verzögerter

      • Englischer Begriff: delayed r.

      der erst während der Austreibungsperiode erfolgende B. (bei abnorm dicken Eihäuten oder mangelnder Abdichtung der Vorblase); wirkt sich evtl. geburtsverzögernd aus.

    • Blasenspülung
      • Blasen|spülung

      • Englischer Begriff: vesicoclysis; bladder irrigation

      die mittels eines eingelegten Blasenkatheters u. einer Janet-Spritze, bei Zystoskopie mittels Zystoskop erfolgende Spülung der Harnblase; als Eiswasserspülung nach Prostataresektion (gegen Nachblutung).

    • Blasenstarre
      • Blasen|starre

      • Englischer Begriff: rigidity of the bladder

      Elastizitätsverlust der Harnblase als Folge bindegewebiger Wandveränderungen (Vesica fibrosa), z.B. bei den neurogenen Blasenstörungen (Blasenautonomie, -automatie) u. bei chronischer Abflussstörung. Ein Spätzustand der Aneurysma-, Papier-, Beutel-, Schrumpfblase; geht mit paradoxer Ischurie einher.

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