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  • Bremsstrahlung
    • Brems|strahlung

    • Englischer Begriff: bremsstrahlung

    die durch Abbremsung schneller Elektronen im elektrischen Coulomb-Feld eines Atomkerns emittierte elektromagnet. Strahlung, z.B. die an der Antikathode der Röntgenröhre entstehende Röntgenstrahlung, deren Intensität bei gleicher Spannung mit steigendem Atomgew. des Antikathodenmaterials zunimmt. Das Spektrum reicht kontinuierlich von sehr kleinen bis zu maximalen Grenzfrequenzen.

  • Bremstherapie
    • Brems|therapie

    • Synonyme: Suppressionstherapie

    • Fach: Endokrinologie

    s.u. Suppression.

  • Brennebene
    • Brenn|ebene

    • Englischer Begriff: focal plain

    • Fach: Optik

    die die Bildlage bestimmende Ebene im Brennpunkt eines optischen Systems senkrecht zu dessen Achse; sie liegt im Auge im Vereinigungspunkt aller achsenparallelen Strahlen (bei Normalsichtigkeit in der Macula lutea).

  • Brenneman-Syndrom
    • Brenneman-Syndrom

    • Englischer Begriff: Brenneman's syndrome

    • Biogr.: Joseph B., 1872–1944, Pädiater, Chicago

    (1927) Pseudoappendizitis.

  • brennende Füße
  • Brenner-Tumor
    • Brenner-Tumor

    • Englischer Begriff: Brenner tumor

    • Biogr.: Fritz B., geb. 1877, Pathologe, Frankfurt/M.

    ein i.d.R. gutartiger, meist einseitiger Eierstocktumor (s.u. Ovarialtumoren); er ist dem Granulosazelltumor verwandt, wird von Walthard-Zellnestern hergeleitet u. weist eine organoide Gewebereifung auf; im Tumorstroma finden sich eizellenfreie follikelähnl. Epithelnester mit einer thekaartigen Hülle; maligne Verlaufsformen möglich.

  • Brennfleck
    • Brenn|fleck

    • Synonyme: Fokus

    • Englischer Begriff: focal spot

    Abbildung

    in der Röntgenröhre derjenige Abschnitt des – zur Röhrenachse geneigten – Anodenspiegels, auf den die Masse der Elektronen auftrifft (elektronischer B.) bzw. von dem die Röntgenstrahlen ausgehen (thermischer B.). Beide Flecke sind bei Festanodenröhren identisch, während der therm. B. der Drehanodenröhren nur deren von Elektronen getroffener ringförmiger Teil ist. Für die Abbildung entscheidend ist der optische B., d.h. die Projektion des elektronischen B. auf eine zum Zentralstrahl senkrechte Ebene u. den optisch wirksamen B. (Projektion des elektron. B. parallel zur Verbindungslinie Fokus–Objektelement).

  • Brennnessel
  • Brennpunkt
    • Brenn|punkt

    • Englischer Begriff: principal focus; focal point

    • Fach: Optik

    der Vereinigungspunkt achsenparalleler Lichtstrahlen nach deren Brechung durch eine sphärische Linse oder nach Reflexion an einem sphär. Hohlspiegel; ihm entspricht bei nicht idealer optischer Abbildung eine Brennfläche bzw. bei Brechung durch eine zylindrische Linse oder einen torischen Hohlspiegel eine Brennlinie. Er liegt ding- bzw. bildseitig auf der optischen Achse in einem best. Abstand (Brennweite) vom Hauptpunkt des optischen Systems. Die Brennweite (in mm) ist abhängig von der Lage u. dem Verhältnis der Flächenradien sowie von der Linsendicke u. Glasart; sie wird bei sammelnden Systemen als „positiv“, bei zerstreuenden als „neg.“ bezeichnet; reziproker Wert: Brechkraft.

  • Brennweite
    • Brenn|weite

    • Englischer Begriff: focal length

    s.u. Brennpunkt.

  • Brennwert
    • Brenn|wert

    • Fach: Biochemie

    die bei vollständiger Verbrennung einer Substanz frei werdende, durch Kalorimetrie messbare Wärme.

  • Brennwert, physiologischer
    Brennwert
    • B., physiologischer

    • Englischer Begriff: caloric value

    der Energiegehalt von Kohlenhydraten, Fett, Eiweiß. Angaben in kJ pro g (früher in kcal/g; kcal × 4,1868 = kJ [Kilo-Joule]); s.a. Nährstoffe.

  • Brenzcatechin
    • Brenz|catechin

    • Englischer Begriff: catechol

    • Fach: Chemie

    das o(rtho)-Dihydroxybenzol C6H4(OH)2. Bildet mit o-Chinon ein Redoxsystem u. steht mit der Atmungskette in Verbindung. Einige Derivate (z.B. Methyldopa) sind pharmakologisch wirksam; s.a. Catecholamine (= Brenzcatechinamine).

  • Brenztraubensäure
    • Brenz|traubensäure

    • Synonyme: Acetylameisensäure; CH3-CO-COOH

    • Englischer Begriff: pyruvic acid

    2-Oxopropionsäure; die einfachste Ketosäure. Ein v.a. in Form ihrer Salze (= Pyruvate) wichtiges Stoffwechselprodukt (Metabolit) im Intermediärstoffwechsel des Menschen, v.a. im aeroben u. anaeroben Stoffwechsel der Kohlenhydrate (s.a. Glykolyse, Citratzyklus). Es wird bei hypoxischen, hypovitaminot., toxischen etc. Zellschädigungen im Serum (Azidose) u. Harn angereichert, wobei gleichzeitig eine Glykogenverarmung in der Muskulatur u. Leber eintritt; analyt Nachweis erfolgt mit α- oder β-Naphthol, Phenylhydrazin, 2,4-Dinitrophenylhydrazin, quantitativ enzymatisch mit LDH. – Als charakteristischer Metabolit wird es als Phenyl-B. bei unbehandelter Phenylketonurie (Fölling-Syndrom = Brenztraubensäure-Oligophrenie) mit dem Harn ausgeschieden.

  • Breschet
    • Breschet

    • Biogr.: Gilbert B., 1784–1845, Anatom, Paris

    • B.-Hiatus
      Helicotrema... (mehr)
    • B.-Venen
      Venae diploicae (in den B.-Kanälen = Diploe-Kanälen; parietal als B.-Venenstern)... (mehr)
  • Breschet-Hiatus
    Breschet
    • B.-Hi|atus

    • Englischer Begriff: Breschet's hiatus

    Helicotrema.

  • Breschet-Venen
    Breschet
    • B.-Venen

    • Englischer Begriff: B.'s veins

    Venae diploicae (in den B.-Kanälen = Diploe-Kanälen; parietal als B.-Venenstern).

  • Breslau-Probe
    • Breslau-Probe

    • Biogr.: Bernhard B., 1829–1867, Gynäkologe, Zürich

    • Fach: Gerichtsmedizin

    Magen-Darm-Schwimmprobe.

  • Breslow-Level
    • Breslow-Level

    • Englischer Begriff: Breslow's thickness

    histometrisch (am histologischen Präparat) zu bestimmende Tumordicke des malignen Melanoms (dort Tab.); gilt als wichtigster prognostischer Faktor (bei einer Tumordicke von weniger als 0,75 mm beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate über 90%); wird i.d.R. gemeinsam mit dem Clark-Level (Eindringtiefe) bestimmt.

  • Bret-Syndrom
    • Bret-Syndrom

    s.u. Swyer-James-Syndrom.

  • Brett-Symptom

      das „Mitgehen“ des Rumpfes bei passivem Anheben der gestreckten Beine des Liegenden als typisches Zeichen der Hüft-Lenden-Strecksteife.

    • brettharter Bauch
      • Englischer Begriff: rigid abdomen

      • Fach: Chirurgie

      extreme Abwehrspannung der Bauchdecken; s.a. Peritonitis.

    • brevi...
      • bre|vi...

      Wortteil „kurz“; s.a. brachy...

    • Brevibacterium
      • Bre|vi|bac|teri|um

      eine Gattung koryneformer Bakterien; kurze, unverzweigte, Pigment-bildende Stäbchen in Milchprodukten, Wasser, faulender Substanz.

    • brevis
      • bre|vis

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: brief; brevis; short

      kurz.

    • Brewer-Infarkt
      • Brewer-Infarkt

      • Englischer Begriff: Brewer's infarct

      • Fach: Pathologie

      streifen- oder keilförmige, dunkelrote Nierenrindenherde bei Pyelonephritis.

    • BRI
    • Bricker-Blase
      • Bricker-Blase

      • Synonyme: B.-Plastik

      • Englischer Begriff: Bricker operation

      • Fach: Urologie

      Bildung einer Ersatzblase aus einer ausgeschalteten unteren Ileumschlinge, in welche beide Harnleiter eingepflanzt werden; die Harnableitung erfolgt zur Bauchdecke hin (Ileostoma).

    • Brickner-Zeichen
      • Brickner-Zeichen

      • Englischer Begriff: Brickner's sign

      • Fach: Neurologie

      Verminderung der optisch-akustisch ausgelösten Mimik bei Fazialisparese.

    • Bridenileus
      • Bri|den|ileus

      • Etymol.: franz. brider = zusammenbinden

      • Englischer Begriff: adhesion ileus

      • Fach: Chirurgie

      Ileus durch entzündliche (evtl. postoperative) bindegewebige Verwachsungsstränge (Briden; s.a. Adhäsionen) in der Bauchhöhle.

    • bridging
      • Etymol.: engl. = Überbrückung

      die kurzfristige (stunden-, tageweise) Unterstützung eines irreversibel geschädigten Herzens durch ein außerhalb des Körpers liegendes Pumpensystem. Anw.: bei Patienten, denen eine Herztransplantation unmittelbar bevorsteht.

    • Briefkuvert-Formen
      • Brief|kuvert-Formen

      • Englischer Begriff: envelope crystals

      • Fach: Urologie, Labormedizin

      oktaedrische Calciumoxalatdihydrat-Kristalle im Harnsediment.

    • Briggs-Beutel
      • Briggs-Beutel

      • Englischer Begriff: Brigg's bag

      • Biogr.: James Emmons B., 1869–1942, Chirurg, Boston

      • Fach: Urologie

      aufblasbarer Gummibeutel zum Einlegen in die Prostataloge als „Tampon“ zwecks Blutstillung nach suprapubischer Prostatektomie.

    • Brill
      • Brill

      • Biogr.: Nathan Edwin B., 1860–1925, Internist, New York

    • Brill-Krankheit
      Brill
      • B.-Krankheit

      • Synonyme: B.-Zinsser-Krankheit

      • Englischer Begriff: Brill-Zinsser disease

      das Spätrezidiv des epidemischen Fleckfiebers (die Latenz beträgt bis zu 40 J.).

    • Brill-Symmers-Syndrom
      Brill
      • B.-Symmers-Syndrom

      • Synonyme: großfollikuläres Lymphoblastom

      • Englischer Begriff: B.-Symmers disease; giant follicular lymphoma

      historische Bez. für eine Lymphknotenerkrankung mit Leber- u. Milzvergrößerung, Mediastinaltumor, Aszites, Pleuraergüssen u. Schwellungen im Parotisgebiet, evtl. auch mit einseitiger Protrusio bulbi u. Kachexie; wird als „follikuläres Lymphom“ (B-Zellen) in die Non-Hodgkin-Lymphome eingeordnet; in den befallenen Lymphknoten sind Follikelhyperplasien, Riesenzellen („Lymphoma gigantocellulare“) u. epitheloide Zellen mit Kerndegeneration (bis Rosettenbildung) nachweisbar.

    • Brill-Syndrom
    • Brillantgelb
      • Bril|lant|gelb

      • Englischer Begriff: brilliant yellow

      Cadmiumsulfid. – Ferner der Monoazofarbstoff B. S (in schwefelsaurer wässriger-alkohol. Lsg. für den Untergrund bei Ziehl-Neelsen-Färbung verwendet).

    • Brillantineakne
      • Bril|lan|ti|ne|akne

      • Fach: Dermatologie

      eine Akne als Reaktion auf das in Haarkosmetika enthaltene Paraffinöl. – Nach langjähriger Anw. evtl. Entwicklung von Hyperkeratosen („Brillantinewarzen“).

    • Brillantkresylblau
      • Brillant|kre|syl|blau

      • Englischer Begriff: brilliant cresyl blue

      7-Amino-2-dimethylamino-3-methyl-phenoxazoniumchlorid; dient 1) zur Färbung der Substantia granulofilamentosa in Retikulozyten sowie zur Chromosomen-, Darmprotozoen-, Thrombozytenfärbung sowie 2) als Redox-Indikator (blau/farblos).

    • Brille
      • Brille

      • Etymol.: mittelhochdeutsch: berille = optisches Hilfsmittel aus Beryll

      • Englischer Begriff: spectacles (e.g. stenopeic)

      das aus einem Gestell u. aus Brillengläsern bestehende opt. Mittel zum Ausgleich von Anomalien der Brechkraft (Refraktion) des Auges oder als Schutzmittel gegen Strahlen-, Hitze-, Chemikalieneinwirkung (Korrektions- bzw. Schutz-Br.); z.T. als Spezialbrille, z.B. als orthopädische B. (z.B. als Blepharospasmus-, Ptosis-, Okklusions-, Spiegel-B.), orthoskopische B. (eine genau zentrierte B., die bei Strabismus das Verschmelzen der Sehbilder ermöglicht), stenopäische B. (B. mit Metallscheiben anstelle der Gläser; die Scheiben – mit Sehloch oder -schlitz, evtl. auch mit veränderlicher Irisblende – dienen als Mittel zur Einengung des Strahlenbündels u. damit zur Erhöhung der Netzhautbild- u. Tiefenschärfe, aber auch als Blendschutz oder „Bremse“ der Augenbewegungen). S.a. Bartels-Brille.

    • Brillenbestimmung
      • Brillen|bestimmung

      • Englischer Begriff: optometric examination; prescription of glasses

      die Gesamtheit der Maßnahmen zur Bestimmung geeigneter Brillengläser; d.h. Prüfung des Sehvermögens für Ferne u. Nähe, Untersuchung des Augenmuskelgleichgewichts u. die Messung der Hornhautkrümmung (Ophthalmometer) u. Gesamtrefraktion (mittels Refraktometer oder Skiaskop). S.a. Donders-B.

    • Brillenglasbestimmung
      • Brillen|glas|bestimmung

      Brillenbestimmung.

    • Brillengläser
      • Brillen|gläser

      • Englischer Begriff: spectacle glasses; refractive lenses

      optisch korrigierende Augengläser aus Kron- oder Flintglas, Hartplastik; u. zwar plankonkav oder -konvex (= Minus- bzw. Plusglas), sphärisch oder zylindrisch, evtl. als Mehrstärken-, Progressivglas; ferner als punktuell abbildendes „durchgebogenes“ Glas (bd. Wölbungen vom Auge abgewandt) zur Vermeidung des „Astigmatismus schiefer Bündel“, unterschieden als periskopisches (= schwach durchgebogenes) Glas u. als Halbmuschelglas (Meniskus).

    • Brillenhämatom
      • Brillen|hämatom

      • Englischer Begriff: bilateral periocular hematoma

      Abbildung

      Bluterguss in die Augenlider bei einfachen Augenhöhlen- u. Lidblutungen sowie (typisch) bei Schädelbasisfraktur (Abb.). S.a. Monokelhämatom (als einseitiges Hämatom).

    • Brimonidin
      • Englischer Begriff: brimonidine

      ein α2-Rezeptoragonist (s.u. Sympathomimetica); lokale Anw. als Glaukommittel.

    • Brinzolamid
      • Englischer Begriff: brinzolamide

      ein Carboanhydrasehemmer; lokale Anw. als Glaukommittel.

    • Brisement
      • Bri|se|ment

      • Etymol.: franz. = Brechen

      Gelenkmobilisierung.

      • B. forcé
        die „gewaltsame Mobilisierung“ eines fibrös versteiften Gelenkes (mit... (mehr)
      • B. modéré
        vorsichtige Gelenkmobilisierung in Narkose durch Dehnungen ohne Anw... (mehr)
    • Brisement forcé
      Brisement
      • B. forcé

      • Englischer Begriff: brisement forcé

      die „gewaltsame Mobilisierung“ eines fibrös versteiften Gelenkes (mit anschließ. Übungsbehandlung).

    • Brisement modéré
      Brisement
      • B. modéré

      vorsichtige Gelenkmobilisierung in Narkose durch Dehnungen ohne Anw. grober Kraft. S.a. Quengeln.

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