Medizin-Lexikon: Einträge mit "C"

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  • Calciumsalze
    • Calciumsalze

    • Englischer Begriff: calcium salts

    s.u. Calcium.

  • Calciumstoffwechsel
    • Calcium|stoffwechsel

    • Synonyme: Kalkstoffwechsel

    • Englischer Begriff: calcium metabolism

    Abbildung

    Auf-, Um- u. Abbau des Calcium (Ca) im Organismus. Der Gesamtbestand (1,5–2,2% des Körpergewichtes) ist zu 95% im Skelett, zu 5% in Körperflüssigkeiten enthalten. Als Plasma-Calcium (die Erythrozyten sind Calcium-frei) ist es ionisiert (aktives Calcium; ca. 55%), komplex- oder säuregebunden (interionisches Ca; z.B. als Citrat, Phosphat) oder kolloidal an Eiweiß gebunden (1,4 bis 2,2 mval/l). Absinken unter 3 mval/l hat tetanische Erscheinungen zur Folge. Die Resorption erfolgt unter Beeinflussung durch Vitamin D u. Parathormon im Darm (Duodenum, Jejunum) durch das Calciumbindende Protein (CaBP) gegen den vorhandenen chem. Gradienten. Ca ist in der Extrazellulärflüssigkeit wesentlich höher konzentriert als intrazellulär, strömt nach Membrandepolarisation in die Zelle ein. Im Übermaß in die Zelle gelangtes Ca wird von den Mitochondrien abgepuffert, bei Versagen der Leistung erfolgt Mitochondrienuntergang. Die Ausscheidung erfolgt mit dem Harn nach teilweiser, durch Parathormon beeinflusster Rückresorption in den Tubuli und den Körpersäften. Funktionen: Ca ist beteiligt an Knochenstoffwechsel u. -mineralisation (als Fluor-Hydroxyl-, Carbonat-Apatit) unter Regulation durch das Parathormon-Calcitonin-System u. unter Kopplung mit dem Phosphatstoffwechsel. Ca ist wichtig für die Muskelkontraktion: Nach Depolarisierung der Zellmembran gelangt es durch Ionenkanäle in die Zelle u. aus terminalen Zisternen des endoplasmatischen Retikulums in das Zytosol und damit an die kontraktilen Zellgebilde (s.a. Actin, Actomyosin). Im Anschluss an die Kontraktion wird es durch die Calciumpumpe in das sarkoplasmatische Retikulum zurücktransportiert (s.a. Calmodulin). Unabdingbar ist es auch für die Blutgerinnung (Faktor IV), die Kapillar- u. Membranpermeabilität, den Wasser-Elektrolyt-Haushalt (Osmose, Säure-Basen-Gleichgewicht), die Nervenleitung u. elektrochemische Kopplung (s.a. Synapse), Enzymreaktionen und Übertragung hormoneller Signale.

  • Calciumstoffwechselregulatoren

      Wirkstoffe, die über eine Einwirkung auf den Calciumstoffwechsel zum Aufbau von Knochen führen bzw. den Knochenabbau verhindern. Wirkst.: Vitamin D u. Vitamin-D3-Derivate, Calcitonin, Bisphosphonate, Fluoride; Anw. v.a. bei Osteoporose.

    • Calciumsulfatwasser
      • Calcium|sulfat|wasser

      • Englischer Begriff: calcium sulfate water

      • Fach: Balneologie

      Mineralquelle („Gipsquelle“) mit mindestens 1 g fester gelöster Stoffe pro kg Wasser, wobei Ca2+ u. SO42– wenigstens 20 mval% ausmachen.

    • Calciurie
      • Calci|urie

      • Englischer Begriff: calciuria

      Hyperkalziurie.

    • Calculosis
      • Cal|cu|lo|sis

      • Englischer Begriff: calculosis

      Steinleiden, Lithiasis; s.a. Calculus.

    • Calculus
      • Calculus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: calculus; mineral concretion

      kleines (Kalk-)Steinchen, (Kalk-)Konkrement.

    • Calculus biliaris
      Calculus
      • C. biliaris

      • Synonyme: C. felleus

      Gallenstein.

    • Calculus bronchialis
      Calculus
      • C. bronchialis

      Broncholith.

    • Calculus dentis
    • Calculus intestinalis
      Calculus
      • C. intestinalis

      Kotstein.

    • Calculus pinealis
      Calculus
      • C. pinealis

      Acervulus.

    • Calculus renalis
      Calculus
      • C. renalis

      Nierenstein (s.u. Nephrolithiasis).

    • Calculus vesicalis
      Calculus
      • C. vesicalis

      Blasenstein.

    • Caldarium
      • Cal|darium

      • Synonyme: Calidarium

      • Etymol.: latein.

      die Warmwasser-Schwitzabteilung der öffentlichen Thermen im altrömischen Kulturkreis.

    • Caldwell-Luc-Operation
      • Caldwell-Luc-Operation

      • Englischer Begriff: Caldwell-Luc operation

      • Biogr.: George W. C., 1834–1918; Henri L., 1855–1925; amerikan. bzw. franz. HNO-Arzt

      • Fach: Otologie

      eine Radikal-Op. der Kieferhöhle; nach Freilegung u. Eröffnung der Höhle vom Mundvorhof aus (im Bereich der Fossa canina) erfolgen die Ausräumung der Schleimhäute u. das Anlegen eines bleibenden Fensters zum unteren Nasengang.

    • Calendula officinalis
      • Synonyme: Ringelblume

      Abbildung

      Heilpflanze mit nachgewiesener Wirkung bei Entzündungen der Mund- u. Rachenschleimhaut, Wunden u. Ulcus cruris. Kontraind.: Allergie auf Korbblütler.

    • Calentura roja
      • Calentura roja

      • Synonyme: Rotes Fieber

      • Etymol.: span.

      • Englischer Begriff: thermic fever

      Dengue-Fieber.

    • Calices renales
      • Ca|li|ces renales

      • Englischer Begriff: renal calices

      Abbildung

      die Nierenkelche als 1. Abschnitt der ableitenden Harnwege; 8–10 markwärts gerichtete Ausstülpungen des Nierenbeckens, in die die Nierenpyramiden hineinragen. Wandaufbau: kapillarreiche Lamina propria mit glatten Muskelfasern u. Übergangsepithel. Als C. r. majores die sog. Zwischenstücke für zwei oder mehrere in sie einmündende C. r. minores (kleine Kelche, in Gruppen [„Kelchgruppen“] angeordnet). S.a. Kelch..., Kaliko...

    • Caliciviren
      • Synonyme: Caliciviridae

      hüllenlose RNS-Viren, zu denen z.B. das Hepatitis-E-Virus u. das Norwalk-Agens gehören.

    • Caliculus
      • Ca|li|cu|lus

      • Etymol.: latein.

      kleiner Kelch.

    • Caliculus gustatorius
      Caliculus
      • C. gustatorius

      • Synonyme: Porus g.

      • Englischer Begriff: taste bud

      Abbildung

      die „Geschmacksknospe“ als epitheliales Sinnesorgan. Wird gebildet von langen, zylindr. oder spindeligen Stützzellen u. von schmaleren, fadenförm. Geschmacks- = Sinneszellen. Kommt vereinzelt vor im Schleimhautepithel der Gaumenbögen, des unt. Schlundbereichs u. des Kehldeckels, zahlreich in den Wall- u. Blattpapillen der Zunge (Papillae linguales).

    • California-Enzephalitis-Gruppe
      • California-Enzephalitis-Gruppe

      zur Familie Bunyaviridae gehörende ARBO-Viren; durch Mücken übertragen.

    • Californium
      • Californium

      • Synonyme: Cf (Abk.)

      radioaktives Element mit OZ 98; ein Transuran. – Sein Isotop 252Cf ist eine starke Neutronenquelle.

    • Calix
      • Ca|lix

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: calyx; calix

      Kelch.

      • 1)
        Nierenkelch (Calices renales)... (mehr)
      • 2)
        kelchförmiges Dendritenende einer Ganglion-vestibulare-Zelle am basalen... (mehr)
    • Calix 1)
      Calix
      • 1)

      Nierenkelch (Calices renales).

    • Calix 2)
      Calix
      • 2)

      kelchförmiges Dendritenende einer Ganglion-vestibulare-Zelle am basalen Pol der flaschenförmigen Sinneszelle des Vestibularapparates.

    • CALL
      • Synonyme: Abk. für common acute lymphatic leukemia; Abk. für common ALL

      • Etymol.: engl.

      Unterform (Typ) der akuten lymphat. Leukämie. Oberflächenmarker ist das CALLA (= common ALL-Antigen = CD 10).

    • Call-Exner-Körperchen
      • Call-Exner-Körperchen

      • Biogr.: Friedrich v. C., 1844–1917, Arzt

      • 1)
        dunkel erscheinende, mit PAS-positivem Material gefüllte Hohlräume in... (mehr)
      • 2)
        durch Gewebsverflüssigung entstandene Aufhellungen in Tumorgeweben... (mehr)
    • Call-Exner-Körperchen 1)
      Call-Exner-Körperchen
      • 1)

      dunkel erscheinende, mit PAS-positivem Material gefüllte Hohlräume in der Membrana granulosa von Tertiärfollikeln des Eierstocks.

    • Call-Exner-Körperchen 2)
      Call-Exner-Körperchen
      • 2)

      • Englischer Begriff: Call-Exner bodies

      durch Gewebsverflüssigung entstandene Aufhellungen in Tumorgeweben.

    • Calliphoridae
      • Calliphoridae

      • Fach: Entomologie

      Schmeißfliegen, Goldfliegen; mit Brut in verwesenden animalischen Stoffen (u.a. in Fleischwaren, Fisch). Sind z.T. fakultat. u. obligator. Myiasis-Erreger bei Mensch u. Tieren.

    • Callositas
      • Callositas

      • Englischer Begriff: callosity

      • Fach: Pathologie

      Hornschwiele.

    • callosus
      • callosus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: callous; tylotic

      verdickt, schwielig, kallös.

    • Callus
      • Cal|lus

      • Synonyme: Kallus

      • Fach: Pathologie

      • 1)
        Knochenkallus... (mehr)
      • C. luxurians
        bei Frakturheilung überschießend gebildeter Knochenkallus; kann zu Bewegungseinschränkung... (mehr)
      • 2)
        Hornschwiele... (mehr)
    • Callus 1)
      Callus
      • 1)

      • Englischer Begriff: callus

      Knochenkallus.

      • C. luxurians
        bei Frakturheilung überschießend gebildeter Knochenkallus; kann zu Bewegungseinschränkung... (mehr)
    • Callus 2)
      Callus
      • 2)

      • Englischer Begriff: callosity

      Hornschwiele.

    • Callus luxurians
      Callus  >  Callus 1)
      • C. luxurians

      • Englischer Begriff: hypertrophic c.

      bei Frakturheilung überschießend gebildeter Knochenkallus; kann zu Bewegungseinschränkung (bis Gelenksperre) sowie – durch Gefäß- u./oder Nervenkompression – zu Durchblutungs- u. Innervationsstörungen führen; s.a. Brückenkallus.

    • Calmette
      • Calmette

      • Biogr.: Albert C., 1863–1933, Bakteriologe, Paris

    • Calmette-Guérin-Bazillus
      Calmette
      • C.-Guérin-Bazillus

      • Englischer Begriff: Calmette-Guérin bacillus

      • Biogr.: Camille G., 1872–1961, Bakteriologe, Paris

      BCG (2).

    • Calmette-Serum
      Calmette
      • C.-Serum

      • Englischer Begriff: C. serum

      antitoxisches Serum vom Pferd zur Therapie von Schlangenbissen (Kobra, Vipern).

    • Calmodulin
      • Cal|mo|du|lin

      • Synonyme: Kalmodulin

      • Englischer Begriff: calmodulin

      ein intrazelluläres Rezeptorprotein für Calciumionen; aktiviert in der depolarisierten Muskelzelle (nach Anregung durch Calciumeinstrom u. Bindung intrazellulären Calciums [Bildung von Ca-Calmodulin] aus dem sarkoplasmat. Retikulum) die Myosinleichtkettenkinase, den Katalysator der Myosinphosphorylierung, der die Myosin-Actin-Interaktion u. damit die Muskelkontraktion auslöst.

    • Calomel
      • Ca|lo|mel

      • Englischer Begriff: mercurous chloride; calomel

      • Fach: Chemie

      Hydrargyrum chloratum (Hg2Cl2).

    • Calor
      • Calor

      • Synonyme: Wärme; Hitze

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: heat; calor

      med die erhöhte Körpertemperatur (Fieber) oder örtliche Hautwärme als klassisches Zeichen der Entzündung.

    • Calot
      • Calot

      • Biogr.: Jean-François C., 1861–1944, franz. Chirurg

      • C.-Dreieck
        Dreieck hinten am Zusammenfluss des Ductus hepaticus mit dem D. cysticus... (mehr)
      • C.-Verfahren
        Behandlung eines kalten Abszesses durch Punktion u. Spülung mit einschlägigen... (mehr)
    • Calot-Dreieck
      Calot
      • C.-Drei|eck

      • Englischer Begriff: Calot's triangle

      Dreieck hinten am Zusammenfluss des Ductus hepaticus mit dem D. cysticus (darin der vordere u. hintere Ast der Arteria cystica).

    • Calot-Verfahren
      Calot
      • C.-Verfahren

      • Englischer Begriff: C.'s treatment

      • Fach: Chirurgie

      Behandlung eines kalten Abszesses durch Punktion u. Spülung mit einschlägigen Medikamenten.

    • Calva
      • Cal|va

      • Synonyme: Calvaria

      • Englischer Begriff: calvaria

      das aus Stirnbein, Scheitelbeinen u. Hinterhauptsbein bestehende Schädeldach (= „Hirnschale“, „Kalotte“).

    • Calvarium
      • Calvarium

      • Fach: Anthropologie

      der Schädel ohne den Unterkiefer. S.a. Calvaria.

    • Calvé
      • Calvé

      • Biogr.: Jacques C., 1875–1954, Orthopäde, Paris

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