Medizin-Lexikon: Einträge mit "C"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • chromo...

      Wortteil „Farbe“ bzw. „Farbstoff“. – s.a. chromato...

    • chromoargentaffine Zellen
      • chrom(o)|argent|affine Zellen

      s.u. argentaffin; i.e.S. die sog. gelben Zellen.

    • Chromoblastomykose
      • Chromo|blasto|mykose

      • Englischer Begriff: chromoblastomycosis

      Chromomykose.

    • Chromodiagnostik
      • Chromo|diagnostik

      • Englischer Begriff: chromodiagnosis; chromatoscopy

      Funktionsprüfung innerer Organe mit Hilfe eingebrachter Farbstoffe; s.a. Clearance, Farbstoffverdünnungsmethode, Chromozystoskopie.

    • chromogen
      • chromo|gen

      • Englischer Begriff: chromogenic

      Farbstoff bildend; z.B. chr. Bakterien (Pseudomonas-, Serratia-, Neisseria-Arten u.a.m.), chr. Substrate (Substanzen zum Nachweis aktiver Enzyme durch Farbreaktion).

    • Chromogen
      • Chromo|gen

      • Englischer Begriff: chromogen

      • Fach: Chemie

      Vorstufe eines Farbstoffs, die erst nach Umwandlungsreaktion zum Farbstoff wird; z.B. die reduzierte Form eines Farbstoffs als „Leukoform“.

    • Chromokrinie
      • Chromo|krinie

      • Fach: Dermatologie

      Chromhidrosis.

    • Chromolipoid
      • Chromo|lipo|id

      • Englischer Begriff: chromolipoid

      ein intrazelluläres Abnutzungspigment, v.a. in den Leber- u. den Herzmuskelzellen; s.a. Lipofuscin.

    • Chromomer
      • Chromo|mer

      • Fach: Zytologie

      • 1)
        knotenartige, meist nur in der frühen Prophase der Meiose sichtbare kleine... (mehr)
      • 2)
        das Granulomer des Thrombozyten... (mehr)
    • Chromomer 1)
      Chromomer
      • 1)

      • Englischer Begriff: chromomere

      knotenartige, meist nur in der frühen Prophase der Meiose sichtbare kleine Verdickung des Chromonemas als Verdichtung des Euchromatins.

    • Chromomer 2)
      Chromomer
      • 2)

      • Englischer Begriff: granulomere

      das Granulomer des Thrombozyten.

    • Chromomykose
      • Chromo|mykose

      • Synonyme: Chromoblastomykose

      • Englischer Begriff: chromomycosis

      granulomatöse Mykose der Haut u. des Unterhautgewebes durch „Schwärzepilze“ z.B. der Gattung Phialophora; v.a. in tropischen Gegenden.

    • Chromonema
      • Chromo|nema

      • Englischer Begriff: chromonema

      • Fach: Zytologie

      die kleinste noch lichtoptisch auflösbare fädige Längsstruktur des Chromatins im Chromatid.

    • Chromopeptide
      • Chromo|peptide

      Chromoproteine.

    • chromophil
      • chromo|phil

      • Englischer Begriff: chromophilic

      chromatophil.

    • chromophob
      • chromo|phob

      • Englischer Begriff: chromophobe

      ohne Affinität zu Farbstoffen; schwer anfärbbar; z.B. die chr. Zellen des Hypophysenvorderlappens (Gamma-Zellen).

    • Chromophytose
      • Chromo|phytose

      • Fach: Dermatologie

      Hautverfärbung durch pflanzliche Parasiten, i.e.S. die Pityriasis versicolor.

    • Chromoproteide
      • Chromo|pro|te|ide

      • Synonyme: -prote|ine

      • Englischer Begriff: chromoproteins

      • Fach: Biochemie

      Eiweißkörper mit einer chromophoren, meist metallhalt. (Fe, Cu, Mg) prosthetischen Gruppe, z.B. Hämoglobin, Cytochrom, Chlorophyll.

    • Chromoproteinniere
      • Chromo|protein|niere

      durch Ablagerung von pigmentierten, hämoglobin- oder myoglobinhaltigen Harnzylindern (sog. Chromoproteinzylinder) bräunlich verfärbte Schockniere, v.a. bei Schockzuständen, die mit akuter Hämolyse u./oder Myolyse (z.B. Crush-Syndrom) einhergehen.

    • Chromopsie
      • Chrom|op|sie

      • Englischer Begriff: chromopsia

      Chromatopsie.

    • Chromosalpingoskopie
      • Chromo|salpingo|skopie

      Hydropertubation unter Einsatz von Methylenblau-Lösung.

    • Chromose
      • Chromose

      (Deribere 1935) Chromstaublunge.

    • Chromoskopie
      • Chromo|skopie

      Chromodiagnostik.

    • Chromosom
      • Chro|mo|som

      s.u. Chromosomen.

    • Chromosom-p--Syndrome, Chromosom-q--Syndrome
      • Chromosom-p-Syndrome, Chromosom-q-Syndrome

      • Synonyme: Deletionssyndrome

      • Englischer Begriff: chromosome deletion syndromes

      s.u. Syndrom; s.a. Chromosomendeletion.

    • chromosomal
      • chromosomal

      • Englischer Begriff: chromosomal

      die Chromosomen betreffend, durch sie bedingt; z.B. das chromosomale Geschlecht.

    • Chromosomen
      • Englischer Begriff: chromosomes

      Abbildung

      stäbchen- oder hakenförmige, membranlose Gebilde, die in arteigener (artspezifischer) Form, innerer Struktur u. Zahl (Chromosomensatz) als wesentlicher Bestandteil jedes Zellkerns vorkommen. In den Körperzellen des Menschen, der Tiere u. der höheren Pflanzen sind C. paarweise vorhanden, wobei die beiden Partner weitestgehend formidentisch sind, bei gleicher Aufeinanderfolge der Genorte (Genloci) auch strukturidentisch (homologe C.); in Geschlechtszellen treten C. in der Einzahl auf (s.a. Autosomen, Gonosomen). Die artspezif. C.-Zahl beträgt im diploiden Chromosomensatz der somatischen Zellen beim Menschen 46. Aufbau: Ihre Feinstruktur zeigt eine lange DNS-Doppelhelix, die in typischer Weise mehrfach gefaltet ist u. so optische Untereinheiten des Chromosoms darstellt (s.a. Chromonema, Chromatide, Chromomere). Die DNS ist um Histon-Kugeln (Scheiben) gewickelt u. bildet mit ihnen als funktionelle Untereinheit die Nucleosomen; s.a. Satellit, Ringchromosom, Isochromosom. In der Interphase des Zellzyklus, d.h. zwischen den Teilungsphasen der Zelle (im Sinne d. Zellzyklus als „Ruhekern“, jedoch stoffwechselaktiver „Arbeitskern“) sind C. nicht direkt mikroskopisch darstellbar. In dieser Phase sind sie entspiralisiert u. aufgelockert; die amorphe C.-Masse ist färberisch als Chromatin darstellbar. Funktion: Chromosomen bestehen aus DNS u. Proteinen u. stellen die Träger des Erbgutes dar, d.h., sie beinhalten die genetische Information für die Stoffwechselleistungen der Zelle, die auf der Doppelhelix der Desoxyribonucleinsäure (DNS, DNA) festgelegt ist (s.a. Allel, Erbgang). Im Normalzustand differenzierter Gewebe steuern sie mit Hilfe ihrer DNS-Sequenzen (Gene) die genetisch festgelegten Stoffwechselleistungen der Zelle (s.a. Eiweißbiosynthese, Operon). Erst bei der Kernteilung (Mitose) werden sie infolge Verdichtung (Kondensation) des Chromatins in den charakteristischen Strukturen erkennbar (s.a. Chromatide). In der Synthesephase (S-Phase der Interphase) des Zellzyklus verdoppeln sich die Chromosomen identisch (DNS-Replikation). Die substantielle Verdoppelung erfolgt auch vor der Meiose der ♀ u. ♂ Keimzellen; s.a. Crossover. Einteilung: Die Klassifizierung der Chromosomen erfolgt nach der Länge der Chromosomenarme u. nach der Lage des Zentromers im Chromosom. Nach Position des Zentromers bezeichnet man das Chromosom als meta- (Mitte), akro- (fast endständig) u. telozentrisch (endständig), nach der Zentromerenzahl als mono- (normal) oder als polyzentrisch (dann zumeist dizentrisch). Das Auftreten mehrerer Zentromere ist das Ergebnis eines Zentromerquerbruchs mit Neuverbindung, asymmetrischer Translokation, Crossing-over innerhalb der Chromosomeninversion; auch kommen heterozentrische Formen vor, d.h. solche mit ungleich starken Zentromeren. Durch Endomitosen können Riesenchromosomen entstehen; s.a. Polyploidie, Monosomie, Trisomie, Telomer. S.a. Abb.

    • Chromosomenaberration
      • Chromosomen|aberration

      • Englischer Begriff: chromosome aberration

      • Fach: Genetik

      im weitesten Sinne jegliche Anomalie bezüglich Struktur oder Zahl der Chromosomen; als genetische Ch. (Ursache typischer Krankheitsbilder, Tab.) oder als somatische Ch. (u.a. ein Charakteristikum maligner Zellen).

      • C., genetische
        die in Keimzellen, meist während der Meiose, eintretende Änderung der... (mehr)
      • C., somatische   Tabelle
        nach Einwirkung von Strahlen, chemischen u. anderen Noxen entstandene... (mehr)
    • Chromosomenaberration, genetische
      Chromosomenaberration
      • C., genetische

      die in Keimzellen, meist während der Meiose, eintretende Änderung der Struktur oder Zahl von Geschlechtschromosomen (gonosomale C., X-C., Y-C.) oder sonstiger Chromosomen (autosomale C.). Die a) strukturelle C. als Vorgang im ganzen Chromosom (C. vom Chromosomentyp; beide Chromatiden betreffend) oder in einer Chromatide bzw. in kleineren Untereinheiten (C. vom Chromatid- bzw. Subchromatidtyp); s.a. Chromosomendeletion, -duplikation, -inversion, Crossover, Genmutation (= molekulare C.), Translokation. Die b) numerische C. (Änderung der Chromosomenzahl; Tab.) tritt ein infolge Non-Disjunction, Non-Congression, Spindelstörung oder -ausfalls, „Mutation“. S.a. Chromosomensatz, Poly-, Heteroploidie, Mono-, Trisomie.

    • Chromosomenaberration, somatische
      Chromosomenaberration
      • C., somatische

      Tabelle

      nach Einwirkung von Strahlen, chemischen u. anderen Noxen entstandene C. in einzelnen Körperzellen; z.B. als Chromosomendeletion, -inversion, Translokation, Genamplifikation. Sie werden mit verschied. Erkrank. (z.B. Tumoren, Leukämie) in Zusammenhang gebracht. S.a. Onkogene.

    • Chromosomenanalyse
      • Chromosomen|analyse

      • Englischer Begriff: chromosome analysis

      • Fach: Genetik

      Bestimmung der Zahl, Größe, Form u. bestimmten Längsgliederung der Chromosomen (Chromosomenbänder); sie ergibt in schematischer Anordnung das Karyogramm (dort Abb.); s.a. Chromosomensatz, Denver-Klassifikation.

    • Chromosomenarme
      • Chromosomen|arme

      • Englischer Begriff: chromosome arms

      • Fach: Genetik

      die beiden durch das Zentromer getrennten – gleich oder verschieden langen – „Schenkel“ des Chromosoms (p = kurzer Arm, q = langer Arm).

    • Chromosomenbänder
      • Chromosomen|bänder

      • Synonyme: -banden

      • Englischer Begriff: chromosome bands

      • Fach: Genetik

      die zytochemisch, d.h. nach differentieller Färbung der Chromosomen darstellbaren Querbandenmuster (Q-, C-, G-, R-, T-Bänder) der Chromosomen. Sie ermöglichen nach einer internationalen Standard-Chromosomen-Nomenklatur (ISCN) die Identifizierung der Chromosomen im Karyogramm. Die Bezeichnung gibt Hinweise z.B. auf Anfärbbarkeit durch den Fluoreszenzfarbstoff Quinacrin (Lage: Chromosomenarme) oder die Lage am Centromer, die Anfärbbarkeit durch milde Giemsa-Färbung (weitgehend identisch mit „Q“) oder das Alternieren mit dem G-Muster (reverse banding).

    • Chromosomenbestand
      • Chromosomen|bestand

      die Chromosomenzahl im Chromosomensatz.

    • Chromosomenbruch
      • Chromosomen|bruch

      • Englischer Begriff: chromosome break

      • Fach: Genetik

      spontaner oder induzierter Querbruch der Chromosomenstruktur, bevor eine Längsteilung in Chromatiden (bzw. Reproduktion) erfolgte. Unterschieden werden Einzel- und Doppelstrangbrüche der DNS.

    • Chromosomendefizienz
      • Chromosomen|defizienz

      • Englischer Begriff: chromosome deficiency

      • Fach: Genetik

      Fehlen eines Chromosomenteils aufgrund von Chromosomendeletion.

    • Chromosomendeletion
      • Chromosomen|deletion

      • Synonyme: Deletion

      • Englischer Begriff: chromosome deletion

      • Fach: Genetik

      der Verlust eines endständigen = distalen (= Chromosomendefizienz) oder eines in der Kontinuität gelegenen = interkalaren Chromosomenstücks; ist bei Homozygotie fast immer letal, bei Heterozygotie nur dann, wenn das fehlende Stück dominantes, unentbehrliches Genmaterial enthält. Oft Ursache von Syndromen mit geistiger Retardierung u. Fehlbildungen („Deletionssyndrome“; „Chromosom-p-“, „Chromosom-q-Syndrome“; s.u. Syndrom); z.B. Wolf-Syndrom (partielle Ch. des kurzen Arms von Chromosom 4), Katzenschreisyndrom (Ch. des terminalen Segments des kurzen Arms von Chromosom 5).

    • Chromosomendisjunktion
      • Chromosomen|disjunktion

      • Englischer Begriff: chromosome disjunction

      • Fach: Genetik

      die Trennung der homologen Chromosomen in der Anaphase I der Meiose; s.a. Chromosomenreduktion.

    • Chromosomendislokation
      • Chromosomen|dislokation

      • Englischer Begriff: translocation of chromosomes

      durch Verlust oder Verlagerung von Chromosomensegmenten verursachte strukturelle Veränderung von Chromosomen.

    • Chromosomenduplikation
      • Chromosomen|duplikation

      • Englischer Begriff: duplication of chromosomes

      • Fach: Genetik

      die Verdoppelung eines Chromosomenabschnittes nach irregulärem Crossing-over zwischen zwei homologen Chromosomen an einer nichthomologen Stelle.

    • Chromosomenfusion
      • Chromosomen|fusion

      • Englischer Begriff: chromosome fusion

      • Fach: Genetik

      Verschmelzung nichthomologer Chromosomen oder Chromosomenteile; s.a. Translokation.

    • Chromosomengifte
      • Chromosomen|gifte

      chemische Substanzen (auch Medikamente), die strukturzerstörende oder reduplikations- oder trennungsstörende Wirkung auf Chromosomen in der Interphase der Mitose oder Meiose haben. – s.a. Mutagen, Mitosegift.

    • Chromosomeninversion
      • Chromosomen|inversion

      • Englischer Begriff: chromosome inversion

      • Fach: Genetik

      die Umkehrung eines Chromosomenabschnitts nach Chromosomenbruch oder -neuverknüpfung (perizentrisch = das Zentromer einbeziehend; parazentrisch = neben dem Zentromer, nur einen Arm einbeziehend).

    • Chromosomenkarte
      • Chromosomen|karte

      • Englischer Begriff: chromosome map

      • Fach: Genetik

      graphische Darstellung der linearen Anordnung der Gene auf dem Chromosom.

    • Chromosomenkomplex
      • Chromosomen|komplex

      • Englischer Begriff: chromosome complex

      • Fach: Genetik

      eine als einheitliche Transporteinheit in die Meiose einbezogene Chromosomengruppe.

    • Chromosomenkonjugation
      • Chromosomen|konjugation

      • Synonyme: Synapsis; Syndese

      • Englischer Begriff: chromosome conjugation; chr. pairing

      die „Paarung“ homologer Chromosomen in der meiotischen Prophase (Meiose), beginnend im Zygotän.

    • Chromosomenmarker
      • Chromosomen|marker

      • Englischer Begriff: chromosome markers

      Markierungsgen.

    • Chromosomenmosaik
      • Chromosomen|mosaik

      • Englischer Begriff: chromosome mosaicism

      das Auftreten mehrerer Zell-Linien somatischer Zellen mit verschiedenem Karyotyp bei einem Individuum. Als Genese kommen in Frage Chromosomenmutationen u. -deletionen sowie eine Non-Disjunction in der ersten Teilung der Zygote nach der Befruchtung (d.h. in einem Stadium, in dem noch jeweils 23 Chromosomen der Eizelle u. des Spermiums vorhanden sind). Aus dem Verteilungsfehler der Zygote resultiert dann ein Mosaik.

    • Chromosomenmutation
      • Chromosomen|mutation

      • Englischer Begriff: chromosome mutation

      Abbildung

      spontane oder durch Mutagene angeregte Änderung der genetischen Struktur von Chromosomen. Erfolgt innerhalb eines Chromosoms (intrachromosomal; als strukturelle Chromosomenaberration) oder unter Beteiligung anderer Chromosomen (interchromosomal). Als Mutationstypen werden unterschieden: Missense, Nonsense, große u. kleine Deletion sowie Inversion. S.a. Chromosomendeletion, Chromosomeninversion, Genmutation, Codon. S.a. Abb.

    • Chromosomenpolymorphismus
      • Chromosomen|poly|morphismus

      • Englischer Begriff: chromosome polymorphism

      • Fach: Genetik

      Polymorphismus (1).

    13466