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  • Chylomediastinum
    • Chylo|media|stinum

    • Englischer Begriff: chylomediastinum

    • Fach: Pathologie

    chylöser Erguss im Mediastinum, z.B. nach direkter oder indirekter Verletzung des Ductus thoracicus.

  • Chylomikronämie
    • Chylo|mikron|ämie

    • Synonyme: Chylämie

    • Englischer Begriff: chylomicronemia

    Vermehrung des Chylus u. damit der Chylomikronen im Blut. S.a. chyle jet effect.

  • Chylomikronen
    • Chylo|mi|kro|nen

    • Synonyme: Lipomikronen; Chyluskörner

    • Englischer Begriff: chylomicrons

    • Fach: Biochemie

    tropfenförmige (Ø bis 1 μm), wasserunlösl. Lipid-Protein-Partikel (mit ca. 1% Protein) geringer Dichte (< 0,96 g/ml) u. hoher Flotationskonstante (400–75 000) als physiologische, nach Nahrungsaufnahme vorkommende „Transportform“ der meisten Nahrungsfette in der Lymphe u. im Blut sowie als pathologisches Phänomen bei bestimmten Hyperlipidämien (s.a. Lipoproteine). Sie bestehen aus Triglyceriden (85–90%), Phosphatiden, Cholesterin u. Proteinen u. werden nach Nahrungsaufnahme in der Darmschleimhaut gebildet; geben in den Kapillaren Triglyceride u. freie Fettsäuren an die Gewebe ab (v.a. durch Einwirkung der hepatischen Triglyceridlipase = HTGL u. der Lipoproteinlipase = LPL) u. werden dann in der Leber als cholesterinreiche „remnants“ aufgenommen.

  • Chyloperikard
    • Chylo|peri|kard

    • Englischer Begriff: chylopericardium

    chylöser Erguss (s. Chylus) im Herzbeutel (Perikard). Vork. z.B. nach schwerer Brustkorbverletzung, bei Tumorverlegung des Ductus thoracicus.

  • Chyloperitoneum
    • Chylo|peritoneum

    • Synonyme: Chylaskos; -aszites

    • Englischer Begriff: chyloperitoneum

    • Fach: Pathologie

    Ansammlung von Chylus in der freien Bauchhöhle.

  • Chylopneumothorax
    • Chylo|pneumo|thorax

    • Englischer Begriff: chylopneumothorax

    • Fach: Pathologie

    s.u. Chylothorax.

  • Chyloptoe
    • Chylo|ptoe

    • Englischer Begriff: chyloptysis

    das Aushusten von Chylus; meist nach Brustkorbverletzung (d.h. nach Chylothorax mit Bronchuskommunikation).

  • Chylorrhö
    • Chylor|rhö

    • 1)
      das Austreten von Chylus aus dem verletzten Ductus thoracicus oder aus... (mehr)
    • 2)
      inkorrekte Bez... (mehr)
  • Chylorrhö 1)
    Chylorrhö
    • 1)

    • Fach: Pathologie

    das Austreten von Chylus aus dem verletzten Ductus thoracicus oder aus Darmlymphgefäßen.

  • Chylorrhö 2)
    Chylorrhö
    • 2)

    • Englischer Begriff: chylorrhea

    inkorrekte Bez. für milchige, durchfallartige Stühle (z.B. bei der Sprue, Cholera).

  • Chylos
    • Chy|los

    Chylus.

  • chylös
    • chylös

    • Englischer Begriff: chylous

    aus Chylus bestehend, dem Chylus ähnlich (d.h. durch emulgierte Fette milchig getrübt); z.B. chyl. Aszites (= Chylaskos).

  • Chylothorax
    • Chylo|thorax

    • Englischer Begriff: chylothorax

    • Fach: Pathologie

    Ansammlung von Chylus in der Pleurahöhle; z.B. – selten – infolge Lymphgefäßanomalien oder – meist – nach verletzungsbedingtem Riss (u. evtl. kombiniert mit Pneumothorax = Chylopneumothorax), operativer Verletzung oder nach Arrosion (bei Tumor, Tbk) des Ductus thoracicus sowie auch infolge Rückstauung im Ductus th. (bei Thrombose der li. Arteria subclavia oder A. brachiocephalica). – s.a. Chyloptoe.

  • Chylozele
    • Chylo|zele

    • Englischer Begriff: chylocele

    • Fach: Pathologie

    Ansammlung chylöser Flüssigkeit in der Tunica vaginalis des Hodens infolge Chylusrückstauung (z.B. als Elephantiasis infolge Filariasis); s.a. Chylurie.

  • Chylurie
    • Chyl|urie

    • Synonyme: Chylolipurie

    • Englischer Begriff: chyluria

    • Fach: Pathologie

    unter dem Bild milchiger Harntrübung erfolgende Ausscheidung von Chylus im Harn; meist infolge Einrisses von Lymphvarizen bei Abflussbehinderung im Ductus thoracicus oder in dem vorgelagerten Lymphknoten, z.B. bei Verlegung durch Filaria bancrofti (= tropische, endemische parasitäre Ch.) oder aber – nicht parasitär (= Europäische Ch.) – bei angeborener Lymphfistel oder einer sonstigen Verlegung des Ductus thoracicus.

  • Chylus
    • Chy|lus

    • Synonyme: Milchsaft

    • Englischer Begriff: chyle

    die Darmlymphe; die von den Dünndarmzotten aus der Darmlichtung in das zentrale Chylusgefäß aufgenommene u. nachfolgend – nach Passieren des submukösen, klappenführenden Netzwerks – in die „mesenterialen“ Chylusgefäße eintretende Flüssigkeit, die durch ihren Gehalt an Fetten (Chylomikronen) milchig trübe ist. Sie wird im Truncus intestinalis u. weiter im Ductus thoracicus gesammelt u. von dort weitergeleitet (gelangt am li. Angulus venosus in die Blutbahn in Form einer langsamen, postprandialen Fettinfusion).

  • Chylusgefäße
    • Chylus|gefäße

    • Englischer Begriff: chyle vessels

    • Fach: Anatomie

    s.u. Chylus.

  • Chyluskörner
    • Chylus|körner

    Chylomikronen.

  • Chyluszyste
    • Chylus|zyste

    • Englischer Begriff: chylocyst

    • Fach: Pathologie

    Chylektasie.

  • Chymase
    • Chym|ase

    • Synonyme: Chymosin

    • Englischer Begriff: chymase

    das Labferment.

  • Chymifikation
    • Chymifikation

    • Englischer Begriff: chymification

    • Fach: Physiologie

    die Umwandlung des Nahrungsbreies durch Einwirkung der Magensäfte in Chymus.

  • Chymosin
    • Chy|mo|sin

    • Englischer Begriff: chymosin

    das Labferment.

  • Chymostasis
    • Chymo|stasis

    • Englischer Begriff: chymostasis

    Stauung des Chymus im Dünndarm i.S. der Obstipation (bei Ileus).

  • Chymotrypsin
    • Chymotrypsin

    • Synonyme: ChTr (Abk.)

    • Englischer Begriff: chymotrypsin

    • Fach: Enzymologie

    proteolytisches Enzym, eine labähnlich wirksame Endopeptidase, die – als inaktives Chymotrypsinogen (ChG) im Pankreas gebildet – als Enzymvorstufe (Zymogen) in den Darm abgesondert u. dort durch Trypsin in aktives ChTr umgewandelt wird. Funktion: spaltet v.a. die Peptidbindungen an den Carboxylgruppen aromatischer Aminosäuren bzw. spaltet Proteine in Peptide. diagn Nachweis im Stuhl bei Pankreaserkrankungen, erniedrigte Werte z.B. bei chron. Pankreatitis mit exokriner Pankreasinsuffizienz. pharm Anw. als Antiphlogistikum.

  • Chymus
    • Chy|mus

    • Englischer Begriff: chyme

    der durch Einwirkung der Verdauungssäfte aus den Speisen entstehende breiig-homogenisierte Mageninhalt vor dem Weitertransport in den Dünndarm.

  • Ci
    • Fach: Physik

    Curie.

  • CI-Moleküle
    • Synonyme: Zell-Interaktions-Moleküle

    vom MHC (major histocompatibility complex des HLA-Systems) kodierte Moleküle, die für die Interaktion von Zellen (Makrophagen mit T-Lymphozyten) bei der Immunantwort von Bedeutung sind.

  • Cicatrix
    • Cica|trix

    • Englischer Begriff: scar

    • Fach: Pathologie

    die „Narbe“ als Endzustand der Wundheilung, d.h. das unter Ersatz des Granulationsgewebes entstandene Gebilde aus kollagenem, im Verlauf der Heilung schrumpfendem Bindegewebe.

  • Cichorii radix
    • Synonyme: Wegwartenwurzel

    Abbildung

    Heilpflanze mit nachgewiesener Wirkung bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden. Wird verwandt zur Herstellung von Kaffeeersatz.

  • Cicletanin
    • Englischer Begriff: cicletanine

    Antihypertonikum.

  • Ciclopirox
    • Englischer Begriff: ciclopirox

    lokales Antimykotikum.

  • Ciclosporin A
    • Ciclosporin A

    • Synonyme: Cyclosporin A; CyA (Abk.)

    • Englischer Begriff: cyclosporin A

    lipophiles Oligopeptid (11 Aminosäuren), das die Aktivität der Killer-T-Zellen u. der T-Helfer-Zellen unterdrückt (Immunsuppressivum). Wirkung: Blockierung der Genexpression, d.h. der Biosynthese u. Sekretion der Lymphokine (u. damit der Zell-zu-Zell-Kommunikation im Immunmechanismus). Anw. u.a. bei Organtransplantationen, Autoimmunkrankheiten.

  • Cicuta virosa
    • Ci|cu|ta vi|ro|sa

    • Synonyme: Wasserschierling

    • Englischer Begriff: water hemlock

    Pflanze, die das starke Krampfgift Cicutoxin enthält. Das Vergiftungsbild (Cicutismus) ist geprägt durch Brennen in Mund u. Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, epileptiforme Anfälle. Bei Aufnahme von > 2–3 g der Pflanze erfolgt der Tod im Koma (Atemlähmung).

  • CID
    • CID

    • Synonyme: Abk. für cytomegalic inclusion disease

    • Etymol.: engl.

    Zytomegalie.

  • Cidofovir

      Antimetabolit, Virostatikum. Anw. immer in Kombination mit Probenecid zur Ther. der Zytomegalie-Virus-Retinitis bei AIDS.

    • CIDP
      • Synonyme: Abk. für chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuroradikulitis

      • Englischer Begriff: chronic immune demyelinating polyneuropathy

      chron. progrediente oder schubförmig verlaufende Erkrankung peripherer Nerven mit Paresen, Sensibilitätsstörungen u. Areflexie. Chron. Form des Guillain-Barré-Syndroms.

    • CIG
      • CIG

      • Synonyme: Abk. für cold-insoluble globulin

      • Etymol.: engl.

      Fibronektin.

    • Ciguatera
      • Ci|gua|tera

      • Etymol.: span.

      • Englischer Begriff: ciguatera

      Vergiftung durch die westind. Muschel Turbo picta („Cigua“) oder die Schnecke Livona pica („Burga“), neuerdings auch Bez. für Erkrankung nach Biss oder Verletzung durch giftige Fische im pazifischen Raum (z.B. Jacks, Barracuda) oder nach Genuss von Meerestieren, wobei u.a. das „Fischgift“ Ciguatoxin (C35H65NO8) eine Rolle spielt.

    • Cilastatin
      • Englischer Begriff: cilastin

      Enzyminhibitor der Dehydropeptidase; hemmt den Abbau von Imipenem in der Niere. Anw. zur antibiotischen Ther. schwerer Infektionen, immer in fixer Kombination mit Imipenem.

    • Cilazapril
      • Englischer Begriff: cilazapril

      ein ACE-Inhibitor.

    • Cilia
      • Ci|lia

      • Synonyme: Zilien; Wimpern

      • Etymol.: latein.

      • 1)   Abbildung
        kurze, gekrümmte, ab- bzw... (mehr)
      • 2)   Abbildung
        bewegliche, über die Zelloberfläche herausragende (Pars extracellularis)... (mehr)
      • C. acustica
        die „Hörhaare“, die zytoplasmatischen Fortsätze der Hör- u. der Gleichgewichtszellen... (mehr)
      • C. olfactoria
        die „Riechhaare“ oder „-stiftchen“, die zytoplasmatischen Fortsätze... (mehr)
      • 3)
        die feinen Flimmerhaare der Ciliophora... (mehr)
    • Cilia 1)
      Cilia
      • 1)

      • Synonyme: Augenwimpern

      • Englischer Begriff: eyelashes

      Abbildung

      kurze, gekrümmte, ab- bzw. aufwärts gerichtete, in 2–4 Reihen angeordnete Borstenhaare (150–200) in der vorderen Lidkante als Schutzvorrichtung des Auges (s. Abb.). Lebensdauer ca. 5–6 Wo.

    • Cilia 2)
      Cilia
      • 2)

      • Synonyme: Kinozilien; Flimmerhaare

      • Englischer Begriff: kin(et)ocilia

      Abbildung

      bewegliche, über die Zelloberfläche herausragende (Pars extracellularis) 5–10 μm lange, 0,2–0,5 μm dicke Zellfortsätze des Flimmerepithels. Ihr Schaft, von einer Hülle (Teil der Zellmembran) umgeben, enthält ein axiales Filament aus zwei Mikrotubuli (Microtubuli centrales), die von neun Mikrotubulipaaren des Basalkörpers umgeben sind. (s. Abb.). Die Pars intracellularis liegt basal. S.a. Geißel, Stereozilien.

      • C. acustica
        die „Hörhaare“, die zytoplasmatischen Fortsätze der Hör- u. der Gleichgewichtszellen... (mehr)
      • C. olfactoria
        die „Riechhaare“ oder „-stiftchen“, die zytoplasmatischen Fortsätze... (mehr)
    • Cilia 3)
      Cilia
      • 3)

      • Fach: Protozoologie

      die feinen Flimmerhaare der Ciliophora.

    • Cilia acustica
      Cilia  >  Cilia 2)
      • C. acustica

      • Englischer Begriff: c. of hair cells

      die „Hörhaare“, die zytoplasmatischen Fortsätze der Hör- u. der Gleichgewichtszellen (s.a. Stereozilien) des Innenohres.

    • Cilia olfactoria
      Cilia  >  Cilia 2)
      • C. olfactoria

      • Englischer Begriff: olfactory c.

      die „Riechhaare“ oder „-stiftchen“, die zytoplasmatischen Fortsätze der Riechzellen.

    • Ciliar...
    • Ciliophora
      • Cilio|phora

      • Synonyme: Wimper(n)tierchen; Ziliaten

      • Englischer Begriff: ciliates

      • Fach: Protozoologie

      Stamm der Protozoen; in der Mehrzahl frei lebende, bewimperte Einzeller. Frühere Bezeichnung Ciliata. Teilweise oder vollständig mit Wimpern besetzter, fester Körper. Dieser gliedert sich in Oberfläche (Pellikula), Zellmund u. Zellafter, pulsierende Vakuolen u. zwei verschiedene Typen von Zellkernen (Makro- u. Mikronukleus). – Vermehrung durch Querteilung u. Konjugation. Die meisten C. sind frei lebend in Meer- u. Süßwasser, einige ekto- u. endokommensal u. parasitisch. Medizinisch bedeutsam: Balantidium coli. Hauptwirt ist das Schwein, der Mensch ist nur Gelegenheitswirt. Kosmopolitisch, vorwiegend aber tropisch verbreitet.

    • Cilium
      • Ci|li|um

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: cilium

      Wimper, Zilie. S.u. Cilia.

    • Cillosis
      • Cil|lo|sis

      • Englischer Begriff: cillo(sis)

      • Fach: Neurologie

      spastisches Zittern (Tremor) des Oberlides.

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