Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dekanülierung
    • De|kanülierung

    • Synonyme: Décanulement

    • Englischer Begriff: removal of cannula

    Kanülenentfernung, z.B. die – endgültige – Entfernung einer Trachealkanüle.

  • Dekapsidation
    • De|kap|sidation

    • Englischer Begriff: decapsidation

    das Aufbrechen oder Entfernen des Virus-Kapsids (s.a. Virion).

  • Dekarb...
  • Deklination
    • De|klination

    • Englischer Begriff: declination

    Abbildung

    Ausmaß der Drehung des Augapfels um eine a.-p. Achse (bei binokularem Sehen u. Zyklophorie bzw. bei In- oder Exzyklovergenz, d.h. bei Kon- bzw. Disklination).

  • Dekokt
    • De|kokt

    • Englischer Begriff: decoction

    Decoctum.

  • Dekompensation
    • De|kompensation

    • Englischer Begriff: decompensation

    der nicht mehr ausreichende Ausgleich (Kompensation) einer Funktionsstörung, d.h. das Versagen bzw. die Entgleisung der autonomen Kompensationsmechanismen; i.w.S. das daraus resultierende Krankheitsbild, z.B. die kardiale D. (Herzdekompensation = dekompensierte, d.h. schon in Ruhe manifeste Herzinsuffizienz), die renale D. (die Niereninsuffizienz), die vaskuläre D. (das Erliegen der örtlichen Gefäßregulation mit resultierender Vasodilatation als Folge hochgradiger Hypoxie bei Durchblutungsstörung); s.a. Schock, dekompensierter.

  • dekompensiert
    • de|kompensiert

    • Englischer Begriff: decompensated

    nicht ausgeglichen, entgleist, durch Dekompensation bedingt.

  • Dekompression
    • De|kompression

  • Dekompression 1)
    Dekompression
    • 1)

    • Fach: Physik

    Druckfall, Drucksturz.

  • Dekompression 2)
    Dekompression
    • 2)

    • Englischer Begriff: decompression

    Maßnahmen zur Senkung eines krankhaft erhöhten Druckes; z.B. chir als Herz-D. die Perikarderöffnung bei Herzbeuteltamponade, als Schädel-D. die Entlastungstrepanation bei Hirndruck oder ein operatives Verfahren zur Verringerung des Druckes auf einen Nerven; ferner arbeitsmed die allmähliche Drucksenkung in Druckkammern (für Taucher, Flieger, Raumfahrer) beim Übergang vom Druckluftarbeitsbereich in Normalluftdruck (= kontrollierte D.; in der Dekompressionskammer).

  • Dekompression, explosive
    Dekompression  >  Dekompression 2)
    • D., explosive

    unkontrollierte D. innerhalb von Sekundenbruchteilen.

  • Dekompression, rapide
    Dekompression  >  Dekompression 2)
    • D., rapide

    • Englischer Begriff: rapid/explosive d.

    unkontrollierte D. innerhalb von wenigen Sekunden.

  • Dekompression, unkontrollierte
    Dekompression  >  Dekompression 2)
    • D., unkontrollierte

    unbeabsichtigte D., z.B. als explosive oder rapide D. infolge Platzens der Fenster einer Überdruckkabine; führt zu schweren Barotraumen, Dekompressions- = Druckfallkrankheit; s.a. Rekompression.

  • Dekompressionskammer
    • De|kompressions|kammer

    • Englischer Begriff: decompression chamber

    • Fach: Arbeitsmedizin

    luftdichte Kammer zur kontrollierten Drucksenkung (Dekompression) bei der vorschriftsmäßigen Ausschleusung von Druckluftarbeitern bzw. Tauchern aus dem Druckluftbereich (z.B. Caisson) in den Bereich normalen atmosphär. Drucks; s.a. Rekompression.

  • Dekonditionierung
    • De|konditionierung

    • Englischer Begriff: deconditioning

    Beseitigung einer Konditionierung; Hyposensibilisierung.

  • Dekontamination
    • De|kontamination

    • Englischer Begriff: decontamination

    Behebung einer Verunreinigung (Kontamination), z.B. die Beseitigung einer radioaktiven Verunreinigung (das Entfernen radioaktiver Substanzen vom Organismus u. von Gegenständen; sog. Entstrahlung), die Beseitigung von Giften (Detoxikation; Entgiftung), Krankheitserregern (Desinfektion, s.a. Darmdekontamination). – S.a. Dekorporation.

  • Dekorporation
    • De|korporation

    Ausscheidung eines Stoffes (z.B. Gift) aus dem Körper; i.w.S. auch die diese Ausscheidung fördernden Maßnahmen; s.a. Dekontamination, Entgiftung.

  • Dekortikation
    • De|kortikation

    • Synonyme: Decorticatio

    • Englischer Begriff: decortication

    „Entrindung“; operative Entfernung einer – krankhaft veränderten – Organhülle, z.B. des Perikards (Kardiolyse), der Pleura (Délorme-Operation), der Nierenrinde. Auch Abtragung der Knochenkortikalis (z.B. bei Osteomyelitis).

  • Dekortikationsstarre
    • De|kortikations|starre

    • Englischer Begriff: decorticate rigidity

    • Fach: Neurologie

    Körperstarre mit Streckstellung der Beine u. Beugestellung der Arme bei Funktionsausfall der Hirnrinde im 2. Stadium des posttraumatischen Komas, in dem die hirnrindenabhängigen Leistungen erloschen sind (Dezerebration).

  • Dekrement
    • De|krement

    • Englischer Begriff: decrement

    Decrementum.

  • Dekrementleitung
    • Dekrement|leitung

    • Englischer Begriff: decremental conduction

    • Fach: Physiologie

    die Fortleitung eines Aktionspotentials unter Verminderung der Potentialhöhe; z.B. die Leitung in peripheren Dendritenteilen. Gegensatz: dekrementlose normale Erregungsleitung in markarmen u. -reichen Nervenfasern (Axonen) u. in Muskelfasern.

  • dekrepid
    • dekrepid

    decrepitus.

  • Dekreszendo...
    • Englischer Begriff: decrescendo...

    Decrescendo...

  • Dekubital...
    • De|kubital...

    Wortteil „Dekubitus“.

  • Dekubitus
    • De|ku|bi|tus

    • Synonyme: Decubitus

    • Englischer Begriff: decubitus ulcer

    Abbildung   Tabelle   Tabelle

    die – meist superinfizierte – Nekrosen- u. Geschwürbildung der Haut oder der Schleimhaut als Folge chronischer örtl. Druckwirkung (evtl. auch Mazeration) u. der daraus resultierenden örtl. Mangeldurchblutung. Wird begünstigt durch Kachexie, allg. Dystrophie etc. Vork.: z.B. bei Bettlägerigkeit (als „Wundliegen“, s. Abb.), als Effekt eines schlechten Sitzes von Hilfsmitteln (Prothese, Bruchband, Pessar etc.). Zur Beurteilung der Risikofaktoren hat sich die Verwendung von Risikoeinschätztabellen bewährt (z.B. Norton-Skala, Tab.). Stadien: Die Einteilung bereits bestehender Dekubitalgeschwüre erfolgt am zweckmäßigsten anhand der SHEA-Scale bzw. der Dekubitusstadien (Tab.). Prophyl.: Dekubitusprophylaxe sowie die Behandlung sekundärer Dekubitusfaktoren (Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Körperpflege v.a. bei Inkontinenz, Mobilisierung). Ther.: Die Behandlung von bestehenden Dekubitalulzera erfordert besondere Sorgfalt, bei Verdacht auf Infektion einer Nekrose sollte nach Keimbestimmung u. Resistenzprüfung eine systemische Antibiotikatherapie durchgeführt werden, da die Mortalitätsrate durch Sepsis im Zusammenhang mit Dekubitalulzera sehr hoch ist. Die Heilungsdauer bestehender Dekubitalulzera ist unterschiedlich, sie kann bei tiefen Schädigungen (bis in die Knochen) Monate bis Jahre betragen. Bei infektionsfreien Verhältnissen kommt eine plastisch-chirurgische Deckung des Defektes in Frage.

  • Dekubitusprophylaxe
    • Dekubitus|prophylaxe

    Pflegeintervention zur Verhütung eines Druckgeschwürs bei dekubitusgefährdeten Personen. Im Mittelpunkt stehen die Einschätzung der Dekubitusgefährdung (z.B. Norton-Skala [s.u. Dekubitus], Braden-Skala) sowie die Druckentlastung gefährdeter Körperstellen durch Hohl- u. Weichlagerung u. regelmäßige Umlagerung des Pat. Die D. umfasst die Hautbeobachtung u. -pflege, fortlaufende Dokumentation des Hautzustands, Erstellung eines Lagerungsplans, aktivierende Betreuung u. Sorge für eine angemessene protein-, eisen-, Vitamin-B- u. Vitamin-C-reiche Ernährung.

  • Delagenière-Operation
    • Delagenière-Operation

    • Biogr.: Henry D., 1858–1930, Chirurg, Paris

    • 1)
      perineale Prostatektomie mit intrakapsulärer Enukleation der Vorsteherdrüse... (mehr)
    • 2)
      Radikaloperation einer Schenkelhernie durch Verschluss des Schenkelkanals... (mehr)
  • Delagenière-Operation 1)
    Delagenière-Operation
    • 1)

    • Fach: Urologie

    perineale Prostatektomie mit intrakapsulärer Enukleation der Vorsteherdrüse u. Naht der Prostataloge.

  • Delagenière-Operation 2)
    Delagenière-Operation
    • 2)

    Radikaloperation einer Schenkelhernie durch Verschluss des Schenkelkanals mittels eines gestielten Lappens aus der Externusaponeurose u. Pektineusfaszie.

  • Delamination
    • De|lamination

    • Englischer Begriff: delamination

    die spontane Abspaltung von Zelllagen, z.B. embryol bei Vögeln aus der Keimscheibe bei der Bildung des Dotterblattes, bzw. derm das Sichablösen von Epithellagen bei laminärer Schuppung.

  • delay
    • delay

    • Etymol.: engl.

    Verzögerung, Aufschub. Patho das zeitliche Intervall zwischen einer Nervenverletzung u. der Funktionswiederkehr (bei Axonotmesis). Physiol als „synaptic delay“ die biochemisch bedingte Verzögerung der Impulsleitung in der Synapse.

  • delayed
    • delayed

    • Etymol.: engl.

    aufgeschoben, verzögert; z.B. Wundversorgung.

  • Delbet-Zeichen
    • Delbet-Zeichen

    • Englischer Begriff: Delbet's sign

    • Biogr.: Paul D., 1866–1924, Chirurg, Paris

    die trotz peripherer Pulslosigkeit ausreichende Trophik peripher eines arteriellen Aneurysmas als klinisches Zeichen für einen ausreichenden Kollateralkreislauf.

  • Deletion
    • De|le|tion

    • Englischer Begriff: deletion

    • Fach: Genetik

    Chromosomendeletion. – Gentechnologie das Herausschneiden von sog. beweglichen Genen aus Plasmiden. s.a. Insertion.

  • Deletionshypothese
    • Deletions|hypothese

    • Englischer Begriff: deletion hypothesis

    • Fach: Pathologie

    (J. H. u. E. C. Müller) Die Entwicklung bösartiger Tumoren (Karzinogenese) beruht auf der Elimination der das Wachstum kontrollierenden Eiweißkörper aus der Zelle durch die Karzinogene.

  • Deletionssyndrome
    • Deletions|syndrome

    • Fach: Genetik

    s.u. Chromosomendeletion.

  • Delhi-Beule
    • Delhi-Beule

    • Englischer Begriff: oriental sore

    Hautleishmaniase in Indien.

  • Delir
    • Delir

    • Englischer Begriff: delirium

    • Fach: Psychologie

    Delirium.

  • delirant
    • Synonyme: deliriös

    • Englischer Begriff: delirious

    unter einem Delirium leidend, mit Symptomen des Delirs.

  • Delirium
    • De|li|ri|um

    • Synonyme: Delir

    • Englischer Begriff: delirium

    rückbildungsfähige (symptomatische) Psychose vom akuten exogenen Reaktionstyp, charakterisiert durch „abgesunkenes“ Bewusstsein, örtliche u. zeitliche Desorientierung, illusionäre oder wahnhafte Verkennung der Umgebung, optische, akustische, sensible („haptische“) u. andere Halluzinationen, psychomotorische Unruhe (evtl. – als Spontanmotorik – z.B. Nesteln, Flockenlesen, „Fädenziehen“) sowie abnehmende Gedächtnisleistung und vegetat. Störungen. Ein Übergang in Demenz ist möglich; insges. relat. hohe Mortalität.

  • Delirium acutum
    Delirium
    • D. acutum

    • Englischer Begriff: acute d.

    D. mit voll ausgeprägter Symptomatik, z.B. im Zusammenhang mit Infektionen (z.B. Fieber-D.), Vergiftung.

  • Delirium alcoholicum
    Delirium
    • D. alcoholicum

    • Englischer Begriff: alcoholic d.

    das Alkoholdelir; s.a. Delirium tremens.

  • Delirium blandum
    Delirium
    • D. blandum

    • Englischer Begriff: muttering d.

    Delirstadium mit abgeschwächter Erregung, leisem Vor-sich-hin-Murmeln, Flockenlesen etc.; meist vor dem Übergang in ein letales Koma.

  • Delirium epilepticum
    Delirium
    • D. epilepticum

    • Englischer Begriff: epileptic d.

    ängstliche Psychose des erregten Epileptikers; mit Wahn- u. Sinnestäuschungen, Schwanken der Bewusstseinshelligkeit, Neigung zu sinnlosen Gewalttaten; ist weitgehend identisch mit dem epileptischen Dämmerzustand.

  • Delirium furibundum
    Delirium
    • D. furibundum

    • Synonyme: D. furiosum

    • Englischer Begriff: d. with rage

    Tobsucht. Z.B. als D. hystericum bei Hysterie.

  • Delirium manicum
    Delirium
    • D. manicum

    • Englischer Begriff: maniacal d.

    akuter, deliranter Beginn einer Manie; tiefe traumhafte Bewusstseinstrübung, abenteuerliche, verworrene Sinnestäuschungen, Wahnvorstellungen; lang anhaltend, in Depression übergehend; tritt v.a. als symptomatische Psychose auf.

  • Delirium tremens
    Delirium
    • D. tremens

    • Synonyme: D. ebriosorum; D. potatorum; d. tremens; DT (Abk.)

    • Etymol.: latein.

    traditioneller Begriff für das Alkohol(entzugs)delir. Formen: besonnenes (mit intakter Orientierung), mussitierendes (murmelnd) oder oneiroides D. (traumähnlich).

  • Delirium, besonnenes
    Delirium
    • D., besonnenes

    • Englischer Begriff: low d.

    (Bonhoeffer) s.u. Delirium tremens.

  • Delirium, mussitierendes
    Delirium
    • D., mussitierendes

    • Englischer Begriff: d. mussitans

    ein prognostisch ungünstiges Alkoholdelir mit starker Bewusstseinstrübung, leisem Gemurmel.

  • Delirium, oneiroides
    Delirium
    • D., oneiroides

    • Englischer Begriff: oneiric d.

    D. mit traumhaften Halluzinationen; als Alkohol-, Fieberdelir.

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