Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Delirsyndrom

      zusammenfassender Begriff für Zustände akuter Verwirrtheit bei Patienten ohne oder mit dementiellen Syndromen.

    • Delius-Syndrom
      • Delius-Syndrom

      • Biogr.: Ludwig D., Internist, Bad Oeynhausen

      • 1)
        funktionelle Störungen der Blutgefäßmotorik i.S... (mehr)
      • 2)
        sensitives Herzsyndrom... (mehr)
    • Delius-Syndrom 1)
      Delius-Syndrom
      • 1)

      • Synonyme: Angiodystonie-Syndrom

      • Englischer Begriff: angiodystonia

      funktionelle Störungen der Blutgefäßmotorik i.S. einer Vasolabilität mit Spastik, u. zwar als Sekundärsymptomatik oder als Anfangssymptomatik organischer Gefäßkrankheiten (Angiopathie). Die Auslösung erfolgt durch Affekte, Wärme/Kälte, Infekte, Endokrinosen, Heil-, Genussmittel. Es treten flüchtige Erytheme, Akrozyanose, Kältegefühl, Schmerzen, Empfindungsstörungen (Parästhesien) u. vermehrte Schweißbildung auf.

    • Delius-Syndrom 2)
      Delius-Syndrom
      • 2)

      • Englischer Begriff: sensitive heart syndrome

      sensitives Herzsyndrom.

    • Dellwarze
    • delomorph
      • delo|morph

      • Englischer Begriff: delomorphous

      deutlich gestaltet.

    • Delorme-Operation
      • Delorme-Operation

      • Biogr.: Edmond D., 1847–1929, Chirurg, Paris

      • 1)
        Standardmethode der Dekortikation der Lunge; Pleurektomie i.S... (mehr)
      • 2)
        Exzision der Perikardschwielen (Kardiolyse) bei Concretio pericardii... (mehr)
    • Delorme-Operation 1)
      Delorme-Operation
      • 1)

      • Englischer Begriff: pulmonary decortication

      Standardmethode der Dekortikation der Lunge; Pleurektomie i.S. der Totalexstirpation einer brustkorb- u. lungenseitigen Pleuraschwarte unter Brustwandfensterung („intrapleurale Thorakoplastik“).

    • Delorme-Operation 2)
      Delorme-Operation
      • 2)

      • Englischer Begriff: pericardiectomy

      Exzision der Perikardschwielen (Kardiolyse) bei Concretio pericardii.

    • Delta
      • Delta

      • Synonyme: Δ; δ

    • Delta-Aktivität
      • Englischer Begriff: delta activity

      in der Elektroenzephalographie Bez. für eine Folge vielgestaltiger („polymorpher“ u. „polyrhythmischer“) Wellen von 100–150 μV (Delta-Wellen) u. mit niedriger Frequenz (0,5–3,5/Sek.). Sie treten diffus u. ohne Synchronismus der Hemisphären auf im Tiefschlaf u. beim Kleinkind sowie bei Koma, Hirndruck, Hirndurchblutungsstörung oder aber als schwere umschriebene Dysrhythmie, sog. Delta-Fokus, z.B. bei Hirntumor, -abszess.

    • Delta-Band

        Frequenzbereich der Delta-Wellen im EEG (0,5–3,5/Sek.).

      • Delta-Fasern
        • Englischer Begriff: delta fibers

        • Fach: Physiologie

        (Klassifik. nach Erlanger u. Gasser) Untergruppe der A-Fasern (s.u. Fasergruppe) peripherer Nerven mit Leitungsgeschwindigkeit von 25–15 m/s. Fast nur afferente Fasern von Rezeptoren (v.a. rasche Schmerzfasern); s.a. Nervenfaser.

      • Delta-Fokus
        • Englischer Begriff: delta focus

        s.u. Delta-Aktivität.

      • Delta-Hepatitis
        • Englischer Begriff: delta hepatitis

        Virushepatitis durch ein defektes RNS-Virus (HDV), das für seine Replikation u. die Übertragung der Hilfe des Hepatitis-B-Virus bedarf; Verlauf oft besonders schwer.

      • Delta-Rhythmus
        • Englischer Begriff: delta rhythm

        Delta-Aktivität.

      • Delta-Strahlen
        • Englischer Begriff: secondary electron rays

        • Fach: Radiologie

        eine Sekundärelektronenstrahlung mit Energie von wenigen bis ca. 1000 eV, die beim Durchgang von Elektronen oder Ionen durch Materie ausgelöst wird. Die Reichweite in Luft beträgt mehrere mm.

      • Delta-Tätigkeit
      • Delta-Welle
          • 1)
            im EKG des Wolff-Parkinson-White-Syndroms die träge, meist durch eine... (mehr)
          • 2)
            Welle der Delta-Aktivität... (mehr)
        • Delta-Welle 1)
          Delta-Welle
          • 1)

          im EKG des Wolff-Parkinson-White-Syndroms die träge, meist durch eine Kerbe von der raschen Hauptschwankung abgesetzte Vorschwankung, die die Verbreiterung des QRS-Komplexes ausmacht.

        • Delta-Welle 2)
          Delta-Welle
          • 2)

          • Englischer Begriff: delta wave

          • Fach: Neurologie

          Welle der Delta-Aktivität.

        • Delta-Zellen
          • Englischer Begriff: delta cells

          die D-Zellen 1) des Hypophysenvorderlappens bzw. 2) des Inselorgans des Pankreas.

        • Delta, δ, Δ 1)
          Delta
          • 1)

          der 4. Buchstabe des griech. Alphabets. – Dient als chem Symbol zur Kennzeichnung von Substitutionen in organischen Verbindungen u. von Doppelbindungen (z.B. Δ5 = Doppelbindung von C5 nach C6).

        • Delta, δ, Δ 2)
          Delta
          • 2)

          • Fach: Anatomie

          deltaförmiges Gebilde. – S.a. Delta...

        • Deltamuskel
          • Englischer Begriff: deltoid (muscle)

          Musculus deltoideus.

        • Deltazismus
          • Del|ta|zis|mus

          Stammeln mit Fehlbildung des Lautes „D“; Form der Dyslalie.

        • deltoideus
          • deltoide(u)s

          • Etymol.: latein.

          deltaförmig, z.B. Musculus deltoideus. S.a. Deltoideus...

        • Deltoideusplastik
          • Deltoideus|plastik

          • Englischer Begriff: deltoid plasty

          Plastik zum Ersatz oder zur Verstärkung eines Musculus deltoideus durch Verpflanzung der Sehnen anderer Muskeln.

        • Demand-Schrittmacher
          • Demand-Schrittmacher

          • Englischer Begriff: demand pacemaker

          ein EKG-gekoppelter Herzschrittmacher als „Erfordernis-Schrittmacher“, der bei intermittierenden Überleitungsstörungen oder Ausfall der Sinuserregung automatisch nach einer vorbestimmten Zeitspanne einspringt u. sich nach Wiederaufleben des regelrechten Sinusrhythmus abschaltet.

        • Demarkation
          • De|markation

          • Englischer Begriff: demarcation

          im Rahmen einer eitrigen Entzündung erfolgende Abgrenzung intakten bzw. erholungsfähigen Gewebes gegen gangränös-nekrotische Bereiche.

        • Demaskierung
          • De|maskierung

          • 1)
            die Freilegung maskierter bzw... (mehr)
          • 2)
            Entquellung von Fasern (Wasserverlust), wodurch sie gegenüber der Grundsubstanz... (mehr)
        • Demaskierung 1)
          Demaskierung
          • 1)

          • Englischer Begriff: demasking

          • Fach: Serologie

          die Freilegung maskierter bzw. natürlich verdeckter Antigen-Rezeptoren (z.B. im Bromelin-Test); s.a. Kryptantigene.

        • Demaskierung 2)
          Demaskierung
          • 2)

          • Fach: Histologie

          Entquellung von Fasern (Wasserverlust), wodurch sie gegenüber der Grundsubstanz sichtbar werden; z.B. in Knorpelgewebe.

        • Demaskulinisation
          • Englischer Begriff: demasculinization

          Rückbildung der sekundären u. tertiären Geschlechtsmerkmale des Mannes, u. zwar meist mit Ausbildung entsprechender weibl. Merkmale; z.B. bei Hodeninsuffizienz, Leberzirrhose.

        • Demelverin
          • Englischer Begriff: demelverine

          ein Spasmolytikum.

        • dement
          • dement

          • Englischer Begriff: demented

          an Demenz leidend.

        • Dementia
          • De|men|tia

          • Synonyme: De|menz; chronische Verwirrtheit

          • Englischer Begriff: dementia

          Tabelle

          der Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten, v.a. des Gedächtnisses, u. Persönlichkeitsveränderungen als Folge einer hirnorganischen Erkrankung. D. ist in höherem Alter die häufigste Ursache von Pflegebedürftigkeit. Diagn.: anhand klinischer Kriterien; differentialdiagnostisch müssen v.a. internistische, neurologische u. psychiatrische Krankheitsbilder berücksichtigt werden (Tab.). Wichtige Formen: primär kortikal-degenerative Form vom Alzheimer-Typ u. die vaskuläre Demenz. Klinik: Begleitsymptome sind Depressionen, Schlafstörungen, epileptische Anfälle, Sprach- u. Bewegungsstörungen, Harn- u. Stuhlinkontinenz sowie chronische Obstipation. Ther.: Es wird nach einem ganzheitlichen Konzept vorgegangen, dessen Ziele die Aktivierung des Patienten, die Verbesserung seiner kognitiven Leistungsfähigkeit u. die Kompensation seiner gestörten sozialen Integration sind. Die medikamentöse Therapie beschränkt sich auf die symptomatische Behandlung von Begleiterscheinungen der Krankheit. S.a. Gerstmann-Syndrom.

        • Dementia alcoholica
          Dementia
          • D. alcoholica

          • Englischer Begriff: alcoholic d.

          Alkoholdemenz; s.a. Marchiafava-Bignami-Syndrom.

        • Dementia apoplectica
          Dementia
          • D. apoplectica

          D. als Folge einer Hirnapoplexie u. -erweichung.

        • Dementia arteriosclerotica
          Dementia
          • D. arterio|sclerotica

          • Englischer Begriff: arteriosclerotic d.

          D. bei Zerebralarteriensklerose (allg. als senile D.).

        • Dementia choreatica
          Dementia
          • D. choreatica

          schwerer Endzustand (häufig) einer Chorea Huntington.

        • Dementia infantilis
          Dementia
          • D. infantilis

          • Englischer Begriff: infantile d.

          D. im Kindesalter als Folge von Stoffwechsel- oder (heredo)degenerativen Krankheiten; evtl. als D. praecocissima (rapid fortschreitende D. i. Heller; mit Verlust bereits erworbener Sprachfähigkeit, ängstlicher Unruhe, Erregungen, motor. Stereotypien, Zwangslachen u. -weinen, Autismen).

        • Dementia paralytica
          Dementia
          • D. para|lytica

          • Englischer Begriff: paralytic d.

          D. als (meist) Kernsymptom der progressiven Paralyse; mit Abbau ethischer Verhaltensweisen u. persönlichkeitsfremden sozialen Entgleisungen; danach Übergang in schwerste Demenz.

        • Dementia praecocissima
          Dementia
          • D. prae|cocissima

          bereits im Kleinkindalter bei zuvor unauffälligem seel. Verhalten auftretende D., z.B. als D. infantilis; i.e.S. als infantile Schizophrenie.

        • Dementia praecox
          Dementia
          • D. prae|cox

          historische Bezeichnung von Emil Kraepelin (1899) für eine von ihm definierte Krankheitsgruppe innerhalb der endogenen Psychosen. K. unterteilte die endog. Psychosen in zwei Gruppen: 1) die manisch-depressiven Störungen; 2) die Gruppe der Dementia praecox. Der Name D. praecox stammte aus der Beobachtung früher Fälle, bei denen v.a. eine Demenz (Dementia) als Endzustand und ein Beginn in relat. jungem Alter (praecox = vorzeitig) beobachtet wurden. Die scheinbar ausnahmslose Beobachtung dieser zwei Merkmale wurde in späteren Jahren vielfach widerlegt. Die von der D. pr. umfasste Krankheitsgruppe wurde in den folgenden Jahren erweitert u. unterteilt. Ab 1911 erfuhr die Bezeichnung eine schrittweise Ablösung durch den von Eugen Bleuler geschaffenen Begriff (u. die Symptomatologie) der Schizophrenie.

        • Dementia simplex
          Dementia
          • D. simplex

          D. als symptomenarme Form der Hebephrenie mit Persönlichkeitsabbau („sang- u. klanglose Versandung“).

        • Demenz, endogene
          Dementia
          • D., endogene

          • Englischer Begriff: endogenous d.

          meist schleichend einsetzende D. als „versandende“ schizophrene Erkrankung mit Nivellierung der Gesamtpersönlichkeit.

        • Demenz, exogene
          Dementia
          • D., exogene

          D. nach Hirnverletzung, Infektionskrankheiten, Vergiftungen u. bei Hirntumor; mit Auffassungs-, Urteils- u. Kombinationsschwäche u. Gedächtnislücken ausfüllenden Konfabulationen.

        • Demenz, praesenile
          Dementia
          • D., präsenile

          • Englischer Begriff: presenile d.

          D. im mittleren Lebensalter, z.B. bei Alzheimer-Krankheit und Pick-Atrophie.

        • Demenz, senile
          Dementia
          • D., senile

          • Englischer Begriff: senile d.

          umgangssprachl. als „Altersschwachsinn“ bezeichnete D. durch Involution (s.a. Hirnatrophie), bei der andere Hirnveränderungen – weitgehend – ausgeschlossen werden können.

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