Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • demi...
    • demi...

    Wortteil „halb“; s.a. „semi...“.

  • Demineralisation
    • De|mineralisation

    • Englischer Begriff: demineralization

    • Fach: Pathologie

    Verarmung des Organismus an anorganischen Bestandteilen; i.e.S. als Dekalzifikation des Knochengewebes (s.a. Osteoporose; s.a. Halisterese).

  • Demling-Lithotriptor
    • Demling-Litho|triptor

    nach dem Prinzip des Dormia-Körbchens konstruiertes Instrument für die mechanische Lithotripsie.

  • Demodex
    • Demodex

    Gattung der Haarbalgmilben [Demodiaceae]; permanente Ektoparasiten, v.a. gefürchtet bei Nutztieren; s.a. Demodicosis.

  • Demodicosis
    • Demo|di|cosis

    • Englischer Begriff: demodicosis

    Befall des Menschen (u. zwar der Haarfollikel, Meibom-Talgdrüsen) durch Milben der Art Demodex folliculorum; meist ohne Krankheitswert, evtl. aber Dermatose mit Follikulitis u. Perlèche-ähnlichen Pyodermien.

  • Demographie

      die statistisch erfasste Bevölkerungszahl bzw. Zusammensetzung einer Gesellschaft, auch deren zahlenmäßige Veränderung in einem bestimmten Zeitraum; in der Medizin von Bedeutung im Zusammenhang mit dem Auftreten bestimmter Krankheitsbilder etc.

    • Demophobie
      • Demo|phobie

      • Englischer Begriff: demophobia

      neurotische Angst vor Menschenansammlungen.

    • Demulcentia remedia
      • De|mul|cen|tia (remedia)

      • Synonyme: Demulcens (Sing.)

      • Englischer Begriff: demulcent

      die der Vermeidung von Schleimhautreizungen dienenden Einhüllmittel für Arzneistoffe; z.B. Schleimstoffe.

    • Demutisation
      • De|mutisation

      • Englischer Begriff: demutization

      der Unterricht in Kommunikationsmethoden (z.B. Lippenlesen) bei Taubstummen (s.a. Mutitas).

    • demyelinisierende Encephalomyelitis
    • Demyelinisierung
      • De|myelinisierung

      • Englischer Begriff: demyelination

      Myelinverlust, Entmarkung.

    • denaturiert
      • de|naturiert

      • Englischer Begriff: denatured

      vergällt, für den menschl. Gebrauch untauglich gemacht; s.a. Denaturierung.

    • Denaturierung
      • De|naturierung

      • Englischer Begriff: denaturation

      die im Allg. nicht umkehrbare, den ursprünglichen („nativen“) Zustand zerstörende Strukturveränderung von Eiweißkörpern durch Fällung, Lösung von Peptidbindungen, Einwirkung verdünnter Säuren, Alkalien etc., Erhitzen oder Bestrahlung; starke Denaturierungsmittel sind lyotrope Salze sowie konzentrierte Lösungen von Harnstoff oder Guanidiniumchlorid. – S.a. denaturiert.

    • Denaverin
      • Englischer Begriff: denaverine

      neurotrop-muskulotropes Spasmolytikum.

    • Dendrit
      • Den|drit

      • 1)   Abbildung
        breitbasiger, relativ kurzer Zytoplasmaausläufer (s. Abb... (mehr)
      • 2)
        Blitzfigur... (mehr)
    • Dendrit 1)
      Dendrit
      • 1)

      • Englischer Begriff: dendrite

      Abbildung   Abbildung

      breitbasiger, relativ kurzer Zytoplasmaausläufer (s. Abb.) der bi- u. multipolaren Nervenzellen. Verzweigt sich peripher stark u. ist meist mehrfach vorhanden. Dient der zellulipetalen (afferenten = zellkörperwärts gerichteten) Leitung der über Synapsen (die „Dendrizeptoren“) aufgenommenen Erregungen u. der Ernährung der Zelle. Besitzt in seinem Hauptstamm stets Nissl-Schollen. Das an seinen Synapsen entstandene Erregungs- = Dendritenpotential beeinflusst (evtl. ähnlich wie EPSP u. IPSP) die Zellerregbarkeit, wie überhaupt ausgedehnte dendritische Verzweigungen die Integration erregender u. hemmender Einflüsse begünstigen. – Die Potentialschwankungen im dipolartigen System „Zelle – Dendriten“ sind ursächlich an der EEG-Kurve beteiligt.

    • Dendrit 2)
      Dendrit
      • 2)

      • Englischer Begriff: dendritic pattern

      • Fach: Gerichtsmedizin

      Blitzfigur.

    • dendriticus
      • den|driticus

      • Synonyme: dendritisch

      • Englischer Begriff: dendritic

      verzweigt, sich auf Dendriten beziehend.

      • d. Zellen   Abbildung
        Oberbegriff für erst in jüngerer Zeit als eigene Zellgruppe definierte... (mehr)
    • dendritische Zellen
      dendriticus
      • d. Zellen

      Abbildung   Abbildung

      Oberbegriff für erst in jüngerer Zeit als eigene Zellgruppe definierte Zellen mit bäumchenartigen Zellausläufern, mit denen sie Lymphozyten umfassen u. Antigen-Antikörper-Komplexe präsentieren. Unterschieden werden: follikuläre dendritische Zellen in den B-Zell-Arealen der lymphatischen Organe (v.a. Keimzentren der Sekundärfollikel); interdigitierende dendritische Zellen in den T-Lymphozyten-Regionen von Lymphknoten, Milz, Tonsillen, Peyer-Plaques u. Thymus; Langerhans-Zellen in der Haut. Inzwischen wurden mit monoklonalen Antikörpern auch in fast allen nicht-lymphatischen Organen d. Z. nachgewiesen. S.a. Abb.

    • Denecke-Payr-Zeichen
      • Denecke-Payr-Zeichen

      • Englischer Begriff: Payr's sign

      • Biogr.: Kurt D., geb. 1903, Chirurg, Erlangen; Erwin P.

      durch Druck an der Innenseite des Fersenbeinhöckers ausgelöster Schmerz der Fußsohle u. hinter dem Innenknöchel bzw. (bei Dorsalflexion des Fußes) an der Wade als Frühsymptom einer tiefen Venenthrombose.

    • Denervationsgesetz Cannon
      • De|nervations|gesetz (Cannon)

      • Englischer Begriff: Cannon's law of denervation

      • Fach: Neurophysiologie

      Denervierte Neurone (Denervierung) werden gegenüber Transmitter-Substanzen übererregbar infolge Abnahme der spaltenden Enzyme (Cholinesterasen, Aminooxidasen) u. erhöhter Empfindlichkeit der postsynaptischen Membranstrukturen. Besonders ausgeprägt ist die Übererregbarkeit im autonomen Nervensystem nach Zerstörung postganglionärer Nervenfasern.

    • Denervationspotential
      • De|nervations|potential

      • Englischer Begriff: denervation potential

      Denervierungspotential.

    • Denervierung
      • De|nervierung

      • Synonyme: Denervation

      • Englischer Begriff: denervation

      die „Entnervung“ („Enervation“), d.h. die teilweise oder totale Trennung eines Organ(system)s oder Großhirn(kern)gebietes von seinen nervalen Verbindungen durch gezielte Unterbrechung der entsprechenden Nerven oder der zentralen Leitungsbahnen bzw. Assoziationsfasern (Deafferenzierung). Angezeigt z.B. bei medikamentös nicht zu beeinflussenden chronischen Schmerzzuständen, spastischen Lähmungen (z.B. Little-Syndrom), bei vegetativer Fehlsteuerung, Durchblutungsstörung bzw. bei zentralmotorischen Störungen (z.B. Schizophrenie bzw. Parkinson-Syndrom). Geeignete Methoden: Neurotomie bzw. Neurektomie, Sympathektomie, Ganglien- oder Nervenausschaltung durch Alkohol- oder Phenol-Injektion (zuvor evtl. vorübergehend probatorisch als Novocain-Blockade), Ramiko-, Chordo-, Leukotomie; s.a. Foerster-, Stoffel-Operation, Splanchnikektomie.

      • D., sakrale
        die D. der Beckeneingeweide (= Durchtrennung sakraler Nerven)... (mehr)
      • D., zervikale
        die Ausschaltung des Halsteils des Grenzstrangs einschließlich des Ganglion... (mehr)
    • Denervierung, sakrale
      Denervierung
      • D., sakrale

      • Englischer Begriff: sacral d.

      die D. der Beckeneingeweide (= Durchtrennung sakraler Nerven).

    • Denervierung, zervikale
      Denervierung
      • D., zervikale

      • Englischer Begriff: cervical d.

      die Ausschaltung des Halsteils des Grenzstrangs einschließlich des Ganglion stellatum nebst prä- u. postganglionären Fasern durch Novocain-Blockade, Ramikotomie oder Resektion, z.B. bei Embolie der Netzhaut-Zentralarterie, bei Sudeck-Syndrom, Angina pectoris, Lungenembolie (Sympathektomie).

    • Denervierungspotential
      • De|nervierungs|potential

      nach Denervierung auftretende Potentialschwankung in einer erregbaren Struktur.

    • Dengue-Fieber
      • Den|gue-Fieber

      • Etymol.: span. = Ziererei

      • Englischer Begriff: dengue fever

      relativ gutartige Infektionskrankheit v.a. in den (Sub-)Tropen (Südostasien, Südpazifik, Afrika, südl. USA, Südamerika, Karibik), hervorgerufen durch die von Aedes-Arten übertragenen Typen I u. II des Dengue-Virus (ein Flavivirus der Togaviridae [RNS-Viren], früher ARBO-Virus B); die Typen III u. IV rufen v.a. bei Kindern in Südostasien ein hämorrhagisches Fieber hervor mit Melaena, Hämaturie, lebensbedrohlichem Schock („Dengue-Schocksyndrom“). Klinik: nach Inkubation von 5–8 (3–15) Tagen Dauer Exanthem u. hohes Fieber mit Kopf-, Muskel-, Gelenk- u. Kreuzschmerzen, die zu steifem, „geziertem“ Gang führen; nach Fieberabfall (3.–4. Tag) erneuter Fieberanstieg am 5. Tag („Sattelkurve“) mit Auftreten eines masern- oder scharlachähnlichen Exanthems u. Lymphknotenschwellungen; langsame Rekonvaleszenz; evtl. mit Neuritiden.

    • Denis Browne
      • Denis Browne

      s.u. Browne.

    • Denis-Naunton-Test
      • Denis-Naunton-Test

      • Fach: Otologie

      audiometrische Bestimmung der Intensitätsunterschiedsschwelle (als Indikator für das Recruitment) eines mit kurzem Abstand in 2 Intensitäten gegebenen Prüftons.

    • Denker-Operation
      • Denker-Operation

      • Biogr.: Alfred D., 1863–1941, HNO-Arzt, München

      Radikaloperation der Kieferhöhle vom Mundvorhof aus; mit Entfernen der gesichtsseitigen Höhlenwand u. Bildung eines Zugangs zum unteren Nasengang.

    • Denkstörung
      • Denk|störung

      • Englischer Begriff: thought disorder

      Störung des Denkvollzugs.

    • Denkstörung, alogische
      Denkstörung
      • D., alogische

      • Englischer Begriff: loss of logical thinking

      D. mit Wort-, Begriffsarmut; bei Stirnhirnausfall.

    • Denkstörung, formale
      Denkstörung
      • D., formale

      • Englischer Begriff: disorder of thought process

      Denkablaufstörung mit Denkhemmung, -sperre, Ideenflucht, Zusammenhangslosigkeit (auch als Mangel an Assoziationen).

    • Denkstörung, inhaltliche
      Denkstörung
      • D., inhaltliche

      D. als z.B. Zwangs-, Wahnvorstellung; v.a. bei Psychosen. – S.a. Anankasmus (als Denkzwang).

    • Denkverlangsamung

        nachlassende Gedächtnisleistung mit reduziertem Tempo der Informationsaufnahme u. -verarbeitung; kann eine altersbedingte Veränderung, aber auch Hinweis auf eine Parkinson-Krankheit, eine Depression oder beginnende Hirnleistungsstörung sein.

      • Dennis-Sonde
        • Dennis-Sonde

        biegsames Gummi- oder Kunststoffrohr zur Rezidivprophylaxe des mechanischen Ileus; wird heute besonders wegen des Perforationsrisikos nur noch wenig verwendet.

      • Denny//Brown-Syndrom
        • Denny-Brown-Syndrom

        • Englischer Begriff: Denny-Brown sensory neuropathy

        • Biogr.: D. D.-Br., brit. Neurologe

        (1948) neuromuskuläre u. zentralnervöse Störungen als Paraneoplasie bei Karzinomen (v.a. beim kleinzelligen Bronchialkarzinom; evtl. als Frühsymptomatik, d.h. vor der klinischen Tumormanifestation); als Ataxie, Nystagmus, Tremor, Schwindel, Areflexie, Parästhesien, Prostigmin-resistente Myasthenie.

      • Denominatio communis internationalis
        • Denominatio communis internationalis

        • Synonyme: DCI (Abk.)

        • Englischer Begriff: generic (drug) names

        • Fach: Pharmazie

        (1953) die von der WHO in Listenform publizierten ungeschützten „Freinamen“ („generic names“) für pharmazeutische Substanzen.

      • Dens
        • Dens 1)
          Dens
          • 1)

          • Englischer Begriff: tooth

          der „Zahn“ als Teil des Gebisses; s.u. Dentes.

        • Dens 2)
          Dens
          • 2)

          • Synonyme: D. (axis)

          • Englischer Begriff: dens

          der kopfwärts gerichtete zapfenförm. Fortsatz (Apophyse) des 2. Halswirbels (= Axis); besitzt eine vordere u. hint. Gelenkfläche für den vorderen Atlasbogen bzw. für das Ligamentum transversum atlantis.

        • Dens emboliformis
          Dens  >  Dens 1)
          • D. emboliformis

          • Englischer Begriff: conical t.

          zapfenförmig verkümmerter Zahn, z.B. bei Bloch-Sulzberger-Syndrom.

        • Dens natalis
          Dens  >  Dens 1)
          • D. natalis

          vorgeburtlich durchgebrochener Zahn (macht als Frontzahn das Tragen einer Schutzkappe über der mütterl. Brustwarze nötig).

        • Dens sapientiae
          Dens  >  Dens 1)
          • D. sapientiae

          • Synonyme: D. sophroneticus; D. serotinus

          • Englischer Begriff: wisdom t.

          der „Weisheitszahn“. Der letzte, achte Zahn des bleibenden Gebisses. Erst spät durchbrechender 3. Mahlzahn = Molar.

        • Dens sustenatus
          Dens  >  Dens 1)
          • D. sustenatus

          • Englischer Begriff: impacted t.

          am vollen Durchbruch gehinderter („retinierter“) Zahn.

        • Densaplasie
          • Dens|aplasie

          • Englischer Begriff: odontoid aplasia

          • Fach: Pathologie

          das angeborene Fehlen des Dens axis; führt zu erheblicher Funktionsstörung in der Articulatio atlantoaxialis, evtl. auch zu fortschreitender spastischer Lähmung (Paraplegie).

        • Densigraphie
          • Densi|graphie

          • Englischer Begriff: photoelectric densitography

          photoelektrische Messung der optischen Dichte eines Körpers mit Aufzeichnung der Helligkeitswerte in Kurvenform („Densi-, Densogramm“). In der Radiol. als diagnostische Messung zur Beurteilung der Lungendurchblutung (Statidensigraphie; Helligkeitsvergleich im In- u. Exspirium), Lungenbelüftung (Kinedensigraphie) oder Herzfüllung.

        • Densimetrie
          • Densi|me|trie

        • Densimetrie 1)
          Densimetrie
          • 1)

          • Fach: Labormedizin

          Dichtebestimmung z.B. von Flüssigkeiten (mittels Aräo-, Pyknometer).

        • Densimetrie 2)
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