Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Dependenzpflege

      Initiierung u. kontinuierliche Ausübung von Aktivitäten zugunsten sozial abhängiger Personen (Säuglinge, Kinder, Erwachsene mit gesundheitlichen Einschränkungen) für eine bestimmte Zeit, um deren Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Der Dependenzpflege-Handelnde übernimmt die Verantwortung für den situativen Selbstpflegebedarf der sozial von ihm abhängigen Bezugspersonen u. deren Entwicklung u. Ausübung der Selbstpflegekompetenz. Pflegekonzept aus der Selbstpflegetheorie von D. Orem. S.a. Selbstpflege.

    • Depersonalisation
      • De|personalisation

      • Englischer Begriff: depersonalization

      • Fach: Psychologie

      die „Entpersönlichung“. Das Gefühl der Fremdheit des eigenen „Ich“ infolge Abspaltens des Ich-Bewusstseins vom Erleben („Ich“ u. „Welt“ erscheinen unwirklich = „Depersonalisationserlebnis“, das „Ich“ fremdbeeinflusst). Kommt u.a. vor bei Erschöpfung, in der Pubertät, bei Psychasthenie („Depersonalisationssyndrom“), Schizophrenie, Borderline-Syndrom.

    • Dephosphorylierung
      • De|phosphorylierung

      • Englischer Begriff: dephosphorylation

      • Fach: Biochemie

      hydrolytische Abspaltung von Phosphat aus Phosphorsäuremonoestern durch Phosphatasen; – s.a. Phosphorylierung.

    • Depigmentierung
      • De|pigmentierung

      • Englischer Begriff: depigmentation

      angeborener (Albinismus) oder erworbener, allgemeiner oder örtlicher Pigmentmangel oder -schwund der Haut.

    • Depigmentierungsmittel

        Externa zur Ther. störender Hyperpigmentierungen; Wirkst.: z.B. Hydrochinon.

      • Depilation
        • De|pilation

        • Englischer Begriff: depilation

        Enthaarung, Epilation.

      • Depletion
        • De|pletion

        • Englischer Begriff: depletion

        • 1)
          Flüssigkeitsarmut bzw... (mehr)
        • 2)
          krankhafter Verbrauch körpereigener Stoffe, Auszehrung... (mehr)
      • Depletion 1)
        Depletion
        • 1)

        Flüssigkeitsarmut bzw. -entzug.

      • Depletion 2)
        Depletion
        • 2)

        krankhafter Verbrauch körpereigener Stoffe, Auszehrung.

      • Depletionstest

          Form des Radiojodtests bei Verdacht auf eine Jodfehlverwertung. Im Rahmen eines vererbten Enzymdefektes (Typ-II-Defekt: Iodisationsstörung/ Peroxidasedefekt) kann es in der quantitativen Schilddrüsenszintigraphie nach Perchloratgabe zu einem Abfall der Zeit-Aktivitäts-Kurve um mehr als 15–20% kommen. Durchführung: nach intravenöser Applikation von 3 MBq Iod-123-NaI i.v. quantitative Schilddrüsenszintigraphie mit einer Gammakamera bis 3 Std. p. i.; anschließend orale Applikation von 300 mg Natriumperchlorat und 1 u. 2 Std. nach Perchloratgabe erneute Quantifizierung des Schilddrüsen-Uptakes mittels ROI-Technik.

        • Deplumation
          • De|plumation

          • Englischer Begriff: deplumation

          • Fach: Ophthalmologie

          Madarosis.

        • Depolarisation
          • Depolari|sation

          • Synonyme: -sierung

          • Englischer Begriff: depolarization

          • Fach: Physiologie

          die Verminderung (Aufhebung; evtl. auch Umkehr = „Overshoot“) des Membranpotentials einer Muskel- oder Nervenzelle als Folge einer – natürlich oder künstlich (z.B. durch Transmitter [s.a. Acetylcholin] bzw. Muskelrelaxanzien) herbeigeführten – Änderung der Eigenschaften der Zellmembran. Es kommt zu einer Permeabilitätssteigerung für Natriumionen u. damit zum Na+-Einstrom in das Zellinnere („Depolarisationsstrom“). Anschließend erfolgt der Ausstrom einer äquivalenten K+-Menge. Im Allg. ist die D. verbunden mit einer unter- oder überschwelligen Erregung (s.a. EPSP, Aktionspotential). – Eine Dauer-D. erfolgt z.B. durch Suxamethonium.

        • Depolarisationsblock
          • De|polarisations|block

          • Englischer Begriff: depolarization block

          durch Depolarisation ausgelöste Inaktivierung von Nerven- u. Muskelzellen.

        • Depolarisationsschwankung
          • De|polarisations|schwankung

          • Englischer Begriff: depolarization deflection

          aus der Summe der gerichteten Aktionspotentiale resultierende Schwankung einer bioelektrischen Kurve, z.B. als P-Zacke u. QRS-Komplex im EKG.

        • Depolymerasen
          • De|poly|merasen

          • Englischer Begriff: depolymerases

          depolymerisierende Enzyme; i.e.S. die Desoxyribo- u. Ribonucleasen.

        • Depolymerisation
          • De|poly|merisation

          • Englischer Begriff: depolymerization

          der Abbau (hoch)polymerer Substanzen zu kleineren Bruchstücken (bis zu Monomeren); z.B. biochem als Wirkung der Depolymerasen.

        • Depopulation
          • De|popu|lation

          Entvölkerung; patho die Verminderung der Zahl von Parenchymzellen, z.B. der Spermien bzw. deren Vorstufen in den Samenkanälchen durch ionisierende Strahlung.

        • Depot
          • Depot

          • Englischer Begriff: depot

          Speicher; z.B. physiol als Eisendepot (s.u. Eisen, -mangel), Fettdepot (s.a. Fettgewebe), Blutspeicher (s.a. Pool). – S.a. Depotpräparate.

        • Depotinsulin
          • Depot|insulin

          • Englischer Begriff: depot insulin; long acting i.

          • Fach: Pharmazie

          Insulin als Depotpräparat, dessen Wirkung durch die Kombination mit Resorptionsverzögerern (z.B. Protamin), durch chemische Abwandlung („Isocyanatinsulin“) oder durch Mikrokristallform verzögert ist.

        • Depotöstrogene
          • Depot|östrogene

          s.u. Östradiol.

        • Depotpenicilline

            Penicilline, deren Resorption durch Bildung schwer löslicher Salze verzögert ist u. die deshalb verlängerte Wirkung haben; Wirkst.: z.B. Benzylpenicillin-Procain, Benzylpenicillin-Benzathin.

          • Depotpräparate
            • Depotpräparate

            • Englischer Begriff: depot preparations

            • Fach: Pharmazie

            Arzneimittel mit gezielt verlängerter Wirkweise. Die Depotwirkung (als Ersatz für mehrere kleine Einzeldosen) wird erzielt durch zunächst unwirksame, erst im Körper aktivierbare Vorstufen des Mittels oder durch bestimmte Bindungsformen der Wirkstoffe (z.B. als Komplex-Verbindungen), ferner durch Kombination der Wirkstoffe mit resorptionsverzögernden, diffusionshemmenden hochmolekularen Hilfsstoffen, durch Verabfolgung der Mittel als Mikrokristallsuspension oder als Pressling-Implantat, ferner, bei festen Arzneiformen zur oralen Anw., durch verschieden lösliche Überzüge, durch Schichtung im Innern etc.

          • Depravation
            • De|pravation

            • Englischer Begriff: depravation

            Verschlechterung; psych der vom Intelligenzgrad unabhängige Verfall der sittlichen u. moral. Verhaltensweisen, v.a. als Suchtfolge.

          • Depressio
            • De|pressio

            • Synonyme: Depression

            • Etymol.: latein. = Herabdrücken, Herabgedrücktsein

            • Englischer Begriff: depression

            • 1)
              örtliche krankhafte Einsenkung der Körper- oder einer Organoberfläche... (mehr)
            • D. bulbi
              Abwärtswendung des Augapfels (Infraduktion)... (mehr)
            • 2)
              Druckwechsel vom Normaldruck zum Unterdruck (s.a... (mehr)
            • 3)   Abbildung
              seelische Störung, charakterisiert durch gedrückte, pessimist... (mehr)
            • D., endogene
              veralteter, aber noch gebräuchlicher Begriff für eine depressive Störung... (mehr)
            • D., exogene
              veralteter, jedoch noch gebräuchlicher Begriff für symptomatische Form... (mehr)
            • D., larvierte
              Verlaufsform einer depressiven Episode, die sich v.a... (mehr)
            • D., pharmakogene
              exogene D. nach Behandlung mit stimmungsdämpfenden Pharmaka: z.B... (mehr)
            • D., reaktive
              veraltet für Anpassungsstörung... (mehr)
            • D., senile
              alters-, involutionsbedingte D. mit zunehmender Verschärfung der negativen... (mehr)
            • D., symptomatische
              depressive Störung mit eindeutig bestimmbarem Auslöser... (mehr)
            • D., vitale
              (K. Schneider) früherer Begriff für die ebenfalls veraltete Bezeichnung... (mehr)
            • D., zyklothyme
              veralteter, aber noch gebräuchlicher Begriff für bipolare Störung... (mehr)
          • Depressio 1)
            Depressio
            • 1)

            • Fach: Pathologie

            örtliche krankhafte Einsenkung der Körper- oder einer Organoberfläche; z.B. eines Schädelknochens (s.a. Impression).

            • D. bulbi
              Abwärtswendung des Augapfels (Infraduktion)... (mehr)
          • Depressio 2)
            Depressio
            • 2)

            • Fach: Arbeitsmedizin

            Druckwechsel vom Normaldruck zum Unterdruck (s.a. Dekompression).

          • Depressio 3)
            Depressio
            • 3)

            • Fach: Psychiatrie

            Abbildung

            seelische Störung, charakterisiert durch gedrückte, pessimist. Stimmungslage („traurige Verstimmung“), evtl. auch mit Angstzuständen, Selbsttötungstendenzen. I.e.S. die depressive Episode (früher „endogene D.“). S.a. Abb.

            • D., endogene
              veralteter, aber noch gebräuchlicher Begriff für eine depressive Störung... (mehr)
            • D., exogene
              veralteter, jedoch noch gebräuchlicher Begriff für symptomatische Form... (mehr)
            • D., larvierte
              Verlaufsform einer depressiven Episode, die sich v.a... (mehr)
            • D., pharmakogene
              exogene D. nach Behandlung mit stimmungsdämpfenden Pharmaka: z.B... (mehr)
            • D., reaktive
              veraltet für Anpassungsstörung... (mehr)
            • D., senile
              alters-, involutionsbedingte D. mit zunehmender Verschärfung der negativen... (mehr)
            • D., symptomatische
              depressive Störung mit eindeutig bestimmbarem Auslöser... (mehr)
            • D., vitale
              (K. Schneider) früherer Begriff für die ebenfalls veraltete Bezeichnung... (mehr)
            • D., zyklothyme
              veralteter, aber noch gebräuchlicher Begriff für bipolare Störung... (mehr)
          • Depressio bulbi
            Depressio  >  Depressio 1)
            • D. bulbi

            Abwärtswendung des Augapfels (Infraduktion).

          • Depression, endogene
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., endogene

            • Synonyme: zyklothyme D.

            • Englischer Begriff: endogenous d.

            veralteter, aber noch gebräuchlicher Begriff für eine depressive Störung ohne eindeutig erkennbaren Auslöser. Ätiol.: Biolog. Anlagefaktoren werden vermutet. S.u. Episode, depressive.

          • Depression, exogene
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., exogene

            veralteter, jedoch noch gebräuchlicher Begriff für symptomatische Form einer depressiven Episode (Depression, symptomatische).

          • Depression, larvierte
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., larvierte

            Verlaufsform einer depressiven Episode, die sich v.a. in körperlicher Symptomatik äußert: z.B.: Schlafstörungen, Magenschmerzen, Kopf-, Rückenschmerz.

          • Depression, pharmakogene
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., pharmakogene

            exogene D. nach Behandlung mit stimmungsdämpfenden Pharmaka: z.B. Antihypertensiva, Neuroleptika, Antikonzeptiva, Hynotika, manche Antibiotika. Die Symptome sind nach Absetzen des Medikaments reversibel.

          • Depression, reaktive
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., reaktive

            veraltet für Anpassungsstörung.

          • Depression, senile
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., senile

            • Englischer Begriff: senile d.

            alters-, involutionsbedingte D. mit zunehmender Verschärfung der negativen Charakterzüge, ängstlichem „Getriebensein“ (Agitiertheit), Wertlosigkeits- u. Schuldgefühlen, Hypochondrie, Schlaflosigkeit, nihilistischen Wahnideen. Zumeist gleichbedeutend mit der arteriosklerostischen Form. S.a. Altersdepression.

          • Depression, symptomatische
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., symptomatische

            depressive Störung mit eindeutig bestimmbarem Auslöser. Z.B. als Begleitsymptom einer organ. Erkrankung: hirnorganische Krankheit, Arteriosklerose, Hirnverletzung, Allgemeinerkrankung.

          • Depression, vitale
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., vitale

            (K. Schneider) früherer Begriff für die ebenfalls veraltete Bezeichnung „endogene Depression“. S.u. Episode, depressive.

          • Depression, zyklothyme
            Depressio  >  Depressio 3)
            • D., zyklothyme

            • Synonyme: endogene D.

            veralteter, aber noch gebräuchlicher Begriff für bipolare Störung.

          • depressiv
            • de|pressiv

            • Englischer Begriff: depressive

            mit einer Depression einhergehend, an Depression leidend.

          • depressive Phase
            depressiv
            • d. Phase

            • Englischer Begriff: d. phase

            seelische Depression im Verlauf einer bipolaren affektiven Störung.

          • depressives Syndrom
            depressiv
            • d. Syndrom

            • Englischer Begriff: d. syndrome

            • Fach: Psychologie

            Tabelle

            Bez. für die depressive Symptomatik ohne Aussage über deren Ursache; Symptome s. Tab.

          • Depressor
            • De|pressor

            • Etymol.: latein. = Herabdrücker.

            • Englischer Begriff: depressor

            • Fach: Anatomie

            von sog. vasosensiblen Gebieten der Aortenwand u. Arteria carotis ausgehende u. zum Rautenhirn ziehende Nervenfasern. Als der zentralwärts leitende (afferente) Schenkel des blutdruckzügelnden Depressorreflexes. I.e.S. aber der Nervus depressor (Cyon-Nerv) als der eigentliche Depressornerv.

          • depressorisch
            • de|pressorisch

            • Englischer Begriff: depressory

            hemmend, blutdrucksenkend (Depressor).

          • Depressorreflex
            • De|pressor|reflex

            • Englischer Begriff: depressor reflex

            • Fach: Physiologie

            ein Kreislaufentlastungsreflex im Dienst der Selbststeuerung des Blutdrucks. Die durch Erregung von Pressorezeptoren entstandenen Nervenimpulse werden als Afferenzen der Nervi vagus u. glossopharyngeus im Depressorenzentrum (Neuronennetze unten medial in der Medulla oblongata, die auch Erregungen aus dem Großhirn, Hypothalamus u. limbischen System integrieren) verarbeitet, u. es kommt über efferente Vagusfasern (Depressor) zur Hemmung der Wirkung des zu Herz u. Gefäßen ziehenden Sympathikus, d.h. zur „Zügelung“ = Herabsetzung von Arterientonus, der Frequenz u. Kontraktionskraft des Herzens. – Die Ausschaltung des Reflexes führt zu Entzügelungshochdruck.

          • Deprivation
            • De|privation

            • Englischer Begriff: deprivation

            Beraubung, völlige Ausschaltung; Entbehrung.

            • D., sensorische
              das langzeitige Fernhalten aller Sinneseindrücke; es bewirkt beim Menschen... (mehr)
          • Deprivation, sensorische
            Deprivation
            • D., sensorische

            • Englischer Begriff: sensory deprivation

            das langzeitige Fernhalten aller Sinneseindrücke; es bewirkt beim Menschen ein intensiv gesteigertes Verlangen nach Sinneseindrücken u. nach Körperbewegung, eine starke Suggestibilität, Denkstörungen, Konzentrationsschwäche, depressive Stimmung, evtl. auch Halluzinationen (wie bei extremer sozialer Isolierung).

          • Deprivationssyndrom
            • De|privations|syndrom

            • Englischer Begriff: emotional deprivation syndrome

            leiblich-seelischer Entwicklungsrückstand bei einem seiner Mutter bzw. einer Mutterperson „beraubten“ Kind. – S.a. Hospitalismus.

          • depuratus
            • depuratus

            • Etymol.: latein.

            • Englischer Begriff: purified

            gereinigt.

          • Depurgantia
            • Depur(g)antia

            • Englischer Begriff: laxatives

            Abführmittel.

          • Deqi

              Sensation entlang einem Meridian (s.u. Akupunktur); Gefühlsempfindung wie Kribbeln, Fließen oder Stromschlag; gilt als anzustrebende Reaktion, um eine Akupunkturwirkung auszulösen.

            • Dequaliniumsalze
              • Englischer Begriff: dequalinium chloride

              ein Antiseptikum.

            11759