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  • Dezerebration 1)
    Dezerebration
    • 1)

    im Tierexperiment die Ausschaltung des Großhirns durch Durchtrennung des Hirnstammes oder durch Unterbindung der Hirnschlagadern.

  • Dezerebration 2)
    Dezerebration
    • 2)

    • Englischer Begriff: decerebration

    Ausfall des Großhirns als Folge einer Blutung, Verletzung, Tumorbildung mit Unterbrechung der Hirnrinden-Hirnstamm-Verbindung; bietet das Bild der Enthirnungsstarre (Dezerebrationsstarre) sowie einen Zustand mit Hirnstamm-gesteuertem primitivem Schlaf-Wach-Rhythmus sowie Paresen, Akinesen, Mutismus, extrapyramidalen Störungen, oralen Reflexautomatismen.

  • Dezi...
    • Dezi...

    Präfix (bei Maßeinheiten) „das 10–1fache“.

  • Dezibel
    • Dezi|bel

    • Synonyme: dB (Abk.); db (Abk.)

    • Englischer Begriff: decibel

    • Fach: Physik

    dimensionslose Größe zur Definition einer Dämpfung oder Verstärkung um den 10–1fachen Wert des Bel; 1 dB = 10 log I1/I0 = 20 log P1/P0 (I1/I0, P1/P0 = Verhältnis zweier Intensitäten, Schallstärken etc. bzw. zweier Spannungen, Schalldrücke etc.). Durch die willkürliche Festlegung von I0 u. P0 gibt das dB einen Pegel an. Allgemein – unter Bezug auf die Schallintensität 10–16 W/cm2 bzw. den Schalldruck 2·10–4 μbar (= Schwellenwert des Ohres bei 1000 Hz) – ist 1 dB der Intensitätsunterschied, den das menschl. Ohr eben noch wahrnimmt (u. damit = 1 Phon).

  • Dezidua
    • Dezi|dua

    • Englischer Begriff: decidua

    Decidua.

  • Deziduapolyp
    • Dezidua|polyp

    • Englischer Begriff: decidual polyp

    an der Decidua der Gebärmutter ein polypöses Gebilde ohne Chorionzotten, meist umgeben von konzentrisch geschichteten Blutgerinnseln.

  • Deziduazellen
    • Dezidua|zellen

    • Englischer Begriff: decidual cells

    vergrößerte, kohlenhydrat- u. fettreiche Zellen des Endometriumstromas der Decidua. Nachweis im Abrasionsmaterial spricht für Schwangerschaft.

  • Dezimalpotenz
    • Dezimal|potenz

    • Synonyme: -verdünnung

    • Fach: Homöopathie

    s.u. Potenzierung (2).

  • Dezimeterwellen
    • Dezi|meter|wellen

    • Englischer Begriff: decimeter waves

    elektromagnetische Wellenlängen im Dezimeterbereich (Frequenz um 109 Hz, d.h. im Hochfrequenzbereich). Anw. als Ultrakurzwellentherapie.

  • DFDT
    • Synonyme: Abk. für Difluordiphenyltrichloräthan

    • Englischer Begriff: DFDT

    Fluorderivat des DDT®; ein Kontaktinsektizid.

  • DFG

      Abk. für Deutsche Forschungsgemeinschaft.

    • DFP
      • DFP 1)
        DFP
        • 1)

        Abk. für Diisopropyl-fluorophosphat; ein Phosphorsäureester.

      • DFP 2)
        DFP
        • 2)

        Abk. für Druck-Frequenz-Produkt (Herzfrequenz × systol. Blutdruck/100).

      • DGE

          Abk. für Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

        • DGS

            Abk. für deutsche Gebärdensprache.

          • DHEA
          • Dhobie-itch
            • Dhobie-Itch

            • Etymol.: Hindi-engl.

            die „Wäscherkrätze“ in Südostasien. Kontaktdermatitis durch als Wäschetinte benutztes Bhilawano. Auch eine Epidermo- oder Trichophytendermatitis (Tinea cruris) in Form eines Ekzema marginatum.

          • DHS
          • DHT
          • Di

              (sprich „d-i“) Diphtherie.

            • Di-George-Syndrom
              • (Di-)George-Syndrom

              • Englischer Begriff: DiGeorge's syndrome

              • Biogr.: Angelo di G., Kinderarzt, Philadelphia

              Thymusaplasie (ein Immundefektsyndrom mit kompletter oder inkompletter Thymusaplasie).

            • di...

                Präfix 1) „zwei“, „doppelt“ (s.a. bi...), 2) „durch“, „hindurch“, „zwischen“ (= dia...), 3) „auseinander“ (= dis...).

              • Dia
                • Englischer Begriff: Dia

                das Antigen Dia des Diego-Systems.

              • dia...

                  Präfix (di... [2]).

                • Diabetes
                  • Dia|betes

                  • Etymol.: griech. = Hindurchgehenlassen

                  • Englischer Begriff: diabetes

                  Bezeichnung für Krankheiten mit vermehrter bzw. krankhaft gesteigerter Ausscheidung von Flüssigkeit u./oder bestimmten Stoffwechselprodukten durch die Niere (z.B. Amin-D. = infantile maligne Cystinose, Phosphat-D.) sowie i.e.S. der Diabetes mellitus u. der Diabetes insipidus.

                • Diabetes insipidus
                  • Diabetes insipidus

                  • Synonyme: D. spurius; Wasserharnruhr

                  • Englischer Begriff: d. insipidus

                  Störung des Wasserstoffwechsels mit vermehrter Wasserausscheidung (Polyurie) u. entsprechend gesteigertem Durstgefühl (Polydipsie) bei mangelnder Konzentrationsfähigkeit der Nieren (spezifisches Gewicht des Harns < 1012). Bei fehlendem Flüssigkeitsersatz entwickelt sich schnell eine Hypernatriämie (hypertone Dehydratation). Formen: Eine Störung der Synthese oder Sekretion von ADH führt zum D. i. neurohormonalis s. centralis; dieser kann angeboren oder erworben sein (z.B. idiopathisch, durch Traumata, neurochirurgische Eingriffe, maligne oder benigne Tumoren, entzündlich, vaskulär). Der D. i. renalis (Adiuretin- oder Vasopressin-resistenter D. i.) ist eine rezessiv erbliche X-chromosomal angeborene Erkrankung aufgrund fehlender Ansprechbarkeit der Tubuli auf ADH. Sog. Pseudoendokrinopathie, bei der ADH-Gaben wirkungslos sind. Diagn.: Carter-Robbins-Test.

                • Diabetes mellitus
                  • Diabetes mellitus

                  • Englischer Begriff: diabetes mellitus

                  Abbildung Tabelle   Tabelle  

                  chron. Hyperglykämie mit daraus folgender Störung anderer Stoffwechselprozesse u. Organschäden. Ätiol.: Nach der Ursache ihrer Entstehung unterscheidet man verschiedene Diabetesformen (Tab.), denen entweder ein absoluter Insulinmangel (fehlende oder verminderte Insulinsekretion) oder ein relativer Insulinmangel zugrunde liegt. Der Typ-1-Diabetes tritt meist bei Jugendlichen unter 20 Jahren auf; er wird heute den Autoimmunerkrankungen zugeordnet, wobei es bei entsprechender genetischer Disposition unter dem Einfluss verschiedener Faktoren zu einer Insulitis mit nachfolgender Zerstörung der B-Zellen kommt. Der Typ-2-Diabetes beginnt meist erst im höheren Lebensalter. Es besteht eine Insulinresistenz v.a. der Leber u. der Skelettmuskulatur, aber auch eine Störung der Inselfunktion. Als wichtigster Faktor für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes gilt die Adipositas bzw. die ihr zugrunde liegende Lebensweise. Klinik: Polydipsie, Polyurie, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Pruritus genitalis, Gewichtsabnahme, Sehstörungen; hypoglykämische Symptome sind in der Manifestationsphase des Typ-1-Diabetes möglich (Hungergefühl, Kaltschweißigkeit u. Tachykardie, Muskelkrämpfe, Übelkeit u. Erbrechen). Beim Typ-1-Diabetes sind die klassischen Symptome meist vorhanden, er beginnt fast immer akut mit einer diabetischen Ketoazidose. Der Typ-2-Diabetes beginnt dagegen allmählich, die klassischen Symptome fehlen häufig. Diagn.: Anamnese u. klinisches Bild, Glucose in Blut (s. Tab.) u. Urin, Bestimmung der glykierten Proteine (glykiertes Hämoglobin = HbAl, Fructosamin), Insulin, Lipide, Ketonkörper, oraler Glucosebelastungstest, oraler Glucosetoleranztest; s.a. Abb. Die Zuordnung zum Typ-1-Diabetes erfolgt bei Manifestation durch spezielle diagn. Verfahren wie z.B. Nachweis von Inselzell- u. Glutamatdecarboxylaseantikörpern, von Insulinautoantikörpern oder durch HLA-Typisierung. Kompl.: Akut können hypoglykämischer Schock, diabetische Ketoazidose, hyperglykämisches hyperosmolares Koma u. selten eine Lactatazidose auftreten. Folgeerkrankungen sind v.a. durch Gefäßveränderungen (Mikro- u. Makroangiopathie) bedingt; ihre Ausprägung hängt vom Alter bei Erstmanifestation, von der Dauer der Erkrankung, Qualität der Stoffwechseleinstellung u. Begleiterkrankungen ab. An erster Stelle steht die diabetische Retinopathie bis zur Erblindung, weitere Folgen sind die Nephropathie bis hin zur Niereninsuffizienz, die Neuropathie, das diabetische Fußsyndrom u. kardiovaskuläre Komplikationen. Ther.: allg. Maßnahmen wie Aufklärung des Patienten, gesunde Ernährung (s.a. Diabeteskost), Reduzierung von Risikofaktoren; medikamentös mittels oraler Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe, Biguanide, Glucosidasehemmer, Guar); parenteral mit Insulin v.a. bei Typ-1-Diabetes u. komplizierten Typ-2-Verläufen. Operativ ist eine Pankreas- oder Inseltransplantation möglich. Ther.-Ziele sind Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Lebensqualität; Steigerung der Kompetenz der Betroffenen; Reduktion des Risikos makro- u. mikroangiopathischer Morbidität, von Letalität u. Folgeerkrankungen; Vermeiden des diabet. Fußsyndroms sowie Prävention u. Behandl. von Begleitsymptomen unter einer möglichst belastungs- u. nebenwirkungsarmen Therapie. Prophyl.: Zur Prävention von Folgeerkrankungen ist eine stabile Stoffwechsellage wichtigste Voraussetzung.

                • Diabetes renalis
                  • Diabetes renalis

                  • Synonyme: primäre renale Glucosurie

                  • Englischer Begriff: renal diabetes

                  autosomal-rezessiv vererbte Störung der proximal-tubulären Glucosereabsorption mit konstanter Glucosurie bei normalem Glucosebelastungstest. Es bestehen keine klin. Symptome, eine Ther. ist nicht nötig.

                • Diabetes-Suchtest
                  • Diabetes-Suchtest

                  • Englischer Begriff: diabetes screening test

                  Test zur Früherkennung des latenten bzw. asymptomatischen Diabetes mellitus. Praktisch wichtig ist der orale Glucosetoleranztest (OGTT), früher der Unger-Madison-Tolbutamidtest.

                • Diabeteskost
                  • Diabetes|kost

                  • Englischer Begriff: diabetic diet

                  die für die alleinige oder ergänzende diätetische Behandlung des Diabetikers bestimmte Kost, die unter Berücksichtigung einer genügenden Energiezufuhr individuell festgesetzte Mengen an Nahrungsfett, -eiweiß u. Kohlenhydraten enthält. Die Kohlenhydrataufnahme wird angepasst an die noch vorhandene Insulinproduktion bzw. die Insulinzufuhr. Unterschieden als Einstellungs- u. als Standarddiät (während der klin. Behandlung u. „Einstellung“ des Therapieregimes), als Dauerkost (Erhaltungskost, aber auch als Aufbau-, Kalorienreduktionskost) u. als Sonderkost (z.B. Hafer-, Reis-, Obst-, Gemüsetage). S.a. Broteinheit.

                • Diabetestypen
                  • Diabetes|typen

                  • Englischer Begriff: types of diabetes

                  s.u. Diabetes mellitus.

                • Diabetid
                  • Diabetid

                  heute ungebräuchlicher Ausdruck für Begleitkrankheit der Haut bei Diabetes mellitus; z.B. Furunkulose, Ekzeme, Necrobiosis lipoidica diabeticorum.

                • diabetisch
                  • Englischer Begriff: diabetic

                  bei bzw. durch Diabetes mellitus.

                • diabetische Gangrän
                  diabetisch
                  • d. Gangrän

                  • Englischer Begriff: d. gangrene

                  Abbildung

                  die v.a. an den Zehen („Diabetesfuß“) vorkommende trockene oder – superinfiziert – feuchte Gangrän (Abb.) als Komplikation des Diabetes mellitus, bedingt durch eine Kombination von Arteriosklerose, diabetischer Angiopathie u. Polyneuropathie.

                • diabetische Glomerulosklerose
                  diabetisch
                  • d. Glomerulosklerose

                  • Englischer Begriff: d. glomerulosclerosis

                  Nephropathia diabetica.

                • diabetische Nephropathie
                  diabetisch
                  • d. Nephropathie

                  • Englischer Begriff: d. nephropathy

                  Nephropathia diabetica.

                • diabetische Triopathie
                  diabetisch
                  • d. Triopathie

                  • Englischer Begriff: d. triopathy

                  das Kimmelstiel-Wilson-Syndrom, kombiniert mit diabetischer Retinopathie u. Polyneuropathie als Spätkomplikationen des Diabetes mellitus.

                • diabetisches Koma
                  diabetisch
                  • d. Koma

                  • Englischer Begriff: d. coma

                  Coma diabeticum.

                • diabetogen
                  • diabetogen

                  • Englischer Begriff: diabetogenic; diabetogenous

                  Diabetes auslösend bzw. durch Diabetes bedingt.

                • diabetogene Hormone
                  diabetogen
                  • d. Hormone

                  • Englischer Begriff: d. hormones

                  Hormone, die durch Störung bzw. Destabilisierung des Kohlenhydratstoffwechsels einen Diabetes mellitus auszulösen vermögen; u.a. Somatotropin, Glucocorticoide.

                • Diabrose
                  • Dia|brose

                  • Etymol.: latein. = Durchnagung

                  Arrosion.

                • Diacetylmorphin
                  • Di|acetyl|morphin

                  • Synonyme: Heroin; Diamorphin

                  • Englischer Begriff: diacetylmorphine; heroin

                  Diessigsäureester des Morphins (als Analgetikum mindestens 5fach stärker als Morphin); ein – nicht verschreibbares – Betäubungsmittel; s.a. Heroinabhängigkeit, Morphinismus.

                • Diachorese
                  • Dia|chorese

                  Defäkation.

                • Diademverband
                  • Dia|dem|verband

                  Thoraxdiadem.

                • Diadochokinese
                  • Dia|docho|kinese

                  • Englischer Begriff: diadochokinesia, -kinesis

                  • Fach: Physiologie

                  der geordnete, rhythmische Ablauf rasch aufeinander folgender gegensinniger (= antagonistischer) Bewegungen. – Ggs. Adiadochokinese.

                • Diagnose, Diagnosis
                  • Dia|gnose

                  • Synonyme: Dia|gnosis

                  • Englischer Begriff: diagnosis

                  die nosologisch-systematische Benennung eines Krankheitsbildes, in der Praxis die Summe der Erkenntnisse, auf denen das ärztliche Handeln beruht. S.a. Diagnostik.

                • Diagnosehilfsmittel
                • Diagnosis ex juvantibus
                  Diagnose, Diagnosis
                  • D. ex juvantibus

                  Diagnose anhand eines Therapie-Erfolges oder -Misserfolges.

                • Diagnosis per exclusionem
                  Diagnose, Diagnosis
                  • D. per exclusionem

                  • Englischer Begriff: d. by exclusion

                  eine nicht direkt aufgrund der Befunde, sondern durch Ausschluss konkurrierender Diagnosen gestellte Diagnose (Differentialdiagnostik).

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