Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • dichromatisch 1)
    dichromatisch
    • 1)

    • Englischer Begriff: dichromic; bicolored

    zweifarbig.

  • dichromatisch 2)
    dichromatisch
    • 2)

    • Englischer Begriff: dichromatic

    farbenfehlsichtig i.S. der Dichromasie.

  • Dichte
    • Synonyme: D (Abk.)

    • Englischer Begriff: density

    • Fach: Physik

    der auf eine Längen-, Flächen- oder Raumeinheit entfallende Betrag einer physikalischen Größe; i.e.S. die – von Temperatur u. Druck abhängige – spezifische Masse pro Volumeneinheit, unterschieden als absolute D. (angegeben in g/cm3 bzw. kg/m3) u. als relative D. (D. im Verhältnis zur D. eines Vergleichsstoffes, z.B. des Wassers, der Luft bei 4 °C bzw. 0 °C u. 760 Torr; Dichtezahl = spezif. Gewicht).

  • Dick-Read-Verfahren
    • Dick-Read-Verfahren

    • Englischer Begriff: Read's precepts

    • Fach: Geburtshilfe

    s.u. Read.

  • Dickdarm
    • Dick|darm

    • Synonyme: Intestinum crassum

    • Englischer Begriff: large intestine

    etwa 1,30 m langer Darmabschnitt, der von der Valva ileocaecalis bis zum After (Anus) reicht. Besteht aus Caecum mit Wurmfortsatz (Appendix vermiformis), Colon u. Rectum (einschließlich Canalis analis). Der histologische Aufbau lässt in den einzelnen Dickdarmabschnitten jeweils typ. Besonderheiten erkennen. Funktion: Umwandlung des Darminhalts in Stuhl (Fäzes) durch Gärungs- u. Fäulnisvorgänge, Wasser- u. Salzresorption (Rückresorption der Darmsäfte, Eindickung des Dünndarmbreis, Fäulnishemmung), Vitamin-K-Synthese durch Darmbakterien.

  • Dickdarmadenom
    • Dickdarm|adenom

    • Englischer Begriff: adenoma of the large intestine

    • Fach: Pathologie

    neoplastische Typen von Schleimhautpolypen, Adenom(a), kolorektales.

  • Dickdarmadenomatosen, familiäre
    • Dickdarm|adenomatosen, familiäre

    s.u. Adenomatosis coli, Lentigopolyposis (Peutz-Jeghers-Syndrom), Gardner-Syndrom, Turcot-Syndrom.

  • Dickdarmblase
    • Dickdarm|blase

    Abbildung

    mit Hilfe eines ausgeschalteten Dickdarmabschnittes gebildete Ersatzblase; i.w.S. auch eine mittels eines Dickdarmsegmentes erweiterte Harnblase. Ersatzblasenbildung erfolgt durch Einpflanzen des Blasendreiecks (Trigonum vesicae) oder der Harnleiter in das isolierte Darmsegment (Zäkum, Sigma oder Rektum; s.a. Abb.). Die Harnableitung erfolgt meist durch den natürlichen oder einen künstlichen After (s.a. Conduit), eine Appendikostomie, „feuchte“ Kolostomie, bei Erweiterungs- oder Augmentationsplastik durch die Harnröhre.

  • Dickdarmdivertikel
    • Dickdarm|divertikel

    • Englischer Begriff: diverticula of colon

    echtes Divertikel oder Pseudodivertikel (= Graser-Divertikel) des Dickdarms; v.a. das Letztere oft zahlreich entwickelt („Divertikulose“). Enthält evtl. Kotballen („Kotdivertikel“). Ist v.a. als Folge der Kotstauung und der fauligen Kotzersetzung oft entzündlich verändert (Divertikulitis); führt zu Übelkeit, Darmkrämpfen, Durchfällen sowie – bei Entzündung – zu lokaler Peritonitis (evtl. als sog. Linksappendizitis), evtl. zu Subileus, Abszedierung u. (gedeckter) Perforation, Fistelbildung. – Gefahr der bösartigen Entwicklung wird vermutet.

  • Dickdarmentzündung
    • Dickdarm|entzündung

    • Englischer Begriff: colitis

    Colitis, Proktitis.

  • Dickdarmileus
    • Dickdarm|ileus

    • Englischer Begriff: large intestine ileus

    • Fach: Chirurgie

    Ileus als Folge eines Dickdarmprozesses (z.B. bei Tumor; dann meist chronisch intermittierend u. zunächst wenig dramatisch; mit veränderter Stuhlform u. -frequenz, Darmsteifungen, perkutorisch nachweisbarer „Kolonrahmenblähung“, okkulter Blutung, gefolgt von „Späterbrechen“ u. röntg Nachweisbarkeit von Dickdarm-, später auch Dünndarmspiegeln, Spiegel). Als akuter D. z.B. bei Inkarzeration, Volvulus.

  • Dickdarmkarzinom
    • Dickdarm|karzinom

    • Englischer Begriff: colon cancer

    Darmkarzinom.

  • Dickdarmpassage
    • Dickdarm|passage

    • Englischer Begriff: colon-rectum passage

    Kurzbezeichnung für Röntgenkontrastdarstellung des Kolons u. Rektums im Rahmen der Magen-Darm-Passage (ca. 6–24 Std. nach Gabe des Kontrastmittels).

  • Dickdarmperforation
    • Dickdarm|per|foration

    • Englischer Begriff: colon perforation

    die Darmwandperforation im Dickdarmbereich. Führt zu schwerem Peritonealschock, Peritonitis, Douglas-Schmerz, röntg zu subdiaphragmaler Luftsichel auf der Bauchübersichtsaufnahme. Kompl.: Kotfistel, -phlegmone.

  • Dickdarmpolyp
    • Dickdarm|polyp

    • Englischer Begriff: colon polyp

    • Fach: Pathologie

    Darmpolyp im Kolonbereich.

  • Dickdarmpolypose
    • Dickdarm|polypose

    • Englischer Begriff: intestinal polyposis

    Adenomatosis coli.

  • Dicker Tropfen
    • Englischer Begriff: thick drop

    (Ronald Ross 1903) luftgetrockneter u. nach Giemsa gefärbter Blutstropfen zum mikroskopischen Schnellnachweis von Parasiten (z.B. Malariaplasmodien; zwischen zerstörten Erythrozyten bläuliche Parasitenkörper erkennbar).

    • dünner D. T.
      modifizierter Dicker Tropfen zur orientierenden Leukozyten-Differentialzählung... (mehr)
  • Dicker Tropfen, dünner
    Dicker Tropfen
    • dünner D. T.

    modifizierter Dicker Tropfen zur orientierenden Leukozyten-Differentialzählung; die Färbung erfolgt mit Giemsa-Lsg., die mit Leitungswasser verdünnt ist.

  • Dickie-Körper
    • Dickie-Körper

    stark lichtbrechende Körperchen im Zytoplasma der Lymphozyten nach Einwirkung erheblicher ionisierender Strahlung.

  • Diclofenac
    • Englischer Begriff: diclofenac

    nichtsteroidales Antiphlogistikum u. Antirheumatikum (Phenylessigsäurederivat); NW: gastrointestinale Beschwerden u. Blutungen, nach parenteraler Gabe Schockgefahr.

  • Diclofenamid
    • Englischer Begriff: diclofenamide

    ein Carboanhydrasehemmer; Anw. als Glaukommittel.

  • Dicloxacillin
    • Englischer Begriff: dicloxacillin

    ein Penicillase-stabiles Penicillin zur Anw. bei Staphylokokken-Infektionen.

  • Dicoumarol
    • Dicoumarol

    • Englischer Begriff: dicumarol

    Hemmstoff der Blutgerinnung (in faulendem Süßklee gefunden); als Therapeutikum obsolet. S.a. Cumarin.

  • Dicrocoeliasis
    • Di|cro|coeliasis

    • Englischer Begriff: dicroceliosis

    Befall durch Dicrocoelium.

  • Dicrocoelium
    • Di|cro|coelium

    eine Wurmgattung; Trematoden [Dicrocoeliidae].

  • Dicrocoelium dendriticum
    Dicrocoelium
    • D. dendriticum

    • Synonyme: D. lanceolatum

    • Englischer Begriff: Dicrocoelium

    der kleine Leberegel (5–12 mm lang). Entwickelt sich in zwei Zwischenwirten (1. Wirt sind Schnecken) u. gelangt durch zufälliges Verschlucken von Metazerkarien (z.B. in an Pflanzen sitzenden Ameisen?) in den menschl. Körper. Klinik: ruft dann nach einer Präpatentperiode von ca. 60 Tg. evtl. Beschwerden seitens der Gallenwege hervor („Dicrocoeliasis“).

  • Dicty...

      Wortteil „Netz“, „Netzhaut“; s.a. Dikty...

    • Dicytosis
      • Di|cytosis

      das überwiegende Auftreten zweier Zelltypen (z.B. im Differentialblutbild).

    • Didanosin
      • Synonyme: Didesoxyinosin; DDI (Abk.)

      • Englischer Begriff: dideoxyinosine

      antiretrovirale Substanz zur Kombinationsther. bei HIV-Infektion.

    • didelphys
      • di|delphys

      • Etymol.: griech.

      • Englischer Begriff: didelphic

      mit gedoppeltem Uterus.

    • Didesoxycytidin
      • Englischer Begriff: dideoxycytidine

      antiretrovirale Substanz (Reverse-Transkriptase-Hemmer).

    • DIDMOAD-Syndrom

        familiäre, autosomal-rezessiv erbl. Erkrankung. Klinik: Diabetes insipidus, insulinabhängiger Diabetes mellitus (evtl. nur Glucoselabilität oder -intoleranz), Optikusatrophie, Innenohrschwerhörigkeit (engl.: deafness). Manifestation meist < 15 Jahre.

      • Didymitis
        • Di|dymitis

        • Englischer Begriff: didymitis

        Orchitis.

      • Didymus
        • Di|dymus

        • 1)
          der Zwilling, die Zwillingsfehlbildung (Duplicitas)... (mehr)
        • 2)
          der Hoden (Testis)... (mehr)
      • Didymus 1)
        Didymus
        • 1)

        • Englischer Begriff: twin; twindeformity

        der Zwilling, die Zwillingsfehlbildung (Duplicitas).

      • Didymus 2)
        Didymus
        • 2)

        • Englischer Begriff: testicle

        der Hoden (Testis).

      • Dieffenbach-Methode
        • Dieffenbach-Methode

        • Biogr.: Johann Friedrich D., 1792–1847, Chirurg, Berlin

        • 1)
          Oberschenkelamputation nach der Zirkelschnittmethode... (mehr)
        • 2)
          Epi- oder Hypospadie-Plastik durch beidseitige streifenförm... (mehr)
        • 3)
          Korrektur des muskulären Schiefhalses durch subkutane Durchtrennung der... (mehr)
        • 4)
          Verschiebeplastiken zur Defektdeckung an Lippe, Nasenflügel, Ohrläppchen... (mehr)
      • Dieffenbach-Methode 1)
        Dieffenbach-Methode
        • 1)

        Oberschenkelamputation nach der Zirkelschnittmethode.

      • Dieffenbach-Methode 2)
        Dieffenbach-Methode
        • 2)

        Epi- oder Hypospadie-Plastik durch beidseitige streifenförm. Anfrischung der Harnröhrenrinne u. Verschluss der Rinne durch Naht über einem Katheter (sog. Keilnaht).

      • Dieffenbach-Methode 3)
        Dieffenbach-Methode
        • 3)

        Korrektur des muskulären Schiefhalses durch subkutane Durchtrennung der Kopfnickersehne im Brustbeinbereich.

      • Dieffenbach-Methode 4)
        Dieffenbach-Methode
        • 4)

        • Englischer Begriff: Dieffenbach's method

        Verschiebeplastiken zur Defektdeckung an Lippe, Nasenflügel, Ohrläppchen.

      • Diego-System
        • Diego-System

        • Englischer Begriff: Diego blood groups

        Blutgruppensystem (fast nur bei Indianern, Japanern, Chinesen) mit dem Antigen Dia („Diego-Faktor“) u. dem – bislang hypothetischen – Dib. – Blutgruppenunverträglichkeiten zw. Mutter u. Kind kommen vor.

      • Dielektrolyse
        • Di|elektrolyse

        • Englischer Begriff: dielectrolysis

        Iontophorese.

      • Diencephalon
        • Di|en|cephalon

        • Synonyme: Zwischenhirn; Dienzephalon

        • Englischer Begriff: diencephalon

        zwischen End- u. Mittelhirn liegender Teil des Gehirns als Teil des Hirnstammes. Umfasst das Thalamencephalon, den Hypothalamus u. den III. Hirnventrikel. Enthält Zentren für die Oberflächensensibilität, die seelische Empfindung, die Seh-, Hör- u. Riechbahn u. für vegetative u. inkretorische Funktionen (Zwischenhirn-Hypophysen-System) sowie das Koordinationszentrum für die Übertragung sensibler Reize auf Kerne des extrapyramidal-motorischen Systems. Am Boden des D. befinden sich die Hypophyse mit vorwiegend hormonsteuernder Funktion sowie die paarig angelegten Corpora mamillaria, die als Schaltstellen des limbischen Systems anzusehen sind. Auf der dorsalen Fläche des Hirnstamms zwischen den oberen Hügeln der Vierhügelplatte liegt das Corpus pineale, dessen Funktion bisher nicht sicher geklärt ist.

      • Diene
        • Di|ene

        • Englischer Begriff: dienes

        • Fach: Chemie

        ungesättigte, 2 Doppelbindungen enthaltende aliphatische Kohlenwasserstoffe der allgemeinen Formel CnH2n–2.

      • Dienogest
        • Englischer Begriff: dienogest

        Gestagen mit antiandrogener Wirkung.

      • Diensäure
        • Di|en|säure

        • Englischer Begriff: double unsaturated fatty acid

        Bez. für ungesättigte Fettsäuren mit 2 konjugierten Doppelbindungen (z.B. Linolsäure).

      • Dientamoeba fragilis
        • Di|ent|amoeba fragilis

        eine meist 2-kernige Amöbe; gelegentlich Erreger einer meist gutartigen Magen-Darm-Infektion mit den Symptomen einer milden Amöbenruhr (breiige Stühle, Blähungen, Leibschmerzen); klinische Erscheinungen meist nur bei Kleinkindern.

      • dienzephal
        • di|en|zephal

        • Englischer Begriff: diencephalic

        das Zwischenhirn (Diencephalon) betreffend.

        • d.-autonome Krise
          atypische epileptische Anfälle bei Erkrankung des Hypothalamus; es herrschen... (mehr)
        • d. Syndrom
          Symptomenkomplex bei Hirntumoren (vorderer Hypothalamus oder Boden des... (mehr)
      • dienzephal-autonome Krise
        dienzephal
        • d.-autonome Krise

        • Englischer Begriff: d.-autonomic attack

        atypische epileptische Anfälle bei Erkrankung des Hypothalamus; es herrschen vegetative Symptome seitens der Eingeweide vor.

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