Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Diphenylbutylpiperidine
    • Diphenyl|butyl|piperidine

    Stoffklasse der Neuroleptika; z.B. Fluspirilen u. Pimozid

  • Diphenylhydantoin
    • Diphenyl|hydantoin

    • Englischer Begriff: diphenylhydantoine

    Phenytoin.

  • Diphenylpyralin
    • Englischer Begriff: diphenylpyraline

    ein Antihistaminikum; Anw. als Rhinologikum.

  • Diphosphoglycerinsäure
    • Di|phospho|glycerinsäure

    • 1) 1,3-D.
      ein energiereiches Produkt der Glykolyse (dort Schema), enzymatisch gebildet... (mehr)
    • 2) 2,3-D.
      Zwischenprodukt der Umwandlung von 3- in 2-Phosphoglycerinsäure, z.B... (mehr)
  • Diphosphonate
    • Englischer Begriff: diphosphonates

    Bisphosphonate.

  • Diphosphopyridinnucleotid
    • Di|phospho|pyridin|nucleotid

    • Synonyme: DPN(+) (Abk.)

    • Englischer Begriff: diphosphopyridine nucleotide

    • Fach: Biochemie

    Nicotinamid-adenin-dinucleotid (NAD(+)); in der reduzierten Form als DPNH = NADH.

  • Diphtheria
    • Diph|theria

    • Synonyme: Diphtherie; Di (Abk.)

    • Englischer Begriff: diphtheria

    endemisch-epidemisch, aerogen, seltener durch Kontakt übertragbare, melde- u. hospitalisierungspflichtige Infektionskrankheit durch Corynebacterium diphtheriae. Klinik: Inkubationszeit 1–7 Tage, dann Prodromalstadium mit Fieber u. Allgemeinsymptomen. Zunächst Rachendiphtherie mit weißlich grauen Belägen (Pseudomembranen), v.a. der Tonsillen, süßlichem Fötor u. regionärer Lymphadenitis; Nasendiphtherie mit blutig-serösem bis -eitrigem Sekret, v.a. beim Säugling. Prognostisch ungünstige Kehlkopfdiphtherie („Krupp“) mit Heiserkeit, inspiratorischem Stridor u. Erstickungsgefahr. Diagn: bakteriologischer Erregernachweis (Nasen-Rachen-Wundabstrich) u. Prüfung auf Toxizität der isolierten Stämme. Ther.: Diphtherieantitoxin (frühzeitige Gabe bis zu 48 Std. nach Krankheitsbeginn mildert Krankheitsverlauf u. senkt Letalität); Penicillin. Kompl.: Gefahren der Erstickung u. des Herz- u. Kreislaufversagens (Früh- u. Spättod); ferner Myokarditis, Lähmungen (Gaumensegel, Augen, Beine; bilden sich i.d.R. zurück) u. Nephritiden. Progn.: wechselnde Letalität je nach Schwere des Krankheitsverlaufs, der Toxizität der Erregerstämme u. Abwehrlage des Organismus. Prophyl.: aktive Immunisierung (Drei- u. Zweifachschutzimpfung): Grundimmunisierung erfolgt meist als Mehrfachimpfung im frühen Säuglingsalter; Auffrischung alle 10 J.

  • Diphtheria cutanea
    Diphtheria
    • D. cutanea

    • Englischer Begriff: cutaneous d.

    die Hautdiphtherie als Infektion am Ort kleinster Epitheldefekte; außerdem als Wund-, Nabeldiphtherie u. als Panaritium diphthericum.

  • Diphtheria gravis
    Diphtheria
    • D. gravis

    • Englischer Begriff: malignant d.

    Schwerform bzw. D. gravissima fulminans Schwerstform der D. = maligne D.; s.u. D., toxische.

  • Diphtheria necroticans haemorrhagica
    Diphtheria
    • D. ne|croticans haemorrhagica

    toxische, oft tödliche Diphtherie, v.a. der Tonsillen; mit Bildung grün-schwarzer Beläge, Kraterbildung, Halslymphknotenschwellung, allgemeinem Verfall u. diphtherischer Enteritis (mit Kaffeesatz-artigem Erbrechen u. teils blutigen Durchfällen = D. stercoralis).

  • Diphtheria scarlatinosa
    Diphtheria
    • D. scarlatinosa

    das diphtherieähnliche, aber nicht durch D.-Bakterien hervorgerufene „Scharlachdiphtheroid“ (Diphtheroid bei Scharlach).

  • Diphtherie toxische
    Diphtheria
    • D., toxische

    • Synonyme: D. septica

    • Englischer Begriff: septic d.

    D. mit Ödem- u. Nekrosenbildung sowie mit Toxin-Effekten, z.B. als frühzeit. Gaumensegellähmung, Polyneuropathie, Myokardschaden mit Kreislaufkollaps; führt – als D. gravissima fulminans – zu frühem Tod. – S.a. Diphtheria necroticans.

  • Diphtherie, progrediente
    Diphtheria
    • D., pro|gredi|ente

    fortschreitende mehrherdige D. des Tonsillen-Rachen-Bereichs mit Verschmelzen der Beläge u. evtl. Übergreifen auf die tieferen Atemwege (Schwinden des diphtherischen Krupps u. Erstickungsgefahr); oft mit Entwicklung zu toxischer D.

  • Diphtherieantitoxin
    • Diphtherie|anti|toxin

    • Englischer Begriff: diphtheria antitoxin

    das nach Kontakt mit Diphtherietoxin oder -toxoid im Serum auftretende Immunglobulin mit spezifischem Neutralisationsvermögen gegen beide Antigene des Diphtheriebazillus (soweit nicht zellulär gebunden); ist durch Schick-Test nachweisbar. Anw. als Hyperimmunserum (zur passiven Immunisierung) u. zum diagnost. Toxin-Nachweis (Flockungsreaktion).

  • Diphtheriebakterien
    • Diphtherie|bakterien

    • Synonyme: -bazillen

    • Englischer Begriff: Klebs-Loeffler bacillus

    Corynebacterium diphtheriae.

  • Diphtherieformoltoxoid
    • Diphtherie(formol)toxoid

    • Synonyme: Diphtherie-Anatoxin

    das durch Einwirkung von Formaldehyd auf Kulturfiltrate von Diphtheriebakterien gewonnene Umwandlungsprodukt des Diphtherietoxins, dessen antigene Eigenschaften erhalten, die toxischen aber ausgeschaltet sind. Dient zur aktiven Immunisierung von Pferd, Rind, Schaf zwecks Gewinnung von Diphtherieantitoxin u. -impfstoff.

  • Diphtherieimpfstoff
    • Diphtherie|impf|stoff

    • Englischer Begriff: diphtheria vaccine

    • Fach: Serologie

    gelöstes oder adsorbiertes Diphtherieformoltoxoid für die aktive Immunisierung. Vor Anw. kann – zur Vermeidung von Überempfindlichkeitsreaktionen – eine Vorprüfung mit Toxoid-Verdünnung (= Moloney-Test) erfolgen. Findet auch als Kombinationsimpfstoff Anw. (mit Tetanus-Toxoid, abgetöteten Pertussis-Erregern u. inaktivierten Polio- u. Masernviren: „DT-“, „DPT-“, „Polio-DT“, „Polio-DPT“).

  • Diphtheriekrupp
    • Diphtherie|krupp

    • Englischer Begriff: croup

    der bei Rachen-Kehlkopf-Diphtherie vorkommende echte Krupp durch Pseudomembranen. Führt zu Husten, Heiserkeit, Aphonie, Stridor, Aushusten von Membranstückchen, Angstzuständen. Bedarf wegen Gefahr der Stenose der Atemwege der Intubation, Tracheotomie.

  • Diphtherietoxin
    • Diphtherie|toxin

    • Synonyme: -antigen

    • Englischer Begriff: diphtheria toxin

    das Exotoxin der Diphtheriebakterien. Kann aus Kulturfiltraten gewonnen u. in Toxoid umgewandelt werden (s.a. Diphtherieformoltoxoid). Ist stark toxisch (Hemmung der Cytochrom-b-Synthese?). Wird von Schleimhäuten resorbiert, wonach es unter Pseudomembranbildung Epithelien zerstört. Wirkt zytotoxisch auf Herz, Leber, Nieren, Nebennieren, periphere Nerven.

  • Diphtherietoxoid
    • Diphtherie|toxoid

    • Englischer Begriff: diphtheria toxoid

    Diphtherieformoltoxoid.

  • diphtherisch
    • diph|therisch

  • diphtherisch 1)
    diphtherisch
    • 1)

    durch Diphtherie verursacht.

  • diphtherisch 2)
    diphtherisch
    • 2)

    • Synonyme: diphtheroid

    • Englischer Begriff: diphther(it)ic

    allg. auch verwendet für pseudomembranös-nekrotisierende Schleimhautentzündungen (des Respirations- u. des Gastrointestinaltraktes).

  • Diphtheritis
    • Diph|theritis

    • Englischer Begriff: diphtheritis

    (Bretonneau 1826) Diphtherie.

  • Diphtheroid
    • Diph|thero|id

    • Englischer Begriff: diphtheroid

    Diphtherie-ähnlicher, d.h. mit Pseudomembranbildung ablaufender, jedoch nicht durch Diphtheriebazillen verursachter Prozess, z.B. das Scharlach-D. (Diphtheria scarlatinosa); s.a. diphtherisch (2).

  • Diphyllobothriasis
    • Di|phyllo|bo|thriasis

    • Englischer Begriff: diphyllobothriasis

    Bothriocephalosis.

  • Diphyllobothrium
    • Di|phyllo|bo|thrium

    • Synonyme: Dibothriocephalus

    eine Bandwurm-Gattung [Diphyllobothriidae; Cestoda] mit bauchseitiger Geschlechtsöffnung u. dahinter gelegenem Tokostoma. Darmparasit des Menschen u. der Säuger. Der 1. Zwischenwirt sind Kleinkrebse (Cyclops, Diaptomus); 2. Zwischenwirt sind Fische oder (nach Fröschen, Schlangen als Primärwirt) sekundär Vögel, Säuger („Transportwirt“); das Plerozerkoid (Sparganum) mancher Arten kommt auch beim Menschen vor.

    • D. cordatum
      Parasit bei Hunden, Seehunden, selten beim Menschen... (mehr)
    • D. latum
      „Breiter Fisch-“ oder „Grubenkopfbandwurm“; bis über 10 m lang... (mehr)
    • D. mansoni
      60–100 cm langes, maximal 5–6 mm breites D.; Parasit von Fleischfressern... (mehr)
  • Diphyllobothrium cordatum
    Diphyllobothrium
    • D. cordatum

    Parasit bei Hunden, Seehunden, selten beim Menschen.

  • Diphyllobothrium latum
    Diphyllobothrium
    • D. latum

    • Synonyme: D. americanum s. taenioides; Bothriocephalus latus

    „Breiter Fisch-“ oder „Grubenkopfbandwurm“; bis über 10 m lang; besitzt einen abgeplatteten Kopf (Scolex) mit je einem Bothrium an beiden Seiten u. blassrötliche oder graue Kettenglieder (Proglottiden) mit bräunlich durchscheinendem Uterus; gravide Proglottiden sind 10–15 mm breit. Ein Darmparasit des Menschen u. verschiedener Karnivoren; s.a. Bothriocephalosis, Wurmeier.

  • Diphyllobothrium mansoni
    Diphyllobothrium
    • D. mansoni

    • Synonyme: Ligula ma.

    60–100 cm langes, maximal 5–6 mm breites D.; Parasit von Fleischfressern; Prozerkoide in Cyclops, Plerozerkoide in Fröschen, Schlangen, Vögeln, Säugern sowie beim Menschen (bei „Mansoni-Sparganose“; in Ostasien vorkommend nach Prozerkoid-Aufnahme in Trinkwasser, Froschschenkeln).

  • Dipivefrin
    • Englischer Begriff: dipivefrine

    ein Sympathomimetikum; Anw. als Glaukommittel.

  • Diplacusis
    • Dipl|acusis

    • Synonyme: Doppelhören

    • Englischer Begriff: diplacusis; double disharmonic hearing

    das Hören zweier – evtl. verschieden hoher – Töne statt des objektiv einzigen; ein- oder beidseitig (mon- oder binaural). Auch als Echoerscheinung mit Nachhallen eines sich nicht wiederholenden Tones (= D. echotica, „Echohören“).

  • Diplegia
    • Di|plegia

    • Synonyme: -plegie

    • Englischer Begriff: diplegia

    die beidseitige Lähmung des gleichen Körperabschnitts. Meist als Folge einer bds. Pyramidenbahnschädigung, einer symmetrischen Schädigung motorischer Kerngebiete oder ihrer peripheren Fasern.

  • Diplegia atonica congenita
    Diplegia
    • D. atonica congenita

    • Englischer Begriff: atonic-diplegic cerebral palsy

    die angeborene zerebellare oder infantile zerebrozerebellare D., Foerster-Syndrom.

  • Diplegia facialis
    Diplegia
    • D. facialis

    • Englischer Begriff: facial d.; bilateral Bell's palsy

    beidseitige (periphere oder nukleare) Fazialislähmung; z.B. bei basaler Meningitis, doppelseitiger Schädelbasis-Felsenbein-Fraktur, Basilaris-Thrombose; oft kombiniert mit anderen Hirnnervenlähmungen; rezidivierend als Melkersson-Rosenthal-Syndrom.

  • Diplegia inferior
    Diplegia
    • D. inferior

    • Englischer Begriff: d. of lower limbs

    Lähmung beider Beine als Folge einer Schädigung der peripheren motorischen Neurone oder der Pyramidenbahnen (d.h. als schlaffe bzw. spastische Form).

  • Diplegia masticatoria
    Diplegia
    • D. masticatoria

    • Englischer Begriff: masticatory d.; bilateral masticatory paralysis

    Kaumuskellähmung bei beidseitiger motorischer Trigeminuslähmung; z.B. bei verschiedenen Bulbärparalysen.

  • Diplegia spastica cerebralis
    Diplegia
    • D. spastica cerebralis

    • Synonyme: D. sp. infantilis

    • Englischer Begriff: Little's disease

    bei Kindern nach prä- oder perinataler Hirnschädigung auftretende Lähmung. S.a. Little-Krankheit.

  • Diplegia spastica progressiva
    Diplegia
    • D. spastica progressiva

    • Englischer Begriff: spastic spinal paralysis

    s.u. Spinalparalyse.

  • Diplegia superior
    Diplegia
    • D. superior

    Lähmung beider Arme bei umschriebener Halsmarkschädigung oder bei beidseitiger Verletzung des Plexus brachialis. – s.a. Paraplegie.

  • Diplegie, familiäre progressive zerebrale
    Diplegia
    • D., familiäre progressive zerebrale

    • Englischer Begriff: progressive cerebral familiar d.

    D. als erbliche (heredofamiliäre) fortschreitende Erkrankung, z.B. das Scholz-, Tay-Sachs-Syndrom.

  • Diplo...
    • Di|plo...

    • Englischer Begriff: double...

    Wortteil „doppelt“, „Doppel(fehl)bildung“, Doppel...

  • Diplocheirie
    • Diplo|chei|rie

    • Englischer Begriff: dicheiria

    teilweise oder vollständ. Doppelbildung der Hand.

  • Diplococcus
    • Di|plo|coccus

    ältere – beschreibende – Bez. für paarweise auftretende Bakterien, die heute den Gattungen Strepto-, Peptostrepto-, Mikro- u. Peptococcus, Neisseria u. Veillonella zugeordnet werden.

  • Diplococcus intracellularis
  • Diplococcus pneumoniae
    Diplococcus
    • D. pneumoniae

    • Englischer Begriff: diplococcus

    Streptococcus pneumoniae.

  • Diploe
    • Di|ploe

    • Englischer Begriff: diploë

    (sprich di-plo-e) die schwammige (spongiöse) Schicht zwischen den bd. festen Schichten der platten Schädeldachknochen (= Lamina externa u. L. interna). Die Hohlräume werden von den Venae diploicae durchsetzt.

  • Diplogonoporus
    • Di|plo|gono|porus

    eine Bandwurm-Gattung [Diphyllobothriidae]; Darmparasit Fleisch fressender Wildtiere, gelegentl. auch des Menschen.

    • D. grandis
      in Japan nach Genuss ungenügend gekochter Plerozerkoid-haltiger Fische... (mehr)
  • Diplogonoporus grandis
    Diplogonoporus
    • D. grandis

    in Japan nach Genuss ungenügend gekochter Plerozerkoid-haltiger Fische als Darmparasit des Menschen vorkommender Bandwurm. Befall führt zu kolikartigen Schmerzen, Wechsel von Diarrhö u. Obstipation, Anämie.

  • Diploidie
    • Di|plo|idie

    • Englischer Begriff: diploidy

    das Vorhandensein zweier vollständiger homologer Chromosomensätze im Zellkern von Organismen mit sexueller Fortpflanzung (je 1 Satz der ♂ bzw. ♀ Keimzelle entstammend); s.a. Diplont.

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