Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dogliotti-Operation 1)
  • Dogliotti-Operation 2)
    Dogliotti-Operation
    • 2)

    • Englischer Begriff: Dogliotti's procedure; D.'s lemniscotomy

    • Fach: Neurochirurgie

    (1938) Durchschneidung des Lemniscus lateralis (Lemniskotomie) am oberen Teil der Brücke zur Durchtrennung der spinothalamischen u. der sekundären Trigeminusfasern zwecks Schmerzausschaltung im Bereich des V. u. IX. Hirnnervs; als Nebeneffekt tritt Thermanästhesie auf.

  • Döhle-Körperchen
    • Döhle-Körperchen

    • Englischer Begriff: Döhle's inclusion bodies

    • Biogr.: Karl Gottf. P. D., 1855–1928, Pathologe, Kiel

    basophile Einschlusskörperchen im Protoplasma neutrophiler Leukozyten bei Zellreifungsstörung (häufig im Initialstadium von Scharlach, Fleckfieber u. Pneumonie).

  • Dohlen
    • Englischer Begriff: gammacism

    • Fach: Laryngologie

    Gammazismus.

  • Dokumentation, medizinische

      Sicherstellen der Registrierung u. Wiederauffindbarkeit wichtiger gesundheitsrelevanter Informationen, die im Betreuungsprozess als Befunde (Befunddokumentation), krankheitsspezifische Aussagen (Krankenblatt für stationäre Behandlungsdaten, ambulante Patientenakte für ambulante Behandlungsdaten, Totenschein) oder ausgewählte Leistungen (Leistungsdokumentation) auftreten können.

    • Dokumentationspflicht
      • Dokumentations|pflicht

      s.u. Krankengeschichte.

    • Dolabra
      • Do|labra

      • Englischer Begriff: spica bandage

      in Schraubengängen angelegter (Gliedmaßen-)Bindenverband mit Deckung der vorhergehenden Tour zu 1/3 bis 1/2; aufsteigend oder absteigend gewickelt (= D. ascendens bzw. descendens) sowie – zur Vermeidung von Faltenbildungen („Nasen“) – unter Zwischenschaltung rückläufiger Umschlagtouren („renversé“) = D. reversa; ferner als D. serpens oder repens, d.h. mit Lücken zwischen den einzelnen Touren; s.a. Testudo.

    • Dolantin#(r)
      • Dolantin®

      Pethidin.

    • Dolasetron
      • Englischer Begriff: dolasetron

      ein 5-HT3-Antagonist; Anw. als Antiemetikum.

    • Dold-Färbung
      • Dold-Färbung

      • Englischer Begriff: Dold's bacterial staining

      • Biogr.: Hermann D., 1882–1962, Bakteriologe, Tübingen, Freiburg

      Differenzierungsfärbung zur Unterscheidung grampositiver Bakterien; Anfärben mit Karbol-Anilingrün-Lsg. u. Lugol-Lsg., Entfärben mit Harnstoff-Alkohol u. Gegenfärben mit alkoholischem gesätt. Bismarckbraun in wässriger Lsg.; grün dargestellte Erreger werden als „doldpositiv“, braune als „doldnegativ“ bezeichnet.

    • dolens
      • dolens

      • Synonyme: dolent

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: painful

      schmerzhaft.

    • Dolicho-Basilaris

        Überlänge der Arteria basilaris des Gehirns.

      • dolicho...
        • dolicho...

        • Englischer Begriff: long-

        Wortteil „lang“, „länglich“, „Überlänge“.

      • Dolichoenterie
        • Dolicho|enterie

        • Englischer Begriff: dolicho-enteria

        abnorme Länge des Darmtraktes (oft kombiniert mit Hypoplasie) als Folge erblicher entodermaler Fehlbildung, z.B. beim Marfan-Syndrom I. Evtl. nur teilweise Überlänge, z.B. als Dolichoduodenum. – S.a. Dolichomegaösophagus.

      • Dolichogastrie
        • Dolicho|gast|rie

        • Englischer Begriff: dolichogastry

        Überlänge des Magens, Angelhakenform; meist als Gastroptose.

      • Dolichokephalie
        • Dolicho|kephalie

        • Synonyme: Dolichozephalie

        • Englischer Begriff: dolichocephaly

        Langköpfigkeit.

      • Dolichomegaösophagus
        • Dolicho|mega|öso|phagus

        • Englischer Begriff: dolichomegaesophagus

        übermäßige Länge u. Größe (Weite) der Speiseröhre als Sonderform des Megaösophagus, meist kombiniert mit Aperistalsis, sog. Präventrikulose; s.a. Aganglionose.

      • Dolichomelie
        • Dolicho|melie

        • Englischer Begriff: dolicho(steno)melia

        die im Verhältnis zum Rumpf abnorme Gliedmaßenlänge; bei gleichzeitiger Grazilität der Gliedmaßen als Dolichostenomelie (= Marfan-Syndrom).

      • Dolichostenomelie
        • Dolicho|steno|melie

        s.u. Dolichomelie.

      • Dolichozephalie
        • Dolicho|zephalie

        Dolichokephalie.

      • Dollarhaut
        • Dollar|haut

        zahlreiche, wahllos verteilte kleine lineäre Haargefäßerweiterungen (Teleangiektasien) als Charakteristikum der Hautveränderung bei Leberzellinsuffizienz (Zirrhose); häufig mit Lebersternchen kombiniert.

      • Dollinger-Bielschowsky-Syndrom
        • Dollinger-Bielschowsky-Syndrom

        • Englischer Begriff: late infantile amaurotic idiocy

        • Biogr.: A. D., Arzt, Berlin; Max B.

        (1910) eine rezessiv erbliche Gangliosidose. Klinik: verlangsamte frühkindliche geist. Entwicklung mit Verlernen des Sprechens u. Laufens u. allmählicher Erblindung; häufig auch „Kleinhirnausfälle“; terminal bulbäre Symptome u. Marasmus.

      • Dolman-Test
        • Dolman-Test

        Prüfung der Äugigkeit durch das Fixierenlassen eines Objekts durch ein kleines Loch einer Milchglasscheibe: es wird stets das „führende Auge“ benützt. – s.a. Dexteralität.

      • Dolor
        • Dolor

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: dolor; pain

        Schmerz, Wehe (Dolores). Als örtlicher Schmerz eines der 5 klassischen Zeichen der Entzündung. S.a. Algesi...

      • Dolores
        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: labor pains

        Schmerzen oder geburtsh Wehenschmerzen, Wehen (D. ad partum).

      • Dolores osteocopi nocturni
        Dolores
        • D. osteocopi nocturni

        • Synonyme: D. terebrantes

        „bohrende“ Knochenschmerzen nachts u. bei Wärme als charakteristische Symptome der Osteoperiostitis simplex bei Syphilis des II. Stadiums.

      • Dolores terebrantes
        Dolores
        • D. terebrantes

        D. osteocopi.

      • Dolorimeter

          Instrument zur Schmerzmessung, das eine Dosierung des ausgeübten Drucks gestattet.

        • dolorosus
          • dolorosus

          • Etymol.: latein.

          • Englischer Begriff: painful

          schmerzhaft.

        • DOM-STP
          • Synonyme: Abk. für 2,5-Dimethoxy-4-methylamphetamin – serenity-tranquility-peace

          • Etymol.: engl. s.-t.-p. = Fröhlichkeit, Ruhe, Frieden

          • Fach: Toxikologie

          substituiertes Mescalin, ein Rausch- u. Suchtmittel. Vergiftungszeichen: schwere Angstzustände, Übelkeit, Magenkoliken, Krämpfe, extrapyramidal-motorische Störungen, Atemlähmung, Schock.

        • Domäne
          • Englischer Begriff: domain

          abgegrenzte Region in Makromolekülen, z.B. in Immunglobulinen (dort Abb.). Dort Gebilde aus Polypeptidketten mit Faltblattstruktur (durch Disulfidbrücken gefaltet); z.B. in den L-Ketten des IgG 2 Domänen (VL u. CL), in den H-Ketten 4 (VH, CH1, CH2, CH3). Sie sind in ihrer Zusammensetzung konstant oder – terminal – variabel.

        • dominant
          • dominant

          • Englischer Begriff: dominant

          beherrschend, vorherrschend, genet im Erbgang überdeckend (Dominanz).

        • Dominanz
          • Dominanz

          • 1)
            bei Vorliegen einer Heterozygotie das völlige Überwiegen der Wirkung eines... (mehr)
          • 2)
            das funktionelle Überwiegen eines Organs über das andere eines Organpaares... (mehr)
        • Dominanz 1)
          Dominanz
          • 1)

          • Fach: Genetik

          bei Vorliegen einer Heterozygotie das völlige Überwiegen der Wirkung eines Allels über die Wirksamkeit eines bestimmten anderen Allels desselben (u. dann phänotypisch nicht erkennbaren) Gens, z.B. als Blutgruppen-Phänotyp A bei Genotyp A0; Ggs. Rezessivität. – In der Humangenetik gilt ein pathogenes Allel bereits als dominant, wenn es phänotypische Manifestation des daneben noch vorhandenen rezessiven u. für den Normalphänotyp charakteristischen Allels verhindert, ungeachtet dessen, ob der heterozygote Phänotyp mit dem – nur selten bekannten – homozygoten übereinstimmt; dominant erblich in diesem Sinne sind u.a. Chondrodystrophie, Marfan-Syndrom I, Neurofibromatose, Osteopsathyrose. – Allgemein gilt die Faustregel: Strukturanomalien sind meist dominant, Stoffwechselanomalien meist rezessiv erblich; s.a. Erbgang.

        • Dominanz 2)
          Dominanz
          • 2)

          • Englischer Begriff: dominance

          • Fach: Physiologie

          das funktionelle Überwiegen eines Organs über das andere eines Organpaares; s.a. Hemisphaerium.

        • Domperidon
          • Englischer Begriff: domperidone

          ein Dopamin-Antagonist; Anw. als Antiemetikum, Prokinetikum.

        • Donald-Duck-Effekt
          • Englischer Begriff: Donald Duck speech

          die unnatürlich hohe, „gequetschte“, unverständl. Sprache beim Tiefentauchen unter Anw. einer Helium-Sauerstoff-Hochdruckatmosphäre.

        • Donath-Landsteiner-Reaktion
          • Donath-Landsteiner-Reaktion

          • Englischer Begriff: Donath-Landsteiner test

          • Biogr.: Julius D., 1870–1950, Internist, Wien; Karl L.

          • Fach: Serologie

          Nachweis biphasischer Kältehämolysine (D.-L.-Antikörper) im Serum durch Zusatz von Komplement u. von gewaschenen Human-Erythrozyten, 1-stündige Kühlung der Probe u. nachfolgend 1- bis 3-stünd. Aufbewahrung bei 37 °C; im positiven Fall erfolgt Hämolyse. S.a. Kältehämoglobinurie (D.-L.-Kältehämoglobinurie durch D.-L.-Antikörper).

        • Donati-Naht
          • Donati-Naht

          evertierende, doppelte Einzelknopfnaht mit Ein- und Ausstich auf jeder Seite der Wunde.

        • Donator
          • Donator

          • Synonyme: Donor

          • Etymol.: latein.

          • Englischer Begriff: donor

          Spender, Geber; z.B. in einem Redoxsystem der Bindungselektronen abgebende Partner des Elektronen aufnehmenden Akzeptors.

        • Donders
          • Donders

          • Biogr.: Frans Cornelius D., 1818–1889, Arzt, Utrecht

        • Donders-Brillenglasbestimmung
          Donders
          • D.-Brillenglasbestimmung

          • Englischer Begriff: Donders' method

          subjektive Brillenglasbestimmung; erfolgt durch Feststellen der sog. freien Sehschärfe (Visus naturalis) und nachfolgende Bestimmung der höchsten erreichbaren Sehschärfe durch Vorsetzen sphärischer Gläser.

        • Donders-Druck
          Donders
          • D.-Druck

          • Englischer Begriff: D.' pressure

          Differenz zwischen dem atmosphärischen Druck u. dem Druck im Interpleuralraum. Unter gewöhnlichen Verhältnissen liegen die beiden Pleurablätter über einer kapillären Flüssigkeitsschicht aneinander, so dass die Lungen bei der Erweiterung des Brustkorbs nur an dessen Innenfläche entlanggleiten, sich aber nicht von ihm abheben. Die Retraktionskraft der Lungen u. die Expansionskraft des Thorax verursachen einen messbaren Unterdruck in diesem Pleuralspalt (D.-Raum). Dieser Druck (pi) ist dann kleiner als der atmosphärische Druck bzw. der Druck in den Lungen (pa). Die Differenz pa–pi entspricht dem sog. negativen Druck oder D.-Druck. Bei der gewöhnlichen Einatmung beträgt pa–pi höchstens 1,3 kPa (~ 10 mmHg), bei gewöhnlicher Ausatmung 0,65 kPa (~ 4 mmHg). Durch plötzliche Erweiterung des Brustkorbs, besonders bei geschlossener Stimmritze, kann pa–pi bis auf 17 kPa (~ 130 mmHg) ansteigen. Umgekehrt wird pi durch eine Ausatmung bei geschlossener Stimmritze erheblich gesteigert, so dass es größer wird als pa. Der negative Druck in der Pleuraspalte führt zu einem Pneumothorax, wenn durch eine Verletzung der Pleura eine Verbindung zum atmosphärischen Druck hergestellt wird.

        • Donders-Gesetz der konstanten Orientierung
          Donders
          • D.-Gesetz (der konstanten Orientierung)

          • Englischer Begriff: D.' law

          Lehrsatz von der konstanten Orientierung nach dem zu einer bestimmten Blickrichtung bei ruhig gehaltenem Kopf stets eine bestimmte Stellung des Augapfels gehört; unabhängig von der dazu führenden Augenbewegung.

        • Donders-Optometer
          Donders
          • D.-Optometer

          Gerät zur objektiven Bestimmung von Brillenglasstärken; eine 50 cm lange Schiene mit mm-Skala u. einer Testfigur am „Null“-Ende (senkrechte schwarze Drähte oder Haare gegen weißen Hintergrund). Im Nahpunkt ist „gerade noch“ einfaches Sehen der Testfigur möglich; der Fernpunkt wird unter Vorschalten einer Konvexlinse von 4 dpt. (später wieder zu subtrahieren!) bestimmt.

        • Donders-Raum
          Donders
          • D.-Raum

          • Englischer Begriff: space of D.; pleural cavity

          s.u. D.-Druck.

        • Donders-Ringe
          Donders
          • D.-Ringe

          • Englischer Begriff: D.' rings

          bei Glaukom (mit Epithelödem) wahrgenommene regenbogenfarbene Ringe (Halo) um eine Lichtquelle .

        • Donepezil
          • Englischer Begriff: donepezil

          reversibler Acetylcholinesterase-Hemmer (Piperidinderivat); Anw. bei Alzheimer-Demenz zur Verzögerung des Verlusts kognitiver Funktionen.

        • Donnan-Verteilung
          • Donnan-Verteilung

          • Englischer Begriff: Donnan equilibrium

          • Biogr.: Frederick G. D., 1870–1956, Chemiker, London

          Abbildung

          der Regelmechanismus der Ionenverteilung bei den osmotischen Vorgängen, die zwischen Elektrolytlösungen an semipermeablen – z.B. biologischen – Membranen ablaufen, wenn eine der Lösungen zusätzlich undiffusible Teilchen, z.B. Eiweiß, enthält. In der Lösung, die negative undiffusible Ionen (Kolloide) enthält, kommt es hierbei – unter Einhaltung der Nernst-Gleichgewichtsbeziehung u. unter Aufrechterhaltung der Elektroneutralität innerhalb der Kompartimente – zu einer Zunahme diffusibler positiver Ionen unter gleichzeitiger Zunahme diffusibler negativer Ionen im kolloidfreien, keine undiffusiblen Ionen enthaltenden Kompartiment unter Herstellung eines relativen Gleichgewichtszustandes (D.-Gleichgewicht ) zwischen den Kompartimenten. Für Zellen ergibt sich daraus neben höherem osmot. Binnendruck u. hydrolysebedingter pH-Verschiebung (z.B. zwischen Ery u. Plasma) v.a. die Ausbildung von Ionenschichten längs der Zellmembran u. das darauf beruhende Membranpotential (D.-Potential ).

        • Donné-Körperchen
          • Donné-Körperchen

          • Englischer Begriff: Donné's corpuscles; colostrum corpuscles

          • Biogr.: Alfred D., 1801–1878, Arzt, Paris

          • Fach: Gynäkologie

          Kolostrumkörperchen.

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