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  • Darmgase
    • Darm|gase

    • Englischer Begriff: intestinal gas(es)

    • Fach: Physiologie

    in der Darmlichtung vorhandenes Gasgemisch aus Resten verschluckter Luft (v.a. N2) u. als Produkte der Darmgärung u. -fäulnis. – S.a. Meteorismus, Flatulenz.

  • Darmgeräusch
    • Darm|geräusch

    • Synonyme: Darmgurren

    • Englischer Begriff: peristaltic sounds

    Borborygmus. – Das Fehlen dieser Geräusche („Darmstille“) ist ein Symptom des paralytischen Ileus.

  • Darmgeschwür
    • Darm|geschwür

    • Englischer Begriff: intestinal ulcer

    Ulcus pepticum des Duodenums oder Jejunums (s.a. Zollinger-Ellison-Syndrom) sowie geschwürige Prozesse bei Ileitis u. Colitis ulcerosa, Bauchtyphus, Ileozäkal-Tbk; ferner als fremdkörper- oder ileusbedingtes Dekubitalgeschwür (s.u. Dekubitus).

  • Darmgrippe
    • Darm|grippe

    • Englischer Begriff: intestinal influenza

    enteraler Virusinfekt mit akutem Brechdurchfall u. grippeähnlichen Allgemeinsymptomen.

  • Darmhefen
    • Darm|hefen

    • Englischer Begriff: intestinal yeasts

    die als „Passanten“ oder „Symbionten“ in der Darmflora auftretenden, der Nahrung entstammenden, unverdaulichen, perfekten oder imperfekten Hefen; sie sind z.T. fakultativ pathogen (z.B. Candida albicans, C. krusei), u.a. als Erreger einer Dyspepsie (insbes. nach antibiotischer Behandlung).

  • Darminkontinenz
    • Darm|inkontinenz

    • Englischer Begriff: fecal incontinence

    Stuhlinkontinenz.

  • Darmkanal, primitiver
    • Darm|kanal, primitiver

    • Englischer Begriff: primitive gut tube

    • Fach: Embryologie

    der intraembryonal durch Abfaltung des Entoderms entstehende Schlauch als Vorstufe des Darms (zugleich erfolgt extraembryonal die Bildung von Dottersack u. Allantois). Unterteilt in Vorder-, Mittel- u. Enddarm; an seinen beiden Enden blind verschlossen (durch die Rachenmembran bzw. Kloakenmembran). Aus dem Vorderdarm (Rachenmembran bis Lungenknospe) entwickelt sich kranial der Schlunddarm (Pharynxanlage; zunächst von der – ektodermalen – Mundbucht [Stomatodeum] getrennt; entwickelt Schlundtaschen); aus kaudalem Vorderdarmabschnitt gehen Speiseröhre u. Magen hervor, aus dem Endbereich u. dem anschließenden Mitteldarm (= Darmanlage einschließlich beider rechten Drittel des Colon transversum) entstehen das Duodenum u. – am Mitteldarmende – die Anlage für Leber- u. Gallenblase („Leberbucht“; Leberzellbälkchen daraus hervorsprießend). Das letzte Stück (= Enddarm) bekommt Anschluss an das Proktodeum (= Darmbucht). – S.a. Darmdrehung.

  • Darmkarzinom
    • Darm|karzinom

    • Englischer Begriff: intestinal carcinoma

    Abbildung   Tabelle

    das primäre oder sekundäre (metastatische) Karzinom der Darmwand. Als primärer „Darmkrebs“ v.a. lokalisiert im Mastdarm (u. Analbereich) u. Kolon (Rektumkarzinom bzw. Kolon- oder Sigmakarzinom; s.a. Analkrebs). Häufigster maligner Tumor im Gastrointestinaltrakt. Meist als Adeno- oder als Gallertkarzinom, seltener als Zottenkrebs oder als Szirrhus, im Afterbereich auch als Plattenepithel-Ca. Ätiol.: Ernährungsgewohnheiten, tumorfördernde Metaboliten, Karzinogene, eine genetische Bereitschaft, Risikoerkrankungen (familiäre adenomatöse Polypose, HNPCC [hereditary non-polyposis colorectal carcinoma]). Tritt v.a. zwischen dem 50. u. 70. Lebensjahr auf. Klassifik.: Die Klassifikation erfolgt nach dem TNM-System (heute verbindlich) bzw. nach Dukes (s.a. Tab.). Lokalis.: am häufigsten im Dickdarmbereich (ca. ein Drittel ist der Austastung mit dem Finger zugänglich; ca. 60% sind im Rektosigmoidalbereich lokalisiert), selten im Zwölffinger- u. Dünndarm. Klinik: je nach Lokalisation, z.B. Blut/Schleim im Stuhl, Gewichtsverlust, unklare Abdominalschmerzen, Änderung der Stuhlgewohnheiten (Wechsel von Obstipation u. Durchfall), zunehmende Lichtungseinengung (Darmstenose) bis -verlegung, evtl. Perforation, Fistelbildung, Durchwanderungsperitonitis. Die Metastasierung erfolgt lymphogen (in die Darmwand u. paraaortal) u. hämatogen (v.a. über das Pfortadersystem in die Leber, sekundär in die Lunge; vom Rektum auch via Hohlvene). Diagn.: okkulter Blutnachweis, rektale digitale Untersuchung, Rektosigmoidoskopie, totale Koloskopie (bei klinisch begründetem Verdacht diagn. Mittel der Wahl, Abb.), Kolonkontrasteinlauf. Ther.: radikale Tumorresektion, bei Metastasierung Chemotherapie. Die Prognose richtet sich nach dem klinischen Stadium.

  • Darmkatarrh
    • Darm|katarrh

    • Englischer Begriff: intestinal catarrh

    Enteritis, Colitis.

  • Darmklemme
    • Darm|klemme

    • Englischer Begriff: intestinal clamp

    • Fach: Chirurgie

    Klemme mit geraden oder gebogenen, weichen (federnden) oder harten (quetschenden) Branchen, z.B. nach Doyen, Payr, Moynihan, Kocher.

  • Darmkolik
    • Darm|kolik

    • Englischer Begriff: abdominal colic

    akute, krampf- oder wehenartige Schmerzen im Darmbereich, begleitet von vegetativen Symptomen; Folge einer Tonussteigerung der Muskularis der Darmwand oder aber einer übermäß. Darmdehnung; s.a. Nabelkolik, Tenesmus.

  • Darmkrebs
    • Darm|krebs

    • Englischer Begriff: intestinal cancer

    Darmkarzinom.

  • Darmlähmung
    • Darm|lähmung

    • Englischer Begriff: enteroparesis; paralytic ileus

    Funktionsverlust der Darmmuskulatur mit nachfolgender Weitstellung des Darmes (Darmatonie) u. Aufhören der Darmperistaltik (s.a. Ileus).

  • Darmlipasen
    • Darm|lipasen

    • Englischer Begriff: intestinal lipases

    Pankreasenzyme (dort Tab.).

  • Darmlymphe
    • Darm|lymphe

    • Englischer Begriff: chyle

    Chylus.

  • Darmmilzbrand
    • Darm|milz|brand

    • Englischer Begriff: intestinal anthrax

    der mit einer Septikämie u. blutigen Durchfällen ablaufende Milzbrand des Dünn- u. Dickdarmes nach Genuss infizierter Nahrungsmittel. Mit Bildung karbunkel- oder beetartiger Infiltrate sowie mit mesenterialer u. retroperitonealer Lymphadenopathie.

  • Darmnerven
    • Darm|nerven

    • Englischer Begriff: intestinal nerves

    die „autonomen“ Nerven, die als Plexus coeliacus, mesentericus superior u. inferior mit den gleichnam. Arterien bzw. deren Ästen an den Darm ziehen u. in der Darmwand die Plexus submucosus u. myentericus bilden.

  • Darmnetz
    • Darm|netz

    • Englischer Begriff: greater omentum

    Omentum majus.

  • Darmparasiten
    • Darm|para|siten

    • Englischer Begriff: intestinal parasites; enterozoa

    im Darmtrakt schmarotzende Darmprotozoen u. Würmer (z.B. Amöben, Giardia lamblia, Zestoden, Askariden, Oxyuren, Ancylostoma, Trichinella spiralis; s.a. Darmegel).

  • Darmpärchenegel
    • Darm|pärchen|egel

    Schistosoma mansoni.

  • Darmpassage
    • Darm|passage

    • Englischer Begriff: intestinal passage

    • Fach: Physiologie

    der Transport der Nahrung (Ingesta) bzw. des Chymus durch den Darm; Darmperistaltik; s.a. röntg Magen-Darm-Passage.

  • Darmpech
    • Darm|pech

    • Englischer Begriff: meconium

    Mekonium.

  • Darmperforation
    • Darm|per|foration

    • Englischer Begriff: intestinal perforation

    Darmwandperforation.

  • Darmperistaltik
    • Darm|peri|staltik

    • Englischer Begriff: intestinal peristalsis

    • Fach: Physiologie

    rhythmische, mit Erschlaffungswellen abwechselnde Kontraktionswellen der Längs- u. Ringmuskulatur des Darms, durch die der Chymus afterwärts fortbewegt u. durchmischt wird (Förder-, Pendel-, Misch-, Segmentationsbewegungen). Auslösung der Peristaltik erfolgt durch füllungsbedingte Darmwanddehnung (s.a. Darmreflexe); Frequenz u. Stärke werden bestimmt vom Plexus myentericus.

  • Darmpolyp
    • Darm|polyp

    • Englischer Begriff: intestinal polyp

    Abbildung

    gutartige, von der Darmwand aus in die Darmlichtung ragendes Gebilde. Sitzt gestielt, knotig oder breitbasig u. meist zottig auf. Einteilung: unterschiedlicher histologischer Aufbau u. unterschiedlicher Dignität: fibroepithelialer D. (gutartige Wucherung des submukösen Gewebes; meist Fettgewebe [Lipom]); entzündlicher D. (Granulationsgewebepolyp); hyperplastischer (im Magen: hyperplasiogener) D. (umschriebene nicht-neoplastische Schleimhauthyperplasie [metaplastischer Polyp, Hamartom], meist bei chronischen Entzündungen); neoplastischer D. (Schleimhautadenom; als tubuläres Adenom meist gestielt u. knotig, als villöses Adenom meist breitbasig). Die neoplastischen Polypen sind wichtige Präkanzerosen (polyp-cancer sequence). – D. in der Vielzahl z.B. als erbliche Dickdarmpolyposis beim Gardner-, Peutz-Jeghers-Syndrom (Lentigopolyposis); s.a. Turcot-Syndrom. Klinik: Die meisten Kolonpolypen bleiben lange unbemerkt. Symptome: Blutung, Schleimabgang, Subileussymptomatik u. Änderungen im Stuhlverhalten. Röntgenkontrasteinlauf u. Koloskopie sind die entscheidenden diagnostischen Verfahren (s. Abb.). Ther.: vorwiegend koloskopische Polypektomie; sehr große Polypen u. solche, bei denen das Karzinomgewebe in die Lymphgefäße des Kolonpolypenstiels eingebrochen sind, bedürfen des chirurgischen Vorgehens.

  • Darmprolaps
    • Darm|pro|laps

    • Englischer Begriff: intestinal prolapse

    Darmvorfall.

  • Darmprotozoen
    • Darm|proto|zoen

    • Englischer Begriff: intestinal protozoa

    im Dickdarm (nur Lamblia im Duodenum) als Darmparasiten oder als Kommensalen lebende Einzeller (Protozoen); u. zwar Flagellaten (Chilomastix mesnili, Enteromonas hominis, Giardia lamblia, Retortamonas intestinalis, Trichomonas ardin-delteili, fecalis u. hominis), Amöben (Dientamoeba fragilis, Endolimax nana, Entamoeba coli, hartmanni u. histolytica, Jodamoeba bütschlii), Sporozoen (Isospora belli u. hominis), Ziliaten (Balantidium coli).

  • Darmreflexe
    • Darm|reflexe

    • Englischer Begriff: intestinal reflexes

    • Fach: Physiologie

    von Mechano-, evtl. auch Chemorezeptoren des Darmes über die Plexus submucosus u. myentericus ausgelöste reflektorische Kontraktion der Darmmuskulatur, z.B. der gastroileale u. gastrokolische Reflex; i.w.S. die Darmperistaltik.

  • Darmreinigung
    • Englischer Begriff: colonic irrigation

    Einbringen von Flüssigkeit in den Darm zur Stuhlentleerung. Wirkung: mechanischer Reiz (Erregung der Dehnungsrezeptoren), thermischer Reiz u. ggf. chemischer Reiz durch Zusatz von Heil- oder Abführmitteln. Meist retrograd vom After aus mittels Klistier oder Darmeinlauf.

  • Darmresektion
    • Darm|re|sektion

    • Englischer Begriff: intestinal resection; bowel r.; enterectomy

    die ein- oder mehrzeitige operative Entfernung eines Darmabschnittes mit nachfolgender Anastomosierung der freien Darmenden (Darmanastomose) oder mit Bildung eines Kunstafters (Anus praeternaturalis).

  • Darmresorption
    • Darm|re|sorption

    • Englischer Begriff: intestinal absorption

    Abbildung

    die v.a. im Dünndarm erfolgende Aufnahme verdauter Nahrungsbestandteile in die Blut- oder Lymphkapillaren der Darmwand. Erfolgt durch aktive Transportprozesse u. durch passive Permeabilitäten. Wird begünstigt durch starke Oberflächenvergrößerung (Kerckring-Falten, Zotten, Mikrovilli) u. durch die Bewegungen der Darmzotten. Für Elektrolyte, Wasser, Fette, KH, Eiweiß, Amino- u. Nucleinsäuren sowie Vitamine bestehen dabei spezielle Mechanismen (s. Abb.) S.a. Malabsorption, Darmschranke.

  • Darmrohr
    • Darm|rohr

    • 1)
      der sich aus der embryonalen Entodermrinne entwickelnde Darm (= Canalis... (mehr)
    • 2)
      ein in den Mast- u. Dickdarm einzulegendes, vorn abgerundetes Gummirohr... (mehr)
  • Darmrohr 1)
    Darmrohr
    • 1)

    • Englischer Begriff: intestinal tube

    • Fach: Anatomie

    der sich aus der embryonalen Entodermrinne entwickelnde Darm (= Canalis intestinalis); s.a. Darmkanal.

  • Darmrohr 2)
    Darmrohr
    • 2)

    • Englischer Begriff: rectal tube

    • Fach: Chirurgie

    ein in den Mast- u. Dickdarm einzulegendes, vorn abgerundetes Gummirohr zur Ableitung von Darmgasen bei Flatulenz, für Klysmen, Darmspülung, Instillationen u. Infusionen; spezielle Rohre ferner für intraop. Darmabsaugung. – s.a. Darmsonde.

  • Darmsaft
    • Darm|saft

    • Englischer Begriff: intestinal juice

    • Fach: Physiologie

    die Absonderungen der Darmdrüsen (ca. 3 l/Tag), u. zwar – mit Gehalt an Verdauungsenzymen – als Duodenal- u. Intestinalsaft sowie als dickflüssiges, kaliumreiches Dickdarmsekret, das v.a. eine Schutzfunktion ausübt. – S.a. Mekonium.

  • Darmschleimhaut
    • Darm|schleim|haut

    • Englischer Begriff: intestinal mucosa

    innerste Darmwandschicht, s.u. Darm.

  • Darmschranke
    • Darm|schranke

    • Englischer Begriff: intestinal mucosal barrier

    • Fach: Physiologie

    der Schrankeneffekt zwischen Darmlichtung u. den Blut- bzw. Lymphgefäßen der Darmwand als Faktor der Darmresorption. Durch sie wird bei den selektiven Transportprozessen, die durch Gewebsporen (s.a. Zonula u. Macula adhaerens u. occludens) erfolgen, der Übertritt v.a. höhermolekularer Stoffe, z.B. der Polysaccharide, Proteine, verhindert (wird jedoch beim Neugeborenen von den in der Milch enthaltenen Antikörpern passiert).

  • Darmsonde
    • Darm|sonde

    • Englischer Begriff: intestinal probe

    ein- oder doppelläufiger Gummi- oder Kunststoffschlauch mit endständiger zentraler Öffnung (evtl. mit abschraubbarer Metallolive) u./oder nur seitlichen Öffnungen als Mittel für diagnostische Darmsaft- u. Gallegewinnung, für Dauerabsaugung, künstliche Ernährung, Darmdialyse. Die Einführung erfolgt durch Nase, Mund oder durch ein Gastro- bzw. Enterostoma; besondere Modelle als Ballonsonde. S.a. Duodenal-, Eudel-, Miller-Abbott-Sonde.

  • Darmspiegel
    • Darm|spiegel

    • 1)
      Mastdarmspekulum, Anoskop; s.u... (mehr)
    • 2)
      Flüssigkeitsspiegel im Dünn- u./oder Dickdarm bei Ileus... (mehr)
  • Darmspiegel 1): Darmspekulum
    Darmspiegel
    • 1)

    • Synonyme: Darmspekulum

    • Englischer Begriff: proctoscope

    Mastdarmspekulum, Anoskop; s.u. Kolono-, Prokto-, Rektoskop.

  • Darmspiegel 2)
    Darmspiegel
    • 2)

    • Englischer Begriff: intestinal fluid level

    • Fach: Röntgenologie

    Flüssigkeitsspiegel im Dünn- u./oder Dickdarm bei Ileus.

  • Darmspülung
    • Darm|spülung

    • Englischer Begriff: enteroclysis

    Reinigung des Darmes, die entweder retrograd als Darmeinlauf oder orthograd zur gründlichen Darmreinigung präoperativ oder vor Ileo-/Jejunoskopien durch Trinken bzw. über Magen- oder Dünndarmsonde durchgeführt wird.

  • Darmsteifung
    • Darm|steifung

    • Englischer Begriff: spastic intestinal convolution

    krampfhafte = „spastische“ Steife von Darmschlingen vor einer Darmstenose; ist häufig durch die Bauchdecken sicht- u./oder tastbar (= Nothnagel- oder Wahl-Zeichen).

  • Darmstein
    • Darm|stein

    • Synonyme: -konkrement

    • Englischer Begriff: enterolith

    Kotstein. S.a. Bezoar.

  • Darmstenose
    • Darm|stenose

    • Englischer Begriff: enterostenosis

    eine die Darmpassage behindernde Einengung der Darmlichtung; u. zwar angeboren, z.B. als inkomplette Darmatresie oder bei Pancreas anulare, oder aber erworben, z.B. bei Tumoren, Verwachsungssträngen, chron. Entzündungen (z.B. Crohn-Krankheit). Folgen: Steigerung der Darmperistaltik, Darmgeräusche als Spritzgeräusche, Darmsteifungen, Erweiterung der Darmlichtung, Hypertrophie der Darmmuskulatur, Schleimhautschwellung u. Geschwüre vor der Engstelle oder aber Versagen der Peristaltik (s.a. Ileus).

  • Darmträgheit
    • Darm|trägheit

    • Englischer Begriff: intestinal hypomotility

    Trägheit der fortbewegenden Darmperistaltik; s.a. Obstipation.

  • Darmtrichinen
    • Darm|trichinen

    • Englischer Begriff: intestinal trichinella

    im Dünndarm parasitierende Stadien von Trichinella spiralis. Sie gelangen nach Geschwüre verursachender, in der Darmmuskelschicht erfolgender Häutung der Larven zurück in die Darmlichtung, wo sie geschlechtsreif werden. Die Männchen sterben nach der Begattung, die Weibchen dringen durch die Darmwand in die Lymphsinus ein.

  • Darmtuberkulose
    • Darm|tuberkulose

    • Englischer Begriff: intestinal tuberculosis

    Infektion des Darmes durch Mycobacterium tuberculosis. Die primäre D. als Fütterungs-Tbk, verursacht durch den bovinen, in der Milch infizierter Kühe vorkommenden Typ des Erregers. Die – häufigere – sekundäre D. ist Folge einer Lungen-Tbk, u. zwar durch kanalikuläre (Verschlucken erregerhaltigen Sputums) oder hämatogene Ausbreitung der Mykobakterien. Sie ist lokalisiert v.a. in Peyer-Plaques des unteren Ileums u. der Ileozäkalgegend (Colitis tuberculosa; v.a. als produktive Tuberkulose), seltener im gesamten Darm, u. zwar v.a. bei Phthise-bedingtem Marasmus, u. ist dann meist exsudativ. Außer allgemeinen Tbk-Symptomen treten Durchfälle (u. große Eiweiß-, Kalium- u. Natriumverluste) auf, später evtl. ein (ileozäkaler) Konglomerattumor, Geschwüre, Fisteln, peritoneale Aussaat.

  • Darmverschlingung
    • Darm|verschlingung

    • Englischer Begriff: volvulus

    Volvulus.

  • Darmverschluss
    • Darm|verschluss

    • 1)
      Ileus; s.a... (mehr)
    • 2)
      der Nahtverschluss (Darmnaht) des quer durchtrennten oder nur eröffneten... (mehr)
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