Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dracunculus medinensis
    Dracunculus
    • D. medinensis

    • Synonyme: D. fuelleborni; Filaria aethiopica s. medinensis s. tropica

    • Englischer Begriff: Guinea worm; Medina worm; dragon worm

    der „Drachenwurm“, die einzige menschenpathogene (u. auch bei Säugern vorkommende) D.-Art; ruft durch Absiedlung im Unterhautgewebe die Drakunkulose hervor. Das 2–4 cm lange Männchen stirbt nach der Kopulation; das bis 120 cm lange Weibchen entleert Larven ins Wasser; Zwischenwirt sind Kleinkrebse der Gattung Cyclops.

  • Dracunculus oculi
    Dracunculus
    • D. oculi

    • Englischer Begriff: loa loa

    Loa-loa.

  • Dragées
    • Synonyme: Tabulettae obductae; Drg. (Abk.)

    • Englischer Begriff: sugar-coated tablets

    Arzneiform mit schichtenweise aufgetragenen, evtl. verschieden löslichen, Hüllsubstanzen um einen (festen) Arzneikern (sog. Kesseldragierung) oder, als „Manteltabletten“, mit einem dem Kern aufgepressten Überzug.

  • Dragstedt
    • Dragstedt

    • Biogr.: Lester Reynold D., 1893–1975, Chirurg, Chicago

    • D.-Kombinationsulkus
      Magengeschwür, kombiniert mit einem unter Duodenalstenosierung abheilenden... (mehr)
    • D.-Operation
      thorakale supradiaphragmale trunkuläre Vagotomie zur Umstimmung der Magensekretion... (mehr)
  • Dragstedt-Kombinationsulkus
    Dragstedt
    • D.-Kombinations|ulkus

    Magengeschwür, kombiniert mit einem unter Duodenalstenosierung abheilenden Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi u. duodeni).

  • Dragstedt-Operation
    Dragstedt
    • D.-Operation

    • Englischer Begriff: Dragstedt's operation

    thorakale supradiaphragmale trunkuläre Vagotomie zur Umstimmung der Magensekretion bei rezidivierendem peptischem Ulkus u. bei Anastomosengeschwür; führt zu Störung der Magenmotilität.

  • Drahtcerclage
    • Draht|cerclage

    Drahtumschlingung.

  • Drahtextension
    • Draht|ex|tension

    • Englischer Begriff: wire extension

    • Fach: Chirurgie

    (Klapp 1912, Kirschner 1920) direkt am Knochen angreifender Zugverband zur Stellungskorrektur (Reposition) u. zum Am-Ort-Halten (Retention) von Knochenfragmenten bei Knochenbrüchen, aber auch zur Fragmentdistanzierung (Distraktor) bei Verlängerungsosteotomie, zur Kontrakturmobilisierung, Schwebelagerung etc.; mit Zugwirkung durch dosierbare, über Rollen – z.B. eines Lochstabgerätes – geleitete Gewichtszüge, die an einem durch den Knochen getriebenen, im „Extensionsbügel“ gespannten Bohrdraht oder Steinmann-Nagel angreifen.

  • Drahtligatur
    • Draht|ligatur

    • 1)
      Fixierung von Zähnen oder Zahngruppen mittels nicht rostenden Stahldrahtes... (mehr)
    • 2)
      s.u... (mehr)
  • Drahtligatur 1)
    Drahtligatur
    • 1)

    Fixierung von Zähnen oder Zahngruppen mittels nicht rostenden Stahldrahtes bei Kieferfraktur, Parodontose oder als kieferorthopädische Maßnahme.

  • Drahtligatur 2)
    Drahtligatur
    • 2)

    • Englischer Begriff: wire ligature

    • Fach: Chirurgie

    s.u. Drahtumschlingung.

  • Drahtnaht
    • Draht|naht

    • Englischer Begriff: wire suture

    Naht unter Verwendung rostfreien, mono- oder polyfilen (Stahl-)Drahtes, dessen Enden – je nach Stärke – durch Drahtschnürer zusammengedreht oder verknotet werden. Garantiert hohe Zugfestigkeit, bewirkt geringe Gewebereaktion.

  • Drahtpuls
    • Draht|puls

    • Englischer Begriff: wiry pulse

    harter, gespannter Puls durch Anstieg des systolischen u. des diastol. Blutdrucks; s.a. Druckpuls.

  • Drahtschienung
    • Draht|schienung

    • Englischer Begriff: wire splinting

    Frakturfixierung (v.a. bei Brüchen kleiner Knochen) durch „innere Schienung“ („Stiftung“) mit – evtl. perkutan – eingebohrten Kirschner-Drähten; s.a. Drahtspickung.

  • Drahtspickung
    • Draht|spickung

    • Englischer Begriff: osteosynthetic wiring; wire fixation

    die Bohrdrahtosteosynthese (s.a. Drahtschienung, Transfixation). – Mit Drahtstiften auch Fixierung kleiner Knochenfragmente, Knochentransplantate möglich.

  • Drahtumschlingung
    • Draht|umschlingung

    • Synonyme: Drahtcerclage

    • Englischer Begriff: wire cerclage

    Knochenbruchbehandlung durch Fixierung fugenlos reponierter u. adaptierter Knochenfragmente mittels Drahtschlinge(n); ferner zur Fixierung eines Anlege-, Einlegespans. – S.a. Cerclage, Drahtnaht.

  • Drain
    • Synonyme: Drän

    • Englischer Begriff: drain

    Hilfsmittel für die Ableitung (Drainage) von Wundabsonderungen, Eiter, Trans- u. Exsudat, Liquor (bei Hydrocephalus) etc. Verwendet werden u.a. sterile, evtl. resorbierbare Gaze (für Docht- oder Kapillardrainage), Seiden- oder Catgutfäden (= Fadendrainage), Halbrinnen oder Laschen (Klapp) bzw. Schläuche u. Röhren (meist mit seitlichen Öffnungen = „Fenstern“) aus Gummi oder Kunststoff; als spezielle Drains z.B. das Stopf- oder Steigrohr, der Kehr-Drain, sowie die Redon-Drainage, bei der unter Sog drainiert wird. Die Einführung bzw. Ausleitung erfolgt meist am tiefsten Punkt des zu drainierenden natürlichen oder krankhaften Hohlraumsystems, evtl. durch eine besondere Inzisionswunde (oft in Kombination mit einer Gegeninzision). Sicherung erfolgt z.B. durch eine das Abgleiten in die Tiefe verhindernde Sicherheitsnadel.

  • Drainage
    • Drainage

    • Synonyme: Drainage

    • Englischer Begriff: drainage

    die Ableitung krankhafter oder vermehrter natürlicher Körperflüssigkeiten (u. Gase) mit Hilfe eines Drains; evtl. unterstützt durch eine zweckmäßige Lagerung des Kranken; Ableitung erfolgt an die Körperoberfläche oder – mittels röhrenförmiger Endoprothese bzw. über eine Anastomosenfistel – in ein anderes Hohlorgan oder in das Gewebe (äußere bzw. innere D.), u. zwar zeitlich begrenzt (Sicherungs-D.) bzw. als Dauerdrainage. – Ferner Drainage-Operationen, z.B. Pyloroplastik, Hepatogastrostomie.

  • Drainage, diahepatische 2)
    Drainage  >  Drainage, transhepatische
    • 2) D., diahepatische

    • Englischer Begriff: transhepatic ring catheter d.

    eine geschlossene Endlosdrainage („D. ohne Ende) der Gallenwege mit Drainführung durch die Leber, z.B. bei Plastik wegen eines Choledochusdefektes.

  • Drainage, geschlossene
    Drainage
    • D., geschlossene

    • Englischer Begriff: closed d.

    D. mittels eines verlustfrei leitenden – intra- oder extrakorporalen – Systems, z.B. als Liquordrainage oder als transhepatische Drainage.

  • Drainage, transhepatische
    Drainage
    • D., transhepatische

  • Drainage, transhepatische perkutane 1)
    Drainage  >  Drainage, transhepatische
    • 1) D., t. perkutane

    PTCD.

  • Drainage, transpapilläre
    Drainage
    • D., transpapilläre

    • Englischer Begriff: transpapillary d.; ERCP-d

    Drainage der Gallenwege mittels eines durch die Papille eingeführten Drains.

  • Drainagelagerung
    • Drainage|lagerung

    Körperstellungen, die unter Ausnutzung der Schwerkraft dem Sekretabfluss aus den einzelnen Bronchialabschnitten dienen. Sie sind bei chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen mit vermehrter Schleimbildung angezeigt. Ziel ist neben der Sekretfreiheit auch eine erleichterte Atemarbeit. I.w.S. zählen hierzu auch die Dehnlagen u. -stellungen, die neben Sekretolyse u. Sekretabtransport auch Thoraxmobilität u. Vitalkapazität verbessern. Dazu gehören die Dehnlagen nach Haase sowie die z.T. modifizierten Dehnstellungen aus dem Hatha Yoga.

  • Drakontiase
    • Drakontiase

    • Synonyme: Drakunkulose

    • Englischer Begriff: dracunculiasis

    Erkrankung infolge Befalls durch den Fadenwurm Dracunculus medinensis nach Infektion durch dessen Larven (aus im Trinkwasser vorhandenen Kleinkrebsen: Cyclops). Ätiol.: Die Larven durchdringen die Darmwand, heranwachsende Weibchen wandern dann in das Unterhautbindegewebe ein (v.a. an Knöcheln u. Füßen), wo sie tastbare Stränge hervorrufen. Die Männchen sterben ab u. sind als Kalkschatten in der Muskulatur nachweisbar. Klinik: Fieber, Juckreiz, Exanthem mit Blasen-, Geschwür-, evtl. Abszessbildung.

  • Drän; Drainage
  • Dranginkontinenz
    • Englischer Begriff: urge incontinence

    unfreiwilliger Harnverlust unter Harndrang mit oder ohne unwillkürliche Kontraktionen des M. detrusor vesicae bei funktionierendem Spinktermechanismus; s.a. Harninkontinenz.

  • Drapanas-Operation
    • Drapanas-Operation

    • Englischer Begriff: Drapanas' operation

    bei Pfortaderhochdruck Anastomosierung der Vena mesenterica superior über eine Dacron®-Prothese mit der unteren Hohlvene als sog. H-Anastomose; vermeidet die bei mesenterikokavaler Anastomose (Bypass) erfolgende Ligatur der Einmündung der Venae iliacae.

  • Drastica
    • Dras|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: drastics

    stark wirkende, schleimhaut- u. gewebereizende Abführmittel (obsolet).

  • Dreamy state
    • dreamy state

    • Etymol.: engl.

    (H. Jackson) „traumhafte Bewusstseinsstörung“. Mit Mikroteleopsie, evtl. auch Déjà-vu(-Erlebnis), im Rahmen eines psychomotorischen komplex partiellen Anfalls.

  • Dreh-Rutsch-Zeichen
    • Fach: Orthopädie

    Pivot-Shift-Zeichen.

  • Dreh...
    • Englischer Begriff: torsion; rotation

    s.a. Drehungs..., Torsions..., Rotations...

  • Drehanode
    • Dreh|anode

    • Englischer Begriff: rotating anode

    in Röntgenröhren eine tellerförmige (Wolfram-)Anode, die sich um ihre Achse dreht. Dadurch wechselt bei festliegendem Elektronenbündel der Ort des Brennflecks ständig, wodurch die örtl. Temperaturbelastung geringer ausfällt als bei Stehanoden.

  • Drehbett
    • Dreh|bett

    Krankenbett für querschnittsgelähmte Patienten.

  • Drehkrampf
    • Dreh|krampf

    • Englischer Begriff: rotary spasm

    „Spasmus rotatorius“ (s.a. Halsmuskelkrampf).

  • Drehkrankheit
    • Dreh|krankheit

  • Drehkrankheit 1)
    Drehkrankheit
    • 1)

    • Fach: Veterinärmedizin

    louping ill.

  • Drehkrankheit 2)
    Drehkrankheit
    • 2)

    • Englischer Begriff: gid

    s.u. Coenurus cerebralis.

  • Drehmuskeln
    • Dreh|muskeln

    • Englischer Begriff: rotators

    Musculi rotatores.

  • Drehnystagmus
    • Dreh|nystagmus

    • Synonyme: perrotatorischer Nystagmus

    • Englischer Begriff: rotatory nystagmus

    • Fach: Neurologie

    der Nystagmus bei Untersuchung auf dem Drehstuhl; er „schlägt“ zu Beginn der Körperdrehung in Drehrichtung u. ist nach längerer Drehung gefolgt von einem – jeweils schwächeren – 1., 2., 3. usw. Drehnachnystagmus („Postrotatorius I, II, III“ usw.) mit jeweils entgegengesetzter Schlagrichtung. – S.a. Drehschwindel.

  • Drehosteotomie
    • Dreh|osteo|tomie

    • Englischer Begriff: rotation osteotomy

    Osteotomie (quer oder schräg linear; evtl. mit Keil- oder Zapfenbildung) mit nachfolgender Drehung (Rotation) des distalen Fragmentes um die Längsachse im Ausmaß eines bestimmten Winkels; Anw. zur statischen oder funktionellen Korrektur einer krankhaften Gelenkstellung oder Knochentorsion, d.h. als Derotations- bzw. Detorsionsosteotomie.

  • Drehprüfung
    • Dreh|prüfung

    • Englischer Begriff: rotatory vestibular test

    Drehung des Probanden auf einem speziellen Drehstuhl oder aber mehrmaliges Hin-und-her-Drehenlassen des Kopfes (Stark- bzw. Schwachreizprüfung = Bárány-Drehstarkreizprüfung bzw. Grahe-Versuch) als Langzeit- oder Pendeldrehung. Teil der Vestibularisprüfung (bei Drehschwindel).

  • Drehschwindel
    • Dreh|schwindel

    • Englischer Begriff: rotatory vertigo

    Drehgefühl; das Gefühl, die Umgebung drehe sich um einen oder man selbst drehe sich bei stillstehender Umgebung. Häufig verbunden mit vegetativen Symptomen wie Blässe, Übelkeit u. Erbrechen. Physiologisch als Drehnachempfindung (s.a. Drehnystagmus); krankhaft bei Durchblutungsstörungen im vertebrobasilären System bei Labyrinthschädigung (s.a. Menière-Krankheit), häufig mit Ohrgeräuschen u. Hörsturz; anfallsartig, aber auch nach Verletzung; vaskulär als Labyrinth-Apoplexie; tritt auch auf bei Neuropathia vestibularis bzw. Neuronitis vestibularis; als zentral-vestibulärer D. bei multipler Sklerose, bei vertebrobasilärer Insuffizienz, Hirnstammenzephalitiden (mit zentralem Nystagmus), als zervikaler vertebragener Nystagmus (vaskulär-neural-sympathisch), kombiniert oder durch Störung von Rezeptoren (Segmentblockierungen).

  • Drehung
      • 1)
        die in Anpassung an die Beckenlichtung erfolgende Änderung der Einstellung... (mehr)
      • 2) D., spezifische
        die Rechts- oder Linksdrehung („Dextro-“ bzw... (mehr)
      • 3)
        Augapfeldrehung (Rollung) um die a.-p... (mehr)
    • Drehung 1)
      Drehung
      • 1)

      • Englischer Begriff: rotation

      • Fach: Geburtshilfe

      die in Anpassung an die Beckenlichtung erfolgende Änderung der Einstellung des kindl. Kopfes unter der Geburt.

    • Drehung 3)
      Drehung
      • 3)

      • Fach: Ophthalmologie

      Augapfeldrehung (Rollung) um die a.-p. Achse; als In-, Extorsion, Dextro-, Lävozykloversion.

    • Drehung, spezifische 2)
      Drehung
      • 2) D., spezifische

      • Synonyme: [α] (Abk.)

      • Englischer Begriff: specific rotation

      • Fach: Physik

      die Rechts- oder Linksdrehung („Dextro-“ bzw. „Lävorotation“) der Schwingungsebene des verwendeten Lichtes als charakteristische Stoffkonstante optisch aktiver Substanzen. S.a. Drehwert.

    • Drehungsbruch
      • Drehungs|bruch

      • Synonyme: Torsionsfraktur

      • Englischer Begriff: torsion fracture

      indirekte Fraktur langer Röhrenknochen infolge Überschreitens der Drehfestigkeit des Knochens in der Folge einer Drehung des Körpers bei fixierter Gliedmaße oder umgekehrt. Der Bruchspalt ist gleichsinnig zur Torsionsrichtung spiralförmig; bei zusätzlicher Biegung, Stauchung evtl. auch Bildung eines als „Biegungskeil“ bezeichneten Bruchstückes (= Fragmentes).

    • Drehwert
      • Dreh|wert

      • Synonyme: α (Abk.)

      • Englischer Begriff: angle of rotation

      • Fach: Optik

      der im Polarimeter gemessene Winkel zwischen der Polarisationsebene des ein- u. des austretenden Lichtstrahls als Folge einer optischen Aktivität (s.a. Drehung, spezifische). Je nach Drehsinn als „positiv“ (= rechtsdrehend = dextrogyr = d = +) oder „negativ“ (= linksdrehend = lävogyr = l = –) bezeichnet.

    • Drehwurm
      • Dreh|wurm

      Coenurus.

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