Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dreieck-Impuls
    • Englischer Begriff: triangular pulse

    galvanischer Stromstoß mit schrägem Intensitätsanstieg zur Auslösung einer Muskelkontraktion. Dient in der Elektrodiagnostik als Parameter zur Kennzeichnung („Dreieck-Impuls-Charakteristik“, DIC) der Erregbarkeit motorischer Einheiten: Die zur Auslösung der Kontraktion nötige Stromstärke steigt – ab einer nötigen Mindeststeilheit – mit der Schrägheit des Anstiegs; bei intaktem Motoneuron liegt der Akkommodationsschwellenwert (= Reizschwelle bei Impulsdauer von 1 Sek.) 3- bis 6-mal höher als die Rheobase (Absinken unter 3fachen Wert bis Gleichheit mit Rheobase ist ein Zeichen der Entartung). – S.a. Rechteckimpuls, Exponentialstrom.

  • Dreiecksbein
    • Dreiecks|bein

    • Englischer Begriff: triquetral bone

    Os triquetrum.

  • Dreifach...
    • Drei|fach...

    • Englischer Begriff: triple

    s.a. Tri..., Triple..., Drillings...

  • Dreifachbindung
    • Dreifach|bindung

    • Englischer Begriff: triple bond

    • Fach: Chemie

    Atombindung durch 3 gemeinsame Elektronenpaare, z.B. N≡N.

  • Dreifachimpfung
    • Dreifach|impfung

    • Englischer Begriff: triple vaccination

    z.B. als Impfung mit DPT-Impfstoff.

  • Dreifarbenempfindlichkeit
    • Drei|farben|empfindlichkeit

    • Englischer Begriff: trichromatopsia

    Fähigkeit des Auges, jeden Farbeindruck durch Mischen der Grundfarben Rot, Grün u. Blauviolett entstehen zu lassen; s.a. Trichromasie, Zapfensehen.

  • Dreifarbentheorie
    • Drei|farben|theorie

    • Synonyme: Young-Helmholtz-Theorie

    obsolete Annahme, dass es im visuell-sensorischen System des Menschen drei verschiebene Rezeptortypen gibt, die verschieden auf Licht mit Wellenlängen zwischen 400 u. 700 nm reagieren. Die Theorie ging davon aus, dass die wahrgenommene Farbe direkt dem Verhältnis der Reizstärken der drei Rezeptortypen entspricht; Weiß wird wahrgenommen, wenn alle drei Rezeptortypen gleich angeregt, Schwarz, wenn keiner der drei Rezeptortypen stimuliert werden.

  • Dreifingerfurche
    • Drei|finger|furche

    • Englischer Begriff: distal transverse crease

    quere Hohlhandfurche vor den Grundgelenken der 3 ellenseitigen Finger.

  • Dreifußphänomen
    • Drei|fuß|phänomen

    • Fach: Neurologie

    Amoss-Zeichen.

  • Dreigefäßerkrankung
    • Drei|gefäß|erkrankung

    • Englischer Begriff: three-vessel disease

    ein durch arteriosklerotische Wandveränderungen aller 3 Koronaräste verursachtes Krankheitsbild; in der Regel einhergehend mit stabiler bzw. instabiler Angina-pectoris-Symptomatik als Ausdruck einer anfallsweisen Ischämie des Herzmuskels infolge stenotischer Verengung der Koronararterienlumina. Weitere Symptome sind Herzrhythmusstörungen als Folge der Schädigung des Reizleitungssystems. Unbehandelt hat die D. eine hohe Letalität. Sie gilt gilt als eine der Hauptindikationen der aortokoronaren Bypass-Operation (ACVB; s.u. Koronarchirurgie). Als operatives Verfahren bei der schwersten D. wird in letzter Zeit auch zunehmend die Herztransplantation angewandt, wenn keine Bypass-Op. mehr möglich ist.

  • Dreigläserprobe

      Test zur Unterscheidung einer Prostatainfektion u. einer Blasenentzündung; der erste Urinstrahl wird auf Keime der Urethra hin untersucht, der zweite Strahl (sog. Mittelstrahlurin) gibt Hinweise auf eine Blasenentzündung. Nach Massage der Prostata wird ein dritter Urinstrahl auf Keime hin untersucht.

    • Dreikantlamellennagel
      • Drei|kant|lamellen|nagel

      dreikantiger Knochennagel (evtl. als Laschennagel), z.B. nach Smith-Petersen.

    • dreiköpfig
      • drei|köpfig

      triceps.

    • Dreimonatsspritze
      • Drei|monats|spritze

      • Fach: Gynäkologie

      s.u. Ovulationshemmer.

    • Dreiphasenpräparat
    • Dreischichtensputum
      • Drei|schichten|sputum

      • Englischer Begriff: three-layer sputum

      Auswurf, der im Spitzglas 3 Schichten bildet: unten eitrig-krümelig, übel riechend, oben schaumig u. dazwischen serös-wässrig mit Schleimfäden; z.B. bei Bronchiektasien, Lungenabszess.

    • Dreistufenpille
      • Drei|stufen|pille

      • Fach: Gynäkologie

      s.u. Ovulationshemmer.

    • Dreitagefieber
      • Dreitage|fieber

      • 1)
        Malaria tertiana... (mehr)
      • 2)
        endemisches Pappataci-Fieber... (mehr)
      • 3)
        Exanthema subitum... (mehr)
    • Dreitagefieber 1)
      Dreitagefieber
      • 1)

      • Englischer Begriff: tertian malaria

      Malaria tertiana.

    • Dreitagefieber 2)
      Dreitagefieber
      • 2)

      • Englischer Begriff: pappataci fever

      endemisches Pappataci-Fieber.

    • Dreitagefieber 3)
      Dreitagefieber
      • 3)

      • Synonyme: kritisches D.

      Exanthema subitum.

    • dreiwertig
      • drei|wertig

      • Englischer Begriff: trivalent

      • Fach: Chemie

      zur Abgabe oder Aufnahme von 3 Elektronen befähigt, z.B. die Elemente Aluminium, Stickstoff, Phosphor.

    • Dreizackhand
      • Drei|zack|hand

      • Englischer Begriff: trident hand

      die für Achondroplasie charakteristische Spreizstellung der Finger (Abweichung der Finger II u. III daumenwärts bzw. IV u. V zur Ellenseite).

    • Drepanothalassämie
      • Drepano|thalass|ämie

      • Englischer Begriff: sickle-cell thalassemia

      Sichelzellen-Thalassämie.

    • Drepanozyt
      • Drepano|zyt

      • Englischer Begriff: drepanocyte

      • Fach: Hämatologie

      Sichelzelle.

    • Drepanozytose
      • Drepano|zytose

      • Englischer Begriff: drepanocytemia

      • Fach: Hämatologie

      Sichelzellenanämie.

    • Dresbach-Syndrom
      • Dresbach-Syndrom

      • Englischer Begriff: Dresbach's anemia

      • Biogr.: Melvin D., 1874–1946, Physiologe, Philadelphia

      • Fach: Hämatologie

      (1905) Elliptozytose.

    • Drescherlunge
      • Drescher|lunge

      • Englischer Begriff: thresher's pneumoconiosis

      Farmerlunge.

    • Dressler-Harley-Krankheit
      • Dressler(-Harley)-Krankheit

      • Englischer Begriff: Dressler's disease

      • Biogr.: Anton D., 1815–1896, Arzt, Würzburg; Georg H., 1829–1896, Arzt, London

      intermittierende Hämoglobinurie.

    • Dressler-Myokarditis
      • Dressler-Myokarditis

      • Englischer Begriff: Dressler's myocarditis

      • Biogr.: William D., 1890–1969, amerikan. Arzt

      das Tage bis (8) Wochen nach Herzinfarkt auftretende „Postmyokardinfarkt-(PMI)Syndrom“: anhaltendes oder rezidivierendes Fieber, Brustschmerzen (evtl. „pektanginös“), abakterielle Perikarditis u. Pleuritis, u. zwar ohne EKG- oder laborklinische Hinweise für einen erneuten Myokardinfarkt; wahrscheinlich eine Autoimmunreaktion.

    • Dreyfus-Syndrom
      • Dreyfus-Syndrom

      • Biogr.: Jules R. D., franz. Arzt

      (1938) generalisierte Platyspondylie.

    • DRG
      • Synonyme: Abk. für diagnosis related groups

      • Etymol.: engl.

      Verfahren zur Fallgruppenbildung (Fallgruppe). Dieses in den USA entwickelte u. erstmalig 1983 angewandte Verfahren klassifiziert die Patienten entsprechend ihrer Hauptdiagnose in Gruppen, wobei die Hauptdiagnose aus den dominierenden Krankheitssymptomen bei der stationären Aufnahme der Patienten abgeleitet wird. Das in Deutschland 2003 eingeführte System basiert auf dem australischen (AR-DRG).

    • Drift
      • Etymol.: engl.

      • antigene D.
        kontinuierliche Veränderung der antigenen bzw... (mehr)
      • genetische D.
        Änderung der Häufigkeit bestimmter Allele oder Gene in einer Population... (mehr)
    • Drift, antigene
      Drift
      • antigene D.

      • Englischer Begriff: antigenic drift

      kontinuierliche Veränderung der antigenen bzw. immunogenen Eigenschaften eines Virus (z.B. des Influenzavirus).

    • Drift, genetische
      Drift
      • genetische D.

      • Englischer Begriff: genetic d.

      Änderung der Häufigkeit bestimmter Allele oder Gene in einer Population. Als ungerichtete D. (random drift) allein durch Zufallsverteilung auf die Gameten u. durch deren Zufallskombination, als gerichtete D. (steady drift) eine Drift mit Selektion.

    • Drigalski-Nährboden
      • Drigalski-Nährboden

      • Biogr.: Karl Wilhelm v. D., 1871–1952, Bakteriologe, Berlin

      • 1)
        Nähragar zur Isolierung von Salmonellen (grüne Kolonien im Ggs... (mehr)
      • 2)
        fester Nährboden aus Lactose, Kristallviolett B (zur Hemmung anderer Keime)... (mehr)
    • Drigalski-Nährboden 1)
      Drigalski-Nährboden
      • 1)

      Nähragar zur Isolierung von Salmonellen (grüne Kolonien im Ggs. zu gelben der Escherichia coli).

    • Drigalski-Nährboden 2)
      Drigalski-Nährboden
      • 2)

      • Synonyme: D.-Conradi-Kulturmedium

      • Englischer Begriff: Drigalski-Conradi culture medium

      fester Nährboden aus Lactose, Kristallviolett B (zur Hemmung anderer Keime) u. Lackmus-Lsg. (als Indikator) zum Nachweis Milchsäure bildender Bakterien, v.a. bei TPE-Diagnostik. Salmonellen bilden farblose, Coli rote Kolonien.

    • Drillingsfehlbildung
      • Drillings|fehl|bildung

      • Englischer Begriff: conjoined triplets

      Fehlbildung mit Körperteilen von 3 Individuen.

    • Dringlichkeitsoperation
      • Dringlichkeits|operation

      • Englischer Begriff: emergency surgery

      eine nach allgemeinen klin. Erfahrungen u. Behandlungsgrundsätzen innerhalb einer – meist nach Std. – bemessenen Frist durchzuführende Op., deren Dringlichkeit aber einen Aufschub bis zur Hebung des Allgemeinzustandes (Schockprophylaxe, Routinevorbereitung) gestattet.

    • DRK
      • Englischer Begriff: German Red Cross

      Abk. für Deutsches Rotes Kreuz.

    • Drofenin
      • Englischer Begriff: drofenine

      ein Anticholinergikum; Spasmolytikum.

    • Drogen
      • Fach: Pharmazie

      • 1)
        durch Trocknung relativ haltbar gemachtes Material pflanzlicher oder tierischer... (mehr)
      • 2)
        (engl... (mehr)
    • Drogen 1)
      Drogen
      • 1)

      • Englischer Begriff: crude drugs

      durch Trocknung relativ haltbar gemachtes Material pflanzlicher oder tierischer Herkunft als Arzneimittel (aber auch als Gewürz, Riechstoff). Pflanzliche D. (getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile) werden eingeteilt nach Wirk- u. Inhaltsstoffen (Alkaloid-, Glykosid-, Gerbstoff-D. etc.), morphologischen Merkmalen (z.B. Blatt-, Wurzel-, Rinden-D.) u. Bearbeitungszustand (Roh-, Schnitt-, Pulver-D.); arzneiliche Anw. erfordert Angabe des Wirkstoffgehaltes; s.a. Phytopharmaka.

    • Drogen 2)
      Drogen
      • 2)

      • Englischer Begriff: addictive drugs

      (engl. = „drug“) Bez. für jegliche Wirksubstanzen mit therapiewidrigen Eigenschaften (z.B. Suchtmittel; s.a. Drogen..., s.a. Doping).

    • Drogenabhängigkeit
      • Drogen|abhängigkeit

      • Englischer Begriff: drug addiction; d. dependency

      sowohl körperlich wie auch seelisch begründete Abhängigkeit von (häufig mehreren) Drogen i.S. der Suchtmittel, im engeren Sinn der illegalisierten Suchtmittel.

    • Drogenberatung
      • Drogen|beratung

      öffentliche (kommunale, staatliche) oder private Einrichtung zur Information über Suchtprobleme aller Art; insbesondere über Suchtgefahren, Therapie- u. Rehabilitationsmöglichkeiten von Suchtkranken.

    • Drogenentzug
      • Drogen|entzug

      • Englischer Begriff: drug withdrawal

      Entzugsbehandlung.

    • Drogengeschwür
      • Drogen|geschwür

      • Englischer Begriff: drug-induced ulcer

      Dünndarmgeschwür nach Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Kaliumchlorid-Tabletten).

    • Drogenmissbrauch

        dauernde oder sporadische Anwendung von Arznei- oder Suchtmitteln, die ohne ärztliche Indikation bzw. der medizinischen Indikation widersinnig oder in ihrer Dosis unangemessen ist. I.w.S. handelt es sich auch dann um D., wenn ärztlich verordnete Arzneimittel nicht in der verordneten Menge, im vorgeschriebenen Dosierungsintervall u. in der angewiesenen Behandlungsdauer genutzt oder wenn die verschriebenen Arzneimittel aus der Apotheke zwar bezogen, aber nicht angewendet werden. Die aus D. resultierenden Folgen werden in der Bevölkerung unterschätzt. Missbrauch wird v.a. mit folgenden Arzneimittelgruppen getrieben: Analgetika, Hypnotika, Tranquilizer, Sedativa, Laxanzien. Die Ursachen sind vielschichtig u. liegen oft in mangelhafter Bewältigung individueller Konfliktsituationen. Häufig ist Arzneimittelmissbrauch verbunden mit Missbrauch von Alkohol, Nikotin u. Koffein (Genussmittelmissbrauch). S.a. Abhängigkeit, Suchtmittel.

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