Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Durchzugsverfahren
    • Durch|zugs|verfahren

    • Englischer Begriff: pull-through procedures

    plastische Operationseingriffe unter Durchleitung eines Hohlorganstumpfes in den aboralen Stumpf desselben Organs oder in ein anderes Hohlorgan, u. zwar direkt durch die klaffende Stumpföffnung oder aber durch einen zuvor stumpf vorgebohrten Gewebetunnel. I.e.S. die „kontinenzerhaltende“ Darmresektion im Sigma-Mastdarm-Bereich, wobei die Darmenden erst nach Ausleitung des oralen Darmendes durch den ausgestülpten („eventrierten“) aboralen (= afternahen) Stumpf durch Nähte vereinigt werden, wonach die Rückverlagerung erfolgt (auch andere Techniken möglich; Duhamel).

  • Duret-Berner-Blutung
    • Duret(-Berner)-Blutung

    • Englischer Begriff: Duret's hemorrhage

    • Biogr.: Henri D., 1849–1921, Chirurg, Lille

    Blutung in das Mittelhirn u. in den IV. Ventrikel bei gedeckter Kopfverletzung.

  • Duritis
    • Duritis

    • Englischer Begriff: pachymeningitis

    Pachymeningitis.

  • Duroziez
    • Duroziez

    • Biogr.: Paul L. D., 1826–1897, Arzt, Paris

    • D.-Doppelgeräusch
      durch leichten Stethoskopdruck auf die Schenkelarterie auslösbares u... (mehr)
    • D.-Syndrom
      eine (fetale endokarditische?) Mitralstenose mit Anämie, Enteroptose... (mehr)
  • Duroziez-Doppelgeräusch
    Duroziez
    • D.-Doppelgeräusch

    • Englischer Begriff: Duroziez' (double) murmur

    • Fach: Kardiologie

    durch leichten Stethoskopdruck auf die Schenkelarterie auslösbares u. hörbares Gefäßgeräusch mit einem kurzen, hochfrequenten systolischen Anteil (Pistolenschussphänomen) als Folge großer Pulsamplitude u. einem längeren diastolischen Anteil (durch Blutreflux, Strömungsbeschleunigung?). Typisch z.B. bei offenem Ductus arteriosus Botalli, Aortenklappeninsuffizienz. S.a. Traube-Doppelton.

  • Duroziez-Syndrom
    Duroziez
    • D.-Syndrom

    • Englischer Begriff: D.' disease

    eine (fetale endokarditische?) Mitralstenose mit Anämie, Enteroptose, Hämorrhoiden.

  • Durst
    • Englischer Begriff: thirst

    das im Dienste der Wasserregulation auftretende, Flüssigkeitsaufnahme (Trinken) veranlassende komplexe Gemeingefühl („Durstgefühl“). Wird ausgelöst durch Trockenheit im Rachenraum u. hirnwärts gerichtete Impulse über den IX. u. X. Hirnnerv sowie – als Trinkbedürfnis – von Osmorezeptoren im Hypothalamus, die gleichzeitig auch die Ausschüttungen von Vasopressin auslösen.

  • Durstfieber
    • Durst|fieber

    • Synonyme: Salzfieber

    • Englischer Begriff: salt fever; thirst fever

    bei kalorienreicher, relativ oder absolut flüssigkeitsarmer Ernährung oder bei Körperwasserverlusten (Exsikkose, Dehydration) auftretendes Fieber; v.a. beim Säugling u. als Symptom des Salzstauungssyndroms.

  • Durstversuch
    • Durst|versuch

    • Englischer Begriff: concentration test

    der „Konzentrationsversuch“ als 2. Teil des Volhard-Wasserversuchs.

  • Durstzentrum
    • Durst|zentrum

    • Englischer Begriff: thirst center

    s.u. Hypothalamus.

  • durus
    • durus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: hard

    hart.

  • Düsenvernebler
    • Englischer Begriff: jet nebulizer

    druckluftbetriebenes Gerät zur Erzeugung feuchter Nebel, wird zur Inhalationstherapie bei Atemwegserkrankungen verwendet; als Lösungen bewährt haben sich hypertone Salzlösungen (z.B. Solelösung), häufig mit Zusatz ätherischer Öle, Kamille, Panthenol oder Mukolytika.

  • Düttmann-Bougie
    • Düttmann-Bougie

    • Englischer Begriff: Düttmann's sound

    • Biogr.: Gerhard D., geb. 1890, Chirurg, Essen

    • Fach: Urologie

    eine hohle, über eine Leitsonde führbare Bougie zur Aufdehnung von Harnröhrenstrikturen.

  • Duverney -Thieme-Querbruch
    • Duverney(-Thieme)-Querbruch

    • Englischer Begriff: Duverney's fracture

    • Biogr.: Joseph G. D., 1648–1730, Chirurg, Anatom, Avignon, Paris

    Beckenringbruch in Form des Querbruchs der Beckenschaufel ohne Hüftpfannenbeteiligung; bei Lage des Bruchspaltes unterhalb des vorderen oberen Darmbeinstachels gefolgt von einer kopfwärts gerichteten Verschiebung des oberen Fragmentes (führt zu scheinbarer Beinverlängerung); s.a. Beckenfraktur, dort Abb.

  • Dwarf...
    • Etymol.: engl.

    Zwerg...

  • Dychno-Bunnell-Naht
    • Dychno-Bunnell-Naht

    • Englischer Begriff: Dychno-Bunnell tenorraphy

    • Fach: Chirurgie

    die Nahtvereinigung gleichkalibriger Sehnenstümpfe durch eine sich in bd. Stümpfen mehrfach kreuzende (Draht-)Naht, die nach Knotung (mit Fältelung der Sehne) weitgehend „versenkt“ wird. S.a. Bunnell-Naht.

  • Dydrogesteron
    • Englischer Begriff: dydrogesterone

    synthetisches Gestagen; Anw. bei Dysmenorrhö, Corpus-luteum-Insuffizienz u. Endometriose. Kein Ovulationshemmer!

  • Dye-Exklusionsmethode
  • Dye-Laser
  • Dyggve-Melchior-Clausen-Syndrom
    • Dyggve-Melchior-Clausen-Syndrom

    • Englischer Begriff: Dyggve-Melchior-Clausen syndrome

    eine (autosomal-rezessiv erbliche?) meta-epiphysäre enchondrale Dysostosis mit dysproportioniertem Minderwuchs, Platyspondylie, Beckenfehlbildung; kombiniert mit geistiger Retardierung.

  • Dyke-Davidoff-Masson-Syndrom
    • Dyke-Davidoff-Masson-Syndrom

    • Englischer Begriff: Dyke-Davidoff-Masson syndrome

    reaktive asymmetrische Schädelknochenveränderungen nach Hirnverletzung u. -atrophie im frühen Kindesalter mit asymmetrisch erweiterten Nasennebenhöhlen.

  • Dyke-Young-Syndrom
    • Dyke-Young-Syndrom

    • Englischer Begriff: Dyke-Young anemia

    (1938) makrozytäre hämolytische Anämie mit verminderter osmotischer Erythrozytenresistenz, leicht erhöhtem Färbeindex, Milzvergrößerung, gesteigerter Blutbildung („hyperplastische“ Erythropoese; mit megaloblastoiden Formen) u. Retikulozytose. Verlauf mit Remissionen u. Rezidiven.

  • dyn
    • Synonyme: Dyn

    • Englischer Begriff: dyne

    • Fach: Physik

    Einheit der Kraft (heute durch Newton ersetzt). – 1 dyn = 1 g · cm · sec–2 = 10–5 N.

  • Dynamik
    • Etymol.: griech. dynamis = bewegende Kraft

    • 1)
      ein Teilbereich der Mechanik, befasst mit dem Zusammenhang von Kraft u... (mehr)
    • 2)
      Schwung, Triebkraft; psych... (mehr)
  • Dynamik 1)
    Dynamik
    • 1)

    • Englischer Begriff: dynamics

    • Fach: Physik

    ein Teilbereich der Mechanik, befasst mit dem Zusammenhang von Kraft u. Beschleunigung u. mit der mathemat. Analyse der Bewegungsgesetze.

  • Dynamik 2)
    Dynamik
    • 2)

    • Englischer Begriff: psychodynamics

    Schwung, Triebkraft; psych die Veränderung seelischer Verhaltensweisen unter dem Einfluss von Instinkten, Trieben, Strebungen etc.

  • dynamisch
    • Englischer Begriff: dynamic

    eine bzw. die bewegende Kraft (Dynamik) betreffend (z.B. dyn. Ileus), kraftvoll.

  • dynamische Hüftschraube
    • Synonyme: DHS (Abk.)

    Schraube zur Stabilisierung von pertrochantären Schenkelhalsfrakturen, die nach dem Gleitlaschenprinzip konstruiert ist: Der Schraubenschaft kann im Plattenzylinder gleiten u. ermöglicht so durch das auf die Bruchstücke einwirkende Körpergewicht eine „dynamische“ Kompression. Der Heilungsprozess wird beschleunigt.

  • Dynamographie
    • Dynamo|graphie

    • Englischer Begriff: dynamography

    die graphische Darstellung der Kontraktionskraft isolierter Muskel(gruppe)n.

  • Dynamometer
    • Dynamo|meter

    • Englischer Begriff: dynamometer

    auf der Basis mechanischer Verformung funktionierender „Kraftmesser“, z.B. zum Messen der Kontraktionskraft einer Muskelgruppe; s.a. Ophthalmodynamometer.

  • Dynein

      ein sog. Motorprotein, das wie Kinesin für den intrazellulären Transport von Zellorganellen verantwortlich ist. D. besitzt einen Stielabschnitt, der an der Oberfläche von Membranen haften kann, u. einen Kopfabschnitt, der an Mikrotubuli (dort Abb.) bindet u. unter Spaltung von ATP zyklische Konformationsänderungen durchführt. D. transportiert Organellen an das Minusende der Mikrotubuli. Auch Chromosomenfunktionen bei der Zellteilung werden durch D. gesteuert.

    • Dynorphine
      • Dyn|orphine

      • Englischer Begriff: dynorphins

      eine Gruppe opioider Peptide; ursprünglich in der Hypophyse u. im Hypothalamus nachgewiesen; beschrieben wurden bisher α-Neoendorphin, Dynorphin A (1–8) u. Dynorphin B; s.a. Endorphine.

    • dys-
      • Etymol.: griech.

      das Präfix „Störung“, „Fehlbildung“, „Fehlfunktion“, „krankhafte“ (evtl. „schmerzhafte“) Erschwernis. Analog auch das Präfix „dis“ (Dis...).

    • Dysaesthesie, parakardiale
      Dysästhesie  >  Dysästhesie 1)
      • D., para|kardiale

      • Englischer Begriff: pericardial d.

      Da-Costa-Syndrom.

    • Dysakusis
      • Dys|akusis

      • Englischer Begriff: dysacusis; dysacousia

      Fehlhörigkeit i.S. der Hyper- bzw. Hypo- oder Anakusis. Auch die schmerzauslösende Überempfindlichkeit gegen akustische Reize (z.B. bestimmte Töne).

    • Dysanagnosie
      • Dys|ana|gnosie

      • Englischer Begriff: dysanagnosia

      s.u. Dyslexie.

    • Dysantigraphie
      • Dys|anti|graphie

      • Englischer Begriff: dysantigraphia

      Schreibstörung (Agraphie) i.S. der Unfähigkeit, einen Text fortlaufend abzuschreiben.

    • Dysaphie
      • Dys|aphie

      • Englischer Begriff: dysaphia; impaired tactile sensibility

      Störung des Tastsinns, insbes. der Formerkennung (s.a. Dysästhesie, Astereognosie).

    • Dysäquilibrium-Syndrom
      • Dys|äquilibrium(-Syndrom)

      • 1)
        eine autosomal-rezessiv erbliche, angeborene, nicht fortschreitende Form... (mehr)
      • 2)
        Hämodialyse-Dysäquilibrium... (mehr)
    • Dysäquilibrium-Syndrom 1)
      Dysäquilibrium(-Syndrom)
      • 1)

      eine autosomal-rezessiv erbliche, angeborene, nicht fortschreitende Form der zerebellaren Ataxie.

    • Dysäquilibrium-Syndrom 2)
      Dysäquilibrium(-Syndrom)
      • 2)

      • Englischer Begriff: disequilibrium (syndrome)

      Hämodialyse-Dysäquilibrium.

    • Dysarthrie
      • Dys|arthrie

      • Englischer Begriff: dysarthria

      Sprechstörung infolge Störung der Aussprache (Artikulation); s.a. Dyslalie, Stottern.

    • Dysarthrie, bulbäre
      Dysarthrie
      • D., bulbäre

      • Englischer Begriff: bulbar d.

      D. bei Bulbärparalyse (v.a. bei Schäden der Hirnnerven V, VII, IX, X u. XII); die Sprache ist infolge schlaffer Lähmungen verwaschen („unartikuliert“), näselnd u. heiser.

    • Dysarthrie, extrapyramidale
      Dysarthrie
      • D., extra|pyramidale

      • Englischer Begriff: striopallidal d.

      „zentrale“ D. bei Störungen des strio-pallidären Systems; u. zwar Wort-, Satzteilwiederholungen (Palilalie), v.a. an Satzenden, u. zunehmende, zu verwaschener Sprache führende Sprechgeschwindigkeit (= Tachylalie; mit Übergang in Murmeln = Tachyphrasie), Monodynamik (gleichmäßig erhöhte oder verminderte Stimmhöhe = Mega- bzw. Mikrophonie) u. Monotonie (Einförmigkeit), ferner laryngeale D.

    • Dysarthrie, laryngeale
      Dysarthrie
      • D., laryngeale

      • Englischer Begriff: laryngeal d.

      D. als Teilerscheinung der extrapyramidalen D., u. zwar Sprechveränderung i.S. von Störungen der Stimmbildung (gleichförmige Tonhöhe) u. der Lautbildung, kombiniert mit Atemstörungen.

    • Dysarthrie, pyramidale
      Dysarthrie
      • D., pyramidale

      • Englischer Begriff: spastic d.

      zentrale Sprechstörung bei Spastik der Artikulationsmuskulatur infolge Störung des Pyramidenbahnsystems, z.B. nach Apoplexie; die Sprache ist verwaschen, explosiv, die Stimme hyperkinetisch, gepresst oder hauchig bis fast aphonisch.

    • Dysarthrose
      • Dys|ar|throse

      • Englischer Begriff: dysarthrosis; joint dysplasia

      • Fach: Pathologie

      Fehlfunktion oder Fehlbildung eines Gelenks.

    • Dysästhesie
      • Dys|äs|thesie

    • Dysästhesie 1)
      Dysästhesie
      • 1)

      • Englischer Begriff: dysesthesia

      schmerzhafte Missempfindung; u.a. als eine durch inadäquate Reize ausgelöste Wahrnehmung, v.a. als durch Berührungsreize ausgelöstes Zeichen gestörter Oberflächensensibilität (z.B. als „D. der Arme“ das Wartenberg-Syndrom). – Wird oft synonym gebraucht mit Parästhesie. – S.a. Dysakusis, Dysaphie, Parageusie.

    • Dysästhesie 2)
      Dysästhesie
      • 2)

      das Erleben aller äußeren Eindrücke als unangenehm, z.B. bei endogener Depression.

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