Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

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  • Eisenlunge 1)
  • Eisenlunge 2)
  • Eisenmangel
    • Eisen|mangel

    Missverhältnis zwischen Eisenaufnahme u. Eisenbedarf (mindestens 10 mg Fe/d; davon werden ca. 10% als Fe2+ resorbiert; s.a. Eisen, Schema) infolge mangelnden Angebotes oder einer Eisenresorptionsstörung (z.B. nach Magenresektion, bei beschleunigter Darmpassage) oder erhöhten Fe-Verbrauchs (bei Infekten, Tumoren, Schwangerschaft, chron. Blutungsanämien).

  • Eisenmangel, latenter
    Eisenmangel
    • E., latenter

    E., bei dem das Serum-Fe erniedrigt, die Eisenbindungskapazität erhöht ist.

  • Eisenmangel, manifester
    Eisenmangel
    • E., manifester

    E. mit Eisenmangelanämie, Organschäden (z.B. brüchige Haare u. Fingernägel, Rissigkeit der Haut, atrophische u. trockene Schleimhäute), Adynamie. S.a. Plummer-Vinson-Syndrom.

  • Eisenmangel, praelatenter
    Eisenmangel
    • E., prä|latenter

    • Englischer Begriff: iron deficiency (latent; manifest; prelatent)

    E. mit Verminderung des Plasma-Ferritins u. des Eisendepots in Ferritin u. in Hämosiderin ohne Veränderung von Blutbild, Serum-Eisen u. Eisenbindungskapazität.

  • Eisenmangelanämie
    • Eisenmangel|anämie

    • Synonyme: Anaemia oligosideraemica; sideropenische Anämie

    • Englischer Begriff: iron deficiency anemia

    häufigste Form der hypochromen Anämie durch gestörte Hämoglobinbildung infolge manifesten Eisenmangels; meist mit Verringerung des Erythrozytenvolumens (Mikrozytose) sowie mit Anulo-, Aniso- u. Poikilozytose. Sonderformen: Ceelen-Gellerstedt-Syndrom u. Faber-Anämie. S.a. sideroachrestische Anämie; Eisentherapie.

  • Eisenmenger
    • Eisenmenger

    • Biogr.: Victor E., 1864–1932, Arzt, Wien

    • E.-Komplex
      seltener angeborener Herzfehler mit der klassischen Tetralogie: Ventrikelseptumdefekt... (mehr)
    • E.-Reaktion
      die bei Herzfehlern mit aortopulmonalem, Ventrikel- oder Vorhofseptumdefekt... (mehr)
    • E.-Syndrom
    • 1)
      (P. Wood) Bez... (mehr)
    • 2)
      Eisenmenger-Komplex... (mehr)
  • Eisenmenger-Komplex
    Eisenmenger
    • E.-Komplex

    • Synonyme: E.-Syndrom; E.-Tetralogie

    • Englischer Begriff: Eisenmenger's complex

    seltener angeborener Herzfehler mit der klassischen Tetralogie: Ventrikelseptumdefekt, reitende Aorta (Blutzufuhr erfolgt aus der re. u. li. Kammer), pulmonale Hypertonie u. Rechtsherzhypertrophie mit Blausucht infolge des Rechts-links-Shunts.

  • Eisenmenger-Reaktion
    Eisenmenger
    • E.-Reaktion

    die bei Herzfehlern mit aortopulmonalem, Ventrikel- oder Vorhofseptumdefekt mit primärem Links-rechts-Shunt durch den fortschreitenden Druckanstieg im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie) u. den konsekutiven, den Druck in der linken Herzhälfte übersteigenden Druckanstieg in der rechten Herzhälfte erfolgende Shuntumkehr (= Rechts-links-Shunt) mit entsprechender Zyanose.

  • Eisenmenger-Syndrom
    Eisenmenger
    • E.-Syndrom

  • Eisenmenger-Syndrom 1)
    Eisenmenger  >  Eisenmenger-Syndrom
    • 1)

    (P. Wood) Bez. für alle angeborenen Herzfehler mit primärem Links-rechts-Shunt eines solchen Ausmaßes, dass sich eine pulmonale Widerstandserhöhung mit konsekutiver Shuntumkehr entwickelt (Eisenmenger-Reaktion) mit entsprechender Zyanose. Dies ist der Fall bei ca. 27% der Ventrikel-, 7% der Vorhofseptumdefekte, 13% der offenen Ductus Botalli. – Nach Eintritt der E.-Reaktion verbietet sich in der Regel ein operativer Verschluss der das Vitium kennzeichnenden Kurzschlussverbindung wegen der Gefahr der Auslösung eines akuten Rechtsherzversagens.

  • Eisenmenger-Syndrom 2)
    Eisenmenger  >  Eisenmenger-Syndrom
    • 2)

    • Englischer Begriff: E.'s syndrome (Paul Wood's revised concept)

    Eisenmenger-Komplex.

  • Eisenoxid
    • Englischer Begriff: ferrous oxide; iron oxide

    Diagnostikum für die Kernspintomographie; dient dem Nachweis von Lebertumoren.

  • Eisenpigment
    • Englischer Begriff: iron pigment

    gefärbte natürliche Substanzen mit Fe-Gehalt, z.B. Porphyrine (nebst Derivaten) u. andere Metallproteide (z.B. Hämosiderin).

  • Eisenpool
    • Englischer Begriff: iron pool

    • Fach: Physiologie

    das Gesamteisen im Organismus, s.u. Eisen.

  • Eisenpräparate

      Arzneimittel zur Eisentherapie.

    • Eisenquelle
      • Englischer Begriff: chalybeate spring

      natürliche Heilquelle mit mindestens 10 mg Eisen pro kg Wasser (inkorrekt: „Stahlquelle“). S.a. Eisensäuerling.

    • Eisenreaktion
      • Eisen|reaktion

      • Englischer Begriff: Prussian blue reaction

      Berliner-Blau-Reaktion; s.a. Eisenbestimmung.

    • Eisensaccharose
      • Englischer Begriff: ferrous sucrose; iron sucrose

      3-wertige Eisenverbindung zur Substitutionsther.; s.a. Eisen.

    • Eisensäuerling
      • Eisen|säuerling

      Quelle mit einem Gehalt an freiem, gelöstem Kohlendioxid von > 1000 mg u. an Eisen von > 10 mg pro kg Wasser.

    • Eisensorbitol
      • Englischer Begriff: iron sorbitol

      3-wertige Eisenverbindung zur parenteralen Substitutionsther.; s.a. Eisen.

    • Eisenspeicherkrankheit
      • Eisen|speicher|krankheit

      • Englischer Begriff: iron storage disease

      Krankheitsbild infolge vermehrter Ablagerung von Eisen in Geweben: Hämochromatose, Hämosiderose.

    • Eisenstar
      • Eisen|star

      • Fach: Ophthalmologie

      Siderosis lentis.

    • Eisenstaublunge
      • Eisen(staub)lunge

      Siderosis pulmonum.

    • Eisenstoffwechsel
      • Eisen|stoffwechsel

      • Englischer Begriff: iron metabolism

      s.u. Eisen (dort Abb.).

    • Eisensuccinat
      • Englischer Begriff: ferrous succinate; iron succinate

      2-wertige Eisenverbindung zur oralen Substitutionsther.; s.a. Eisen.

    • Eisensulfat
      • Englischer Begriff: ferrous sulfate; iron sulfate

      2-wertige Eisenverbindung zur oralen Substitutionsther.; s.a. Eisen.

    • Eisentherapie
      • Eisen|therapie

      • Englischer Begriff: ferrotherapy

      Behandlung von Eisenmangel, u. zwar oral mit resorbierbaren 2-wertigen Eisenverbindungen, z.B. Eisen(II)-sulfat (= Ferrum sulfuricum oxydatum, FeSO4 + 7H2O) oder – bei Resorptionsstörungen u. Unverträglichkeit – parenteral mit Fe(III)-Verbindungen i.v.; Dosierung: 100–300 mg pro Tag. Wichtigste NW ist Obstipation, bei oraler Therapie kann es zu Übelkeit, Erbrechen u. Diarrhöen kommen. S.a. Eisenvergiftung.

    • Eisenüberladung
      • Eisen|über|ladung

      • Englischer Begriff: iron overload

      Überangebot an Eisen mit nachfolgender Ablagerung in die Gewebe: langsam-progredient v.a. bei Hämochromatosen u. Anämien mit ineffektiver Blutbildung, schnell nach häufigen Transfusionen bei therapierefraktären Anämien. Transferrin-Sättigung > 80% (= latente Eisenbindungskapazität erniedrigt), erhöhte Werte des Serumferritins (u. der SGOT u. SGPT) u. Anstieg des Nicht-Hämoglobin-Eisens in den Erythrozyten sprechen für eine relevante E. (= manifestes Stadium).

    • Eisenutilisationsrate
      • Eisen|utilisations|rate

      der von den Erythrozyten nach Injektion von Eisen-59 aufgenommene (inkorporierte) Anteil; normal 80–90%. S.a. Ferrokinetik.

    • Eisenvergiftung
      • Eisen|vergiftung

      • Englischer Begriff: iron poisoning

      Vergiftung durch versehentliche Einnahme von Eisentherapie-Präparaten durch Kleinkinder (letale Dosis von Eisen[II]-sulfat [s.a. Eisentherapie]: 3–10 g). Klinik: blutiges Erbrechen, Durchfall, Teerstuhl, Schock (evtl. nach zunächst scheinbarer Besserung), später Zyanose u. Lungenödem. – Gegenmittel: Deferoxaminum.

    • Eisessig
      • Eis|essig

      • Englischer Begriff: glacial acetic acid

      s.u. Essigsäure.

    • Eisessigprobe
      • Eisessig|probe

      • Fach: Gerichtsmedizin

      s.u. Teichmann-Kristalle.

    • Eisprung
      • Ei|sprung

      • Englischer Begriff: ovulation

      • Fach: Gynäkologie

      Ovulation.

    • Eiswasserbad
      • Eis|wasser|bad

      • Englischer Begriff: ice water bath

      früher angewandte künstliche Unterkühlung (Hypothermie) für Operationszwecke, indem der Narkotisierte in einer eiswassergefüllten Wanne auf die gewünschte Körpertemperatur gebracht wird; s.a. Hibernation.

    • Eiswassertest
      • Eiswasser|test

      • 1)
        Cold-Pressure-Test... (mehr)
      • 2)
        (Bors) Prüfung der Reflexaktivität der Harnblase durch Auffüllung mit... (mehr)
    • Eiswassertest 1)
    • Eiswassertest 2)
      Eiswassertest
      • 2)

      • Englischer Begriff: iced water test

      (Bors) Prüfung der Reflexaktivität der Harnblase durch Auffüllung mit Eiswasser.

    • Eiter
      • Synonyme: Pus

      • Englischer Begriff: pus

      durch belebte (Eitererreger) oder unbelebte (auch sterile) Fremdkörper hervorgerufenes entzündliches Exsudat (s.a. Entzündung), z.B. in infizierten Wunden, bei Phlegmone, in Abszessen, Furunkeln, bei Infektionen von Körperhöhlen bzw. Hohlorganen (z.B. Pyothorax, Pyaskos, Pyonephrose [„Eitersackniere“]), bestehend aus zahlreichen polymorphkernigen Leukozyten (Eiterkörperchen), nekrotischen Gewebezellen (Detritus) u. wenig Serum. Die Farbe u. Viskosität sind abhängig von den beteiligten Erregern (z.B. blauer Eiter bei Pseudomonas-Infektion).

    • Eiterausschlag
      • Eiter|ausschlag

      Pyodermie.

    • Eiterbeule
      • Eiterbeule

      Furunkel, Karbunkel.

    • Eiterbläschen
      • Eiter|bläschen

      Pustula.

    • Eitererreger
      • Eiter|erreger

      • Englischer Begriff: pyogenic agents; pyogens

      die Bildung von Eiter auslösende Mikroorganismen, v.a. Staphylo- u. Streptokokken, ferner Pneumo-, Gono-, Meningokokken, Pseudomonas aeruginosa, Aktinomyzeten u.a.m.

    • Eiterflechte
      • Eiter|flechte

      • Synonyme: -grind

      Impetigo contagiosa.

    • Eiterkörperchen
      • Eiter|körperchen

      • Synonyme: -zellen

      • Englischer Begriff: pus corpuscles; pus cells

      zerfallende u. dabei lytische Fermente freisetzende segmentierte Granulozyten, auch Lympho- oder Monozyten-ähnliche Zellen, die – in großer Zahl – die trübe, rahmige Beschaffenheit des Eiters bedingen. Ihre Fermente führen Einschmelzung vorhandener Nekrosen herbei.

    • Eitod
      • Ei|tod

      das Absterben des reifen Eies nach dem Follikelsprung im Falle der Nichtbefruchtung; Ursache der Menstruation.

    • Eitransport
      • Ei|transport

      • Synonyme: -wanderung

      • Englischer Begriff: migration of ovum; passage of ovum

      Abbildung

      Fortbewegung des im Eileitersekret schwimmenden Eies in die Gebärmutter. Wird gesteuert durch die Eileiterperistaltik u. die Flimmerbewegungen des Tubenepithels. S.a. Abb.

    • Eiweiß
      • Eiweiß

      • Synonyme: Eiweißkörper; Peptide; Proteine; Polyaminosäuren

      • Englischer Begriff: protein; proteins

      • Fach: Biochemie

      weit verbreitete, in tierischen u. pflanzlichen Zellen aus Aminosäuren durch Peptidbindungen zusammengesetzte Naturstoffe (s.u. Eiweißbiosynthese), die charakteristische Ketten- u. Raumstrukturen (Eiweißstruktur) bilden u. durchschnittlich aus 50% Kohlenstoff, 7% Wasserstoff, 16% Stickstoff, 20% Sauerstoff u. 2% Schwefel bestehen. Nach Größe (Molekulargewicht) unterschieden als Oligopeptide (mit weniger als 10 Aminosäuren [As.]), Polypeptide (mit 10–100 As.) u. Proteine (Makropeptide; mit mehr als 100 As.). Nach ihrer Gestalt unterschieden in lang gestreckte (fibrilläre) Proteine, die als Stütz- u. Struktursubstanzen dienen (z.B. Keratin, Kollagen, Elastin, Myosin), u. in kugelige (globuläre) Proteine (s.a. Globulin, Albumin), die vielfältige Funktionen in Zellkern, -membran u. Zytoplasma sowie in Körperflüssigkeiten (Plasmaproteine, Immunglobuline, Peptid- u. Proteohormone, Enzyme) erfüllen oder dem Sauerstofftransport dienen (Hämoglobin, Myoglobin). Proteine, die mit Stoffen ohne Eiweißcharakter zusammengesetzt sind, werden auch Proteide genannt (Chromo-, Glyko-, Hämo-, Lipo-, Nucleo-, Metall-, Phosphoproteide oder -proteine). S.a. Peptid..., Protein..., Proteo..., Plasmaproteine, Eiweiß...

    • Eiweißanalyse
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