Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Elektrolytkoma
    • Elektrolyt|koma

    • Synonyme: falsches Koma

    komatöser Zustand infolge qualitativer oder quantitativer Veränderung der Körperelektrolyte, z.B. als Coma hypochloraemicum (s.a. Leberkoma).

  • Elektrolyttherapie
    • Elektrolyt|therapie

    über den Magen-Darm-Trakt oder parenteral (durch Infusion) erfolgende Zufuhr von Elektrolyten (Lösungen) bei Störungen des Elektrolythaushalts.

  • elektromagnetische Strahlung
    • elektro|magnetische Strahlung

    • Englischer Begriff: electromagnetic radiation

    • Fach: Physik

    Wellenstrahlung (Transversalwellen [im Gegensatz zu longitudinalen Schallwellen]), die sich mit Lichtgeschwindigkeit auch im Vakuum ausbreitet u. deren Energieträger zeitlich-periodische elektromagnetische Felder sind. Elektromagnetisches Feld: die Überlagerung eines zeitlich veränderlichen elektrischen Feldes mit dem induzierten, zeitlich veränderlichen magnetischen Feld (u. umgekehrt).

  • Elektromanometer
    • Elektro|mano|meter

    • Englischer Begriff: electromanometer

    Druckmessgerät, das als mechanoelektrischer Wandler („Druck-Transducer“) druckbewirkte Verformungen einer speziellen Membran in druckproportionale elektrische Spannungen umwandelt. Anw. z.B. zur blutigen Druckmessung in Blutgefäßen, Herzhöhlen; s.a. Enddarmelektromanometrie.

  • Elektromassage
    • Elektromassage 1)
      Elektromassage
      • 1)

      Anw. von Träbert-Strom (Ultrareizstrom mit analgetisch wirkenden Rechteckimpulsfolgen von 143 Hz u. 2 ms Impulsdauer) in der Reizstromtherapie zur Schmerzlinderung.

    • Elektromassage 2)
      Elektromassage
      • 2)

      Anw. elektrischer Massagegeräte unterschiedlicher Frequenz.

    • elektromechanische Entkoppelung
      • elektro|mechanische Entkoppelung

      Ausfall der elektromechanischen Koppelung.

    • elektromechanische Koppelung
      • elektro|mechanische Koppelung

      • Englischer Begriff: electromechanical coupling

      • Fach: Physiologie

      die Umsetzung der an der Zellmembran eintretenden Erregung (= Aktionspotential) in eine Kontraktion der Muskelzelle, wobei die hierbei in das Zellinnere einströmenden Calciumionen als Vermittler wirken (Aktivierung des kontraktilen Systems; Actin, Myosin). – Koppelung blockierbar durch Calciumantagonisten.

    • Elektromechanotherapie

        Anw. von Schwellströmen zur elektrischen Übungsbehandlung der Extremitätenmuskulatur, bei der die Muskeln gegen mechanische Widerstände Arbeit leisten müssen.

      • Elektromedizin
        • Elektro|medizin

        • Englischer Begriff: electromedicine

        nicht einheitlich gebrauchter Sammelbegriff für einige Anwendungsbereiche elektrotechnischer u. elektronischer Verfahren in Diagnostik u. Therapie. Im Allg. werden zur E. gerechnet: Elektrokardiographie; Phonokardiographie; elektrische Messung von Blutdruck, Pulsfrequenz u. Blutfluss; Elektroenzephalographie; kardiopulmonale Funktionsdiagnostik; Patientenüberwachung in der Intensivpflege u. im Operationssaal; Elektrotherapie des Herzens; Reizstromapplikation, Hochfrequenzwärmetherapie; Ultraschalltherapie u. -diagnostik; Elektrochirurgie. Nicht hinzugezählt werden z.B. die Radiologie, einschließlich der Nuklearmedizin, die medizinische Akustik, die Aerosoltechnik. Korrekter wären die Zusammenfassung der physikalisch-technischen Seite aller genannten u. anderen Gebiete unter dem alles umfassenden Begriff Medizintechnik (mit der medizinischen Physik als Grundlagenwissenschaft) und die Einschränkung des Begriffs Elektromedizin auf die Bereiche, in denen elektrische Vorgänge im Körper ein wesentliches Merkmal sind (z.B. EEG, EKG, Reizstromanwendung).

      • elektromedizinische Systemdiagnostik

          Messung des elektrischen Hautwiderstandes bzw. des elektrischen Potentials in Akupunkturpunkten bzw. Reaktionspunkten zur Diagnostik von Funktionsstörungen in Organsystemen u. zum Medikamententest. Dazu zählen z.B. die Elektroakupunktur nach Voll (EAV), der sog. Vega-Test etc.; die e. S. spielt eine wichtige Rolle in der Regulationsmedizin. S.a. Akupunktur.

        • Elektrometer
          • Elektro|meter

          • Englischer Begriff: electrometer

          Gerät zur Messung der Kraft elektrischer Ladungen.

        • elektromotorische Punkte
          • elektro|motorische Punkte

          Muskelreizpunkte.

        • Elektromyographie
          • Elektro|myo|graphie

          • Synonyme: EMG (Abk.)

          • Englischer Begriff: electromyography

          Abbildung   Abbildung

          die Registrierung der bioelektrischen Aktivität der Muskulatur als Elektromyogramm, i.d.R. durch Insertion von Nadelelektroden („Nadelmyographie“). Dargestellt werden die Ruheaktivität u. das Aktivitätsmuster bei verschiedenen Stärkegraden von Willkürinnervation. In Ruhe werden im gesunden Muskel als physiologische Spontanaktivität gefunden: Einstichaktivität, Endplattenpotentiale sowie (endplattennah) Endplattenrauschen, außerdem einzelne Fibrillationspotentiale (s.a. Abb.). Bei geringer Willkürinnervation werden Form, Dauer u. Amplitude der je nach Innervationsrate des untersuchten Muskels sehr verschieden konfigurierten Aktionspotentiale (Potentiale motorischer Einheiten) analysiert, bei zunehmender Innervationsstärke deren Rekrutierung (das Hinzutreten weiterer Aktionspotentiale) u. die Entladungsfrequenz der bereits arbeitenden Aktionspotentiale. Bei Maximalinnervation wird ein dichtes Interferenzmuster erzielt. – Bei Erkrankungen u. Schädigungen der Muskulatur (z.B. Myopathie, Myositis) u. des peripheren Nervensystems (z.B. Polyneuropathie, Nervenwurzelkompression, Poliomyelitis) können in Ruhe charakteristische pathologische Spontanaktivität (v.a. Fibrillationspotentiale, positive scharfe Wellen [s.a. Abb.], bizarre hochfrequente u. myotone Entladungen) sowie Veränderungen des Willküraktivitätsmusters (Deformierung u./oder Störung der Rekrutierung von Aktionspotentialen) auftreten. Dadurch können myogene u. neurogene Prozesse identifiziert u. hinsichtlich Lokalisation, Ausmaß, Akuität, Dauer u. Prognose beurteilt werden.

        • Elektromyostimulation
          • Elektro|myo|stimulation

          Elektrogymnastik.

        • Elektron
          • Elek|tron

          • Synonyme: Negatron; e (Abk.)

          • Englischer Begriff: electron

          stabiles Elementarteilchen mit Eigenrotation (Spin), behaftet mit der kleinsten elektrischen Ladungsmenge e0 = 1,603 · 10–19 Coulomb (sog. Elementarladung); seine extrem geringe Ruhemasse m0 beträgt 0,9108 · 10–31 kg. Kommt vor als Hüllenelektron im Atom, wird als β-Teilchen beim Kernzerfall (radioaktiver Zerfall) frei, tritt frei auf in Kathodenstrahlen bei der Gasentladung, ist der Ladungsträger des elektr. Stroms; s.a. Elektronen..., Dualismus.

        • Elektronarkose
          • Elektro|narkose

          • Englischer Begriff: electronarcosis

          allgemeine Betäubung durch – über Schädelelektroden verabfolgten – Gleich- u. Rechteckstrom, nieder- u. hochfrequenten Wechselstrom, wechselstromüberlagerten Gleichstrom oder durch interferierende u. modulierte Ströme. – Wegen z.T. erheblicher Nebenerscheinungen (Herzrhythmusstörung, tonisch-klonische Muskelkrämpfe, Laryngospasmus, übermäßige Speichelabsonderung, komatöse Zustände, Hypertonie) bisher kaum praktisch angewendet, u.a. – modifiziert – zur Elektroschlaftherapie akuter Psychosen.

        • Elektronen übertragendes Flavoprotein
          • Elektronen übertragendes Flavoprotein

          • Synonyme: ETF (Abk.)

          Flavinenzym der Atmungskette.

        • Elektronenakzeptor
          • Elektronen|akzeptor

          • Englischer Begriff: electron acceptor

          • Fach: Chemie

          „Elektronenempfänger“ (s.u. Redoxpotential).

        • Elektronenbeschleuniger
          • Elektronen|beschleuniger

          • Englischer Begriff: electron accelerator

          Teilchenbeschleuniger für Elektronen; als Linearbeschleuniger, Synchrotron oder als Betatron (Letzteres unzutreffend bezeichnet als Elektronenschleuder).Der E. ist ein Umlauf- oder Kreisbeschleuniger nach dem Prinzip des Wechselstromtransformators, in dem die Sekundärwicklung durch ein evakuiertes ringförmiges Rohr ersetzt ist. Darin „eingeschlossene“ Elektronen werden auf einer Kreisbahn durch ein zeitlich sich veränderndes Magnetfeld beschleunigt (bis 45 MeV). Die „schnellen Elektronen“ werden entweder direkt therapeutisch genutzt (Elektronentherapie) oder in Form der ultraharten Röntgenstrahlung angewendet, die beim Auftreffen der Elektronen auf Schwermetalle (Bremsstrahlung) entsteht.

        • Elektronendonator
          • Elektronen|donator

          • Englischer Begriff: electron donor

          „Elektronenspender“ (s.u. Redoxpotential).

        • Elektronenemission
          • Elektronen|emission

          • Englischer Begriff: electron emission

          „Elektronenaussendung“; s.u. Betastrahlung, Photoeffekt, Compton-Effekt, Paarbildung.

        • Elektronenformel
          • Elektronen|formel

          • Englischer Begriff: electronic structure formula

          Abbildung

          Darstellung der Bindungsverhältnisse innerhalb eines Moleküls durch Kennzeichnung der – gebundenen u. ungebundenen – Valenzelektronen in der äußersten Elektronenschale des Atoms (s. Abb.).

        • Elektronenhülle
          • Elektronen|hülle

          • Englischer Begriff: electron shell

          s.u. Atom.

        • Elektronenlinse
          • Elektro(nen)linse

          s.u. Elektronenmikroskop.

        • Elektronenmikroskop
          • Elektronen|mikroskop

          • Synonyme: EM (Abk.)

          • Englischer Begriff: electron microscope

          • Biogr.: Ruska, 1939, später gewürdigt durch den Nobelpreis 1986; zusammen mit G. Binning u. H. Rohrer [Tunnelelektronenrastermikroskop, 1983]

          Abbildung

          Mikroskop, das zur ungehinderten Ausbreitung der Elektronen als gasdichter Zylinder konstruiert ist u. mit dem unter Ausnutzung des besonders kurzwelligen Charakters der Elektronenstrahlung (s.a. Dualismus) kleinste Strukturen sichtbar gemacht werden (Elektronenmikroskopie). Prinzip: Die von einer Glühkathode stammenden u. anschließend beschleunigten u. mit Hilfe eines Kondensors zu einem Strahl vereinigten Elektronen durchstrahlen das Objekt. Bei der erzielten Beschleunigung der Elektronen beträgt deren Durchdringungsfähigkeit nur ca. 100 nm. Daher befindet sich das Objekt auf sehr dünnen Objektträgern (Metallnetzchen mit bedeckender Plastikfolie). Nach Objektpassage wird der Elektronenstrahl durch Elektrolinsen (rotationssymmetrische elektrostatische oder -magnetische Felder anstelle optischer Linsen) geführt, wobei die Objektivlinse ein vergrößertes Zwischenbild liefert, dessen Ausschnitt – durch eine Projektivlinse stark vergrößert – auf einem Fluoreszenzschirm erscheint. Das Schirmbild kann betrachtet werden mit Hilfe eines optischen Mikroskops oder auf einem Fernsehschirm, auf den es über einen Bildverstärker projiziert wird (das Prinzip gilt nicht für das Emissionsmikroskop). Das Auflösungsvermögen liegt unter 1 nm (ca. 2 Å); Nachvergrößerung ist im Gerät selbst oder photographisch möglich. Systeme: a) Emissionsmikroskop; die abbildenden Elektronen gehen vom Objekt selbst aus durch Heizung oder Elektronenbestrahlung (z.B. Feldelektronenmikroskop), werden aber auch von Radioisotopen abgestrahlt, die als Tracer zur Markierung der Objektbestandteile dienen; b) Elektronenrastermikroskop (für Elektronenrastermikroskopie [engl.: scanning electron microscopy; SEM]); zeilenweise Abtastung mit einem feinen Elektronenstrahl; zur Untersuchung von Oberflächen; Auflösung ca. 10 nm. Eine Sonderform ist das Tunnelelektronenrastermikroskop, das mit Leitungselektronen des Festkörpers arbeitet, wodurch das Eindringen in den atomaren Bereich möglich wird; c) Durchstrahlungs- = Übermikroskop (für Durchstrahlungselektronenmikroskopie [engl.: transmission electron microscopy; TEM]; Elektronen werden am dünnen Objekt gestreut u. absorbiert); d) Stereo-Elektronenmikroskop (Durchstrahlung des Objektes aus zwei verschiedenen Richtungen). – Bei Untersuchungen biol. Objekte erfolgt deren Kontrastierung durch Aufdampfen von Schwermetallsalzen, wodurch die schwache, auf der geringen Masse ihrer Atome beruhende Streuung verstärkt wird. S.a. Abb.

        • Elektronenmikroskopie
          • Elektronen|mikroskopie

          • Englischer Begriff: electron microscopy

          Untersuchung feinster Strukturen mit Elektronenmikroskopen. Insbesondere in der Zytologie, Bakteriologie, Virologie, Genetik u. Biochemie gelingt nach entsprechender Bearbeitung des Materials (s.u. Ultramikrotom, Kontrastierungsmittel, Negativkontrastierung) u. Einsatz von Großrechnern zur Bildrekonstruktion die Darstellung bis hin zur molekularen Ebene (Höchstauflösungsmikroskopie).

        • Elektronenrastermikroskop
          • Elektronen|raster|mikroskop

          s.u. Elektronenmikroskop.

        • Elektronenschleuder
          • Elektronen|schleuder

          • Englischer Begriff: betatron

          nicht fachgerechte Bez. für das Betatron (s.u. Elektronenbeschleuniger).

        • Elektronenspinresonanz
          • Elektronen|spin|resonanz

          • Synonyme: ESR (Abk.)

          • Englischer Begriff: electron spin resonance; electron paramagnetic resonance; EPR (Abk.)

          Fähigkeit nicht spinkompensierter Hüllenelektronen (Elektronen mit nicht kompensiertem magnet. Moment, z.B. in paramagnet. Substanzen; bei ungepaarten Elektronen in Radikalen), in einem konstanten Magnetfeld durch Absorption senkrecht dazu eingestrahlter hochfrequenter elektromagnet. Strahlung (ν ~ 109 Hz) die quantenmechan. bedingte Orientierung im Magnetfeld zu ändern u. dadurch von einem Zustand niedriger Energie in den einer höheren überzugehen. Genutzt in der Elektronenspinresonanzspektroskopie (ESR-Spektroskopie, paramagnet. Resonanzspektroskopie) zum Nachweis von paramagnet. Molekülen u. von Ionen der Übergangsmetalle sowie zur Messung ihres stoffcharakterist. ESR-Spektrums (Bestimmung der magnet. Momente). S.a. Kernspinresonanz(tomographie).

        • Elektronensterilisation
          • Elektronen|sterilisation

          • Englischer Begriff: electron sterilization

          Kaltsterilisation mit β-Strahlen (s.a. Elektronen); v.a. in der Pharmazie u. Lebensmittelindustrie.

        • Elektronenstrahl
          • Elektronen|strahl

          • Englischer Begriff: electron beam

          • Fach: Physik

          geradlinige, gebündelte Bewegung beschleunigter Elektronen im Vakuum; s.a. Kathodenstrahlen, Dualismus.

        • Elektronenstrahlmikrosonde
          • Elektronen|strahl|mikro|sonde

          durch Elektronenstrahl geleitete Mikrosonde, z.B. zur Messung der NaCl-Konzentration in Tubuluszellenmaterial.

        • Elektronenstrahloszillograph
          • Elektronen|strahl|oszillo|graph

          Kathodenstrahloszillograph.

        • Elektronentherapie
          • Elektronen|therapie

          • Englischer Begriff: electron-beam therapy

          Strahlentherapie mit schnellen Elektronen (s.a. Elektronenbeschleuniger), deren Verteilungsmechanismus im Gewebe etwa dem von Röntgen- u. γ-Strahlen entspricht. Energien bis 18 MeV sind für Oberflächen- u. Halbtiefen-, bis 45 MeV auch für Tiefentherapie geeignet, wobei die günstige Dosisverteilung eine gute Herdanpassung ermöglicht.

        • Elektronentransportpartikel
          • Elektronen|transport|partikel

          • Synonyme: ETP (Abk.)

          • Englischer Begriff: electron-transport particles

          • Fach: Biochemie

          aus Mitochondrien isolierte (z.B. durch Ultraschall) Bruchstücke der Mitochondrienmembran, die Multienzymsysteme der Atmungskette enthalten.

        • Elektronenübertragung
          • Elektronen|übertragung

          • Englischer Begriff: electron transfer

          • Fach: Chemie

          s.u. Redoxpotential.

        • Elektronenvervielfacher
          • Elektronenvervielfacher

          • Englischer Begriff: photomultiplier

          • Fach: Physik

          Sekundärelektronenvervielfacher.

        • Elektronenvolt
          • Elektronen|volt

          • Synonyme: eV (Abk.)

          • Englischer Begriff: electron volt

          • Fach: Physik

          SI-Einheit für die Änderung der Energie eines Elektrons, das eine Potentialdifferenz von 1 V durchlaufen hat; 1 eV = 1,6–10–19 Wattsekunden (Größe von Gammaquanten wird angegeben in Kilo- oder in Megaelektronenvolt [keV bzw. MeV]).

        • Elektroneurographie
          • Elektro|neuro|graphie

          • Synonyme: ENG (Abk.)

          • Englischer Begriff: electroneurography

          Ableitung u. Registrierung der Aktionspotentiale eines Nervenstammes nach dessen natürlicher (auf physiologischem Wege erfolgter) oder elektr. Reizung. Als Messung der Leitungsgeschwindigkeit an motorischen oder sensiblen Nerven diagnostisch genutzt.

        • Elektronystagmographie
          • Elektro|nystagmo|graphie

          • Englischer Begriff: electronystagmography

          Abbildung

          die objektive Erfassung u. Darstellung (Elektronystagmogramm) des Nystagmus bezüglich Frequenz u. Amplitude der Ausschläge von der Mittelstellung („Mi.“, Abb.). Prinzip: bei der Vestibularisprüfung als Ableitung (mittels temporal u. frontal angebrachter Elektroden) der Schwankungen des elektrischen Feldes in der Umgebung des Dipols „Augapfel“ (Netzhaut negativ, Kornea positiv). Entspricht den Änderungen des sich linear mit dem Blickwinkel ändernden Bestandspotentials zwischen Netzhaut u. Umgebung. Eine Variante der Elektrookulographie.

        • Elektrookulographie
          • Elektro|okulo|graphie

          • Synonyme: EOG (Abk.)

          • Englischer Begriff: electrooculography

          indirekte Erfassung u. Darstellung des Ruhe-Bestandspotentials des Auges anhand der Änderungen der bioelektrischen Spannungs-(= Potential-)differenz zwischen dem vorderen u. hinteren Pol des Auges als Folge einer Lageänderung des Augapfels, der als elektrischer Dipol aufzufassen ist (Kornea positiv, Retina negativ). Die Potentialänderungen schlagen sich in Spannungsänderungen der Umgebung nieder, die ihrerseits mittels periokulärer Elektroden ableitbar sind. Die EOG-Antwort wird vom retinalen Pigmentepithel erzeugt.

        • Elektroolfaktometrie
          • Elektro|olfakto|metrie

          • Englischer Begriff: electroolfactometry

          objektive Geruchsprüfung mit graphischer Darstellung der an Riechzellen nach Reizung durch Duftstoffe entstehenden, von distal nach proximal (= hirnwärts) kleiner werdenden Aktionspotentiale (evozierte EEG-Potentiale). S.a. Riechzelle (dort Abb.).

        • Elektroophthalmographie
          • Elektro|ophthalmo|graphie

          • 1)
            Elektromyographie der äußeren Augenmuskeln... (mehr)
          • 2)
            Elektrookulographie... (mehr)
        • Elektroophthalmographie 1)
          Elektroophthalmographie
          • 1)

          Elektromyographie der äußeren Augenmuskeln.

        • Elektroophthalmographie 2)
        • Elektroosmose
          • Elektro|osmose

          • Englischer Begriff: electroosmosis

          Elektroendosmose.

        • Elektropherogramm
          • Elektro|phero|gramm

          • Synonyme: Pherogramm

          • Englischer Begriff: electrophoretogram; electropherogram

          • Fach: Labormedizin

          das bei der Elektropherographie auf dem Trägermaterial im Allg. mit Farbreagenzien entwickelte oder optisch registrierte Schaubild (s.a. Eiweißelektrophorese; dort Abb.).

        • Elektropherographie
          • Elektro|phero|graphie

          • Englischer Begriff: electropherography

          sog. Träger- oder Zonenelektrophorese (als Elektrophorese mit festem Trägermaterial), z.B. Papier- u. Gel-Elektrophorese; s.u. Eiweißelektrophorese (dort Abb.).

        11765