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  • Elektrophorese
    • Elektrophorese

    • Englischer Begriff: electrophoresis

    (Tiselius 1930) die Wanderung elektrisch geladener Teilchen in flüssigen Medien im – möglichst homogenen – elektrischen Feld. Die Wanderungsgeschwindigkeit v ist dabei proportional der Feldstärke E u. der Ionenladung Q u. umgekehrt proportional dem Teilchenradius r u. der Viskosität η der Suspension: v = QE / 6πrη. Die Ausführung erfolgt als „Träger-E.“ (Elektropherographie), evtl. in Kombination mit Immunpräzipitation (Immunoelektrophorese) oder aber als (träger)freie E., Letztere zur Präparation u. Analyse von Proteinen sowie von Zellfragmenten u. ganzen Zellen, die frei in einem Puffer suspendiert sind (Zellelektrophorese) u. entsprechend ihrer Oberflächenladung aufgetrennt werden; s.a. elektrophoretisch...; Elektrosyn(h)ärese.

  • elektrophoretische Beweglichkeit
    • Synonyme: EB (Abk.)

    • Englischer Begriff: electrophoretic mobility

    effektive Wanderungsgeschwindigkeit elektrisch geladener Teilchen bei der Elektrophorese, bezogen auf die Einheit der Feldstärke [cm2·V–1·sec–1].

  • elektrophoretischer Mobilitätstest, Elektrophorese-Mobilitätstest
    • elektrophoretischer Mobilitätstest

    • Synonyme: Elektrophorese-Mobilitätstest; EMT (Abk.)

    Veränderung der effektiven Wanderungsgeschwindigkeit stabilisierter Indikatorpartikel (z.B. Tannin-behandelter = „tannierter“ Schaf-Erythrozyten [ETS] als Indikatorzellen) im elektrischen Feld bei der Elektrophorese unter dem Einfluss von Stoffen (Lymphokine?), die von spezifisch sensibilisierten Lymphozyten abgegeben werden. Die Messung der Wanderungsgeschwindigkeit der Ery (bezogen auf die Einheit der Feldstärke [cm2·V–1·sec–1]) erfolgt in der Messkammer eines Zytopherometers unter Beobachtung durch ein Phasenkontrastmikroskop.

  • elektrophrenische Atmung
    • elektro|phrenische Atmung

    • Englischer Begriff: electrophrenic respiration

    Beatmung durch rhythmische elektrische Reizung des Zwerchfells bzw. seiner Nerven (= Nervi phrenici); nur noch von histor. Bedeutung. S.a. Elektrolunge.

  • Elektrophysiologie
    • Elektro|physiologie

    • Englischer Begriff: electrophysiology

    die Physiologie der Bioelektrizität, z.B. bei Erregung(svorgängen).

  • elektrophysiologische Untersuchung
    • Synonyme: EPU (Abk.)

    • Englischer Begriff: electrophysiological study; EPS

    Ableitung des Elektrokardiogramms mit einem Herzkatheter direkt aus dem Inneren des Herzens.

  • Elektropräzipitation
    • Elektro|präzipitation

    • Englischer Begriff: electroprecipitation

    Elektrosyn(h)ärese.

  • Elektroprothese
    • Elektro|prothese

    • Englischer Begriff: electroprosthesis

    • Fach: Orthopädie

    durch eine eingebaute elektrische Kraftquelle betriebene Prothese für Unterarmamputierte. Die Bewegungsauslösung erfolgt durch Druckkontakt bei Kontraktion eines Muskels (= Vaduzer Prothese) oder durch Muskelaktionspotentiale (= myoelektrische Prothese).

  • Elektropunktur
    • Elektro|punktur

    • Englischer Begriff: electropuncture

    therapeutische Elektrolyse.

  • Elektropyrexie
    • Elektro|pyr|exie

    • Englischer Begriff: inductothermy

    künstliche Überwärmung durch Kurzwellen als Fiebertherapie.

  • Elektroreduktion
    • Elektro|reduktion

    Elektrokonversion.

  • Elektroresektion
    • Elektro|resektion

    • Englischer Begriff: electrical resection

    Entfernung von Weichteilen (Resektion) mit elektrochirurgischen Mitteln; i.e.S. die urologische E. als transurethrale Resektion (TUR) bzw. transurethrale Prostataresektion (TUR-P).

  • Elektroretinographie
    • Elektro|retino|graphie

    • Synonyme: ERG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electroretinography; electroretinogram

    Abbildung

    Registrierung der bei Belichtung des Auges (z.B. durch „Elektronenblitz“ = sog. Blitz-ERG) auftretenden komplexen Potentialschwankung. Das Summenpotential („Ganzfeld-ERG“) besteht aus Teilpotentialen des Pigmentepithels u. der Netzhautrezeptoren sowie aus dem (auch bei Dunkelheit vorhandenen) korneoretinalen Bestandspotential des Dipols Auge. Mit Hilfe von Außenelektroden (Elektrodenhaftschale an der Kornea gegen indifferente Schläfenelektrode) wird ein Elektroretinogramm abgeleitet und von einem Kathodenstrahloszillographen angezeigt (s. Abb.); es ist ein wichtiges Diagnostikum bei tapetoretinaler Degeneration, Siderose („Erlöschen“ des ERG) sowie Retinopathia pigmentosa. Das Helligkeits-ERG (H-ERG) dient der Beurteilung der Sinneszellenfunktion. Die Kurve zeigt nach einem frühen Retinarezeptorpotential eine a-Welle als Ausdruck eines späten Rezeptorpotentials (LRP [L für engl. late]). Diese Welle ist bei gestörter Reizrezeption weniger tief. Es folgt ein stufenweiser Anstieg („oszillatorische Potentiale“) als Ausdruck von Impulsen in Zellen der inneren Körnerschicht; dieser Teil ist vermindert bei Krankheiten mit Netzhautbeteiligung, Nachtblindheit. Den Gipfel der Ableitung bilden die b- u. x-Welle. Sie entstehen ebenfalls durch Aktivität der Zellen der inneren Körnerschicht auf Impulse aus den Stäbchen- bzw. Zapfenzellen. Diese Impulse sind bei Zentralarterien-Verschluss unterdrückt. Der nachfolgende Ausschlagabfall ist Ausdruck eines Aus-(Off-)Effektes nach Lichtreizbeendigung. Eine nach sekundärer Belichtung unter Gleichstromverstärkung folgende c-Welle ist Ausdruck der Pigmentepithel-Aktivität. Weitere Arten: Muster-ERG (M-ERG) unter Einsatz sich umkehrender Muster (z.B. Schachbrettmuster) u. elektronischer Auswertung; spiegelt die Aktivität der Ganglienzellen der dritten Netzhautschicht wider. Multifokales ERG (mf-ERG) zur spezifischen Untersuchung seperater Netzhautareale vorwiegend im Bereich des hinteren Pols der Netzhaut. S.a. Elektrookulographie, Elektronystagmographie.

  • Elektroschlaftherapie
    • Elektro|schlaftherapie

    • Synonyme: Elektro(heil)schlaf

    • Englischer Begriff: electrosleep; electric sleep induction

    Modifikation der Elektronarkose, die eine dem Schlaf ähnliche „kortikale Schutzhemmung“ hervorruft u. zu „entspannter Schläfrigkeit“ führt. Anw. z.B. bei Schlafstörungen, depressiven u.a. Neuroseformen, Chorea.

  • Elektroschock
    • Elektro|schock

    • 1)
      Elektrokrampftherapie... (mehr)
    • 2)
      Stromstoß für Elektrokardioversion, Elektrodefibrillation... (mehr)
    • 3)
      Schock als Folge eines elektrischen Unfalls... (mehr)
  • Elektroschock 1)
  • Elektroschock 2)
    Elektroschock
    • 2)

    • Englischer Begriff: electroshock

    • Fach: Kardiologie

    Stromstoß für Elektrokardioversion, Elektrodefibrillation.

  • Elektroschock 3)
    Elektroschock
    • 3)

    • Englischer Begriff: electroplexy

    Schock als Folge eines elektrischen Unfalls.

  • Elektrosmog
    • Elektro|smog

    Bezeichnung für die Gesamtheit der in einem gegebenen Raum vorhandenen elektromagnetischen Felder; solche Felder entstehen überall dort, wo Strom fließt. Eine Einwirkung des E. auf andere bewegte elektrische Ladungen, z.B. in Zellstrukturen, ist nachgewiesen; die Wirkung elektrischer Felder für den Organismus ist nur im niederfrequenten Bereich irrelevant.

  • Elektrosphygmographie
    • Elektro|sphygmo|graphie

    • Englischer Begriff: electrosphygmography

    • Fach: Kardiologie

    s.u. Sphygmographie.

  • elektrostatische Linse
    • elektro|statische Linse

    • Englischer Begriff: electrostatic lense

    ein inhomogenes elektrostatisches Feld als Elektrolinse des Elektronenmikroskops.

  • Elektrostimulation
    • Elektro|stimulation

    • Englischer Begriff: electrostimulation

    Anwendung elektrischer Stimuli zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken. Diagnostisch z.B. zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit oder der neuromuskulären Impulsübertragung bei Myasthenia gravis, therapeutisch z.B. als transkutane Nervenstimulation (TNS), als chronische intrazerebrale Stimulation in verschiedenen Hirngebieten bei Pharmakoresistenz z.B. von Epilepsie oder Tremor; Letzteres als Behandlungsmethode noch im experimentellen Stadium. In der Kardiologie zur künstlichen Stimulation des Herzens als Therapiemaßnahme zur Unterbrechung behandlungsbedürftiger Arrhythmien u. zur Sicherung der entsprechenden Diagnose sowie zur Überprüfung der Effektivität eingesetzter Antiarrhythmika. Anw. erfolgt bei atrialen u. ventrikulären Tachykardien, so bei Vorhoftachykardie u. -flattern, Knotentachykardie, Tachykardie bei Präexzitations-Syndrom, anhaltender ventrikulärer Tachykardie, rezidivierendem Kammerflattern u. -flimmern; s.a. Herzschrittmacher.

  • Elektrostimulationsanalgesie
    • Elektro|stimulations|analgesie

    s.u. Akupunktur.

  • Elektrosynhärese
    • Elektro|syn(h)ärese

    • Synonyme: Überwanderungs|elektrophorese; Gegenstrom|elektrophorese

    • Englischer Begriff: electrosyneresis; immunofiltration

    Abbildung

    Immunopräzipitation in Agarose-Gel, bei der die Immunoglobuline (Ig) des Antiserums unter Gleichstromeinwirkung aufgrund der Elektroendosmose in Richtung Kathode (–), die Antigene (AG) mit niedrigerem isoelektrischem Punkt durch ihre Ladung zur Anode (+) wandern (s.a. Eiweißelektrophorese) u. sich zwischen den Auftragungspunkten unter Bildung von Präzipitationsbanden treffen (Abb.).

  • Elektrothalamogramm
    • Elektro|thalamo|gramm

    • Synonyme: EThG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electrothalamogram

    Hirnstromableitung vom Thalamus als Sonderform der Elektroenzephalographie; veraltete Methode.

  • Elektrotherapie
    • Elektro|therapie

    • Englischer Begriff: electrotherapeutics; electrotherapy

    therapeutischer Einsatz elektrischen Stromes in der Schmerztherapie (elektrische Nervenstimulation), bei Elektrochirurgie, -gymnastik, Diathermie, Galvano-, Nieder-, Hochfrequenztherapie, als kardiologische E. bei Elektrokardioversion bzw. -defibrillation, programmierter Elektrostimulation, His-Bündel-Ablation.

  • Elektrotomie
    • Elektro|tomie

    • Englischer Begriff: electrotomy

    • Fach: Chirurgie

    das „elektrische Schneiden“ von Körpergeweben durch Hochfrequenzstrom mittels – nadel-, lanzett- oder schlingenförmiger – aktiver Elektrode, an der es zu intensiver Hitzeentwicklung auf engstem Raum u. zu Wasserdampfexplosionen bei Funkenzahlen von 50 000–70 000/s kommt (sog. Funken- oder Schmelzschnitt). – Dieser „Scharfschnitt“ unterscheidet sich vom „Schorfschnitt“ („Koagulationsschnitt“; mit langsamer Schnittführung bei erhöhter Stromstärke).

  • Elektrotonographie
    • Elektro|tono|graphie

    • Fach: Ophthalmologie

    Tonographie.

  • Elektrotonus
    • Elektro|tonus

    • Englischer Begriff: electrotonus

    • Fach: Physiologie

    die Zustandsänderung erregbarer Strukturen bei Durchfluss eines Gleichstroms; als An- oder als Katelektrotonus; s.a. Pflüger-Zuckungsgesetz.

  • Elektrotrauma
    • Elektro|trauma

    • Synonyme: -unfall

    elektrischer Unfall.

  • Elektrourographie
    • Elektro|uro|graphie

    • Englischer Begriff: electrourography

    Aufzeichnung der mittels Elektrozystomanometer gemessenen Binnendrücke der Harnblase.

  • Elektroventrikulogramm
    • Elektro|ventrikulo|gramm

    • Synonyme: EVG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electroventriculogram

    • Fach: Kardiologie

    der auf die Erregungsausbreitung u. -rückbildung in der Kammermuskulatur („Kammerschwankung“) bezogene Abschnitt des Elektrokardiogramms, bestehend aus dem QRS-Komplex, der ST-Strecke u. der T-Zacke (evtl. auch einer U-Welle).

  • Elektroversion
    • Elektro|version

    • Fach: Kardiologie

    Elektrokonversion.

  • Elektrozystomanometer
    • Elektro|zysto(mano)meter

    Gerät zur Messung des Harnblasenbinnendruckes, Elektrourographie.

  • Element
    • Ele|ment

    • Englischer Begriff: element

    Grundbestandteil, Urstoff, einfachster Teil. – chem aus Atomen gleicher positiver Kernladungszahl (= Ordnungszahl) u. entsprechender Elektronenzahl u. gleicher (= Rein-E.) oder verschied. Neutronen- bzw. Massenzahl (= Misch-E.) aufgebauter „Grundstoff“ der Materie, der auf chemischem Wege nicht weiter zerlegbar u. nur durch kernphysikalische Reaktionen in ein anderes E. umwandelbar ist (s.a. Atom, Isotop, Nuclid, Radionuclid). – Als radioaktives E. mit nur instabilen Isotopen (als natürliche die der Ordnungszahl 84–92 im Periodensystem; als künstliche die der OZ 43–61 sowie die Transurane u. einzelne instabile Isotope stabiler Elemente; s.a. Zerfallskette). Als stabiles E. dagegen ohne Teilchen- oder Strahlungsemission.

  • Element, thermoelektrisches
    Element
    • E., thermo|elektrisches

    Thermoelement.

  • Elementaranfall
    • Elementar|anfall

    • Englischer Begriff: elementary partial epilepsy

    s.u. Epilepsia partialis.

  • Elementarfibrille
    • Elementar|fibrille

    • Englischer Begriff: elementary fiber

    • Fach: Histologie

    Mikrofibrille; s.a. Myofilament.

  • Elementargefährdung
    • Elementar|gefährdung

    s.u. Notfall.

  • Elementarhalluzination
    • Elementar|halluzination

    s.u. Halluzination.

  • Elementarkörperchen
    • Elementar|körperchen

    • Englischer Begriff: elementary body

    das Virion. – Auch Bez. für intrazelluläre, lichtmikroskopisch sichtbare Gebilde (z.B. große Virusstrukturen in Einschlusskörperchen; auch Chlamydien).

  • Elementarladung
  • Elementarmembran
    • Elementar|membran

    • Synonyme: Einheitsmembran; Membrana cellularis; Zytomembran

    • Englischer Begriff: unit membrane

    • Fach: Zytologie

    die stoffwechselaktive, aus Lipiden u. an- u. eingelagerten Eiweißkörpern bestehende Außenhülle der Zellen (Zellmembran) u. ihrer Zellorganellen (soweit membranhaltig). Ihre elektronenmikroskopisch unterscheidbaren Schichten sind – von außen nach innen – die Lamina externa, intermedia u. interna. Ist zur Erfüllung ihrer zahlreichen biologischen Aufgaben befähigt durch die relative Beweglichkeit ihrer Strukturbausteine (erklärbar durch das „Flüssigkeitsmodell“ der Zellmembran) u. durch die in Reaktion auf verschiedene Signalstoffe (Hormone, Transmitter, Metaboliten) anregbare Änderung der räumlichen Anordnung ihrer Moleküle (Konformation). S.a. Einheitsmembran (2); Membranrezeptor.

  • Elementarmorphe
    • Elementar|morphe

    • Englischer Begriff: primary lesion

    Primäreffloreszenz (s.u. Effloreszenz).

  • Elementarpuls
    • Elementar|puls

    • Fach: Kardiologie

    Primärpuls.

  • Elementarteilchen
    • Elementar|teilchen

    • Englischer Begriff: elementary particles

    die nicht mehr weiter zerlegbaren, einfachsten Bausteine der Materie (deren Kleinstteilchen; als materielle Form der Energie), die sowohl Wellen- als auch Korpuskeleigenschaften besitzen u. sich spontan ineinander umwandeln; z.B. Photon, Elektron, Positron, Proton, Neutron. – Werden auch vereinfachend in 2 Familien eingeteilt; 1) Quarks: punktförmige Kraftquellen als Bausteine des Atomkerns; so bestehen Protonen u. Neutronen jeweils aus 3, Mesonen dagegen aus 2 Quarks; die Quarks werden mit Symbolen bezeichnet, u. zwar mit u (up), c (charm), t (top), d (down), s (strangs), b (beauty). 2) Leptonen; das Elektron sowie das Elektron-Neutrino, Myon-Neutrino, Tau-Neutrino, Myon u. Tau.

  • Elementarwirbel
    • Elementar|wirbel

    • Englischer Begriff: elementary vertebral body

    Abbildung

    schematische Darstellung eines Wirbels (Abb.), aus der sich die Entwicklung aller Fehlbildungen als Hemmung der Vereinigung (Fusion) der in der vorknorpeligen Periode angelegten Wirbelabschnitte ableiten lässt.

  • Eleo...
    • Eleo...

    Elaio...

  • Elephantiasis
    • Elephantiasis

    • Englischer Begriff: elephantiasis

    Abbildung

    durch chronische Lymphstauung (Lymphödem) bedingte Vergrößerung eines Körperabschnitts (Abb.), v.a. der abhängigen Körperpartien (untere Gliedmaßen, äußere Geschlechtsorgane), aber auch der Brust (Mamma). Angeboren z.B. bei (lympho-, hämangiomatösen u.a.) Fehlbildungen, bei Neurofibromatose v. Recklinghausen, beim Nonne-Milroy-Meige-Syndrom. Erworbene Formen nach Verschluss der Lymphbahnen, z.B. durch Tumormetastasen, Narben, Streptokokken, Filarien; auch nach entzündlichen Prozessen wie Erysipelen oder Akne inversa.

  • Elephantiasis genitoanorectalis
    Elephantiasis
    • E. genito(ano)rectalis

    • Synonyme: Huguier-Jersild-Syndrom; „Esthiomène“

    • Englischer Begriff: anogenital e.

    chronisch-entzündliche Lymphstauungszustände mit monströsen Schwellungen des männl. Gliedes u. des Hodensacks bzw. der weibl. Scham u. mit Schnürengen (Strikturen) des Mastdarms als Spätfolge der Lymphopathia venerea.

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