Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

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  • Elschnig-Syndrom
    Elschnig
    • E.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Elschnig's syndrome

    Lidfehlbildung mit Verlagerung des äußeren Lidwinkels nach außen-unten u. Ektropium des Unterlides, häufig mit Spaltbildungen.

  • Elschnig-Theorie
    Elschnig
    • E.-Theorie

    Die sympath. Ophthalmie beruht auf einer anaphylaktoiden Reaktion gegenüber dem Uveagewebe des verletzten Auges.

  • Elschnig-Versuch
  • Eluat
    • E|lu|at

    • Englischer Begriff: eluate

    durch Elution erhaltene Lösung.

  • Elution
    • E|lu|ti|on

    • Englischer Begriff: elution

    das Herauslösen („Auswaschen“, „Eluieren“) adsorbierter Stoffe aus festen Adsorptionsmitteln mit Hilfe von Lösungsmitteln.

  • Ely-Zeichen
    • Ely-Zeichen

    • Biogr.: Leonhard W. E., 1868–1944, Orthopäde, San Francisco

    • 1)
      Hochstand des Schambeins auf der Seite einer chronischen Erkrankung des... (mehr)
    • 2)
      gleichzeitige Beugung u. Abspreizung des Beins im Hüftgelenk bei Kniebeugung... (mehr)
  • Ely-Zeichen 1)
    Ely-Zeichen
    • 1)

    Hochstand des Schambeins auf der Seite einer chronischen Erkrankung des Iliosakralgelenks.

  • Ely-Zeichen 2)
    Ely-Zeichen
    • 2)

    gleichzeitige Beugung u. Abspreizung des Beins im Hüftgelenk bei Kniebeugung in Bauchlage als Zeichen eines kontrakten Musculus tensor fasciae latae u. der Faszie.

  • Elytr...
    • Ely|tr...

    • Englischer Begriff: colpo...

    Wortteil „weibliche Scheide“; s.a. Kolpo..., Vaginal....

  • EM
    • EM

    Abk. für 1) Erwerbsminderung, 2) Elektronenmikroskopie.

  • Em
    • Fach: Chemie

    Abk. für Emanation.

  • Eman
    • E|man

    • Fach: Balneologie

    Einheit für die Radon-Konzentration in Luft oder Quellwässern; 1 Eman = 10–10 Ci/l.

  • Emanation
    • Emanation

    • Synonyme: Em (Abk.)

    • Englischer Begriff: emanation

    • Fach: Chemie

    jedes gasförmige radioaktive Element einer natürlichen Zerfallsreihe; i.e.S. das Radon („Radium-E.“).

  • Emanationstherapie
    • Emanations|therapie

    Trink-, Bade- u. Inhalationskuren (z.B. als Stollenkur in Badgastein) mit radioaktiven Gasen, meist mit Radon.

  • EMAP

      Abk. für evoziertes Muskelaktionspotential.

    • Embolektomie
      • Embol|ektomie

      • Englischer Begriff: embolectomy

      • Fach: Chirurgie

      operative Entfernung eines Embolus aus der arteriellen Strombahn nach Eröffnung des Gefäßes (Arteriotomie) unter Gefäßzügel- oder Klemmenverschluss; möglichst innerhalb der ersten 6 Std. (sonst Gefahr eines Crush-Syndroms u. Tourniquet-Schocks). Ausnahmsweise als direkte E. unter Sicht u. nach Absaugen oder „Ausmelken“ von Appositionsthromben; als indirekte E. die retro- oder prograde „Fernembolektomie“ mit Hilfe eines emboliefern eingeführten Spezialinstruments (Fogarty-Ballonkatheter, Saugkatheter etc.) oder durch retrogrades Ausspülen, u. zwar bei embolischem Verschluss des Beines von der Leiste, bei Verschluss im Armbereich von der Ellenbeuge aus. S.a. Embolotrypsie.

    • Embolektomie, pulmonale
      Embolektomie
      • E., pulmonale

      • Englischer Begriff: pulmonary e.

      Trendelenburg-Op.

    • Embolia cutis medicamentosa
      • Em|bo|lia cutis medicamentosa

      • Fach: Dermatologie

      Durchblutungsnot (Ischämie) der Haut mit resultierenden Nekrosen nach versehentlicher intraarterieller Injektion kristalloider Substanzen.

    • Embolie
      • Em|bo|lie

      • Englischer Begriff: embolism

      Abbildung   Abbildung

      plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes (meist Arterie) durch einen Embolus. I.w.S. der durch Funktionsausfälle der betroffenen Organe gekennzeichnete Folgezustand (s.a. Infarkt). Ätiol.: Häufigste Form ist die Thrombembolie, d.h. die E. durch Verschleppung von Thrombusteilen von Aneurysmen der Herzwand (seltener der vorgeschalteten Gefäße), aus den Vorhöfen bei absoluter Arrhythmie, bei Herzklappenerkrankung, Myokardinfarkt, Endokarditis, entzündlichen Gefäßerkrankungen (Thrombophlebitis, Arteriitis), u. zwar v.a. als Lungenembolie (nach Venenthrombose), als Hirnembolie, viszerale E. oder als E. der Gliedmaßenarterien (s. Abb.), insbes. an deren Verzweigungen. S.a. Embolie, gekreuzte. Klinik: beginnt häufig mit einem peitschenschlagartigen Schmerz als Folge der Verkrampfung des betroffenen Gefäßes u. seiner Kollateralen, evtl. auch mit Schock. Bei der Gliedmaßenembolie folgen Blässe der Extremität (s. Abb.), evtl. auch Marmorierung; Fehlen der peripher des Verschlusses sonst typisch tastbaren Pulse; später Ausfälle der Nerven (Sensibilitäts- u. Bewegungsstörungen; evtl. auch Lähmungen, Abschwächung bis Fehlen der Reflexe) sowie Störungen der Gewebsernährung in Form von Hautatrophie u. Gangrän. S.a. Fett-, Luft-, Fruchtwasser-, Parasitenembolie; Pseudoembolie.

    • Embolie, gekreuzte
      Embolie
      • E., gekreuzte

      • Synonyme: paradoxe E.

      • Englischer Begriff: crossed e.; paradoxical e.

      E., bei der der Embolus aus dem venösen Schenkel des großen Kreislaufs über Rechts-links-Shunt (z.B. durch ein offenes Foramen ovale, einen Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekt) in den arteriellen Schenkel des großen Kreislaufs (u. nicht wie üblich in die Pulmonalis) gelangt.

    • Embolie, künstliche
      Embolie
      • E., künstliche

      • Englischer Begriff: induced e.; iatrogenic e.

      Embolisation.

    • Embolie, metastatische
      Embolie
      • E., metastatische

      • Englischer Begriff: metastatic e.

      E. durch Tumorgewebe.

    • Embolie, retrograde
      Embolie
      • E., retro|grade

      • Englischer Begriff: retrograde e.

      E. durch Verschleppung des Embolus gegen den Blutstrom als Folge einer gegen die Strömung gerichteten Drucksteigerung, z.B. beim Hustenstoß oder bei erhöhtem intraabdominalem Druck.

    • Embolie, septische
      Embolie
      • E., septische

      • Englischer Begriff: septic e.; pyemic e.

      die häufig vielfache E. durch erregerhaltige (mikrobielle) Emboli aus einem infizierten Gebiet. S.a. Embolomykose.

    • Embolieprophylaxe
      • Embolie|prophylaxe

      s.u. Thromboseprophylaxe.

    • emboliformis
      • emboli|form(is)

      „pfropfenförmig“, nach Art eines Embolus.

    • Embolisation
      • Englischer Begriff: embolization

      kathetergesteuerter Gefäßverschluss mit Spiralen, Mikropartikeln, Gewebeklebern, z.B. zur Blutstillung oder als Tumorembolisation nach lokaler Zytostatikagabe (z.B. bei hepatozellulärem Karzinom, bei inoperablen Lebermetastasen), als palliative Maßnahme bei inoperablem Nierenzellkarzinom.

    • Embololalie
      • Embolo|lalie

      • Synonyme: -phrasie

      • Englischer Begriff: embololalia; -phrasia

      häufige Verwendung sinnloser Flickwörter beim Sprechen.

    • Embolomykose
      • Embolo|mykose

      • Englischer Begriff: embolomycosis

      massiver Einbruch von Pilzen (Hefen u. Systemmykosen-Erreger) in die Blutbahn mit Verstopfung (s.a. Embolie) von Kapillaren u. Arteriolen.

    • Embolotrypsie
      • Embolo|trypsie

      • Fach: Chirurgie

      Behebung der Embolie einer – mittelgroßen – Gliedmaßenarterie durch am freigelegten u. herzwärts abgeklemmten Gefäß erfolgende Ablösung u. Zerkleinerung des Embolus mit Hilfe der Finger u. nachfolgende Verschiebung der Teilchen in ein weniger wichtiges Nebengefäß; obsolet; s.a. Embolektomie.

    • Embolus
      • Em|bolus

      • Synonyme: Gefäßpfropf

      • Englischer Begriff: embolus

      jedes Gebilde bzw. Material, das – durch die Blutbahn verschleppt – zum Verschluss eines Gefäßes führt (Embolie); z.B. Thrombusteile, Zellhaufen (Parenchym-, Tumorzellen), Parasiten, Bakterien, Pilzmyzel, Fremdkörper (z.B. Gefäßkatheterteile), Fett, Luft. Die Pathogen. der Embolie ist nur teilweise geklärt. Nur frischere Thromben scheinen mobil zu sein. Rasch entstandene Thromben haben die höchste Emboliefrequenz infolge ihres hohen Anteils an lockerem Fibrin. Höhere Emboliefrequenz im höheren Alter, da Thrombusorganisation verzögert abläuft. Frauen sind häufiger betroffen, durch Fettleibigkeit begünstigt. Ursächlich bedeutsam sind in über 90 % Herzkrankheiten, 70–80% rheumatische Herzkrankheiten besonders bei Vorhofflimmern, 10% Herzinfarkt mit wandständigen Thromben, 5% Endokarditis, 1% Aneurysmen.

    • Embolus, blander
      Embolus
      • E., blander

      • Englischer Begriff: bland e.

      nicht infizierter E.

    • Embolus, reitender
      Embolus
      • E., reitender

      • Englischer Begriff: riding e.; saddle e.

      in oder an einer Gefäßgabelung hängender E.; z.B. an der Aortenbifurkation, an der Teilungsstelle der A. iliaca communis.

    • Embolus, septischer
      Embolus
      • E., septischer

      • Englischer Begriff: pyemic e.; septic e.

      s.u. Embolie, septische.

    • Embryo
      • Em|bryo

      • Englischer Begriff: embryo

      • Fach: Biologie

      der Keim bis zum Erreichen seiner endgültigen Form, s.u. Embryogenese; s.a. Fetus.

    • Embryobiopsie
    • Embryoblast
      • Embryo|blast

      • Englischer Begriff: embryoblast

      das aus der inneren Zellmasse der Morula des Säugetiereies – also auch beim Menschen – hervorgegangene knötchenförmige, am mütterl. Pol der Blastozyste gelegene Gebilde, aus welchem sowohl der Embryo als auch das Amnionepithel, das Entoderm des primären Dottersacks (Heuser-Membran), die Allantois u. das Mesoderm für die Eihäute hervorgehen. Wird bald – mit Ausnahme einer Kontaktstelle (Haftstiel) – durch einen Spalt vom zunächst eng umschließenden Trophoblasten getrennt u. dann Embryonalknoten genannt. Der Spalt wird ausgefüllt durch ein vermutl. dem Entoderm entstammendes, netzartiges Gewebe (extraembryonales Retikulum). Der Knoten ragt in die aus dem Spalt entstehende Höhle; der Keim heißt jetzt Blastozyste (Keimbläschen; im Stadium der Einnistung). Die Zellen des Knotens ordnen sich in 2 Lagen u. bilden so die Keimscheibe, deren endometriale Seite sich zum Ektoderm (äußeres Keimblatt) weiterentwickelt. Von diesem geht die durch Amnioblasten erfolgende Bildung der Amnionhöhle aus (den Boden der Höhle bildet die Keimscheibe); die in Richtung Gebärmutterhöhle gelegene Lage wird zum Entoderm (inneres Keimblatt), von dem die Bildung des primären Dottersacks ausgeht. Zwischen den beiden Lagen entwickelt sich dann das Mesoderm (mittleres Keimblatt).

    • Embryogenese
      • Embryo|genese

      • Englischer Begriff: embryogenesis

      Tabelle

      Entwicklungsabschnitt des Keimes von der Befruchtung des Eies (s.a. Blastogenese) über die Furchung u. Gastrulation bis zur Herausbildung der Organanlagen („Organogenese“; beim Menschen bis zum 16. Tag post conceptionem abgeschlossen); s.a. Tab.; Embryopathie (dort Abb.). Die Umbildung („Transformation“) zum Fetus umfasst das Verschwinden der 2.–4. Branchialspalten (Kiemenspalten), die Gesichtsentwicklung, die spontane Rückverlagerung des physiologischen Nabelbruchs; gleichzeitig beginnt die Plazentaabgrenzung.

    • Embryoid
      • Em|bryo|id

      • Englischer Begriff: embryoid

      • Fach: Pathologie

      Teratoid.

    • Embryokardie
      • Embryo|kardie

      • Englischer Begriff: embryocardia

      • 1)
        das Verharren („Persistenz“) des Herzens auf der embryonalen (bzw... (mehr)
      • 2)
        gleich laute Herztöne mit gleichen Intervallen u. ohne erkennbare atmungsbedingte... (mehr)
    • Embryokardie 1)
      Embryokardie
      • 1)

      • Englischer Begriff: persistent fetal-type circulation

      das Verharren („Persistenz“) des Herzens auf der embryonalen (bzw. fetalen) Entwicklungsstufe; hierbei besteht ein offenes Foramen ovale (das sich meist im 4.–6. Lebensmonat, nicht selten aber erst Ende des 1. oder 2. Lj. schließt).

    • Embryokardie 2)
      Embryokardie
      • 2)

      • Synonyme: Pendel-, Ticktack-Rhythmus

      • Englischer Begriff: tic-tac rhythm

      gleich laute Herztöne mit gleichen Intervallen u. ohne erkennbare atmungsbedingte Schwankungen als Auskultationsphänomen bei Myokarditis, fortgeschrittener Herzdilatation, supraventrikulärer Tachykardie.

    • Embryologie
      • Embryo|logie

      • Englischer Begriff: embryology

      Lehre von der Entwicklung des Keimlings von der Befruchtung bis zur Geburt, i.e.S. auch die „Entwicklungsgeschichte“ i.S. der Ontogenie (Ontogenese).

    • Embryom
      • Em|bry|om

      • Englischer Begriff: embryoma

      das reife (echte) Teratom.

    • embryonal
      • embryo|nal(is)

      • Englischer Begriff: embryonal

      zum Embryo gehörend, während der Embryogenese; patho unreif (z.B. e. Adenosarkom der Niere = Wilms-Tumor; s.a. Carcinoma embryonale).

    • Embryonalanlage
      • Embryonal|anlage

      • Englischer Begriff: embryonal anlage

      die Keimscheibe; beim Säuger u. Menschen der Embryoblast.

    • Embryonalhüllen
      • Embryonal|hüllen

      Eihäute.

    • Embryonalkatarakt
      • Embryonal|katarakt

      • Englischer Begriff: embryonal cataract

      eine nur den Embryonalkern betreffende angeborene Linsentrübung (Cataracta).

    • Embryonalkern der Augenlinse
      • Embryonal|kern (der Augenlinse)

      • Englischer Begriff: embryonal nucleus of lens

      das durch 2 reflektierende Zonen („Diskontinuitätszonen“) abgegrenzte innerste Kerngebiet der Linse, dessen Bildung von der Embryonalzeit bis in die früheste Kindheit reicht.

    • Embryonalknoten
      • Embryonal|knoten

      s.u. Embryoblast.

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