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  • Emprosthotonus
    • Em|pro|stho|tonus

    • Synonyme: Episthotonus

    • Englischer Begriff: emprosthotonus

    • Fach: Neurologie

    Spannungszustand des Körpers in nach vorn gebeugter Haltung; s.a. Opisthotonus.

  • Empyema
    • Empyem(a)

    • Englischer Begriff: empyema

    Eiteransammlung in einer natürlich vorgebildeten Körperhöhle oder einem Hohlorgan (s.a. Abszess) infolge metastatischer bakterieller Entzündung der Auskleidung (Wandserosa bzw. -mukosa) oder nach Übergreifen (Perforation, Durchwanderung) eines eitrigen Prozesses aus der Nachbarschaft bzw. durch direkte Keimeinschleppung nach Verletzung („posttraumatisch“). Typisch z.B. als Pleura-, Herzbeutel-, Bauchhöhlen-, Gelenk-, Nasennebenhöhlen-, Wurmfortsatz-, Gallenblasen-, Gelenkempyem (auch als eitr. Pleuritis, Perikarditis etc. bezeichnet; s.a. Pyozephalus, Pyosalpinx, Pyometra etc.).

  • Empyema ichorrhosum
    Empyem(a)
    • E. ichor|rhosum

    • Englischer Begriff: ichorous e.

    E. mit jauchigem Exsudat nach Mischinfektion durch Fäulniserreger (v.a. Clostridien, Veillonellen, Coli-Bakterien, anaerobe Staphylokokken).

  • Empyema interlobare
    Empyem(a)
    • E. interlobare

    • Englischer Begriff: interlobar e.

    Interlobärempyem.

  • Empyema necessitatis
    Empyem(a)
    • E. necessitatis

    allmählich durch einen Zwischenrippenraum nach außen durchbrechendes Pleuraempyem (v.a. als unter Druck stehendes Totalempyem), angekündigt durch phlegmonöse Rötung, Vorwölbung u. Ödem der Thoraxwand. Perforation erfolgt meist nahe dem Brustbein unter Bildung verzweigter Fistelgänge (nie an der tiefsten Stelle, deshalb keine Spontanheilung).

  • Empyemresthöhle
    • Empyem|resthöhle

    • Englischer Begriff: empyemic residual cavity

    ein Pleuraempyem mit oder ohne Fistel, dessen starre Pleuraschwarten eine Spontanheilung nicht mehr zulassen bzw. das trotz Punktions- oder Drainagebehandlung bzw. Rippenresektion nicht zur Ausheilung kam.

  • Empyomphalus
    • Empy|omphalus

    • Fach: Pädiatrie

    eitrige Nabelwundeninfektion des Neugeborenen, z.B. bei Arteriitis u. Periarteriitis bzw. Thrombophlebitis u. Periphlebitis umbilicalis; i.e.S. die Blennorrhoea umbilici.

  • EMT
    • EMT

    • Fach: Biochemie

    Abk. für elektrophoretischer Mobilitätstest.

  • Emulgatoren
    • Emulgatoren

    • Synonyme: Emulgenzien

    • Englischer Begriff: emulsifiers

    • Fach: Chemie

    Hilfsstoffe zur Stabilisierung von Emulsionen. Molekular lösliche Stoffe als lio-bipolare Moleküle, die – in geringer Menge der wässrigen oder öligen Phase (von Emulsionen) zugesetzt – in der Grenzfläche phasenorientiert angereichert werden, die Zerteilung der inneren Phase durch Herabsetzen der Grenzflächenspannung erleichtern u. die Zerteilungsbeständigkeit der Emulsion erhöhen. Unterschieden als anionen|aktive E. (z.B. Natriumpalmitat, Triäthanolaminoleat, Natriumdodecylsulfonat, Natriumcholat), kationen|aktive E. (z.B. Benzalkoniumbromid, Cetylpyridiniumchlorid), amphotere E. (z.B. Lecithin), nicht|ionogene E. (z.B. Cetylalkohol, Glycerinmonostearat, Sorbitantrioleat, Polyäthylenglycolstearat).

  • Emulgatorkrankheit
    • Emulgator|krankheit

    • Fach: Dermatologie

    Bläschenkrankheit.

  • Emulgieren
    • Emulgieren

    • Englischer Begriff: emulsifying

    Emulsionsbildung, s.u. Emulsion.

  • Emulsio
    • E|mul|sio

    • Synonyme: Emulsion; Emuls. (Abk.)

    • Englischer Begriff: emulsion

    • Fach: Chemie

    disperses System aus zwei nicht oder nur begrenzt ineinander löslichen Flüssigkeiten, wobei die eine Flüssigkeit als „disperse Phase“ (= „innere Phase“ = „Emulgendum“) sehr fein u. gleichmäßig in der anderen, dem „Emulsionsmittel“ (= „Dispergens“ = „äußere“ oder „homogene Phase“), verteilt ist. Je nach Bildungs- bzw. Herstellungsart (Dispersions-, Kondensationsmethoden) u. Emulgator entstehen Öl-in-Wasser-E. („O/W-E.“, z.B. Milch) oder Wasser-in-Öl-E. („W/O-E.“, z.B. Butter). – Die Emulsionsbildung ist das Prinzip der physiologischen Fettverdauung (Emulsionsbildung erfolgt durch Gallensäuren, aus Lipiden, Lipoiden, Letztere werden dadurch für Enzyme angreifbar u. im wässr. Darmmilieu löslich u. resorbierbar). – Wegen hervorragender Transporteigenschaften sind Emulsionen auch von Bedeutung als Linimente, Cremes, Salben etc. – Das „Brechen“ der E. erfolgt durch a) Verdampfen einer Phase, b) elektrische Entladung, c) Aufhebung der stabilisierenden Wirkung des Emulgators durch Adsorption oder durch Demulgatoren („Emulsions|brecher“; ändern Ladungszustand u. Grenzflächenspannung der emulgierten Teilchen).

  • Emulsionskolloid
    • Emulsions|kollo|id

    • Synonyme: Emulsoid

    • Englischer Begriff: emulsion colloid; emulsoid

    • Fach: Chemie

    Emulsion, deren dispergierte Teilchen die Größe von Kolloiden aufweisen (Ø 10–4–10–7 cm). S.a. Dispersionskolloide.

  • Emulsionsstabilisator
  • En-bloc-Resektion
    • En-bloc-Resektion

    • Englischer Begriff: en bloc resection

    • Fach: Chirurgie

    in einem einzigen Operationsgang („einzeitig“) erfolgende Entfernung eines bösartigen – evtl. bereits mehrere Organe umfassenden – Tumors „in einem Stück“.

  • En-face-Nische
    • En-face-Nische

    • Fach: Röntgenologie

    die bei der Kontrastmittel-Untersuchung des Magens in der Aufsicht als rundlicher Schattenfleck mit ringförmigem Aufhellungshof dargestellte Ulkusnische. S.a. Haudek-Nische (= Profilnische).

  • ENA
    • Synonyme: Abk. für extractable nuclear antigens

    • Etymol.: engl.

    extrahierbare Kernantigene.

  • Enalapril

      ein ACE-Inhibitor. Anw. als Antihypertensivum; senkt den peripheren Widerstand über die Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms.

    • Enalaprilat
      • Englischer Begriff: enalaprilat

      ein ACE-Inhibitor zur parenteralen Anw.

    • Enamelom
      • En|amelom

      • Englischer Begriff: enameloma

      eine bis linsengroße geschwulstartige „Schmelzperle“ (Zahnschmelz) am Zahnhals oder an der Zahnwurzelteilungsstelle; ohne klin. Bedeutung.

    • Enamelum
      • En|ame|lum

      • Englischer Begriff: enamel

      der Zahnschmelz (= Substantia adamantina); s.a. Adamant..., Amelo...

    • Enanthem
      • En|anthem

      • Englischer Begriff: enanthema

      Schleimhautausschlag als flächenhafte oder fleckige Effloreszenz im Mund- u. Rachenbereich. Kommt zusätzlich zum typischen Exanthem im Verlauf bestimmter Infektionskrankheiten vor, z.B. bei Scharlach, Masern, Röteln, kann aber auch bei Toxikodermie auftreten.

    • Enantiomerie
      • En|an|tio|me|rie

      • Englischer Begriff: enantiomerism

      s.u. Isomerie.

    • Enarthron
      • En|ar|thron

      • Synonyme: Enarthrum

      freier Gelenkkörper.

    • Encasing
      • Etymol.: engl. to encase = umhüllen

      Allergen-(Milben-)undurchlässiger Zwischenbezug für Matratzen; Anwendung bei Hausstaubmilbenallergie.

    • Encauma
      • En|cau|ma

      Brandwunde; ferner das Ulcus corneae.

    • Encephal...

        Wortteil „Gehirn“ (Encephalon); s.a. Enzephal...

      • Encephalitis
        • En|ce|pha|li|tis

        • Synonyme: Enzephalitis; Gehirnentzündung

        • Englischer Begriff: encephalitis

        akute, chronische oder latente Entzündung von Hirngewebe. Es handelt sich um ein weniger einheitliches Krankheitsbild als das einer Meningitis, häufig auch Mitbefall der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) und/oder des Rückenmarks (Enzephalomyelitis), evtl. auch der Spinalnervenwurzeln (Enzephalomyeloradikulitis). Ätiol.: Viren: z.B. bei Herpes simplex, Zytomegalie, Varizellen, Masern, Lassa-Fieber, AIDS; Bakterien: bei Milzbrand, Typhus, Ruhr, Listeriose, Gasödem, Syphilis, seltener Borreliose, durch Rickettsien z.B. bei Fleckfieber, Tsutsugamushi-Fieber, Wolhyn-Fieber, Kuhfieber, durch Chlamydien v.a. bei Ornithose; Parasiten: z.B. bei Trichinose, Schlafkrankheit, Chagas-Krankheit, Malaria, Toxoplasmose; parainfektiöse Begleitmeningitis: bei infektiös-toxischen Ursachen bzw. allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock, bei Nahrungs- oder Arzneimittelallergien oder immunologischen Prozessen). Klinik: psychische Veränderungen, Bewusstseinseintrübung, Fieber, neurologische Herdsymptome je nach Ort der Entzündung. S.a. Polio-, Leuko- u. Panenzephalitis.

      • Encephalitis epidemica
        Encephalitis
        • E. epi|demica

        • Synonyme: E. lethargica

        Economo-Krankheit.

      • Encephalitis equina
      • Encephalitis japonica
        Encephalitis
        • E. japonica

        • Englischer Begriff: Japanese B e.

        v.a. in Japan (1924), Malaysia u. Indien vorkommende Virusenzephalitis durch ein ARBO-Virus B (Japan-Enzephalitis-Virus). Tritt auch in China, Indien, Kambodscha, Laos, Vietnam auf; identisch mit russischer Herbstenzephalitis. Typisch verlaufend mit Somnolenz, epileptischen Krisen, akuten Psychosen; verläuft bei älteren Erwachsenen in bis zu 80% tödlich.

      • Encephalitis lethargica
      • Encephalitis maligna subacuta
        Encephalitis
        • E. mali|gna sub|acuta

        • Synonyme: subakute sklerosierende Panenzephalitis; SSPE (Abk.); Bogaert-Leukoenzephalitis; subacute sclerosing panencephalitis

        eine E. (bevorzugt bei Knaben) mit schleichendem Beginn u. 3-phasigem Verlauf (Apathie u. Demenz, dann Muskelzuckungen, als Myoklonien u. epileptische Anfälle, schließlich Persönlichkeitszerfall u. Enthirnungsstarre). Histologisch werden subkortikale Entmarkung, Gliaknötchen u. -wucherungen sowie typische Einschlusskörperchen gefunden. – Wird auch hervorgerufen durch das Masernvirus.

      • Encephalitis metastatica
        Encephalitis
        • E. meta|statica

        • Englischer Begriff: metastatic-embolic e.

        E. durch hämatogen-embolische Keimverschleppung. Disseminiert multipel, gelegentlich solitär (Hirnabszess) bei Sepsis bzw. Pyämie (Erreger Staphylokokken, Streptokokken, Coli-, Proteus-, Pyozyaneusbakterien, Influenzabakterien).

      • Encephalitis postvaccinalis
        Encephalitis
        • E. post|vaccinalis

        Impfenzephalitis.

      • Encephalitis purulenta
        Encephalitis
        • E. purulenta

        • Englischer Begriff: purulent e.; suppurative e.

        eitrige E., meist als E. metastatica durch embolische Verschleppung von Eitererregern oder umschrieben als Hirnabszess.

      • Encephalitis toxoplasmatica
        Encephalitis
        • E. toxo|plasmatica

        • Englischer Begriff: toxoplasma e.

        E. bei Toxoplasmose.

      • Encephalitis, retikulohistiozytäre granulomatöse
        Encephalitis
        • E., retikulo|histio|zytäre granulomatöse

        • Synonyme: primäre Retikuloendotheliose des Gehirns

        seltene, meist im 5. u. 6. Ljz. nach chronischen Infektionskrankheiten auftretende E. Vorkommen z.B. bei Listeriose, Brucellose, Tuberkulose, Pilzinfektion, Schlafkrankheit. Klinik: verläuft evtl. in Schüben, zeigt eine vielfältige neurologische u. psychische Symptomatik (Hirnstamm-, Zwischenhirn-, Stammganglien-, Balkensymptome).

      • Encephalitis, Russische
        Encephalitis
        • E., Russische

        • Englischer Begriff: Russian spring-summer e.; Russian tick-borne e.

        s.u. Frühjahr-Sommer-Enzephalitis.

      • Encephalitozoon
        • Encephalito|zoon

        toxoplasmaähnliche Parasiten, die v.a. im Gehirn von Säugetieren Zysten bilden; teils zur Familie Toxoplasmidae, teils zu den Nosematidae [Microsporidia] gerechnet. Pathogenität für Menschen ist nicht gesichert.

      • Encephalo...
        • En|ce|pha|lo...

        Wortteil „Gehirn“; s.a. Enzephal...

      • Encephaloenteritis acuta
        • Encephalo|enteritis acuta

        • Englischer Begriff: acute encephaloenteritis

        ältere Bez. für ein von der herkömmlichen Säuglingsintoxikation abzugrenzendes, scheinbar enzephalitisches Krankheitsbild mit neurologischen Ausfällen, Krämpfen, tagelanger Bewusstlosigkeit; vermutlich als Folge von Hirnödem oder nicht erkennbarer Sinusthrombose mit resultierenden Hirnnekrosen.

      • Encephalomalacia
        • En|cephalo|malacia

        • Synonyme: Enzephalomalazie

        • Englischer Begriff: encephalomalacia

        die – meist herdförmige – Hirnerweichung infolge Hirnembolie, arterieller Thrombose oder chronischen Sauerstoffmangels (Hirnischämie, s.a. Hirninfarkt); der vollständige oder teilweise Gewebsuntergang führt zu entsprechenden Herdsymptomen; später treten Abbauvorgänge mit Narbenbildung ein.

      • Encephalomalacia alba
        Encephalomalacia
        • E. alba

        • Englischer Begriff: white e.

        die weiße oder „molkige“ E., d.h. ohne Blutaustritt in das Gewebe. S.a. lakunäres Syndrom.

      • Encephalomalacia rubra
        Encephalomalacia
        • E. rubra

        • Englischer Begriff: red e.

        rote oder hämorrhagische E., d.h. mit Blutaustritt in das Hirngewebe.

      • Encephalomalacia subcorticalis chronica arteriosclerotica
        Encephalomalacia
        • E. subcorticalis chronica (arteriosclerotica)

        • Englischer Begriff: Binswanger's vascular subcortical e.

        die Binswanger-Demenz.

      • Encephalomeningitis
        • En|cephalo|meningitis

        • Englischer Begriff: meningoencephalitis

        Meningoenzephalitis, s.a. Encephalitis.

      • Encephalomyelitis
        • En|cephalo|mye|li|tis

        • Synonyme: Enzephalomyelitis

        • Englischer Begriff: encephalomyelitis

        Entzündung des Gehirns u. Rückenmarks (s.u. Encephalitis, Myelitis); meist als Infektion, v.a. durch Viren (z.B. Tollwut, s.a. Lyssa), wahrscheinlich aber auch toxisch-allergisch.

      • Encephalomyelitis der Kinder
        Encephalomyelitis
        • E. der Kinder

        • Englischer Begriff: e. of childhood

        Brown-Symmers-Krankheit.

      • Encephalomyelitis disseminata
        Encephalomyelitis
        • E. disseminata

        • Englischer Begriff: disseminated e.

        multiple Sklerose.

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